Monat: Februar 2021

  • Immunsystem und Bewegung

    Immunsystem und Bewegung

    Gerade jetzt im Winter hat das Immunsystem eine unglaublich hohe Bedeutung. Bei einer kurzzeitigen Schwächung desselben droht ein Infekt, bei einem Versagen sogar der Tod. Schade, dass die Politik in der seit Monaten anhaltenden Pandemiezeit zwar viele Vorschreibungen macht und Drohungen ausspricht, jedoch nicht einmal kurz die Wichtigkeit des Immunsystems, bei der Abwehr von Covid-19 erwähnt.

    Das Immunsystem ist ein komplexes Netzwerk, welches über den gesamten Organismus verteilt ist. Das unspezifische Abwehrsystem etwa Fresszellen, natürliche Killerzellen, Lysozym im Speichel oder Nasensekret ist die erste Verteidigungsfront und von Geburt an aktiv. Der spezifische, „erworbene“ Anteil entwickelt sich im Laufe des Lebens: Durch Kontakt mit potenziellen Krankheitserregern bildet sich in den Lymphozyten (T-Lymphozyten, B-Lymphozyten mit Antikörpern) ein maßgeschneidertes Gedächtnis, welches im Falle eines nochmaligen Kontaktes rasch und effizient reagiert.

    Entscheidend ist, dass das Immunsystem richtig reagiert – weder zu viel (Allergie, Autoimmunerkrankungen) noch zu wenig (Abwehrschwäche).

    Psychische Ausgeglichenheit spielt für die Funktion des Abwehrsystems eine wichtige Rolle ebenso wie eine hochwertige und individuell gut verträgliche Ernährung: Was gut für den einen Menschen ist, kann bei jemand anderen Beschwerden wie beispielsweise Blähungen auslösen und ist somit nachteilig – auch fürs Immunsystem.

    Eine überragende Bedeutung fürs Abwehrsystem hat die körperliche Bewegung: Nicht nur, dass wir eigentlich dafür geschaffen sind, uns einen Großteil des Tages zu bewegen – der typische Wohlstandsbürger lebt also völlig konträr zur genetischen Ausstattung, was logischerweise nicht gut gehen kann. Auch braucht jede Funktionseinheit unseres Körpers – und somit auch das Immunsystem – regelmäßige Reizsetzungen, um flexibel zu bleiben, um auf widrige Umstände oder potenzielle Gefahren reagieren zu können, damit einem „nicht jeder kleinste Windhauch umhaut“.

    Wie bei allen Dingen des Lebens gibt es für die körperliche Bewegung in Form von „Trainingsreizen“ einen Optimal-Bereich, die berühmte „Goldene Mitte“. Keine oder zu wenig Bewegung führt zur Degeneration und zur Starre – der Körper verlernt, sich anzupassen. Zu viel Bewegung überfordert energetisch sowie strukturell und kann zu Verletzungen und Schwächungen führen. Der Optimal-Bereich aus präventivmedizinischer Sicht ist klar definiert: 2-4 Wochenstunden Ausdauer, 2x/Woche Krafttraining, Üben für Gleichgewicht, Beweglichkeit und Koordination – auf die Intensitäten gehe ich hier gar nicht ein. Diese Vorgaben ergeben sich aus Statistiken, das Individuum wird hier vernachlässigt. Somit ist es eine richtige Herausforderung, den sinnvollen Bewegungsumfang für den einzelnen Menschen zu finden, dieser hängt zumindest von Zwei Dingen ab:

    • Konstitution
    • Trainingszustand

    Menschen mit gutem Körpergefühl finden für sich die optimalen Trainingsreize, vielen Menschen ist jedoch das Körpergefühl abhandengekommen. Hier kann eine sportmedizinische Leistungstestung Abhilfe schaffen.

  • Alte Heilweisen – betrachtet im Licht der analytischen Steinheilkunde

    Alte Heilweisen – betrachtet im Licht der analytischen Steinheilkunde

    Sind Steine mehr als nur Materie? Können Steine uns unterstützen? Wie können Edelsteine zur Heilung eingesetzt werden? Warum besitzen Heilsteine überhaupt Wirkungen und wie beeinflussen sie unser Wohlbefinden?

