Autor: Judith Wieser

  • Die Organpflege im Jahreskreis

    Die Organpflege im Jahreskreis

    März – Fische – Neptun – Füße

    Das Zeichen Fische umschließt den Tierkreis, der mit dem Widder und seinen Entsprechungen am Haupt beginnt, und diesen Kreis an den Füßen und Zehen abrundet. Die Füße haben es im wahrsten Sinn des Wortes in sich. Wir haben schon lange das Barfußlaufen verlernt.

    Mal sind es die schmerzenden Kieselsteine, mal die Biene an der weißen Kleeblüte, manchmal ein unangenehm eingerannter Holzschiefer, die uns vom Baufußlaufen abhalten. Wer es praktiziert weiß, dass „die Füße sehen können“ und mindestens so sensibel auf den Boden reagieren, wie die Augen im Kopf den Weg voraus prüfen. Die Füße können diese archaische Art der Weiterbewegung jeder Zeit wieder in hochsensibler Aufmerksamkeit registrieren und sensorische Informationen aufnehmen. Sind sie ja Endpunkte aller Körper- und Reflexzonen, aufsteigender und absteigender Meridianbahnen. Nicht selten reagieren Fische Geborene an den Füßen extrem empfindlich.

    Wer sich schon einmal eine Fußreflexzonen-Massage gegönnt hat, kann nachhaltig feststellen, dass jeder professionell behandelte Punkt sehr viele wohltuende Informationen und Anregungen für den gesamten Körper bereithält.

    Warzen, Hühneraugen oder Hautverhärtungen an den Füßen, Nagelbettentzündungen oder Fußpilzerkrankungen, Hallux valgus, Fehlstellungen der Gliedmaßen und Knochendeformationen an weiteren Zehen geben Aufschluss auf organ- oder haltungsbezogene Beschwerden. Im Grunde lässt sich an einem Fuß lesen wie in einer „Landkarte“. An der großen Zehe z.B. kann der Zustand des Darmmilieus erkannt werden. Ein Nagelpilz, der sich an dieser Stelle ausbreitet, hat sehr oft seinen Ursprung im Dickdarm. Daher nützen lokale Behandlungen meist reichlich wenig. Während einer Darmsanierung erkennt man jedoch sehr schnell eine deutliche Besserung bis Aufhebung der befallenen Stelle und ein gesunder Nagel wächst nach.

    Die Zwiebel, an sich schon ein wärmendes und trocknendes Heilmittel an feuchten Fischetagen, wirkt in der alten Tradition beim Entfernen von Hühneraugen wie ein sanfter, aber sauber arbeitender Chirurg. Man lege ab Vollmond ein Stück der gelben Zwiebel, 1 erbsengroßen Wattebausch, ein Pflaster und etwas fette Creme bereit. Von der Zwiebel wird mit dem Messer wenig saftiger Brei auf den kleinen Wattebausch geschabt, rund um die Warze etwas Fettcreme gegeben. Der getränkte Wattebausch wird auf die Warze gelegt, mit dem Pflaster gut verschlossen. Man wiederhole das Ganze täglich 1-2 Mal (wer will morgens und abends) von Vollmond bis Neumond solange, bis die Warze einwandfrei „herausgezogen“ wurde. Die dazugehörende Geduld als Arznei sei hier auch erwähnt, und es wirkt!

    Bei der Betrachtung des Fische-Symboles fallen zwei sich mittig treffende, gegensätzliche Mondsicheln oder Schalen auf. Beide Seiten sind so gar nicht offen füreinander und sind deshalb durch eine Mittellinie, die die Zeit darstellt, verbunden. Daraus lassen sich viele gegensätzliche, dualistische Qualitäten ablesen, mit denen Menschen in diesem Sternzeichen geboren werden und ganz tief drinnen nach vollkommener Balance und Harmonie dürsten: Vergangenheit:Zukunft, soll ich:soll ich nicht, Logik:Kreativität, Grenze:Grenzenlosigkeit, kleinlichst:tolerant, aktiv:passiv usw., Eigenschaften, mit denen Fische-Geborene immer wieder in Berührung kommen.

    Eigentlich möchten sie das gar nicht, da sie viel lieber sphärisch und esoterisch höher liegenden Zielen nachgeben möchten. Sie lieben fließende, weiche, zarte, übersinnliche Situationen voller Hingabe. Fische repräsentiert auch Wehmut und den Wunsch nach Erlösung von allem Übel.

    Es geht dabei gar nicht um das oft zitierte „gegen den Strom schwimmen“. Schauen wir uns das Verhalten der Fische in der Natur an, können sie sowohl als auch mit oder gegen die Fluten anrudern.
    Die Tagesqualität, die an Fischetagen in der Luft liegt, ist eine bestimmte, feuchte Kühle. Sie dringt nicht nur in anfällige Rheumazonen vor. Eine an diesen Tagen zum Lüften ausgehängte Bettwäsche nimmt die Feuchtigkeit schnell auf und bleibt länger in den Federn spürbar.

    Neptun ist der herrschende Planet im Tierkreiszeichen Fische. Hier lebt er die gesamte Palette eines Planeten vor, der von extremer Feingeistigkeit bis süchtelnder oder selbstbetrügerischer Haltlosigkeit alles auf den Plan bringen kann. Neptun ist das Gestirn des Glaubens, aber auch der höchsten Spiritualität, des Aberglaubens, der Täuschung und der Unwahrheit. Seine Stellung fördert in uns Menschen den Idealismus recht beträchtlich, wobei sie die Gefahr in sich birgt, Dinge und uns selbst nicht mehr realistisch einzuschätzen vermögen.

    Die positiv gelebte Seite der Stellung lässt mit allen Lebewesen verbunden sein und zu inspirierendem, liebevollen Miteinander heranwachsen.
    Gerade im laufenden Jahr 2022 sind wir aufgefordert genau hinzuschauen, um Schein von Sein unterscheiden zu können.

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    Die Organpflege im Jahreskreis

    Februar – Wassermann – Uranus

    Beine, Venen, Knöchel, Durchblutung

    Eine eher sprunghafte Luftigkeit kann sich in den Tagen, in denen der Mond durch das Zeichen Wassermann wandert, spürbar machen. Dies sind Tage, an denen den Beinen, Venen, Knöchel besondere Beachtung geschenkt werden sollte. Nicht selten treten an diesen Tagen Venenentzündungen auf, die Beine fühlen sich schwer an, langes Stehen lässt die Säfte stauen. Es kann zu Wadenkrämpfen kommen.

    Da darf der 5. Lendenwirbel auf eine eventuelle Verschiebung hin kontrolliert werden, was auch kalte Füße bewirken kann. Auf Knöchel und Wirbelsäule ist zu achten und ihnen die nötige Beweglichkeit zu erhalten.

    Das Symbol des Wassermanns zeigt zwei übereinander liegende Wellen. Sie laufen nach rechts aus, was als zukunftsweisend betrachtet werden kann. Im Leben des Wassermanns sind Phasen, Wandlungen und die aufgeschlossene Weiterentwicklung wichtige Grundlagen, mit denen immer wieder neue Ordnungen angestrebt werden. Er mag es, wenn Reformen in festgefahrene Situationen hereinbrechen. Er will alles Mögliche gleich ausprobieren und auf Gültigkeit verifizieren.
    Er liebt seine Freiheit, obwohl er treu ist und für die Gemeinschaft da ist. Mit Charm und Witz bringt er erfrischende Aspekte und Ideen ein, die der Zeit meist voraus sind. Den Individualismus, mit dem er immer wieder die Selbstbestimmtheit unterstreicht, möchte er anerkannt wissen. Ideal und Wirklichkeit gilt es, in seiner Mitte abzuwiegen, um nicht dem einen oder anderen Extrem zu viel Stärke zu überlassen.

