Kategorie: Blog

  • Praxistag mit Paul Friesenbichler

    Praxistag mit Paul Friesenbichler

    Edle Balsame nach paracelsischer Tradition

    Einführung in das grundlegende Verständnis der Wirkkräfte von Harzen, Ölen und Heilpflanzen anhand der authentischen Signaturenkunde sowie deren Anwendung.

    Kosten:
    150€ excl Mwst / 180€ inkl Mwst
    130€ excl Mwst / 156 incl Mwst ermäßigt für Mitglieder des TEM-Fachvereins
    incl. Kosten für edle Ingredienzien


    TEM-Zentrum Mercurio • Gumpendorferstraße 22 • 1060 Wien

  • Meet & Greet im TEM-Zentrum Mercurio

    Meet & Greet im TEM-Zentrum Mercurio

    Erlebe die Traditionelle Europäische Medizin (TEM) hautnah. Ab Herbst wird unser Gesundheitszentrum Mercurio ein Ort der Begegnung, des Wissens und der Heilkunst – verwurzelt in der europäischen Tradition und getragen vom Geist ganzheitlicher Gesundheit.
    Wir öffnen unsere Türen zum Meet & Greet am Mittwoch 17.09. ab 17.30!

    Therapeut*innen geben erste Einblicke in Ihre Arbeit im TEM-Zentrum:
    Andrea Anna Kunsági – Der verbundene Atem
    Natalie Herzlieb – Die traditionelle Gesichtsbehandlung
    Nancy Lee Seymann – Das Frauenzimmer
    Erna Janisch & Claudia Waldner – Das Europäische Medizinrad
    Claudia Waldner & Philip Unterreiner – Die Irisanalyse
    Paul Friesenbichler – Die Paracelsische Befundung

    Du arbeitest selbst im Bereich Gesundheit, Naturheilkunde oder TEM? Werde Teil unseres Teams! Bringe dein Wissen und deine Angebote in unser Zentrum ein und gestalte mit uns einen Ort der Verbindung, Heilung und Weiterentwicklung.

    TEM-Zentrum Mercurio • Gumpendorferstraße 22 • 1060 Wien

  • Frauenzimmer • Traue Dich in Deine Wildnis

    Frauenzimmer • Traue Dich in Deine Wildnis

    Willkommen im Frauentempel – einer geborgenen Wohlfühloase exklusiv für Frauen.

    Das Frauenzimmer ist ein Tempel, ein Raum, in dem wir Frauen uns miteinander austauschen, uns gegenseitig feiern und uns stärken.
    Für alle Frauen, alle Altersstufen ohne Vorkenntnissen. Legere bewegungstaugliche Kleidung, Journalheft, Zeichenblock, Buntstifte/Kreiden bitte mitnehmen.

    Die Basis unserer spielerischen Forschung in der Frauengruppe ist die Erkenntnis, dass wir das, wonach wir uns sehnen, bereits sind. Deshalb richtet sich unsere Praxis nicht an einem Ziel in der Zukunft aus, das wir erreichen müssen, sondern sie ist mehr ein Prozess des Schmelzens, des Freilegens all der Weisheit und Schönheit, die bereits jede Frau in sich trägt.

    Dafür wollen wir unseren eigenen gemeinsamen Kraftplatz ins Leben rufen und regelmässig pflegen.

    Nancy´s Arbeit ist auf Embodiment basiert, mit dem Fokus auf Präsenz im Körper. Unsere Praxis beinhaltet Bewegung, Gespräch, Schweigen und respektvolle, heilende Berührung. Die weibliche Berührung hat eine einladende Qualität, die uns öffnet und eine tiefere Präsenz ermöglicht.

    Das Frauenzimmer ist keine Therapie oder Selbsthilfegruppe. Es ist ein Raum, in dem wir einander spiegeln, uns gegenseitig feiern und stärken. Ein Raum, wo wir unsere Masken fallen lassen können und unsere wahre Schönheit behütet in Strahlen, Schmerzen, Leidenschaft und Verletzlichkeit zeigen dürfen.

    Der Frauentempel wurde 2005 von Nancys Lehrerin Chameli Ardagh in Nevada City, Kalifornien, gegründet, als sie sich zusammenschloss, um eine neue Form des Frauenkreises zu erforschen, der weniger auf dem Persönlichen sondern mehr auf der Essenz des göttlich Weiblichen beruhte.