    Edelsteine – Die Blumen im Steinreich
    Edelsteine zeichnen sich durch besondere Schönheit, Farbgestaltung und Reinheit aus. Diese sind eine Stoffverbindung und sehr einheitlich in ihrer Erscheinung. Seit Menschengedenken sind sie ein Sinnbild von Wohlgestalt und Ästhetik. Sie schmücken die Menschen und meist möchten diese damit ihre Ausdruckskraft unterstützen. Diese erhebende, seelische Empfindung zu einem Edelstein kann auch eine Heilwirkung sein. Als Werkzeug haben Edelsteine ebenfalls eine lange Tradition, wie zum Beispiel der Obsidian, als scharfkantige Klinge und der Feuerstein als Gebrauchsgegenstand. Sie waren langjährige Begleiter, die gehütet wurden wie ein Schatz, da diese nur in bestimmten Gebieten gefunden werden konnten.

    Empirische Steinheilkunde
    In früheren Zeiten waren die Menschen durch ihre Lebensgestaltung mit der Natur und dem Jahresrhythmus tief verbunden. Ihre Beobachtungsgabe war geschult. Es gibt Überlieferungen aus verschiedenen Kulturen, in welchen das Wesen und die innewohnende Geisteskraft der Edelsteine gesehen wurden. Es wurde mit der energetisch- intuitiven Ebene der Edelsteine kommuniziert, damit sich die innewohnenden Heilkräfte offenbaren konnten. Manches dieses Erfahrungswissens über die Natur der Steine hat sich von Mund zu Ohr, in Märchen, Mythen, Geschichten und Anwendungen aus der Volksheilkunde bewährt und ist bis in die heutige Zeit weitergetragen worden. Heute wird dieses überlieferte Wissen über Edelsteine nach analytischen Parametern geprüft und ergründet. Die überlieferten Erfahrungen der Antike verbinden sich mit den analytischen Grundlagen unserer modernen Zeit.

    Die Gesteine schaffen verschiedene Atmosphären
    Die Gesteine prägen den Landschaftsraum und gestalten diesen mit ihrer Kraft. Das Gestein und die Geomorphologie (formbildende Prozesse) unter unseren Füßen sind die Grundlage für die Vielfalt des Lebens des jeweiligen Landschaftsraumes. Daraus gestaltet sich das Verhalten oder Vorkommen von Wasser, Bäumen, Pflanzen, Tiere und uns Menschen, die sich darauf ansiedeln.

    Beispiele: Ein kieselsäurehaltiges magmatisches Gestein wie der Granit ist sehr undurchlässig. Feldspat, Quarz und Glimmer, die Bestandteile des Granits, sind festverzahnt und undurchlässig. In Landschaftsräumen mit Granit finden Sie viele Quellen, Bäche und Flüsse – vergleichen Sie einmal eine geologische Karte mit der dazugehörigen Wasserkarte – und es siedeln sich Pflanzen an, die den säurehaltigen Boden gerne mögen. Ein Sediment wie das basische Kalkgestein ist durch exogene Kräfte entstanden, also durch Vorgänge, die auf die Erdoberfläche einwirken. Das sind Wind (äolische Kraft), fließendes Wasser (fluviale Kraft), Eis und Gletscher (glaziale Kraft) und Meere (marine Kraft). Diese Gesteine entstammen den Kalkgehäusen von Einzellern, Korallen, Muscheln und Schnecken und sind die Ablagerungen des Jurameeres. Die Löslichkeit des porösen Kalkes durch kohlensäurehaltiges Wasser und die daraus entstehenden Höhlen, Schlucklöcher (schachtartige Löcher, in denen ein Bach oder Fluss verschwindet und unterirdisch weiterfließt) prägen das Landschaftsbild mit vielen Trockentälern.

    Die Entstehung – Spiegel der Lebenssituation
    Wie die Steine wachsen, so wirken sie! Gesteine durchlaufen einen Kreislauf mit Anfang, Entwicklung und Ende, der sich jedoch in Zeitdimensionen von Jahrmillionen vollzieht. Gesteine und Mineralien spiegeln in ihrer Wirkung die Bedingungen ihrer Entstehung wider. Hier finden sich Analogien zwischen der Entwicklung eines Gesteins und ähnlichen Prozessen in unserem Leben. Als grundlegende Bildungsprinzipien bei der Entstehung von Steinen gibt es drei wesentliche Prozesse:

    1. Steine und Gesteine können aus dem Magma, der flüssigen Gesteinsschmelze des Erdinneren, entstehen. Magmatisch gebildete Steine fördern uns in Startphasen des Lebens. Sie helfen, Ideen zu verwirklichen und Anfangsschwierigkeiten zu überwinden.
    2. Steine und Gesteine können durch die fortwährende Veränderung durch Verwitterung und Ablagerung entstehen. Diese durch Umwelteinflüsse (Sedimente) gebildeten Steine helfen, begonnene Projekte weiterzuentwickeln und unterstützen in Auseinandersetzungen mit der Umwelt zu bestehen und daraus zu lernen.
    3. Steine und Gesteine können durch Metamorphose, das heißt durch eine Gestaltwandlung unter Druck und Hitze, entstehen. Metamorphe Steine ermöglichen Begonnenes zu beenden, offene Zyklen zu schließen und sie sind gute Begleiter in Krisenzeiten oder Zeiten der Transformation.

    Das richtige Bildungsprinzip zu beachten, bedeutet daher für die analytische Steinheilkunde auf die aktuelle Lebenssituation einzugehen und jenen Stein zu wählen, der zum gegenwärtigen Zeitpunkt optimal passt. Auf diese Weise lassen sich auch die geistigen Hintergründe von Krankheiten, Schwierigkeiten und Problemen besser erfassen und in eine Behandlung einbeziehen.

    Die analytische Steinheilkunde
    Die Heilwirkungen von Steinen folgen klaren Gesetzmäßigkeiten. Maßgebliche Faktoren sind die Entstehungsweise, die chemische Zusammensetzung, die Farbe, die Signaturenlehre und die Kristallstruktur, die seine Wirkung bestimmen. In der steinheilkundlichen Forschung hat sich gezeigt, dass jeder dieser Faktoren eine andere Ebene im Zusammenspiel von Körper, Seele, Verstand und Geist anspricht, sodass der wirksamste Heilstein immer jener ist, bei dem alle vier Faktoren zum betreffenden Menschen in seiner gegenwärtigen Lebenssituation sowie zu den vorliegenden Beschwerden passen.

    Die Mineralklassen – Basis der Heilwirkungen
    Die mineralogische Verwandtschaft eines Heilsteines bestimmt die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Mineralklasse. Mineralien bestehen meistens aus einem metallischen und einem nichtmetallischen Anteil. Der nichtmetallische Anteil definiert die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Mineralklasse und somit zu einer Mineralfamilie. Diese haben jeweils gemeinsame Eigenschaften und Wirkungen. Es ist also der nichtmetallische Anteil, der das Verwandtschaftsverhältnis und zugleich die heilkundlichen Ähnlichkeiten definiert.

    Die Mineralstoffe – Differenzierung der Heilwirkungen
    Die metallischen Anteile der Mineralien begründen die individuellen Unterschiede in den Eigenschaften und Wirkungen der verschiedenen Heilsteine einer Mineralfamilie. Viele beobachtete Wirkungen beruhen darauf, dass Mineralstoffe auch im Körper als Baustoffe, Regulatoren von Körperfunktionen, Elektrolyte und Säurebinder, Bestandteile von Enzymen und Vitaminen sowie als Schutz vor freien Radikalen viele lebenswichtige Funktionen innehaben. Der Körper kann sie nicht selbst herstellen, sondern muss sie als essentielle Elemente von außen aufnehmen. Mineralstoffe haben in unserem Organismus wichtige Funktionen, wie zum Beispiel Eisen für das Blut, Calcium für die Knochen oder Magnesium für die Muskeln. Edelsteine mit diesen spezifischen Mineralstoffen fördern die Aufnahme und den Stoffwechsel jener Stoffe und somit auch die damit verknüpften Vorgänge im Körper. Mineralstoffe, die jedoch giftig für unseren Organismus sind, wie Chrom (Entzündungen), Nickel (Allergien) oder Vanadium (degenerative Prozesse), regen dagegen die Entgiftung und Ausscheidung schädlicher Stoffe an und lindern so genau jene Symptome, die sie bei einer Vergiftung hervorrufen würden. Hier gilt also das bekannte Prinzip »Ähnliches heilt Ähnliches«. Heilsteine, die solche Stoffe beinhalten, fördern deren Aufnahme und Umsatz im Organismus. Sie aktivieren bestimmte Stoffwechselvorgänge und helfen so bei bestimmten Krankheiten und Beschwerden. Daraus entstehen ganzheitliche Wirkungen, die Körper, Seele, Verstand und Geist gleichermaßen berühren, jeder Stoff ist also nicht nur stoffwechselregulierend, sondern auch in die Seele einwirkend.