    Was den Venen und müden Beinen in Wassermanntagen wieder Leichtigkeit verleiht ist dieses alte Rezept:
    Man nehme 3-4 junge, noch eingerollten Sprösslinge des Farnkrautes (Dyopteris filix mas) und lege sie in Franzbranntwein, 40%igem Alkohol oder Brennspiritus und lasse sie ca. 4 Wochen ausziehen. Abgefiltert dient diese Tinktur zur Einreibung von sich schwer anfühlenden Beinen, nach einer anstrengenden Wanderung etc.
    Die Thermik des Farns wirkt kühlend. Die ausgewachsenen Blätter dienten in früheren Zeiten, zum Büschel gebunden, als natürlicher Kühlschrank.

    Die Rosskastanie (Aesculus hippocastaneum) liefert als Tinktur, aus den Blättern angesetzt, ein gutes Mittel gegen Venenleiden, Krampfadern und Hämorrhoiden. Noch intensiver scheinen die eigentlichen Kastanien als Einreibung zu dienen. Das in den Samen enthaltene Aescin, zusammen mit anderen Saponinen bewirken die Abdichtung der Gefäße, beugt Schwellungen und somit Venenschwäche vor.

    Eine sanft einmassierten Beinwellsalbe schafft Linderung und Gewebsstärkung zugleich. Eine Anwendung gegen Wadenkrämpfe aus früheren Tagen liefert der Bärlapp, in ein Kissen genäht, auf das der Betreffende die Beine am Fußende legt. Bärlapp (Lycopodium) steht unter Naturschutz und sollte im Fachgeschäft gekauft werden.

    Unter den Planeten ist Uranus, der Planet des Wassermann-Zeichens, als der unruhige bekannt, der es sich plötzlich anders überlegt hat oder inspirierend agiert. Manchmal benimmt er sich recht rebellisch und möchte (oder kann) neue Impulse ideenreich anbringen.
    Uranusaspekte im Horoskop sorgen für einen Zustand, der aus dem Gemisch schnell gelangweilt und unkonventionell mit neuen Ideen planmäßig verlaufende Lebensweisen durchkreuzen. Evolution und Reformen sind seine Antriebsfedern.

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    Jänner – Steinbock – Haut/Knochen – Saturn

    Das Tierkreiszeichen Steinbock ist im Monat Januar angelegt. Wie schon zu Beginn dieser Reihe erwähnt, wandert der Mond im Tierkreis nach 2-3 Tagen weiter und berührt dabei die Qualitäten der jeweiligen Sternzeichen. Es zeichnet sich aus durch Standhaftigkeit, mit 4 Beinen auf steinigem Boden und zwei imposanten Hörner für den kosmischen Nachrichtenempfang: eine Wechselbeziehung von starker Natur. Die physische Perfektion des Geistigen. Da liegen Status, Geltung und Ehre in der Luft. Zuvor wollen aber die Tiefen der Erde ergründet werden. Der Steinbock Geborene ist auch ein Pflichtmensch und den irdischen Wurzeln im wahrsten Sinne verpflichtet. Und das geht nicht immer zügig und schnell zu realisieren.Seine Genugtuung liegt im Spruch: „Ich hab´s erreicht.“ Seine Vorbereitungszeit zu dem Ziel impliziert Anstrengung und Aufstreben wollen, vorbereiten, bedenken und durchdenken um sagen zu können: „Was lange währt, wird endlich gut.“ Flüchtiges und Ungenaues mag er überhaupt nicht, vielmehr verlangt er Korrektes und Exaktes. Struktur und Ordnung ist sein erstes Anliegen. Nach sorgfältiger Planung geht er geradlinig und kompromisslos und ohne Umschweife dem gesetzten Ziel entgegen. Danach möchte er auch geehrt und gewürdigt werden.Die Zeit der Weihnacht und des Lichts, des Herzens und der Hilfe für die Menschen kommt dem Steinbock in dieser Jahreszeit besonders entgegen. Seine edlen Absichten inmitten der hochspirituellen Jahreszeit Wintersonnenwende, Weihnacht, Jahreswechsel und Dreikönig dienen seiner grundlegenden Prinzipien und können ihn vor seinen Schatten der Härte, Verbissenheit oder Kälte bewahren. Es gilt immer wieder, den hoch getragenen Aspekten auch seine Schattenseiten zu spiegeln.Worauf an Steinbock-Tagen besonders achtgegeben werden sollte, sind das gesamte Knochengerüst, Knie und v.a. die Haut, unser „Tor zur Außenwelt“ und wohl größtes, mit dem Außen in Kontakt stehenden Sinnesorgan. Allein über die Haut ließe sich vieles sagen. Ein „Haut-Ausschlag“ ist immer ein Zeichen, dass sich das Unaussprechliche oder Schockierende Ausdruck über die Haut verleihen will. Das was „unter der Haut brennt“, verschafft sich auf eine andere Weise den Weg, aus der Starre und der Dunkelheit „ans Licht befördert zu werden“, um Klarheit zu schaffen.Vielsagende Sprüche beschreiben den jeweiligen Zustand eines Menschen oder einer Situation: „Haut retten“; „….das geht mir unter die Haut“; „die arme Haut“; „mit Haut und Haar“; „zartgehäutet“; „Orangenhaut“; „gegerbte Haut“; etwas „hautnah erleben“.Berührte Haut erinnert sich. Unter der Haut sind wir alle Brüder und doch zögern wir immer noch, andere Hautfarben als eine Bereicherung der Vielfalt auf dieser bunten Welt zu verstehen und zu akzeptieren.

    Die Tagesqualität Steinbock lädt ein, einen kühlen Kopf zu bewahren, konkret starke Belastung des Knochengerüsts zu vermeiden, nicht untrainiert Gewalttouren (wie bei Schütze) durchzustemmen. Da macht sich auch der Meniskus schnell bemerkbar.

    Eine interessante Betrachtung bietet sich mit dem Aderlass, einer altbekannten Entlastungs- und Heilmethode an. Auch Hildegard von Bingen wandte ihn erfolgreich an. Was jedoch auch sehr oft missachtet wurde und wird, war der Mondstand zu dieser Heilmethode. Unsere alpenländischen Heiler*innen, wie auch viele weitere Heilende wussten, dass der Mond im Flüssigkeitshaushalt des menschlichen Körpers eine wesentliche Rolle einnimmt. Dabei respektierten sie die Mondphasen und die darin verankerten, rhythmischen Gesetze in Bezug auf die Planeten ganz besonders. In diesem Miteinander zwischen Mikro- und Makrokosmos geht es um den richtigen Zeitpunkt! Nach alter Tradition sollte ein Aderlass am 23. Tag nach Vollmond (unter Beachtung der Zählweise!!) ein besonders günstiger Tag für einen Aderlass sein. Im neuen Jahr 2022 fällt dieser auf den 10.01.2022. Das ist natürlich eine Zeitrechnung, die keine kommerziellen Faktoren erlaubt, wohl aber für MS, Rheuma, Arthrose einen der günstigsten Heilungsverläufe aufweisen kann!