    Termine:

    DI 23.09.2025 | 18:30 – 21:00
    DI 14.10.2025 | 18:30 – 21:00
    DI 18.11.2025 | 18:30 – 21:00
    DI 09.12.2025 | 18:30 – 21:00
    Kosten: 180 Euro

    Nancys Frauenzimmer ist auch im Waldviertel: GEA Akademie Schrems

  • Nexologie – Heilen im Rhythmus des  Lebens

    Nexologie – Heilen im Rhythmus des Lebens

    Warum unser Körper im Rhythmus lebt

    Unser Organismus funktioniert nicht zu jeder Zeit gleich. Am Morgen läuft er anders als am Abend, im Winter anders als im Sommer. Diese Rhythmen sind tief in uns verankert – sie bestimmen, wann wir aktiv, müde, hungrig oder besonders leistungsfähig sind. Wer seine Lebensweise diesen natürlichen Rhythmen anpasst, bleibt gesünder und ausgeglichener. Wer sich dagegen ständig darüber hinwegsetzt, riskiert Schlafstörungen, Energielosigkeit oder andere Beschwerden.

    Tipp: Ein regelmäßiger Schlafrhythmus ist wichtiger für die Gesundheit als die Länge
    des Schlafs

    Alte Spuren: Von Ötzi bis zur Naturheilkunde

    Ein faszinierendes Beispiel liefert die berühmte Gletschermumie „Ötzi“. Auf seiner Haut fand man Tätowierungen, die verblüffend genau Punkten der heutigen Akupunktur entsprechen. Sie lagen an Stellen, die noch heute bei Rücken- oder Gelenkproblemen behandelt werden – Beschwerden, die auch bei Ötzi nachweisbar
    waren. Auch in der alten europäischen Medizin gab es ein dichtes Netz von Behandlungspunkten, etwa für den Aderlass. Viele davon gerieten in Vergessenheit, obwohl sie sich erstaunlich mit den Akupunkturpunkten decken.

    Schon vor 5000 Jahren nutzten Menschen Behandlungspunkte – lange bevor es den Begriff „Akupunktur“ gab.

    Der Tierkreis als Landkarte des Körpers

    In der traditionellen Heilkunde spielte der Tierkreis eine zentrale Rolle. Jedem Zeichen wurden nicht nur Sterne, sondern auch Körperregionen, Organe und sogar typische Krankheiten zugeordnet. Heute wissen wir: Auch die moderne Chronobiologie zeigt, dass unser Organismus in Tages- und Jahreszyklen arbeitet. So lässt sich der Tierkreis als anschauliche „Landkarte“ nutzen, um diese natürlichen Rhythmen zu verstehen – ganz ohne astrologische Deutungen.

    Beispiel: Manche Organe arbeiten nachts besonders intensiv – andere am Tag. Der Tierkreis hilft, diese Rhythmen greifbarer zu machen.

    Unsichtbare Leitbahnen

    In alten medizinischen Handschriften tauchen immer wieder Zeichnungen von „Adern“ auf. Damit waren nicht nur Blutgefäße gemeint, sondern auch Energiebahnen, die stark an die Leitbahnen der chinesischen Medizin erinnern. Ein Beispiel: Die sogenannte „Krebs-Ader“ verläuft ähnlich wie die Magen-Leitbahn. Ihre Form erinnert an Krebsscheren – und tatsächlich steht das Tierkreiszeichen Krebs in der Symbolik für das Festhalten und Verdauen von Nahrung.

    Die Symbolik des Krebses – festhalten und verdauen – passt perfekt zur Magenfunktion.

    Heilen mit Nexologie

    Nexologie verbindet dieses alte Wissen mit modernen Erkenntnissen. Sie hilft, Beschwerden im Kontext von Rhythmen und Organvernetzungen zu sehen und Therapien gezielter einzusetzen.

    • In der Diagnostik zeigt sie, warum Symptome zu bestimmten Zeiten oder in bestimmten Jahresphasen auftreten.
    • In der Lebensführung gibt sie Hinweise, wie Ernährung, Bewegung und Alltag besser in den eigenen Rhythmus passen.
    • In der Therapie eröffnet sie neue Wege – ob durch Heilpflanzen, Massage, Aderlass oder andere Methoden.

    Nexologie erweitert so das Handwerkszeug der Traditionellen Europäischen Medizin (TEM). Sie bietet einen faszinierenden Blick darauf, wie Körper, Seele und Umwelt untrennbar miteinander verbunden sind – und wie Heilung im Einklang mit den natürlichen Rhythmen möglich wird.