    Die Farbe
    Die enthaltenen Mineralstoffe sind auch die Farbgeber in einem Edelstein. Der Mineralstoff Kupfer verleiht zum Beispiel den Steinen Chrysokoll, Malachit, Azurit, Türkis, Dioptas, Covellin und Chrysopal seine blau-grüne Färbung. Der Mineralstoff Mangan verleiht den Steinen Rhodonit, rosa Turmalin, Rhosochrosit, rosa Chalcedon und Pinkopal seine rosa-rote Färbung. Warme Farben wie Rot, Orange und Gelb wirken anregend, belebend, Blutdruck steigernd und Fieber treibend; kalte Farben wie Grün, Blau und Violett dagegen sind beruhigend, entspannend, Blutdruck und Fieber senkend. Man kann die Stimulation bestimmter Organe und Systeme durch Mineralien bestimmter Farben beobachten: Rot stimuliert Blut und Herz, orange den Kreislauf, gelb die Verdauung, grün Leber und Galle, blau den Wasserhaushalt und violett Lunge, Dickdarm, Haut und Nerven.

    Die Signatur
    In der traditionellen und anthroposophischen Medizin ist die Signaturenlehre ein wichtiges Kriterium zum Verständnis der Heilwirkungen von Edelsteinen. Die Signatur ist das Wesentliche oder Kennzeichnende jeglicher Erscheinungsform (lat. signum, Zeichen). Für den berühmten Arzt und Naturforscher Paracelsus von Hohenheim (1493 – 1541) bestand kein Zweifel, das sich »in der Wesensgestalt eines Gegenstandes dessen innere, verborgene Kräfte zeigen« und der Philosoph Jakob Böhme (1575 – 1624) sah in der Signaturenlehre» das Mittel zur Wesenserkennung der Dinge«. Form und Gestalt sind demzufolge nichts Zufälliges, sondern Ausdruck eines bestimmten Prinzips, einer Kraft oder eines Wesens. Ähnlichkeiten verweisen daher immer auf Zusammenhänge und Wechselwirkungen. Auf diesem Simile-Prinzip gründet schließlich auch Samuel Hahnemanns (1755 – 1843) Homöopathie: »Ähnliches heilt Ähnliches«.

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  • Antivirale, antiseptische, mental- und atemwegsstärkende Mittel in der Phytotherapie

    Antivirale, antiseptische, mental- und atemwegsstärkende Mittel in der Phytotherapie

    In der Gemmotherapie wird das Kostbarste und Lebendigste jeder Pflanze verwendet, um es den Menschen zur Verfügung stellen zu können: Die Knospen und andere Pflanzengewebe, die sich in hoher Zellteilungsaktivität befinden. Das lateinische Wort „gemma“ bedeutet „Knospe“ aber auch „Edelstein“, „Juwel“. In Knospen ist demnach das Edelste der Pflanze enthalten – ihr Lebensplan.

    Es geht in der Gemmotherapie um das pflanzliche Embryonalgewebe, das vor allem in Knospen, Sprossen, Keimlingen und innerer Rinde zu finden ist. Das Potential dieses Gewebes, wofür die Knospe im konkreten wie auch im übertragenen Sinne steht, manifestiert sich in der ausgezeichneten Heil- und Regenerationskraft der entsprechenden flüssigen Auszüge der sogenannten Gemmomazerate.

    Im Folgenden finden Sie einen Auszug an antiviral und antiseptisch wirkenden Gemmomazeraten, die auch mental- und atemwegsstärkend wirken.

    Bergkiefer: Gutes Adaptogen, fördert die Anpassung und Beweglichkeit. Bei wiederkehrender Verschleimung der Bronchien mit großer Erschöpfung. Kalte Füße, kalte Nieren. Gutes Altersmittel.

    Brombeere: Wird bei Knochenbrüchen, Osteoporose, Verletzungen und Operationen am Bewegungsapparat eingesetzt. Verbessert die Sauerstoffaufnahme und die Sauerstoffsättigung, bei chronischer Bronchitis, adaptogen, beschleunigt den Heilungsprozess, liefert Energie.