    Ein wichtiger Ansatz, das Knochensystem aufrecht und schadlos zu halten, kann von der Wirbelsäule aus gesteuert werden (siehe Schütze). Das Rückgrat, und alles hat ein Rückgrat, wird schon bei der Geburt oft strapaziert, vom Haupt bis zum Steiß. Später, durch das lange Sitzen auf der Schulbank, gibt es weitere „schlummernde“ Einschränkungen an dessen Beweglichkeit, und im Büro geht das Thema in die Verlängerung. Bewegung ist bekanntlich ein Drittel der Gesundheitsverordnung und sollte echt ernst genommen werden.

    Saturn ist hier der regierende Planet, ein seht präziser Geselle unter den Gestirnen: Erstarrung, Kontrolle, Einbremsung (bevor der nächste Schritt getan werden kann), um Hausaufgaben zu machen, Ordnung zu halten in der göttlichen Hierarchie.

    Auf Saturn ist Verlass!! Er wacht an der Schwelle zwischen den Dimensionen. Was er uns gerade in dieser Zeit präsentiert, sind tiefgehende Selbsterkenntnisse. Er wird mit Chronos gleichgesetzt, dem Gott der Zeit: des Abschieds und der Trennung, der inneren Sammlung, der Transformation.

    Man erkennt sein Wesen im Olivenbaum, in der Tanne, der Eiche und der Buche, um nur einige wenige, gut strukturierte und stark ersichtliche, saturnische Merkmale in den Bäumen zu erkennen.

  • Hildegardmedizin

    Hildegardmedizin

    Winter Abwehrstärkung/Grippevorbeugung

    Zweifelsohne ist eines der bewährten Rezepte aus der Hildegardmedizin der WERMUTWEIN. Die Vorbeugung bewirkt naturgemäß auch eine Aktivierung und Stärkung der Immunabwehr. Dieser Wermutwein sollte jedoch sinnvoller Weise in der Zeit von Mai bis Oktober frisch zubereitet und eingenommen werden.

    Zubereitung

    1 l guter Rotwein wird mit 150 g Honig sanft gekocht, gießt 40 ml frischer Wermutsaft (Artemisia absinthium) dazu, nimmt ihn vom Feuer und füllt ihn in eine saubere Flasche mit Schraubverschluss. Der Wermut sollte zu Vollmond geerntet werden, da seine Blätter zu der Zeit am saftigsten sind.

    Das Universalheilmittel und Grippevorbeugungsmittel von Hildegard in unser Zeitalter überliefert ist das GOLDMEHLPULVER, als GOLDKUR bekannt. Es genügt, sie ein Mal im Jahr durchzuführen.

    Zubereitung

    Die Herstellung des Goldpulvers im häuslichen Rahmen ist relativ aufwändig. Daher empfiehlt es sich, es in einer Fachapotheke für Hildegardmedizin zubereiten zu lassen, da Gold nicht gleich Gold ist und hier Nugget-Gold-Pulver benötigt wird. 1,2 g naturreines Nuggetgold pulverisiert mit 2 Eßl. fein gemahlenem Dinkelvollkornmehl oder Weizenfeinmehl und 2 Eßl. Wasser zu einem Teig kneten. Die Hälfte dieses Teiges morgens nüchtern essen. Die verbliebene Hälfte kühl stellen.. Diese tags darauf zu einem Keks formen und im Backrohr ca. 5 Min. bei 160 ° backen, nüchtern gegessen.

  • Die Organpflege im Jahreskreis

    Die Organpflege im Jahreskreis

    Dezember-Schütze-Jupiter – Oberschenkel/Hüften/verlängerte Wirbelsäule

    Schütze Geborene können recht geistreich und selbstverständlich mit ihrem Ideenreichtum umgehen. Ihr weitsichtiges Spektrum kann eine Bereicherung sein. Sie packen zu und erweitern im selben Moment wieder ihr Blickfeld. Man könnte sagen, ihr impulsiver und motivierender Leitspruch lautet: „Auf zu neuen Zielen!“.

    Das geistige Feuer treibt sie an, zielstrebig das zu erreichen, was sie für erstrebenswert halten. Da sind sie aber auch sehr wählerisch und anderen manchmal schon wieder voraus. Schütze-Mensch erscheint ziemlich abgeklärt und überlegen. Was ihn weiterziehen lässt, zeigt sich auch in einer gewissen Ungeduld oder Ruhelosigkeit. Es treibt in fort, von Ort zu Ort. In die weite Welt geht er hinaus, und kommt mit reichen Gaben, Eindrücken und sonstig Neuem zurück. Dies will er gerne und hilfsbereit mit anderen Menschen teilen. Dabei könnte er ins Missionieren geraten und gar nicht merken, dass gerade er mit allgemeinen und besonderen Regeln aufräumt, weil er das Weite und Hohe braucht und eigentlich von der essenzbewussten Vielfalt des Lebens zumindest geistig viel versteht.

    Sein Symbol ist der Pfeil. Er vermittelt Zielstrebigkeit, Luftigkeit, Wahrheitssuche, Scharfsinn, Fokus. Ein Pfeil bringt es „auf den Punkt“. Der Planet, der dem Schützen zugeordnet wird, ist Jupiter. Er wird allgemein als Glücksplanet bezeichnet. Somit steht er für Optimismus, Erfolg, Wachstum, Großzügigkeit und Lebensfreude. Das Element des Schützen ist das Feuer, die Nahrungsqualität Eiweiß und Frucht.

    Mit dem abnehmenden Mond im Schützen (zwischen Dezember und Juni) dürfen einige gesundheitliche Themen angesprochen werden, an denen Oberschenkel, Hüften, Muskeln, Ischias, Venen, Gelenke und Wirbelsäule besonders gepflegt werden sollten. Körperliche Überanstrengungen sollten gemieden werden. An diesen Tagen schlägt das Wetter gerne um, wie an Mond in Zwillinge. Deshalb sollte z.B. nicht untrainiert oder übertriebener Weise eine schwierige und zu lange Bergtour ausgeführt werden. Sich an solchen Tagen ein Fußbad mit basenreichen Salzen und/oder eine Ganzkörpermassage zu gönnen, oder das Rückgrat mit sanften Bodenübungen zu stärken (evtl. nach Benita Cantieni ®), hilft dem Rückgrat ganz besonders. „Schwachstellen“, mit denen es im Zeichen des Schützen Geborene zu tun haben, sind beispielsweise die Wirbelsäule, Oberschenkelmuskeln, Knochen und der Beckenraum. Die damit verbundenen Muskeln wirken praktisch auf alle Organe, Systeme und Funktionen des menschlichen Körpers ein. Schwedenkräuter-Umschläge tun gut, um Muskelverspannungen schnell zu lindern. Ätherisches Rosmarinöl, mit etwas warmem Sesamöl verdünnt, regt die Blutzirkulation an und durchwärmt die Wirbelsäule, die Meridianbahnen und -Punkte, Faszien und Muskeln.

    Die Zusammenhänge mit den verschiedenen Organen und Muskeln bietet eine sehr spannende Ansicht, einen optimalen Gesundheitszustand wieder herzustellen. Muskeln bilden das Fleisch des Körpers. Man unterscheidet willkürliche, aus quergestreiftem Gewebe bestehende, und eine unwillkürliche Muskulatur, die glatte Zellen ohne Streifen beinhaltet und über Sehnen mit den Knochen verbunden sind. Mit ausreichend Blut und Sauerstoff versorgte Muskeln gehen damit auch ihrer natürlichen Tätigkeit nach und weisen weniger Schwächen auf, die sonst zu Schmerzen führen können. Waden- und Oberschenkelmuskeln stehen z.B. in Zusammenhang mit dem Dreifachen Erwärmer-Meridian. Im Hüft-/Beckenbereich über die Wirbelsäule finden wir Bezüge zum Nieren- und Blasenmeridian.

