Monat: November 2021

  • Buchtipp Traditionelle Europäische Medizin

    Buchtipp Traditionelle Europäische Medizin

    Lehrbuch und Atlas zur TEM

    Autor: Arnold Mayr

    Lehrbuch und Atlas zur TEM. Die Grundlagen der Traditionellen Europäischen Medizin (TEM) reichen 2500 Jahre zurück. Gesundheit und Krankheit hängen aus Perspektive der TEM von der Balance der vier Elemente Erde, Feuer, Luft und Wasser und der vier Humores (Säfte) ab.

    Unser heutiges naturheilkundliches Denken basiert auf den Wurzeln der traditionellen europäischen Heillehren. Ziel dieses grundlegende Lehrbuch ist es, die aktuelle Relevanz der TEM aufzuzeigen und ihr Wissen für die erfolgreiche Anwendung in der Naturheilpraxis zu erschließen. Aus dem Inhalt • ausführliche Beschreibung der Elemente und Humores • philosophische Grundlagen • Lehre der Qualitäten, Kochungen und Spiritus • Beziehungen zur modernen Physiologie und Pathologie.

  • Die Organpflege im Jahreskreis

    Die Organpflege im Jahreskreis

    November – Skorpion – Pluto – Harnwege – Geschlechtsorgane

    Die astrologische Zeit des Skorpions liegt zwischen dem 23.10. – 22.11.

    Im Zeichen Skorpion geborene sorgen für eine heitere Mischung aus nicht alltäglichen Meinungen, Anschauungen, Befindlichkeiten und dienen oftmals zur allgemeinen Horizonterweiterung. Das regt zur Reflektion an, geht in die Tiefe und ist manchen Menschen eine bedrohliche Kraft.

    Skorpion ergründet mit einem erstaunlich starken Durchhaltevermögen das Leben – und den Tod. Auch das Werden und Vergehen stellt eine Art Sterben dar. Wenige Menschen befassen sich grundlegend mit dem Tod, der eigentlich ein ständiger Begleiter des Lebens ist. Nicht so das Wesen der Skorpion-geborenen. Für sie gehört der Tod dazu, beinahe schon selbstverständlich. Sie spielen nicht damit, nehmen ihn ernsthaft in ihr Leben herein. Auch wenn mit dem Vergehen tiefe Schmerzen verbunden sein können.

    Skorpion ist sensibel. Seine Sensoren sind hoch empfindsam und tief wahrnehmend. Wahrscheinlich deshalb, weil gerade in dieser Zeit geborene Menschen das Leben intensiver leben wollen und können! Sinnlich und kreativ und sehr lebhaft. Wie und aus welcher Ressource er das macht oder verarbeitet, bleibt im Grunde ein kleines, aber sicheres Geheimnis seiner selbst. Ist der Skorpion beleidigt worden, kündigt er nicht selten für immer die Freundschaft.

    Der Skorpion ist außerordentlich schwer einzuschätzen. Er ist eine anspruchsvolle Natur, hat viele, vor allem innere Kämpfe zu bestehen. Und diese innere, ereignisreiche Welt hält er der äußeren gegenüber verborgen. Verschlossenheit und Verschwiegenheit, starke Gefühle, große Spannung, das sind Eigenschaften des Skorpions. Leidenschaftlich, mit weichem Gemüt, Hingabe an sehr starke Sinnlichkeit und höchste Geistigkeit wirken oft gegensätzlich im Spagat zwischen Höhen und Tiefen. Für ihn selbst schon eine Gratwanderung.

    An Skorpiontagen sollten keine chirurgischen Eingriffe im Genital- oder Harnwegebereich durchgeführt werden. Auch Fehlgeburten ereignen sich besonders bei zunehmendem Mond, und sollten Schwangere deshalb dazu anhalten, an diesen Tagen Anstrengungen zu vermeiden! Da ist das Wurzelchakra und das Sakralchakra in Bewegung.

    Die Tagesqualität des Mondes in Skorpion zeigt sich feucht-kühl. Wer da empfindliche Bereiche hat, spürt die durchdringende, kühle Feuchte umso stärker: kalte Füße, eine schlecht durchwärmte Becken- und Nierenregion können- sich in diesen Tagen als angehende Blasen- und Nierenentzündung bemerkbar machen. Bis an die Knochen vorgedrungene Kälte sollte rasch durch Wärme ersetzt werden. Wer unter Rheuma leidet, darf berücksichtigen, das Bettzeug an Skorpiontagen NICHT „draußen“ zu lüften, da die Feuchte im Gefieder hängen bleibt. Das macht sich dann abends, wenn man sich auf die wollig-kuschelige Schlafdecke freut, wieder in den Knochen bemerkbar.