    Hasel: Drainagemittel für die Lunge, überwiegend bei chronischen Lungenerkrankungen eingesetzt. Beruhigt das aus dem Gleichgewicht geratene Nervensystem. Bei Lungenstau, Asthma, Bronchitis, Lungenarteriosklerose, drainiert die Lunge.

    Hainbuche: Blutstillend im Bereich der Schleimhäute. Entzündungshemmend und krampflösend besonders im oberen Respirationstrakt. Bei Nasennebenhöhlenentzündung, Nasenbluten, chronischer Bronchitis, Schnupfen mit Nasensprayabhängigkeit, Reizhusten.

    Holunder: Regt das Immun- und Stoffwechselsystem an, wirkt entgiftend und klärend. Bei Schleimhautentzündungen, Bronchitis, Husten, Verschleimung der Atemwege, Asthma, Immunschwäche, grippalen Infekten.

    Hundsrose: Reguliert und stärkt das Immunsystem, besondere antivirale Wirkung. Das Mittel für Kinder, die immer krank sind. Schmerz- und krampflindernd, erhöht die körpereigene Cortisolproduktion. Bronchitis, Mittelohr-, Mandel-, Rachenentzündung. Geeignet bei viralen und allergischen Erkrankungen und Erschöpfungszuständen nach Infektionen.

    Johannisbeere: Pflanzliches Cortison, entzündungshemmend besonders für Schleimhäute, Gelenke und Geschlechtsdrüsen, reguliert das Immunsystem und hilft dem Organismus sich an Stresssituationen anzupassen.

    Sanddorn: Stärkt die Abwehrkraft und die Anpassungsfähigkeit des Organismus. Erhöht die Stresstoleranz, antioxidativ, entzündungshemmend, immunstärkend, prophylaktisch bei grippalen und fieberhaften Infekten. Bei Entzündungen der oberen Atemwege und chronischen Entzündungen. Unterstützt die Rekonvaleszenz.

    Wolliger Schneeball: Wirkt auf den Atemtrakt und auf das neurovegetative System. Krampflösend und antiallergischer Effekt auf die Bronchien. Stärkt die Lungenfunktion allgemein, Asthma, Heuschnupfen, Atemnot mit psychischem Hintergrund, krampfartiger Husten.

    Weißtanne: Regt Lymph- und Immunsystem und die Schleimhäute der Atemwege an. Wirkt dadurch schleimlösend. Gutes Kindermittel im Wachstum, regt die Knochenbildung an. Bei Katarrhen der Atmungsorgane, Asthma, Angina, Heuschnupfen.

    Teile entnommen aus dem Buch Gemmotherapie, Knospen in der Naturheilkunde, Autoren und ©: Chrischta Glanz, Louis Hutter. Wie auch aus www.phytodat.nettewelt.at

  • Die Fauna in der Traditionellen Therapie

    Die Fauna in der Traditionellen Therapie

    Die Pflanzenheilkunde nimmt in allen traditionellen Heilsystemen einen großen Bereich ein, denn viele Pflanzen sind leicht zu beschaffen und werden volksheilkundlich oder als Gewürz verwendet. Traditionelle Arzneimittel wie etwa spagyrisch bereitete werden überwiegend aus Pflanzen, Mineralien und Metallen gewonnen. Dennoch bietet die Natur auch „Animalisches“- wie es in der älteren Literatur heißt. So werden einige Zubereitungen aus Tieren und deren Sekreten, aus Krankheitserregern oder Toxinen hergestellt. Zumeist erfolgt die Anwendung dieser Drogen in verdünnter, potenzierter Form.

    Früher teilte man die Natur in zwei große Reiche, in Fauna und Flora; die Pilze, wurden zu den Pflanzen gerechnet. Heute gelten sie als eigenständige und wichtige Domäne. Viele Pharmaka stammen aus Pflanzen, die heute in der integrativen Medizin verwendet werden. Von A wie Abrotanum (Eberraute), über M wie Malus (Apfelbaum), der in Form der Knospen genutzt wird, bis hin zu Z wie Zingiber (Ingwer), der sowohl als Tinktur oder Kapseln, als auch in homöopathischer Form rezeptiert wird. Eine grobe Einteilung der tierischen Arzneien kann nach deren Ursprüngen erfolgen. Bedeutend ist die zu den Insekten zählende Biene, die in der Apitherapie genutzt wird. Homöopathiker und Humoralmediziner greifen etwa auf Mollusken wie der Sepia (Tintenfisch) zurück und auf Reptilien wie Lachesis (Buschmeister-Schlange). Von Belang sind weiters Ausgangsstoffe von Säugetieren wie etwa Ambra (Pottwal) oder Castoreum (Biber). Spagyriker verarbeiten Taubenkot, Hirschhörner, Perlen und Eierschalen. Volksheilkundliche haben früher Kuhfladen verwendet; heute sind Bakterienpräparate als Biotika gerne verordnet, ebenso wie Krankheitserreger- diese allerdings in verdünnter Form.