    Es sind vielfach Toxine, die nicht über die Organe oder die Haut ausgeschieden werden, in den Muskeln verbleiben und schließlich das Skelett angreifen, was sich später in Arthritis zeigen kann. Paracelsus entwickelte die „Paralysis-Salbe“ als sehr gute Einreibung bei chronischen Gelenk- und Muskelleiden.

    Für 100 g benötigt man folgende Zutaten: Oleum Lauri Ex. 6 ml; Oleum Lavandulae 4,5 ml; Oleum aeth. Myristicae 0,5 ml; Oleum Cardamomi 0,5 ml; Oleum aeth. Piperis nigra 0,5 ml; Aurum Colloidale D 3, 5 g; Castoreum D 3 2,5 mg Lanolinum anhydricum 15 g; Cera flava 14 g; Olea Europea 51,5 ml. Feste Teile mit Olivenöl im Wasserbad schmelzen. Erst dann die ätherischen Öle dazu geben, gut vermischen und in beschriftete Döschen abfüllen. Mehrmals täglich die schmerzenden Stellen damit pflegen.

    In der Aromatherapie werden Kopf-Herz oder Basisnoten unterschieden. Diese Unterscheidungen helfen u.a. dem Vomeronasal-System, einen persönlichen Zugang zu den passenden Mitteln zu finden. Bei Muskelschmerzen finden wir Rosmarinus Ct. Campher oder Piper nigrum als Kopfnote. Die Herznote bieten Betula lenta oder Gaultheria procumbens an und eine Basisnote wird durch Myristica fragrans angeregt. Bei rheumatischen Erkrankungen der Muskulatur wären als Kopfnote Melaleuca cajeputi, Eucalyptus globulus und – citrodora, Juniperus communis und Gaultheria procumbens zu nennen. Die Herznoten bilden z.B. Litsea cubeba, Laurus nobilis und Bursera graveolens und die Basisnoten sind Boswellia sacra und Commiphora molmol als erfolgreich anwendbare Mittel. Natürlich ist diese Wertung nicht statisch gemein. Und auch hier sind die wertvollen Essenzen wieder mit Basisölen zu mischen, wie etwa Johanniskrautmazerat. Schwangere und Kleinkinder sollten besser nicht damit behandelt werden.

  • Die Organpflege im Jahreskreis

    Die Organpflege im Jahreskreis

    November – Skorpion – Pluto – Harnwege – Geschlechtsorgane

    Die astrologische Zeit des Skorpions liegt zwischen dem 23.10. – 22.11.

    Im Zeichen Skorpion geborene sorgen für eine heitere Mischung aus nicht alltäglichen Meinungen, Anschauungen, Befindlichkeiten und dienen oftmals zur allgemeinen Horizonterweiterung. Das regt zur Reflektion an, geht in die Tiefe und ist manchen Menschen eine bedrohliche Kraft.

    Skorpion ergründet mit einem erstaunlich starken Durchhaltevermögen das Leben – und den Tod. Auch das Werden und Vergehen stellt eine Art Sterben dar. Wenige Menschen befassen sich grundlegend mit dem Tod, der eigentlich ein ständiger Begleiter des Lebens ist. Nicht so das Wesen der Skorpion-geborenen. Für sie gehört der Tod dazu, beinahe schon selbstverständlich. Sie spielen nicht damit, nehmen ihn ernsthaft in ihr Leben herein. Auch wenn mit dem Vergehen tiefe Schmerzen verbunden sein können.

    Skorpion ist sensibel. Seine Sensoren sind hoch empfindsam und tief wahrnehmend. Wahrscheinlich deshalb, weil gerade in dieser Zeit geborene Menschen das Leben intensiver leben wollen und können! Sinnlich und kreativ und sehr lebhaft. Wie und aus welcher Ressource er das macht oder verarbeitet, bleibt im Grunde ein kleines, aber sicheres Geheimnis seiner selbst. Ist der Skorpion beleidigt worden, kündigt er nicht selten für immer die Freundschaft.

    Der Skorpion ist außerordentlich schwer einzuschätzen. Er ist eine anspruchsvolle Natur, hat viele, vor allem innere Kämpfe zu bestehen. Und diese innere, ereignisreiche Welt hält er der äußeren gegenüber verborgen. Verschlossenheit und Verschwiegenheit, starke Gefühle, große Spannung, das sind Eigenschaften des Skorpions. Leidenschaftlich, mit weichem Gemüt, Hingabe an sehr starke Sinnlichkeit und höchste Geistigkeit wirken oft gegensätzlich im Spagat zwischen Höhen und Tiefen. Für ihn selbst schon eine Gratwanderung.

    An Skorpiontagen sollten keine chirurgischen Eingriffe im Genital- oder Harnwegebereich durchgeführt werden. Auch Fehlgeburten ereignen sich besonders bei zunehmendem Mond, und sollten Schwangere deshalb dazu anhalten, an diesen Tagen Anstrengungen zu vermeiden! Da ist das Wurzelchakra und das Sakralchakra in Bewegung.

    Die Tagesqualität des Mondes in Skorpion zeigt sich feucht-kühl. Wer da empfindliche Bereiche hat, spürt die durchdringende, kühle Feuchte umso stärker: kalte Füße, eine schlecht durchwärmte Becken- und Nierenregion können- sich in diesen Tagen als angehende Blasen- und Nierenentzündung bemerkbar machen. Bis an die Knochen vorgedrungene Kälte sollte rasch durch Wärme ersetzt werden. Wer unter Rheuma leidet, darf berücksichtigen, das Bettzeug an Skorpiontagen NICHT „draußen“ zu lüften, da die Feuchte im Gefieder hängen bleibt. Das macht sich dann abends, wenn man sich auf die wollig-kuschelige Schlafdecke freut, wieder in den Knochen bemerkbar.

    Für die drei Bereiche hat die Natur wertvolle Mittel bereit:

    • Blasen-Harnwege: Berberis vulgaris, Solidago virgaurea, Equisetum arvense.
    • Fruchtbarkeit: Punica granatum, Vitex agnus castus, Artemisia vulgaris.
    • Hormonregulation: Alchemilla vulgaris, Trifolium pratense.

    An Skorpion gesammelte Heilkräuter, und zwar ALLE, können besondere Wirkung aufweisen, ganz gleich für welchen Zweck sie gesammelt werden. Bei zunehmendem Mond oder Vollmond sammeln, bei abnehmendem Mond, immer in Skorpion, lagern macht sie haltbarer.

    Wenn Skorpion-Frau sich ein Kind wünscht und es nicht recht klappen will, könnte ein Grund von mehreren sein, sich im tiefsten Inneren ihrer Freiheit verlustig zu fühlen. Und so mancher mit Unfruchtbarkeitsgedanken geplagten Skorpion-Frau wurde eine Schwangerschaft erst im weit vom Alltag entfernten, sonnigen oder tropischen Gefilden möglich. Dem zielstrebig dienenden Alltagstrott gegenüber steht ein ganz lockeres und natürliches, ja befreiendes Geschlechtsleben, das eine Skorpion geborene in voller Hingabe lebt, sobald das Ambiente passt. Ohne Druck, Erwartung, oder selbst auferlegte Regeln.