    Nexologie schafft eine Brücke zwischen altem Heilwissen und moderner Biologie.

    Wer sich tiefer mit dem Thema beschäftigen will eine Ausbildung in 3 Blöcken startet vom 03. bis 07. November. Details hier: Info zur Ausbildung

    *1, *2, *3: Clm 13002: Methodus varias aegritudines cauteriis curandi 22 figuris illustrata. Corporis humani arteriae et venae duabus figuris exhibitae; Bayerische Staatsbibliothek - Stift Niedermünster, Regensburg

  • Rupert´s Soule & Freyja´s Wisdom

    Rupert´s Soule & Freyja´s Wisdom

    Deine kosmische Kraft

    Von längst vergessenen Heilmitteln geht gerade in unserer hochtechnisierten Gesellschaft eine große Faszination aus, wie der Kräuterboom der letzten Jahre zeigt. Als Gegenstrategie zur künstlichen Intelligenz wird unsere Sehnsucht nach puren und manuell hergestellten Produkten wieder intensiver.

    So hat es sich Rupert´s Soule & Freyja´s Wisdom zum Ziel gemacht, mit archaischer Urmedizin die Lebendigkeit und Kraft der Pflanzen einzufangen und zu erhalten. Dies gelingt ohne Erhitzung sowie Zugabe von Alkohol durch hochqualitative Sole aus Altaussee. Alkohol, der in unterschiedlichen Varianten und Qualitäten in den herkömmlichen Tinkturen verwendet wird, erfüllt nicht unsere Ansprüche. „Alkohol konserviert, aber zerstört das Lebendige“, sagte bekanntlich der anthroposophische Chemiker Rudolf Hauschka. 

    Unsere stattdessen verwendete Sole aus den Bergen des Salzkammerguts ist frei von jeglicher Umweltbelastung sowie weiteren Verarbeitung und überzeugt durch ihren milden Geschmack.

    Salz und Wasser bestehen aus den Bausteinen der menschlichen Zelle und sind zentrale Steuerelemente aller Lebensprozesse. Das Ausseer Bergkernsalz, das durch die Austrocknung der Urmeere entstanden ist, enthält dieselben 84 Mineralien und Spurenelemente, wie sie in unserem Blut vorkommen. Daher hat diese Sole eine enorme Bioverfügbarkeit und isotonischen Wirkung. Diese wird noch erhöht durch eine eigene Produktreihe, in der reinster Apfelessig der Sole beigefügt wird. 

    Heilsame Pflanzenauszüge werden seit Anbeginn der Kulturgeschichte verwendet und die für gut befundenen Rezepturen wurden von einer Generation zur nächsten überliefert. Die Grenze zwischen Medizin und Lebensmittel war dabei immer fließend. So wie das Salz als das weiße Gold bezeichnet wurde und für den Körper lebensnotwendig ist, sind auch Kräuter und Blüten fixer Bestandteil einer nährenden Naturmedizin. Diese Lebensmittel geben Heilimpulse an den menschlichen Organismus weiter und unterstützen seine Selbstheilungskräfte. Gerade darin liegt die große Kraft vergessener Auszüge: Sie sind nicht „gegen“ etwas, sondern dienen als Aufbaumittel für die Selbstheilungskräfte. Mit ihren Wirkstoffen bauen sie die Resilienz der Nerven, Knochen oder Muskeln auf und versorgen das Fundament jeder Zelle mit den elementaren Heilkräften der Natur. Sie schaffen also optimale Bedingungen, damit sich der Organismus aus eigener Kraft selbst heilen kann. 

    Jahrtausende alte intuitive Weltmedizin kann von den Kräften des Universums nicht getrennt werden. Das Leben im Rhythmus der Natur, Heilungsrituale, die Anbetung von Göttern und Göttinnen gehörten zum Alltag dazu. Der Mensch war sowohl mit dem Irdischen als auch allem Feinstofflichen tief verankert und verbunden. Wir möchten diese Verbindung wiederherstellen und geben den Kräutern und Blüten eine Stimme in Form von Meditationen, die auf die unterschiedlichen Abfüllungen abgestimmt sind. Dies ergibt eine einzigartige Kombination für Heilungsprozesse auf allen Ebenen des Seins. 

    Altes Wissen neu interpretiert – für deine kosmische Kraft. 