    Für die drei Bereiche hat die Natur wertvolle Mittel bereit:

    • Blasen-Harnwege: Berberis vulgaris, Solidago virgaurea, Equisetum arvense.
    • Fruchtbarkeit: Punica granatum, Vitex agnus castus, Artemisia vulgaris.
    • Hormonregulation: Alchemilla vulgaris, Trifolium pratense.

    An Skorpion gesammelte Heilkräuter, und zwar ALLE, können besondere Wirkung aufweisen, ganz gleich für welchen Zweck sie gesammelt werden. Bei zunehmendem Mond oder Vollmond sammeln, bei abnehmendem Mond, immer in Skorpion, lagern macht sie haltbarer.

    Wenn Skorpion-Frau sich ein Kind wünscht und es nicht recht klappen will, könnte ein Grund von mehreren sein, sich im tiefsten Inneren ihrer Freiheit verlustig zu fühlen. Und so mancher mit Unfruchtbarkeitsgedanken geplagten Skorpion-Frau wurde eine Schwangerschaft erst im weit vom Alltag entfernten, sonnigen oder tropischen Gefilden möglich. Dem zielstrebig dienenden Alltagstrott gegenüber steht ein ganz lockeres und natürliches, ja befreiendes Geschlechtsleben, das eine Skorpion geborene in voller Hingabe lebt, sobald das Ambiente passt. Ohne Druck, Erwartung, oder selbst auferlegte Regeln.

    Die Volksmedizin empfiehlt zur männlichen Potenzsteigerung regelmäßig kalte Duschen im Bereich des Unterleibes. Denn eine Zeugungsunfähigkeit entsteht aus naturheilkundlicher Sicht unter Druck von Zähler, Maßband und Stoppuhr, oder Werbung, Geboten und sonstigen Mittelchen. Fühlt sich der sensibel und tief veranlagte Skorpionmann den Anforderungen nicht gewachsen, kann es zu Verkrampfungen führen. Die Quelle der Freude wird erdrückt und versiegelt von Moral, Leistungszwang und Lieblosigkeit.

    Planeten wirken mit ihren Schwingungen auf das Leben auf der Erde ein. Diese Erkenntnis ist so alt wie die Menschheit. Jeder heutige Heilpraktiker schöpft hilfreiche Erfahrungswerte aus den Hinterlassenschaften der vergangenen Jahrhunderte. Ihre Vorfahren waren gleichzeitig Astronomen (nicht Astrologen) und Alchimisten (nicht Chemiker) und verfolgten mit Bedacht astrale Kräfte, die sich auf der Erde erkennen und nutzen ließen, für ein besseres Verständnis sorgten.

    Der Herrscher des Skorpions ist Pluto, der römische Gott der Unterwelt, dem griechischen Hades entsprechend. Er steht für geistigen Willen als Kern- und Motivationskraft, das Stirb und Werde, Extreme lebend, transformative und regenerierende Energien handelnd. Mit Veränderungen sind Schmerzen verbunden, die im tiefsten Inneren durchaus in Kauf genommen werden, weil Pluto ja etwas weiterbringen will!

  • Ölziehen

    Ölziehen

    Kleines Morgenritual mit großer Wirkung

    Ölziehen bietet eine einfache effektive Detox-Lösung – für Zähne, Speicheldrüsen und die gesamte Mundhöhle, mit positiver Wirkung für den ganzen Körper

    Breite Wirkung
    Eine morgendliche Ölspülung wird in verschiedenen Medizinsystem empfohlen, so etwa im Ayurveda und in der russischen Volksmedizin. Weit weniger bekannt ist, dass das Ölziehen auch in den klassischen Schriften der TEM seit dem Mittelalter gepriesen wird – völlig zurecht, wie Studien belegen.

    Zunächst sorgt das Ölziehen für eine umfassende Entgiftung des Mundraums, kräftig das Zahnfleisch und beugt Zahnerkrankungen vor. Über diesen Detox-Effekt im Mund hinaus bringt Ölziehen aber auch entferntere Wirkungen hervor: Verbesserung der Abwehrkräfte, von Hautproblemen oder sogar von Stoffwechselstörungen. Übrigens: Weil Ölziehen einen deutlichen Detox-Impuls schon gleich am Morgen setzt, ist es ein unverzichtbarer Bestandteil von Fastenkuren!