    Die Volksmedizin empfiehlt zur männlichen Potenzsteigerung regelmäßig kalte Duschen im Bereich des Unterleibes. Denn eine Zeugungsunfähigkeit entsteht aus naturheilkundlicher Sicht unter Druck von Zähler, Maßband und Stoppuhr, oder Werbung, Geboten und sonstigen Mittelchen. Fühlt sich der sensibel und tief veranlagte Skorpionmann den Anforderungen nicht gewachsen, kann es zu Verkrampfungen führen. Die Quelle der Freude wird erdrückt und versiegelt von Moral, Leistungszwang und Lieblosigkeit.

    Planeten wirken mit ihren Schwingungen auf das Leben auf der Erde ein. Diese Erkenntnis ist so alt wie die Menschheit. Jeder heutige Heilpraktiker schöpft hilfreiche Erfahrungswerte aus den Hinterlassenschaften der vergangenen Jahrhunderte. Ihre Vorfahren waren gleichzeitig Astronomen (nicht Astrologen) und Alchimisten (nicht Chemiker) und verfolgten mit Bedacht astrale Kräfte, die sich auf der Erde erkennen und nutzen ließen, für ein besseres Verständnis sorgten.

    Der Herrscher des Skorpions ist Pluto, der römische Gott der Unterwelt, dem griechischen Hades entsprechend. Er steht für geistigen Willen als Kern- und Motivationskraft, das Stirb und Werde, Extreme lebend, transformative und regenerierende Energien handelnd. Mit Veränderungen sind Schmerzen verbunden, die im tiefsten Inneren durchaus in Kauf genommen werden, weil Pluto ja etwas weiterbringen will!

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    Die Organpflege im Jahreskreis

    Oktober – Waage – Venus, Hüfte-Nieren-Blase

    Das Symbol der Waage zeigt uns auf eine recht eindrückliche Art, wie mit der weltlichen Dualität umzugehen versucht wird. Dualität ist nicht mit Polarität gleichzusetzen. Vielmehr steht der Dualität etwas Vermittelndes dazwischen, eine Art Achse, die diese beiden Anteile in Balance zu halten versucht. Sie stehen in Beziehung.

    Und Waagemenschen sind Beziehungsmenschen, abwägende, ausgleichende Prinzipien lebend. Das Mittige versinnbildlicht das Schiedsgericht, das in sich ruhend unbeeinflusst bleibt von äußeren Belangen.

    Waage Geborene lieben und brauchen Verbindungen, gute Kameraden und Freundschaften und schöpfen ihre Kräfte daraus. Liebe und Harmonie gehören zu ihren Lebensbedürfnissen. Das „Wahre, Schöne und Gute“ können sie geschickt und großzügig weiterschenken. Nicht ganz so entschlossen, aber der Entscheidung doch gern gerecht werden wollend, zögern Waagemenschen und wägen lieber einmal öfter zu viel ab, als feste Entschlüsse zu fassen.

    Im Zeichen Waage und den körperlichen Entsprechungen finden wir das Nierenpaar, das Becken und in deren Mitte die Blase als „empfindlich reagierende Organe“ wieder. An Waagetagen sollte jede Feuchte in diesen Bereichen vermieden werden. Denn schon eine feuchte Badehose länger am Leib getragen, kann zu Nieren- oder Blasenproblemen führen. Wärme tut da vor allem gut.

    Die Nieren sind Ausgleichsgefäße und Partner der Blase. Sie regulieren den Wasserhaushalt des Körpers und erfüllen das ganze Zellsystem. Ihre Arbeit gleicht bildlich einer Destillationsanlage. Beinahe jeder Tropfen wird durchgefiltert und auf einen Scheideweg gebracht, um saure, scharfe oder unreine Säfte ausscheiden zu können. Ist ihre Funktion beeinträchtigt, stauen sich die zirkulierenden Flüssigkeiten an verschiedenen Körperzonen, -Stellen und Systemen wie Gelenken, Muskeln, Fasern, Lymphsystem u.a. (Sekundär-Fluida nach TEM).

    Der Nierenmeridian verläuft entlang der Wirbelsäule zum Schädel hochsteigend. Klagen Klienten über Kreuzschmerzen oder Nackenschmerzen, kann dies an einer Schwäche oder Verspannung des Lendenmuskels oder/und Darmbeinmuskels liegen. Oder Nieren, deren Funktionen eingeschränkt sind und auf die Wirbelsäule drücken. Auch der obere trapezförmige Muskel steht in Verbindung zu Augen- oder Ohrenstörungen, dessen Ursache in Nieren und Blasenfunktion zu finden sein kann.

    Eine gereizte Blase entsteht auch, wenn ihrem Drang der Entleerung nicht zur gerufenen Zeit stattgegeben wird. Bei Müttern ist das dann der Fall, wenn sie denken: „…jetzt mach ich schnell noch dies und jenes, und dann gehe ich auf die Toilette…“. Hier wird das natürliche Bedürfnis, „der Ruf der Blase“, übergangen und kann aufgrund dessen und kürzerer Harnröhre bei der Frau schneller zu Stauungen und Ablagerungen in den Kanälen führen. Diese kristallisieren, reiben sich an den Wänden und verursachen Schmerzen. Denn Säuren verdichten sich bekanntlich zu Salzen.

    Als Luftzeichen spürt die Waage die feinsten Bewegungen, Vibrationen und die Dinge, die eben „in der Luft liegen“ zuallererst. Es scheint auch ein wenig an ihrem Schutzmechanismus zu liegen, den prekären Situationen lieber aus dem Weg gehen zu wollen. Denn Konflikten zu begegnen, zählt so gar nicht zu seinen Stärken. Das geht ihr besonders an die Nieren – und macht Angst. Das erfordert im Grunde Mut und Willenskraft und das Bedürfnis nach Ausgleichung. Mit Feuchte und Wärme zubereiteter Nahrung und moderat dosierter Anwendung von Salz und vielen basenreichen Kräutern lässt sich so manche irritable Grundstimmung regulativ unterstützen. Fragt man Klienten nach dem Bedarf an salziger Nahrung, wir meist angegeben, dass man wenig Salz verwende….. Für den einen ist gesalzene Nahrung wenig, für den anderen ungenießbar. Vor allem das chemisch hergestellte Natrium Chlorid ist seiner Gestalt nach unter dem Mikroskop molekular großformatig und löst sich nur bedingt so auf, dass es in flüssiger Form (v.a. über die Nieren) wieder ausgeschieden werden kann. Hier liegt m. M. nach, zusammen mit herkömmlichen Speiseölen hinterfragt, der wahre Grund für Wasseransammlungen wie Cellulitis & Co.