    Siehe auch: Gabriela Nedoma, Vergessene Heiltinkturen – Alkoholfreie Pflanzenextrakte und ihre heilkundlichen Anwendungen, Servus-Verlag

         

  • Birke mit Humor

    Birke mit Humor

    An einer Birke hängen 90 Birnen. 13 reife Birnen fallen ab, 24 werden von den Kindern gepflückt und acht von Raupen gefressen. Wie viele Birnen hängen am Baum?

    „Wer das Leben zu ernst nimmt, braucht eine Menge Humor, um es zu überstehen“, sagte einst schon der originelle Charlie Chaplin. Dieser musste es ja als Ausnahme-Komiker wissen. Tja, am Ende hatte er natürlicherweise nur zum Teil recht, denn überstehen tut das hiesige Leben auch der leidenschaftlichste Humorist nicht. Die Erfahrung des Sterbens bleibt uns allen früher oder später nicht erspart. Aber die Zeit zwischen Kommen und Gehen soll zumindest Spaß machen und flutschen. Dabei kann eine saftige Portion Humor sehr von Vorteil sein.

    Den Humor haben wir nicht mit dem Löffel gegessen, sondern den fidelen Römern zu verdanken – er war zu deren Zeit die Bezeichnung für „Flüssigkeit“, aber auch „Leibessaft“. Die traditionelle Humoralpathologie, die sich aus der 4-Säfte-Lehre entwickelt hat, ist demnach die Krankheitslehre von den 4 Körpersäften, den Humores: Sanguis (Blut), Chole (Gelbgalle), Melanchole (Schwarzgalle) und Phlegma (Schleim). Diese 4 Säfte sind nicht als Flüssigkeiten im engeren Sinn zu verstehen, sondern als Zustände mit den zugeordneten Eigenschaften warm-feucht (Luft), warm-trocken (Feuer), kalt-trocken (Erde), kalt-feucht (Wasser). Gesundheit entspringt aus Sicht der TEM (Traditionelle Europäische Medizin) einer harmonischen Verteilung der vier Elemente bzw. Säfte im Körper. Bei Unausgewogenheit oder Fehlen eines Elementes ist Unwohlsein, Krankheit oder gar Tod die Folge. Humor ist also, wenn es trotzdem fließt.

    Aus dem universellen Blickwinkel der Alchemistin in mir betrachtet, nehme ich die Birkenenergie als ein faszinierendes Webwerk aus den Wirkkräften des Mondes, des Merkur und der Venus wahr. Die Mondenergie zeigt sich sehr anschaulich in der weiß-silbrig glänzenden äußerst zarten Rindenhaut, ihrer Vorliebe für feuchte Standorte und ihrem großen Durst. Der merkurielle Aspekt in der Birke spiegelt sich in ihrer Ungeduld wider. Sie ist einer der ersten Bäume auf Ruderalflächen, wächst sehr schnell, gehört zu den Windbestäubern, stirbt meist jung und hinterlässt viele Nachkommen. Das venusische Coleur ihres Temperamentes hält sie unter der Rinde versteckt. Mit den Überzeugungskünsten von Wasser und Feuer gibt sie ihre Weiblichkeit preis und taucht die stoffliche Welt in Rosarot.

    Botanisch betrachtet ist die Birke (Betula sp.) wohl die humorvollste Baumgattung. Die drei heimischen Betula-Arten, Hänge-Birke (Betula pendula), Moor-Birke (Betula pubescens) und Zwerg-Birke (Betula nana), lieben gleichermaßen eine feuchtwarm-fröhlichluftige Grundstimmung. Ihre Wasserphilie wird in der Bodenkultur zum Drainieren feuchter Untergründe genutzt. Zwischen 500 – 1.000 Liter Wasser (je nach Standort und Alter) pumpt die Birke, die der keltischen Lichtgöttin Brigid geweiht ist, pro Tag von ihren Wurzeln durch ihren schlanken Körper bis hin zu ihren unzähligen durstigen Blättchen. Seit jeher war es die inspirierende Viriditas des „weißen Baumes“, der die Menschen mit der erlösenden Kraft seines Humors aus träger Winterstarre und schwermütiger Lethargie gelockt hat.