    Besser als chemische Mundwässer
    In der TEM kommt oft Mandel-, Traubenkern-, Sesam- oder Sonnenblumenöl zum Einsatz. Zur eigenen Gesundheitspflege darf man sich das Öl auswählen, das man am einfachsten im Handel erwerben kann. In der indischen Tradition ist hingegen eher die Anwendung mit Kokosöl verbreitet, die mehrfach in Studien unter die Lupe genommen wurde. Abgesichert ist etwa eine starke Reduktion von Zahnbelägen und Verbesserung der Mundhygiene, die schon nach einer Woche zu Buche schlägt. Um einen möglichst großen Effekt zu erzielen, sollte man die Kur allerdings länger, bis zu einem Monat lang, durchziehen. Ölziehen war dabei in den Studien der Verwendung von chemischen Mundwässer mindestens ebenbürtig wenn nicht gar überlegen. Die gesundheitliche Wirkung beruht dabei einer der „Zweipoligkeit“ in der Anwendung: Die Ölphase zu Beginn löst und bindet die öllöslichen Stoffen. Beim weiteren Ziehen entsteht dann durch den Speichel eine Emulsion, die zusätzlich auch die wasserlöslichen Stoffe bindet und so schließlich zu einem „total detox“ führt.

    So wird’s gemacht:

    • Morgens (noch vor dem Frühstücken auf nüchternen Magen) 1 EL Öl im Mundraum platzieren.
    • Das Öl 10 Minuten (für ganz enthusiastische auch 15 Minuten) spielerisch-locker zwischen den Zähnen hin und her ziehen.
    • Man kann perfekt Ölziehen während man am Morgen duscht, und so wertvolle Zeit sparen!
    • Das Ölgemisch sollte am Ende des Ziehens nicht runtergeschluckt, sondern vielmehr ausgespuckt werden.
    • Danach den Mundraum mit Wasser spülen und die Zähne putzen.

    Ein anschauliches Video zur Ölspülung findet sich hier

  • Immunsystem stärken

    Immunsystem stärken

    Naturheilkunde-Tipps aus der Apotheke

    Rundherum erkranken immer mehr Menschen an Erkältung oder gar Grippe. Wie können wir einer Ansteckung und Erkrankung vorbeugen? Schon Paracelsus, Begründer der Tradi-tionellen Europäischen Medizin, behauptete, dass gegen jedes Übel ein Kraut gewachsen sei… Welche natürlichen Heilmittel aus der Pflanzenwelt helfen uns jetzt?

    Sternanis – Mr. Anti flu
    Schon vor 5.000 Jahren wussten die Chinesen um die vielfältige heilende Wirkung des Sternanis. Er wurde im asiatischen Raum seit jeher gegen viele Krankheiten mit den un-terschiedlichsten Erregern eingesetzt – denn Sternanis wirkt sowohl gegen Viren als auch Bakterien. Die enthaltene Shikimisäure verleiht dem Sternanis seine hervorragende anti-virale Wirkung: Sie unterbricht die Infektionskette, indem sie die Viren hindert, sich von der Wirtszelle zu lösen und sich weiter im Körper auszubreiten.

    Propolis – das Antibiotikum der Bienen
    Dank Propolis ist es im Bienenstock fast genauso keimfrei wie im Operationssaal. Einge-schleppte Bakterien, Pilze oder Mikroorganismen werden in ihrer Entwicklung gehemmt oder abgetötet und das Bienenvolk so wirksam vor Infektionen geschützt. Propolis enthält über 270 Inhaltsstoffe (Mineralien, Vitamine, Spurenelemente) in einer einzigartigen Kombination, die auch für uns Menschen wertvolle Dienste leistet. So stärkt Propolis un-ser Immunsystem und hindert Erreger daran, sich an Zellwände der menschlichen Zelle anzukoppeln. Darüber hinaus besitzt er eine entzündungshemmende Wirkung, welche bei Halsschmerzen, Husten oder Heiserkeit hilfreich und lindernd sein kann.

    Lindenblüte – einfach schwitzen
    Die Blüten der Linde sind vielseitige Alleskönner – sie wirken entzündungshemmend, schmerzlindernd, schleimlösend, blutreinigend und fiebersenkend. Für eine Schwitzkur gießen Sie einen Esslöffel der Blüten mit ca. 200 ml kochendem Wasser auf und lassen ihn fünf Minuten ziehen. Den Tee anschließend innerhalb einer halben Stunde trinken. Dies regt die Schweißproduktion an und wirkt somit entgiftend auf den Körper.