    Viele dieser Stoffe werden heute im Sinne der Homöopathie potenziert und bei Bedarf mit anderen Zubereitungen, seien es Tinkturen, Essenzen, Quintessenzen oder Mazerate, gemischt verordnet. Ursprünglich wurden homöopathische Remedia aus spagyrisch bereiteten Urtinkturen hergestellt. Diese besondere Aufbereitung durch Trennung in die drei philosophischen Prinzipien ist heute leider in Vergessenheit geraten.

    Ein wichtiges Therapeutikum aus dem Tierreich ist Apis, das heute durch die Zunahme von Allergien ansteigende Bedeutung hat. Das Homöopathikum wird aus der ganzen, lebenden Honigbiene (Apis mellifica) gewonnen und daraus eine Tinktur bereitet. Durch Potenzieren werden aus einer Biene mehrere tausend Liter einer Potenz in D6 gefertigt. Die Leitsymptome entsprechen jenen eines Bienenstiches: Brennen und Stechen, feurige Schmerzen, begleitet von einer Schwellung. Kalte Anwendungen bessern die Symptomatik. Derartige Zeichen sind typisch für Allergien, bei Neurodermitispatienten und Personen mit Beschwerden der Nerven, der seriösen Häute oder der Schleimhäute sowie der Lymphorgane, insbesondere des Kopfes. Apis stellt bei solchen Leiden Bewährtes für die lymphatisch-hyperplastische oder katarrhalisch-rheumatische Konstitution dar und wirkt bei der allergischen Diathese. Bei entsprechenden klinischem Eindruck kann Apis jedoch wesentlich breiter verordnet werden, gut in Kombinationen mit Thuja.

    Beispielrezeptur nach F. Garvelmann bei hydrogenoider Konstitution mit hyperplastischer exsudativer Rhinitis, ausgelöst durch nasskaltes Wetter, gut ergänzt durch Eigennosoden wie Blut oder Urin.

    Rp.
    Angelika Ø
    Scrophularia Ø
    Na chloratum D6
    Apis D6
    Thuja D4 aa ad 20
    M. f. Dil. d.h. mischen um eine Verdünnung oder Potenz herzustellen.
    Dosierung dem Alter entsprechend.

    Sehr gut in unsere Zeit passt Ambra. Von Pottwalen (Physeter macrocephalus) gebildet, wird sie seit Jahrhunderten verwendet. Ihr außergewöhnlicher Geruch und Eigenschaften waren eine Besonderheit. Dadurch war Ambergris ein Schatz des Meeres und schwimmendes Gold. Das Sekret besteht aus den unverdauten Stücken von Kopffüßern wie Tintenfischen. Die meisten Reste werden erbrochen, ein Teil wandert jedoch in die Eingeweide des Wals und verbindet sich dort zu einer festen Masse. Gegenstand der Forschung ist, wie Ambra von dort an die Meeresoberfläche gelangt. Zunächst hat Ambra einen unangenehmen Geruch nach Fäkalien, jedoch durch Sonne und das Schweben im Meer bildet sich der wertvolle Stoff, der früher in Parfums sowie heute als Homöopathikum verwendet wird. Angewendet zeigt Ambra die Signatur des Pottwals, der in einem Rhythmus lebt, wiederkehrend auf- und abtaucht. Er schwimmt und schwebt umgeben vom Meerwasser, wie der Mensch als ungeborenes Wesen. Das Sekret bildet sich mit seltener Langsamkeit in unserer Zeit voller Überfluss und Dynamik. Sorgen über die weitere wirtschaftliche Entwicklung, die damit verbundenen Ängste, die innere Unruhe sind Symptome unserer Zeit. Hier kann Ambra helfen, zu jener Ruhe zu führen, die der Pottwal erlebt. Die stille und sanfte Entstehung des Sekretes mit der Verbundenheit des Wassers soll Leichtigkeit wiederbringen. Ambra ist eine Arznei für Menschen, die aufgrund geschäftlicher Belastungen Schwierigkeiten beim Schlafen haben; ein Nervenmittel für gehetzte Menschen, die überfordert werden. Meist verbessern sich Gesundheitsprobleme durch Bewegung an der frischen Luft; sie verschlechtern sich durch äußere Reize beispielsweise nach dem Essen, beim Einkaufen oder durch Musik. Überreizung geht häufig mit einem übertriebenen Ausbruch an Gefühlen einher. In Mischungen wird Ambra zur Behandlung der endokrin-vegetativen und neurogenen Konstitution angewendet. Ferner hochsensible Patienten und Personen mit Anzeichen hoher Erschöpfung sollten an Ambra denken. Als weiteres Anwendungsgebiet bieten sich Verstopfung, Asthma und krampfartiger Husten oder Kopfschmerzen an – all dies als Folge von Zuviel und der damit fehlenden Fähigkeit loszulassen.