     

    BIRKENWASSER – O’zapft is!
    Im zeitigen Frühjahr ist der lustvolle Pionierbaum, der den Erdboden für alles nach ihm Keimende feierlich vorbereitet, berstend voll mit protein- und mineralstoffreichem Birkenwasser. Das edle Tröpfchen – achtsam und zum richtigen Zeitpunkt gezapft – ist nicht nur Wellness und Better Aging für Haut und Haar, sondern wirkt auch in uns wie ein durchrauschender Wasserfall, der alles mitreißt, was überflüssig geworden ist. Birkenwasser lässt sich auch wunderbar zu feuchtfröhlichem Birkenwein vergären. Ein Schluck aus diesem spirituellen Jungbrunnen lässt kein noch so müdes Auge trocken.

     

    BIRKENKNOPSEN lassen Blätter der Freude sprossen
    Die vorwitzigen Blattknospen der Birke schmecken harzig, leicht aromatisch, scharf und etwas bitter. Wie durchwegs alle essbaren Knospen wirken sie vitalisierend, stoffwechselanregend, katalytisch, ausleitend und entzündungshemmend. Spezielle Anwendungsgebiete des Birkenknospenmazerates: Übersäuerung, Harnwegsinfekte, Allergien, Gicht, Arthritis, Rheuma.
    Das humorige, erheiternde Wesen der Birke unterstützt in der Baumheilkunde Kinder, Jugendliche und Erwachsene in stagnierenden, schweren Lebensphasen und im Frühling. Sei es auf der körperlichen Ebene als Wachstumskatalysator, als auch psychisch-mental als Stimmungsaufhellerin. Sie gibt Mut und Zuversicht, richtet auf, wirkt bewegend auf Phlegma und Melanchole und bringt somit stockende Lebensprozesse wieder in Fluss.

    BIRKENBLÄTTER – bewegende Grünkraft
    Ein tiefenentspanntes Lächeln zaubert wohl jedem von uns das Bild saftiggrüner, im Frühlingswind tanzender Birkenblättchen ins Gesicht. Den “Maibaum” verbinden wir mit kindlicher Leichtigkeit, unbeschwerter Fröhlichkeit und ewigwährender Jugendlichkeit. Will man diese Assoziationen schmackhaft verinnerlichen, lassen sich vor allem die jungen Blättchen gut sammeln. Entweder gleich frisch genießen oder getrocknet zu Birkenmehl vermahlen. Tee oder Tinktur aus Birkenblättern und/oder -knospen werden therapeutisch bei Harnwegsinfekten angewandt. Die Wässerchen haben das Talent die Harnmenge um das 5 – 6-fache zu erhöhen (jedoch nicht beim Gesunden!). Ein kräuterkundiger Bartender verriet uns in einer schwachen Stunde sein vitalisierendes Geheimrezept, um die unangenehmen Folgen durchzechter Nächte zu lindern: 3 x täglich 1 Stamperl Birken-Gin. Ausprobieren und weitersagen!

    BIRKENGURKERL – Sauer macht lustig
    Wusstet ihr schon? Wilfried, der Botaniker meines Vertrauens, und ich sind vom höchst ansteckenden Natur-Virus befallen. Wer davon infiziert ist, weiß ein Lied davon zu singen, dass es schier unmöglich ist, einen Schritt nach draussen zu setzen, ohne die Umgebung nach Bestaunbarem, Fotogenem, Essbarem oder anderweitig Verwertbarem abzuscannen. Die Natur steckt immer und überall voller Wunder und Überraschungen. So geschah es auch im Juni eines vergangenen Jahres bei einem Abendspazierung. Eine im Mondlicht strahlende Birkenschönheit präsentierte sich unseren Argusaugen mit ihren unzähligen Früchten, die alle zu rufen schienen: „Geht nicht spurlos an uns vorbei, nehmt uns doch bitte mit!“. Wir hatten natürlich prompt Erbarmen und „zufällig“ ein Sackerl mit dabei. Die faszinierenden Früchtchen, die an Mini-Gurkerl erinnern, hüpften bereitwillig in unsere sammelnden Hände. Naheliegenderweise legte ich die frechen Kerlchen – wieder zuhause nach unserem Beutezug angekommen – in Essigsud ein. Sie schmecken heute noch wunderbar – unsere Essig-Birkerl.