    Wir empfehlen einen Tee aus Lindenblüten gemischt mit Hagebutten, Ingwerwurzel und Hollunder, diese Mischung liefert viel Vitamin C und wirkt schweißtreibend.

    Ätherische Öle – wahre Allrounder
    Der Erzählung nach wurde schon im Mittelalter während der Pestzeit von Dieben eine Mischung von ätherischen Ölen verwendet, um sich während den Raubzügen in den Räumlichkeiten von Erkrankten vor Ansteckung zu schützen. Diese Rezeptur wurde von Saint Charles mit Five Heroes (vormals Thieves Öl) entwickelt und ist eine Mischung aromatischer Kräuter (Nelken, Zitronen, Eukalyptus, Zimt und Rosmarin), welche zu-gleich antibakteriell, antiinfektiös, antiseptisch und antiviral wirkt.

    Bei einer Verkühlung oder Grippe kann das Öl auch verdünnt auf den oberen Rücken und die Mitte des Brustkorbes aufgetragen oder einfach die Fußsohlen damit eingerieben wer-den. Auch eine Anwendung im Rahmen einer Inhalation mit heißem Wasser ist hilfreich. Zur Abwehr von Viren empfiehlt es sich, das Öl im Raum-Diffuser zu verwendet, um die Bakterien in der Luft abzutöten.

    Leinöl – ein Löffel voll Gesundheit
    Die Leinpflanze zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheitsgeschichte. Bereits Paracelsus wusste um die natürlich heilende Wirkung des Leinsamens und -öls und nutzte es in der damaligen Heilkunst. Auch Hildegard von Bingen nutzte die wertvollen mehrfach ungesättigten Fettsäuren, wie etwa die Omega-3 Fettsäure Alpha-Linolensäure, sowie die entzündungshemmenden und antibakteriellen Eigenschaften dieses Öls.

    Die regelmäßige Einnahme von Leinöl stärkt nachweislich das Immunsystem. Viren und Bakterien haben es schwer, in den Körper einzudringen.

    Mit diesen Tipps hoffen wir auf natürliche Art den Kampf gegen Viren und Bakterien zu bestreiten und wünschen eine gute Besserung an all jene, die es bereits erwischt hat!

  • Räuchern

    Räuchern

    Grundsätzlich ist das Räuchern eine der ältesten Formen der Aromatherapie und eine zusätzliche Art, die Heilkraft der Pflanzen wirken zu lassen.

    Räuchern mit Kräutern und Pflanzen wirkt klärend und heilend auf körperlicher, energetischer, seelischer und spiritueller Ebene. Dafür können zahlreiche Wildkräuter und Gartenkräuter verwendet werden wie z.B. Waldmeister, Steinklee, Lavendel aber auch Gewürze wie Zimt und Nelken.

    Sie können dabei selbst experimentieren und die unterschiedlichsten Dufterlebnisse kreieren. Ein wichtiger Aspekt des Räucherns ist die Reinigung, die vor allem in den Raunächten eine große Tradition hat. Räume und vor allem sich selbst von energetischen Altlasten zu befreien ist ein wunderbares bewusstes Ritual. Zur Reinigung eignet sich zum Beispiel eine Mischung aus Weihrauch, Salbei und Wacholder. Man verteilt den Rauch mit einer Feder und geht von Raum zu Raum bis in die letzte Ecke. An „problematischen“ Stellen kann die Rauchentwicklung sogar noch stärker sein (auf Rauchmelder achten!). Nach dem Räuchern in jedem Raum das Fenster weit öffnen um alte Gewohnheiten und schlechte Energien zu verabschieden. Danach sollte jeder Raum mit positiven Wünschen besprochen werden, dies kann auch wieder im Gegenzug einer Räucherung geschehen. Als Abschluss räuchert man noch segnend die Bewohner des Hauses.

    Grundsätzlich lässt sich sagen, dass jede getrocknete Pflanze oder pflanzlicher Bestandteil verräuchert werden kann (Blüten, Samen, Wurzeln, Blätter, Stängel, Knospen, Holz oder Rinde). Es ist ebenso möglich, die eigenen Küchengewürze oder Teemischungen zu verwenden, z.B. Kardamom für die Sinnlichkeit, Zimt und Nelken für offene, sich erwärmende Herzen. Zu den Kräutern können auch noch Harze beigemengt werden.