    In Europa wächst eines der besten Nieren- und Blasenkräuter: die Goldrute (Solidago virgaurea). Ob Solidago canadensis die gleiche Wirkkraft aufweist, ist, wieder einmal, umstritten. Berberitzenbeeren, 1 EL morgens nüchtern gut gekaut, lindern Blasen- und Nierenbeschwerden. Wacholderbeeren können u.U. Nieren reizen und sind deshalb nicht für jeden geeignet. Die Bärentraubenblätter (Uva ursina) als Tee, oder Preiselbeeren (Vaccinum vitis-idaea), als Saft oder getrocknet, werden häufig bei Blasenleiden wie Entzündungen oder gereizter Blase verordnet. Sie enthalten viel Kalium, Kalcium, Magnesium und Vit. C., Quercetin, Triterpene, Benzoe- und Syringasäure. Das Zinnkraut (Equisetum arvense) weist sehr hilfreiche Linderung da auf, wo Nieren- und Blasenleiden schon in verdichtetere Säfte und Schleime übergegangen sind. Storchenschnabel (Geranium robertianum) oder Spitzwegerich (Plantago lanceolata) als Tee zubereitet, verschafft Klarheit im System Wasserhaushalt. Mit dem Saft vom Bierrettich (Raphanus), den es zu verschiedenen Jahreszeiten als Frühlings-, Sommer- Herbstsorte im Handel gibt stellt man folgende Rezeptur zur Optimierung der Nierenfunktion her: 2-3 EL Frischsaft morgens nüchtern in etwas warmem Wasser, nicht länger als drei Tage lang einnehmen. Damit kann die Nierenfunktion geöffnet werden. Dieser kleine, aber effiziente „Schubs“ bringt ihre Tätigkeit wieder in Fluss. Das Thema viel Trinken nach Tabelle und Statistik ist nicht bei allen Menschen gleich hilfreich anwendbar und sollte differenziert untersucht und gehandhabt werden. Nierenschonend außerdem: abgekochtes Wasser, ohne süße Zutaten, ab 17:00h reduzieren.

    Die Hüfte gleicht einer Schale und bildet die Basis für das Rückgrat. Wie der Mensch im Leben dasteht und sich fortbewegt, hängt von zahlreichen Möglichkeiten ab, einem belasteten Hüftgelenk vorzubeugen. Bewegung, richtig Atmen, spezifische Gymnastik und regelmäßige Kontrolle beim Chiropraktiker klingt nach vollem Programm. Dem braucht nicht so zu sein, denn ½ Std. gezieltes Training jeden Tag kräftigt und schützt vor Abnutzung. Als ganzheitliche und sehr viel weitreichendere Methoden seien hier u.a. Moshé Feldenkrais, Pilates, Benita Cantieni oder Qi Gong erwähnt. Ganz im Sinne einer venusischen Waage kann hier Geschmack, Stil, Sinnlichkeit mit dem richtigen Maß zu Wohlbefinden hinlenken.

    „Sich selbst zu erkennen, scheint mir das Wichtigste, was ein Mensch für sich tun kann. Aber wie kann man sich erkennen? Indem man lernt zu tun, nicht wie man »sollte«, sondern wie es einem selbst gemäß ist.“
    Zitat: Moshé Feldenkrais (aus „Die Entdeckung des Selbstverständlichen“ Suhrkamp 1987)

    Moshé Feldenkrais                                                  Preiselbeere

  • Die Organpflege im Jahreskreis

    Die Organpflege im Jahreskreis

    September – Jungfrau – Merkur

    Ordnung heißt das klare, ruhige und bedachte Prädikat der Jungfrau-Geborenen. Es gibt immer etwas zu reinigen, zu sortieren, Gutes vom nicht Brauchbaren zu trennen. Sie sind auch immer darauf bedacht, etwas Vorrat „für magere Zeiten“ anzulegen und sparsam mit Ressourcen umzugehen. Die Gedankengänge in diesem Habitat gleichen einem Bienenstock. Es ist wie ein ständiges, beinahe schon wieder rhythmisches Pflegen und Hegen und Umsortieren wertvoller Lebensart. Jeder nach seinen Möglichkeiten und für alle gedacht.

    Verdauungsorgane
    Der Verdauungstrakt wird dem Monat September zugeteilt, dem Jungfrau-Monat. Ernten, Ordnen und Verarbeiten, so wie es mit der Verdauung der Mahlzeit im Körper geschieht. Der Magen über den Dünn- und Dickdarm zu Milz und Bauchspeicheldrüse werden an diesen Tagen und im Sternzeichen-Geborene selbst angesprochen und bedürfen einer etwas tiefer gehenden Pflege. Es könnte bereits die erste morgendliche Information, die der Magen erhält/empfängt, ein wichtiger Schritt sein, ihn liebevoll zu einer Tasse feucht/warmem Tee aus folgenden Kräutern als „willkommen im neuen Tag“ einzuladen:

    Teemischung:
    Schafgarbe 6 g, Mandarinenschalen 5 g, Pfefferminzblätter 4 g, Ringelblume 6 g, Süßholz 3 g, Fenchelsamen 9 g, Enzianwurzel 3 g, gekeimte Gerste 9 g, Weißdornfrüchte 9 g (Quelle: Ploberger, Florian Bacopa Verlag).

    Betrachten wir den Magen als eine Schüssel (empfangendes Symbol), die alles so aufnimmt, wie sie es verabreicht bekommt, bedarf es einer bewussten Begutachtung, einer geistigen Einladung und eines Dankeschöns in Bezug auf die dargereichten Lebensmittel, für die Schwerarbeit im Sortieren und Ordnen der jeweiligen Qualität! Das ist es dann, was „den Körper zu schaffen macht, oder wohlwollend entgegengebracht wird“! In eigener Verantwortung. Und vielleicht kommt das sich bildliche bewusst machen aus der Chinesischen Medizin sehr zu Hilfe: „Der Magen hat keine Zähne“. Ja, in der Tat! D.h., dass eben die eingenommenen Happen aus trockener, fester, breiiger oder flüssiger Konsistenz sehr gut durchzukauen und einzuspeicheln sind. Dies kann zum Ziel führen, den Prozess des Stoffwechsels maßgeblich zu beeinflussen. Damit lassen sich schon mal primär sich anbahnende Verdauungsbeschwerden vermindern und bereits erwachsene Beschwerden vermeiden!

    Durch den Magen strömen auch so gut wie alle hinlänglich bekannten Meridiane und es ist nur zu offensichtlich, dass die Station MAGEN in der Verdauungsarbeit eine der wichtigsten Stationen ist, eine der wichtigsten Rollen im Verarbeitungsprozess zukommt!

    In der TEM werden Magen und Zwölffingerdarm zusammenhängend betrachtet und lediglich durch einen Sphinkter (ringförmiger Muskel) in zwei Funktionsräume unterschieden. Durch ihre beiden Kräfte werden verschiedene Organe zur Mithilfe angeregt, die wiederum dem Magen zur optimalen Verstoffwechselung der Nahrung bereitstehen (erste Kochung beeinflusst durch zweite und dritte Kochung und Assimilierung): Dünn- und Dickdarm, Galle, Leber, Bauchspeicheldrüse, Herz, Milz, Pankreas, Lunge. Daran erkennt man die multifunktionale Zusammenarbeit, um den Körper in seiner ganzheitlichen Erhaltung verdauungs- und aufnahmetüchtig zu halten.

    Schwere oder fettreiche Speisen und die sicherlich gesunde Rohkost sind nichts für gefühlsbetonte Jungfrau-Geborene und deren Herzensangelegenheiten, die sie lieber ganz für sich im Inneren auszubalancieren versuchen. Sie sprechen nicht gern offen über das, was sie bedrückt und ausgiebig beschäftigt. Darmprobleme deuten sehr oft auf eine vernachlässigte Wirklichkeit im Umgang mit seinen eigenen Bedürfnissen. Da werden Zorn, Bedauern oder Selbstkritik „hinuntergeschluckt“. Die Sorgfalt im Umgang mit geistig/seelisch/körperlichen Themen gehört auch zum Verdauungssystem und spiegeln sich psychosomatisch im Bauchraum als „schwer verdaulich“ und zu Gewichtzunahme neigend wider. Jahrelang geübte Verhaltensweisen lassen sich nicht über Nacht beheben. Der Körper reagiert langsam auf Umstellungen wie etwa Essgewohnheiten. Dazu braucht es Geduld, die Jungfrau nicht immer hat und dabei gern schnelle Resultate auf dem Tisch hätte. Im Monat September kündigt sich auf dem Gemüsemarkt schon der nahende Herbst an. Genau richtig, um dem Magen und Darm seine Medizin zukommen zu lassen: Kürbis beispielsweise, der goldgelbe bis orange. Es ist die Farbe des Monats, der guten Verdauung, der Medizin für Milz und liebevoll wärmende, süßliche Geschmack für die Bauchspeicheldrüse. Es ist die Süße, die im Koch- oder Dämpfvorgang den natürlichen pflanzlichen Zucker freisetzt, ein Stück der Verdauungsarbeit schon geleistet hat, um heilsam zu wirken und Kräfte zu bündeln. Genauso verhält es sich mit vielen anderen Gemüsesorten wie Rote Bete, weißer Rettich oder Karotten, um nur einige zu nennen.