    BIRKE & MISTEL – Ein fröhliches Gespann
    Die den Lebensgesetzen trotzende Mistel entzieht sich vollkommen den Wirkkräften der Erde und des Feuers. Sie ist ein Kind der Luft und des Wassers. Es gibt kein oben, kein unten, sie blüht und fruchtet im Winter, ihr Bezugspunkt ist ihr eigenes Zentrum, ihre Ausbreitung sphärisch. Aufgrund ihrer Signatur wird sie in der Ganzheitsmedizin bei Krebserkrankungen angewandt. Verwendung für heilkundliche Zubereitungen finden die Blätter, die Beeren sind für uns Menschen giftig. So freiheitsliebend die Halbschmarotzerin auch ist, so abhängig ist sie vom ausgewählten Wirtsbaum. Je nach Baumpartner gestalten sich ihr Charakter, ihre inneren Werte und damit auch ihre Wirkung auf uns Menschen unterschiedlich. Mistel ist also nicht gleich Mistel. In der antroposophischen Medizin ist z.B. die Apfelmistel der Weiblichkeit, die Eichenmistel der Männlichkeit zugeordnet. Die Birkenmistel ist ein luftiger, vitaler Typ und hat unter günstigen Umständen die Kraft, die Erde jener unbeweglichen Menschen aufzulockern, in der sie verhaftet sind. Manchmal ist sie sogar imstande, krankmachende Schwermut in Luft aufzulösen. Oft kann sie betagten, des Lebens überdrüssigen Menschen ein letzter Luftballon der Lebensfreude sein, mit dem diese vogelfrei losgelöst aller irdischen Sorgen in die Unendlichkeit fliegen.

    BIRKENRINDE – Sonnenschutz 50+
    Die Birke ist eine lichthungrige Sonnenanbeterin. Sehr faszinierend ist, dass sich das auf die Rinde auftreffende Sonnenlicht zu Betulin (bis zu 40 %) verdichtet und so dazu beiträgt, die Birke, also genau genommen sich selbst, vor Sonnenbrand zu schützen. Das wasserabweisende Betulin ist für die typische Weißfärbung verantwortlich und wirkt außerdem dem Fäulnisprozess entgegen. Birkenrinde ist der wärmende Lichtblick für jeden Survivalfreak, welcher zum Überleben Feuer benötigt, da sie auch in feuchtem Zustand brennbar ist. Aus der zuckerhaltigen Birkenrinde wurden früher nicht nur essbare Dachziegel und Kanus gefertigt, sie wurde auch tatsächlich gemahlen und dem täglich Brot zugesetzt. Therapeutisch sind Präparate aus Birkenrinde bei Hautkrebserkrankungen von großer medizinischer Bedeutung, da diesen nachweislich tumorhemmende Eigenschaften zugeschrieben werden.

    BIRKENPORLING – mobile Hausapotheke des Ötzi
    Die Birke ist der Baum des Frühlings, mit ihr verbinden wir Jugendlichkeit und Vitalität. Keinen besseren Wirt hätte sich der baumschwammige Birkenporling (Fomitopsis betulina) aussuchen können. Als Holzzersetzer lebt er ausschließlich auf toten oder geschwächten Birken. Der zu Beginn knollige Hut, dessen Haut sich abziehen lässt, kann bis zu 30 cm breit werden. Seine Farbpalette reicht von cremeweiß bis ockerbraun. Die junge Porenschicht an der Unterseite ist weiß, später gräulich. Auffällig ist seine weiche, korkähnliche Konsistenz. Warum ihn Ötzi vor über 5.000 Jahren mit sich trug, können wir nur aufgrund heutiger wissenschaftlicher Erkenntnisse mutmaßen. Nutzte er ihn äußerlich als blutstillende Wundauflage bei Verletzungen? Oder innerlich bei Infekten ob seiner antibiotischen Wirkung und seiner Fähigkeit, Darmparasiten auszutreiben? Sogar bei seelischen Verstimmungen und Schlafstörungen hätte ihm der Pilz beruhigend zur Seite stehen können. Vielleicht hat ihm der bitter schmeckende Baumschwamm aber auch nach seinen langen, erschöpfenden Wanderungen, überlebenswichtige Vitalität und Regenerationskraft zurück geschenkt. Neueste Studien beschäftigen sich derzeit intensiv mit den tumorhemmenden Eigenschaften des Pilzes. Weitere Anwendungsbereiche: Stärkung des Immunsystems, akute Infekte, Magen- und Darmbeschwerden, Erschöpfung, Allergien. Alles in allem ist der Birkenporling ein spannender, vielseitiger Waldbewohner, von dem wir in Zukunft bestimmt noch viel hören werden.