    Geeignete Pflanzen für Räuchermischungen

    • Reinigung: Salbei, Wacholder, Weihrauch, Lavendel, Beifuß, Fichtenharz …
    • Liebe: Holunder, Lavendel, Benzoe, Rose, Damiana, Rosmarin, Kardamom, Gewürznelke…
    • Stärke, Selbstvertrauen: Eiche, Salbei, Wacholder, Thymian, Beifuß, Brennnessel, Eisenkraut, Schafgarbe …
    • Glück und Freude: Johanniskraut, Alant, echtes Labkraut, Waldmeister, Sommerflieder, Ringelblume …
    • Meditation, schamanisches Reisen: Eibe, Mistel, Holunder, Erdrauch, Heidekraut, Wacholder, Hexenkraut, Haselwurz …
    • Hellsicht: Lorbeer, Schöllkraut, Eisenkraut, Erdrauch, Engelwurz …
    • Gesundheit: Wacholder, Salbei, Quendel, Storchenschnabel, Haselwurz …
    • Segnung: Engelwurz, Lavendel, Holunder, Birke, Linde, Frauenmantel, Sterndolde …

    Arten des Räucherns
    Es gibt verschiedene Möglichkeiten zu räuchern. Geräuchert werden kann mittels Stövchen – wo sich ein Metallsieb über dem Teelicht befindet, mit einer Räucherschale und Kohle. Die Schale wird mit Sand befüllt, die Räucherkohle an einem Ende entzündet bis kleine Funken spritzen und mit der Wölbung nach oben in die Schale gelegt. Die Ausnehmung ist für das Räuchergut gedacht. Die Kräuter werden erst auf die Kohle gelegt, sobald diese ganz durchgeglüht ist. Räuchern ist auch durch direktes Anzünden möglich. Dafür braucht man ein feuerfestes Gefäß (z.B. eine Duftlampe), in das man die zerkleinerten Kräuter gibt. Kräuter, die sich gut dafür eignen sind Salbei, Königskerze und Beifuß, da sie ähnlich einem Brandbeschleuniger wirken. Andere Möglichkeiten wären Räucherkegel, Räucherzöpfe, selbstgemachte Räucherstäbchen, Räucherbündel oder auf der Herdplatte.

    Die vier Rauhnächte:

    • 21/22. Dezember: Thomasnacht
    • 24/25. Dezember: Heiliger Abend, Christnacht
    • 31. Dezember/1. Januar: Silvester
    • 5./6. Januar: Erscheinung des Herrn

     

  • Ätherische Öle in Zeiten wie diesen

    Ätherische Öle in Zeiten wie diesen

    Die Medizin der alten Zeit benutze die Mittel so, wie sie in der Natur wachsen. Und so kannte die frühe Heilkunst den Einfluss der Riechstoffe auf den Menschen zunächst in Form von Räucherungen, aromatische Öle werden seit fast 5.000 Jahren verwendet. In Europa gilt der französische Parfümhändler und Kosmetikchemiker Rene M. Gattefosse als Begründer der Aromatherapie. Durch die Veröffentlichung seiner Forschungen in seinem Buch „Aromatherapie“ prägte er auch den Begriff dieser Therapieform.

    Die Aromatherapie ist ein Teilbereich der Phytotherapie und beruht auf der systematischen Verwendung von ätherischen (konzentrierten) Ölen, die aus aromatisch riechenden Pflanzenteilen zumeist destilliert werden. Ätherische Öle sind intensiv duftende Vielstoffgemische, die mit Wasser nicht mischbar sind, aber im Wasserdampf flüchtig. Die Zusammensetzung der ätherischen Öle variiert stark je nach Pflanzenmaterial und daher entfalten sich die einzelnen Öle auch in unterschiedlichsten Bereichen des Organismus. Durch ihren unmittelbaren Effekt auf Zentren im Gehirn regulieren sie psychische und physische Vorgänge wie etwa Gedächtnis, Stimmungen und Kreativität. Über das vegetative Nervensystem haben sie Einfluss auf vielfältige Organ- und Stoffwechselfunktionen. Zusätzlich zu den Reaktionen über das Riechen der Duftstoffe entfaltet das ätherische Öl durch seine reichhaltigen Inhaltsstoffe auch pharmakologisch seine starken, aber ausgewogenen Wirkungen. Viele Duftstoffe besitzen die Fähigkeit die Stimmung zu beeinflussen und somit das Wohlbefinden zu verbessern. Dabei können sie sowohl sedierende als auch stimulierend wirken. Menschen, die an stressbedingten Krankheiten leiden erfahren Erleichterung ihrer Beschwerden durch die entspannenden Eigenschaften der ätherischen Öle und ihrer speziellen Anwendungsmethoden. Viele ätherische Öle besitzen darüber hinaus eine starke antimikrobielle Wirkung vor allem auf Viren, Bakterien und Pilze.