    Ihr Planet ist der Merkur, der beflügelte Götterbote, der die Dunkelheit erhellt und den Menschen die Botschaften der Götter erläutert. Er vermittelt Logik, Kommunikation, Analyse, Kritische Betrachtung. Sein Metall ist das Quecksilber. Er wird oft in Verbindung mit der Schlange gebracht. In der Alchemie bildet Merkur die Verbindung zwischen Sal und Sulfur und dient auch hier als Vermittler.

  • Die Organpflege im Jahreskreis

    Die Organpflege im Jahreskreis

    August – Löwe – Sonne

    Die Löwe-Tage vom 22. Juli bis 23. August werden auf der nördlichen Halbkugel oft von der heißesten Zeit des Jahres beherrscht. Auch die Tagesqualität ist trocken-feurig. Daher ist es wichtig, viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen, um eine Austrocknung zu verhindern. Durch die sommerliche Hitze kommen stürmische Gewitter auf, die den Kreislauf mehr belasten. Schlaflose Nächte oder Herzbeschwerden häufen sich in dieser Zeit. Da ist es am besten, sich körperlich nicht groß anzustrengen.

    In südlicheren Regionen gehört es zur natürlichen Tagesordnung, dass in die Mittagszeit und in die heißeste Zeit im Jahr eine „Siesta“ eingelegt wird. Dafür ist das Nachtleben umso lebendiger.

    Auf der Gefühlsebene „schlägt“ das Herz der Frau anders als das des Mannes! Beide dienen damit der Vielfalt der Liebe. Das macht es ja gerade so spannend, was zwischen ihnen so alles in die Liebe gelegt werden kann und wird. Und zur Transformation in das Weltenherz erarbeitet werden darf.

    Astrologisch wie astronomisch befinden wir uns gerade jetzt in einer dieser prägenden Zeiten, die unsere Wahrnehmung, das Bewusstsein oder -werden stark in Anspruch nimmt: „True Love is Born from Understanding“. Mitgefühl kann nicht heißen: „Du musst das machen, was ich mache.“ Verstehen heißt, in Respekt die Haltung oder Meinung eines Gegenübers sein lassen zu können.

    In der chinesischen Tradition des Nei Ching wird das Herz wie folgt beschrieben:“ Das Herz gleicht dem Minister des Fürsten, der sich durch Einsicht und Verständnis auszeichnet.“ Und: “Der Mensch bringt täglich sein Haar in Ordnung. Warum nicht auch sein Herz“? Wenn wir denn nun unser eigener Minister und Fürst ganz innendrin sind, ist das Einsehen, was das Herz mitteilen will, auf es zu hören, besonders wertvoll. Dann „sieht“ man mit dem Herzen besser.

    Das Herz birgt die Kraft der allumfassenden, bedingungslosen Liebe. Sie will im Leben eines Menschen, der sich aus reiner Liebe auf den Weg zur Erde macht, aus dem Vergessen wiedererwecken werden und strahlen. Die ursprüngliche Information wird uns als Geschenk mitgegeben. Sehnsüchtig wollen wir lieben und wiedergeliebt werden. Das ist nicht immer ganz einfach. Das Herz jedoch hält diese Urinformation wach und aufrecht. Es gibt zwar herzloses Benehmen, Herzlosigkeit aber nicht. Wahre Liebe verzeiht, erlöst, befreit von uralten Lasten. Transformiert. Der Weg zu sich selbst mag der steinigste und schwierigste sein. Dass er nicht gelingen könnte, unmöglich sei, steht aber nirgends geschrieben, außer der Mensch selbst schreibt ihn sich ein.

    Alles dreht sich um Liebe. Es ist ein besonderes Gefühl, wenn „einem das Herz aufgeht“. Da braucht es keine Worte, und die Freudentränen sind ein echtes Zeichen der Berührtheit.

    Die Sonne ist der Planet des Löwen. Ohne ihr Licht und die Wärme gäbe es auch kein Leben auf der Erde. Sie spiegelt sich mit ihrem ewigen Feuer in Herzenswärme, Verständnis, leuchtenden Augen, Freude, Glücklichsein wider. Das Metall Gold wird seit Urzeiten mit Sonne, Herz, Reinheit, Erleuchtung, Reichtum und Ganzheit gleichgesetzt. Goldpräparate sind Herzmittel, die helfen, das Gleichgewicht wieder herzustellen.

    Galenos führte Schlangenmedizin in Europa ein. Zubereitungen aus Schlangengift als Blut-, Herz- und Nervenmittel haben sich sehr bewährt. Aber auch Heilpflanzen, die mit Goldlösung gegossen werden, übertragen diese heilende Kraft.

    Was meint das gekränkte, verletzte Herz, wenn es sich ausdrücken will, verstanden werden will, nach Heilung sucht? „Es bricht mir schon lange das Herz…“, ist z.B. eine Aussage bei allgemeinen Herzproblemen. Ein sich hinschleppendes Thema bewirkt Bluthochdruck, wenn eine Lösung nur schwer möglich ist. Ein zu niedriger Blutdruck empfindet „all die Mühe“ umsonst. Eine Anämie folgt der geistigen Einladung wie etwa: „Die Zweifel sind berechtigt, mein Pessimismus hat recht“. Gicht empfindet patriarchalische Herr-Sklave-Beziehungen nach, wobei das Elitedenken einer heutigen Zeitqualität entsprechen mag: „Ich bin hier der Chef und alle tun ausnahmslos was ich sage“.

    Das Herz schlägt ununterbrochen in Rhythmus und Schwingung. Es arbeitet unentwegt und hält die gesamten Funktionen des Körpers in Schuss.

    Erfahrene Herzchirurgen berichten, dass wenn sie während einer Operation zu nahe an einen bestimmten linken oberen Punkt im Herzen kommen, der Patient sterben kann. Da gibt es also auch einen Punkt im Herzen, einen Funken, der auf mechanische Eingriffe äußerst empfindlich reagiert. Dabei dürfte es sich um eine hohe Dichte von Elektronen handeln („Funke, der uns unsterblich macht“, Ursula Seiler).

    Löwe Tage eignen sich sehr gut für das Sammeln von Heilpflanzen, die verschiedensten Herzleiden entgegenwirken. Weißdorn-Präparate (Crategus oxyacantha) aus Blüten, Knospen und Blättern z.B. können über längere Zeit eingenommen werden. Sie helfen bei Herzschwäche, Kreislaufstörungen und dem Altersherz. Herzgespann (Leonurus cardiaca) beruhigt ein ängstliches oder gestresstes Herz, der Herzwein mit Fenchel-Galgant-Tabletten aus der Hildegardmedizin reguliert und kräftigt es. Die Farbe Grün bis Rosa, eine Herz-Kreislauf stimulierende Massage mit ätherischem Lavendelöl oder eine Herzkompresse mit Arnikaessenz kann bei vielen Beschwerden Linderung bringen.