     

    Am Ende meiner Birkenweisheit angelangt, hebe ich ein Gläschen Birkenwasser und verkünde schmunzelnd: „Humor ist, wenn du trotzdem mit den Birkenbirnen lachst!“

     

     

  • Vergiß die Rose nicht – Hinzelmeier • Teil 3

    Vergiß die Rose nicht – Hinzelmeier • Teil 3

    Die Rose

    Als Hinzelmeier aus der Betaeubung erwachte, lag er in seinem Bette; Frau Abel sass neben ihm und hielt seine Hand in der ihren. Sie laechelte, da er die Augen zu ihr aufschlug und der Abglanz einer Rose lag auf ihrem Antlitz. “Du hast zu viel erlauscht, um nicht noch mehr erfahren zu muessen“, sagte sie. “Nur darfst du fuer heute dein Bett nicht verlassen; aber waehrenddessen will ich dir das Geheimnis deiner Familie mitteilen.
    Du bist jetzt gross genug, um es zu wissen.”

    “Erzaehle nur, Mutter“, sagte Hinzelmeier und legte den Kopf zurueck in die Kissen; und dann erzaehlte Frau Abel: “Weit von dieser kleinen Stadt liegt der uralte Rosengarten, von dem die Sage geht, er sei am sechsten Schoepfungstage mit erschaffen worden. Innerhalb seiner Mauer stehen tausend rote Rosenbuesche, welche nie zu bluehen aufhoeren; und jedes Mal, wenn in unserem Geschlechte, welches in vielen Zweigen durch alle Laender der Welt verbreitet, ein Kind geboren wird, springt eine neue Knospe aus den Blaettern. Jeder Knospe ist eine Jungfrau zur Pflegerin bestellt, welche den Garten nicht verlassen darf, bis die Rose von dem geholt worden, durch dessen Geburt sie entsprossen ist. Eine solche Rose, welche du vorhin gesehen hast, besitzt die Kraft, ihre Eigentuemer zeitlebens jung und schoen zu erhalten. Daher versaeumt denn nicht leicht Jemand, sich seine Rose zu holen; es kommt nur darauf an, den rechten Weg zu finden; denn der Eingaenge sind viele und oft verwunderliche. Hier fuehrt es durch einen dicht verwachsenen Zaun, dort durch ein schmales Winkelpfoertchen, mitunter”—und Frau Abel sah ihren Eheherrn, der eben ins Zimmer trat, mit schelmischen Augen an—“mitunter auch durch’s Fenster!” Herr Hinzelmeier laechelte und setzte sich neben das Bett seines Sohnes. Dann erzaehlte Frau Abel weiter: “Auf diese Weise wird die groesste Zahl der Jungfrauen aus ihrer Gefangenschaft erloest und verlaesst mit dem Besitzer der Rose den Garten. Auch deine Mutter war eine Rosenjungfrau und pflegte sechzehn Jahre lang die Rose deines Vaters. Wer aber an dem Garten voruebergeht ohne einzukehren, der darf niemals dahin zurueck; nur der Rosenjungfrau ist es nach dreimal drei Jahren gestattet, in die Welt hinaus zu gehen, um den Rosenherrn zu suchen und sich durch die Rose aus der Gefangenschaft zu erloesen. Findet sie in dieser Zeit ihn nicht, so muss sie in den Garten zurueck und darf erst nach wiederum dreimal drei Jahren noch einmal den Versuch erneuern; aber Wenige wagen den ersten, fast Keine den zweiten Gang; denn die Rosenjungfrauen scheuen die Welt und wenn sie ja in ihren weissen Gewaendern hinausgehen, so gehen sie mit niedergeschlagenen Augen und zitternden Fuessen; und unter hundert solcher Kuehnen hat kaum eine einzige den wandernden Rosenherrn gefunden. Fuer diesen aber ist dann die Rose verloren; und waehrend die Jungfrau zu ewiger Gefangenschaft zurueckgegangen ist, hat auch er die Gnade seiner Geburt verscherzt und muss wie die gewoehnliche Menschheit kuemmerlich altern und vergehen.—Auch du, mein Sohn, gehoerst zu den Rosenherren und kommst du in die Welt hinaus, dann vergiss den Rosengarten nicht.” Herr Hinzelmeier neigte sich zur Frau Abel und kuesste ihre seidenen Haare; dann sagte er, freundlich des Knaben andere Hand ergreifend: “Du bist jetzt gross genug! Moechtest du wohl in die Welt hinaus und eine Kunst erlernen?” “Ja“, sagte Hinzelmeier, “aber es muesste eine grosse Kunst sein; so eine, die sonst noch niemand hat erlernen koennen!” Frau Abel schuettelte sorgenvoll den Kopf; der Vater aber sagte: “Ich will dich zu einem weisen Meister bringen, der viele Meilen von hier in einer grossen Stadt wohnt; da magst du dir selbst eine Kunst erwaehlen.” Da war Hinzelmeier zufrieden. Einige Tage darauf packte Frau Abel einen grossen Koffer mit unzaehlig vielen Kleidern und Hinzelmeier selber legte noch ein Rasierzeug hinein, damit er den Bart, wenn er kaeme, sogleich wieder abschneiden koenne. Dann fuhr eines Tages der Wagen vor die Tuer und als die Mutter ihren Sohn zum Abschied umarmte, sagte sie unter Traenen zu ihm: “Vergiss die Rose nicht!”