    Vorschläge zu ätherischen Ölmischungen, die uns in dieser Zeit gut begleiten und unterstützen könnten:

    Ätherische Ölmischung zur Reinigung der Raumluft, auch immunstimulierend

    • 1 ml Lavendel
    • 1 ml Ravintsara
    • 3 ml Zitrone
    • 5 ml Bergamotte

    Die Öle werden gemischt. 5 ml der Mischung können in 45 g 96% Ethanol in einer Sprühflasche gemischt und als Raumspray verwendet werden. Alternativ kann die Ölmischung in einem Aromastreamer verwendet werden, der den Duft gut über den Raum verteilt. Neben einer Wirkung zur Reinigung der Raumluft ist die Mischung aufgrund seiner Öle auch zur Steigerung der Immunabwehr geeignet. Lavendel wird zu Recht als Allheilmittel gesehen. Das Öl weist antiseptische und entzündungshemmende Wirkungen auf und unterstützt die Zellregeneration und Heilung. Seine krampflösende, entspannende und beruhigende Wirkung hilft dem Körper bei Erkältungskrankheiten.

    Ravintsara wird in Madagaskar angepflanzt und dort zur Immunstimulation, aber auch bei akuten Erkrankungen aufgrund seiner antibakteriellen, antiviralen und schleimlösenden Wirkung verwendet.

    Zitronenöl ist durch seine starke antiseptische Wirkung charakterisiert. In manchen Krankenhäusern wird das Öl folglich zur Keimreduktion genutzt. Durch seinen Duft wirkt das Öl anregend und konzentrationsfördernd und muntert niedergeschlagene Gemüter auf.

    Bergamotte hat wie alle Zitrusdüfte eine stimmungsaufhellende Wirkung, ist angstlösend und ausgleichend. Des Weiteren wirkt es antiseptisch und antiviral. Aufgrund seiner fiebersenkenden Eigenschaften wurde das Bergamotteöl früher bei Malaria genutzt.

    Aromaöl zur Erleichterung des tiefen Durchatmens

    • 2 ml Cajeput
    • 2 ml Zeder
    • 2 ml Douglasie

    Die Öle werden gemischt. Die Anwendung erfolgt tropfenweise auf einem Stofftaschentuch, in einem Aromastreamer oder zur Herstellung eines Brustöls. Hierfür werden maximal 3-5% der Mischung mit Jojobaöl gemischt oder in eine neutrale Salbengrundlage eingearbeitet.

    Traumzeit und Glück

    • 4 ml Orange
    • 1 ml Bergamotte
    • 2 ml Rose 2%
    • 2 ml Vanille

    Die Öle werden gemischt. Die Anwendung erfolgt tropfenweise auf einem Stofftaschentuch oder in einem Aromastreamer. Fein ist die Mischung auch als Vollbad: Hierfür werden 10-15 Tropfen mit etwas Milch vermengt und dem Badewasser zugesetzt. Wer keine Wanne hat oder lieber duscht fügt 200 ml duftfreiem Duschdas 30-50 Tropfen der Mischung bei.

    Gelassen im Stress – „Wenn das Chaos auszubrechen droht“

    • 3 Tr. Zeder
    • 3 Tr. Lavendel
    • 2 Tr. Geranie
    • 4 Tr. Petit-grain

    Die Öle werden gemischt. Die Anwendung erfolgt in der Duftlampe oder in einem Aromastreamer.

    Powerpack – „Wenn die Energie noch nötig ist, aber fehlt“

    • 3 Tr. Rosmarin
    • 3 Tr. Ingwer (oder ein Zitrusduft)
    • 3 Tr. Wacholder
    • 1 Tr. Pfefferminze

    Die Öle werden gemischt. Die Anwendung erfolgt in der Duftlampe oder in einem Aromastreamer.

    Literatur:
    Marion Romer: Aromatherapie für die ganze Familie, Hirzel Verlag, 2007
    Monika Werner: Ätherische Öle, Gräfe und Unzer Verlag, 1999