    Du darfst nicht warten,
    bis Gott zu dir geht
    Und sagt: Ich bin.
    Ein Gott, der seine
    Stärke eingesteht,
    Hat keinen Sinn.
    Du musst wissen,
    dass dich Gott durchweht
    Seit Anbeginn,
    Und wenn dein Herz dir glüht
    und nichts verrät,
    Dann schafft er darin.
    Rainer Maria Rilke

  • Die Organpflege im Jahreskreis

    Die Organpflege im Jahreskreis

    JULI-KREBS-MOND

    Mit diesem Sternzeichen breiten sich die gesamten Körperentsprechungen auf den Ebenen Geist-Seele-Körper über anziehende Schwerkraft und Mondeinfluss an Schultern, Brust, Lungenraum, Arme hinab zum Magen mit seinen Säften, zu Galle und Leber. In der Humorallehre spricht man bei der Lunge über das Ausgleichsgefäß, bei der Milz vom Stoffwechselwasser, der Bauchraum ist die Quelle der Fluida. Im Ganzen als feuchtes Phlegma bekannt. Wir erkennen im Krebssymbol einen stets sich bewegenden Kreislauf zwischen Geben und Nehmen, sich Ausdehnen oder Zusammenziehen, Werden und Vergehen. Der wechselhafte Mond ist sein Planet. Und natürlich spielt sich das alles sehr markant im Inneren ab: darin erkennen wir sieben Mondstände in einem Mondmonat zur Betrachtung.

    Was Krebs in der Brust fühlt, durchdringt mondartig den Wasserhaushalt und trifft natürlich auf die über 70% wässrig durchzogenen Organe und Systeme. Werden sie „überschwemmt“, kann Rheuma anrücken.

    Oder eine fulminante Bronchitis, symptomatische Entsprechungen zu einem eventuell länger mit sich getragenen Zustand wie etwa: „Wenn ich sage, was mir hier nicht passt, gibt es womöglich Kleinholz, was ich absolut vermeiden will.“ Das Ganze schlägt sich wohl auf das Gemüt, macht Angst. Zum Beispiel über den Magen laufend. Ganz nach der alten, chinesischen Bildsprache „besitzt der Magen keine Zähne.“ Und das geschieht so seit Äonen auf der ganzen Welt und jenseits der Heilsysteme. Dieses Bild verdeutlicht in sehr einfacher und klarer Form, was er leisten kann, was ihm zugearbeitet werden muss und worauf er sich bezieht, was ihn schwächt. In der Tat traut man da dem Magen oft zu viel „Unverarbeitetes“ zu, wird das, was ihn erreicht, vorher nicht eingehend analysiert, studiert, überprüft, vorverarbeitet, um „verdaut“ zu werden. Und dann steht ihm noch die Milz zur Seite: beinahe im Verborgenen erarbeitet sie in Demut, kontrolliert das Geschehen ihres Arbeitgebers in wunderbarer Zusammenarbeit. Die beiden arbeiten zusammen und stehen in engster Verbindung zueinander, gehören beide dem Erdelement an: ausgleichend zwischen weiblichen und männlichen Energien.

    Ohne sie, ihre Arbeit, gäbe es für alle anderen Organe und Systeme im menschlichen Körper kein Weiterkommen. Die geistig-seelisch-körperliche Aufforderung könnte lauten: Nichts stauen und stocken lassen. Vielmehr im großen Meer der festen und flüssigen Speisen fischen. Das Angebot ist in heutiger Zeit wohl doch reichlicher als in anderen Epochen. Immer in geistig-seelischer Abstimmung beflissen. Das Eigenbewusstsein, der wirkliche innere Ernährungstherapeut, leistet den wirklichen Part, auf den Magen zu hören. Und nicht nur auf ihn. Der Magen liegt nicht umsonst physisch und funktional in der zentrierten Körpermitte. Gerät hier etwas ins Ungleichgewicht, kann dies als Grundursache für gar viele Erkrankungen angesehen werden. Ihm geht es um den geregelten Brennstofflieferanten, der weise verteilt wird. Krebs weiß eigentlich davon, ob er es als Potential einsetzen kann, ist eine Sache der Erfahrung und des Bewusstseins.

    Magengeschwüre, Sodbrennen, Verdauungserschwernisse haben ihre Wurzeln oft auf der Gefühlsebene, während Hinunterschlingen von fettem Essen die Tätigkeit blockiert. Bekanntlich steht Fett im Gegensatz zu Wasser. Wie also soll das wässrige-krebsbestimmte Dosieren beider in ein Sowohl-als-auch mit einer dritten Dimension gelingen, um zu einer regulierten Verdauung zu kommen? Wer nimmt denn diese beiden Extreme am besten auf? Ballaststoffe (Heilkräuter wie Basilikum, Estragon, Origano, Thymian, Curcuma, Gemüse gedämpft, Bitterstoffe, Hülsenfrüchte (allerdings weichgekocht und nicht „al dente“!! und diese dann noch mit 1/5 gutem Öl/Portion, jenseits der Ernährungstabellen) Wurzelgemüse, Buchweizen, Dinkel, Reis) um nur einige zu nennen und einer individuellen Abstimmung Raum zu lassen.

    Geht man also davon aus, dass der Magen ein zentral wirkendes Organ ist, bedeutet dies auch, dass wir dem Magen immer etwas Gutes tun können. Er bietet sich als Schüssel an, der geduldig alles zu verarbeiten/knacken versucht, um weitere Organe damit zu speisen, in ihrer Arbeit zu unterstützen. Kräutersuppen sind da eine willkommene Nahrungsmedizin. Oder Bitterstoffe wie Enzian, Wermut, Löwenzahn, Rettich, Pfefferminze, Knoblauch oder Odermennig wirken funktional einladend. Das beruhigt. Aber auch gut gekaute, leichte Speisen unterstützen die Arbeit des Magens.

    Da durch den Magen alle Meridiane ihre Bahnen ziehen, kann gerade hier sinnstiftend ein geistig-seelisch-körperlicher Allgemeinzustand hergestellt werden. Magengeschwüre oder Sodbrennen z.B. werden mitgetragen, weil Sternzeichen Krebs sich nicht gut genug vorkommt, alles schwer verdaulich ist, ihm alles zu schnell geht. Unweigerlich findet die Aussparung dieser Achtung vor den obgenannten Themen ihren nach Unten gerichteten, stufenartigen Niederschlag in Galle- und Leberstau. Hier tritt dann eher das Projektionsstadium in den Vordergrund, das behauptet: „Ich doch nicht!“, „Nicht mit mir!“, „Alle machen Fehler, ich jedoch nicht.“ Dabei gibt es dafür aber keine Sicherheit. Also verschiebt sich das Ganze, natürlich ausgestatte Verdauungsfeuer im Wut zurückhalten, im kein Ventil finden in diesen feurigen, impulsiven Organen wieder. „Wieder“ ist verfänglich, angesichts der Ur-Reparationsdynamik Magen/Milz Feinarbeit, die imstande sind, sofern man gut für sie Sorge trägt, auf sie hört, viele allgemeine und spezifische Dysfunktionen fernzuhalten. Das fühlt sich dann besonders gut an.