  • 1. Stammtisch im Burgenland im Weingarten von Michael Andert in Pamhagen

    1. Stammtisch im Burgenland im Weingarten von Michael Andert in Pamhagen

    Traditionelle Europäische Medizin – kurz TEM – war mir persönlich bis vor wenigen Jahren kein Begriff.
    Über die Biologisch- Dynamische Landwirtschaft sind viele schöne Begegnungen mit Menschen entstanden.
    Menschen aus neuen Kultur – oder Wissenskreisen.

    Pharmazeuten oder Ärzte assoziiert man mit TEM.
    Wie wertvoll aber auch das Handwerk in dieser Heilkunde ist, hat mich begeistert und letztendlich in den Vorstand vom TEM Fachverein gebracht.
    Nun will ich gerne mein spärliches Wissen über TEM teilen und über den Fachverein reden.

    Das möchte ich am Stammtisch machen.
    Schön an einem Stammtisch ist, – man kann als Gast nur zuhören, oder Gescheites von sich geben, Fragen stellen und eventuell sinnvolle Antworten bekommen.

    Am Stammtisch gibt es kleine Speisen und Getränke.
    Dieser steht am 11.04.2025 im Garten am Lerchenfeld.
    Beginn 16:00 Uhr.
    Anmeldung: michael@andert-wein.at

    Der Eintritt ist frei, Kinder sind willkommen, für die Kulinarik wird um frei Spende gebeten.

    Diese Spende wird für den „Zwergengarten“ – ein Gemüsegartenprojekt im Kindergarten Wallern/Bgld verwendet.
    Janisch Sabine leitet das Projekt, die Kinder und ich sind die Gärtner.
    Der Garten ist eine gelebte Basis für gesunde Ernährung, und diese ist eine wesentliche Grundlage in der TEM.

    Ich freue mich auf Anmeldungen.
    Die Eisenbahn fährt auch nach Pamhagen.
    Vom Bahnhof geht man 15 Minuten zum Lerchenfeld.

    Michael Andert

    ANDERT-WEIN
    Lerchenweg 16
    7152 Pamhagen
    Mobil +43 680 55 15 472
    Tel+Fax +43 2174 30132
    AT-Bio-902

    www.andert-wein.at
    facebook.com/AndertWein
    instagram.com/andert_wein

  • 2. Stammtisch in Wien

    2. Stammtisch in Wien

    Einladung zum 2. Stammtisch:
    Datum: Mittwoch, 23. April 2024
    Uhrzeit: 17:30 Uhr
    Ort: TEM-Zentrum, Gumpendorferstraße 22, 1060 Wien
    Thema: Die TEM-Kräutersuppe zur Stärkung der Immunkraft

    Mit: Michaela Hauptmann und Claudia Waldner

    Anmeldung bitte an: office@tem-fachverein.com

  • Willkommen zum 2. Stammtisch

    Willkommen zum 2. Stammtisch

    Unsere Stammtische sind monatliche Einladungen, um das TEM-Zentrum zu besichtigen, einander kennenzulernen, uns zu vernetzen und einen interessanten TEM-Input zu erhalten.

    Einladung zum 2. Stammtisch:
    Datum: Mittwoch, 23. April 2024
    Uhrzeit: 17:30 Uhr
    Ort: TEM-Zentrum, Gumpendorferstraße 22, 1060 Wien
    Thema: Die TEM-Kräutersuppe zur Stärkung der Immunkraft

    Mit: Michaela Hauptmann und Claudia Waldner

    Anmeldung bitte an: office@tem-fachverein.com