    Rezepturbeispiel bei Schlafstörungen infolge von Sorgen; bei Patienten, deren Element Wasser zuwenig genährt wurde.

    Rp.
    Aqua Lunae (Alcahest) 20 ml
    Ambra D4 2ml
    M. f. dil. Idealerweise wird vermengt und anschließend dynamisiert. Die Mischung entspricht dann in etwa Ambra D5.
    Dosierung abends 5 Tropfen.

    Coccus cacti, die ganzen, getrockneten, weiblichen Cochenille-Läuse (Dactylopius coccus) dienten früher der Schönheit. Nicht oder nur geringfügig zerkleinerte Teile, also die Toto-Droge, werden gequetscht, mit Alkohol ausgezogen und üblicherweise in D4 oder D6 eingesetzt. Gegen die Verwendung der Urtinktur spricht die tiefrote Farbe, die hartnäckige Flecken verursacht. Diese Arznei hat einen Organbezug zur Niere und zu damit verbundenen Erkrankungen. Benützt wird sie sowohl im Akutfall als auch bei nephrogener Konstitution und azider Diathese. Neben entzündlichen Erkrankungen des Nieren-Blasen-Bereichs wie Nephritis, Blasenentzündungen und Nierensteinleiden wird Coccus cacti bei krampfartigen Beschwerden der Atemwege, verbunden mit zähem Schleim oder bei Leiden des Verdauungstraktes verordnet. Alle Symptome wie Magenbeschwerden, Übelkeit oder Husten stehen mit galertigem Schleim in Verbindung. Würgt und erbricht der Patient hervorgerufen durch Hustenanfall, Berührung der Schleimhäute oder Übelkeit, unterstützt Coccus cacti die Ausscheidung von Schärfen über die Nieren und fördert auf diese Weise das Abklingen der Symptome. Manche Patienten beschreiben keine derartigen Beschwerden, klagen jedoch über Schmerzen in den Waden oder den Oberschenkeln entlang des Blasenmeridians (mittig); dann ist neben Virgaurea an die Cochenille-Läuse zu denken. Rezepturbeispiel bei häufig wiederkehrenden Blasenentzündungen infolge eines Traumas, therapieresistent gegenüber Antibiotika.

    Rp.
    Abrotanum spag. Tinktur 20 ml
    Geranium spag. Tinktur 20 ml
    Coccus cacti D3 5 ml
    Staphisagria D6 5 ml
    M. f. dil.- Idealerweise wird gemischt und anschließend dynamisiert. Die Mischung entspricht dann Coccus cacti D4 und Staphisagria D7.
    Dosierung 3 x tgl 10-15 Tropfen.

    Formica rufa, die rote Waldameise zählt zu den sogenannten Umstimmungsmitteln. Das heißt, dass absurde pathologische Reaktionsmuster so geändert werden, dass der Körper weniger sensibel reagiert. Für die Urtinktur werden die lebenden Ameisen mit Alkohol mazeriert. Nach einer Rezeptur für Tinctura Formicarum aus einem alten Arzneibuch werden 2 Teile frische, zerquetschte rote Ameisen mit 3 Teilen Alkohol übergossen und innerlich wie äußerlich bei Lähmungen und Nervenleiden angewendet. Bäder, die durch Zugabe einer Abkochung von roten Ameisen bereitet wurden, fanden früher Verwendung bei rheumatischen und gichtischen Einschränkungen. Der Wirkschwerpunkt dieser homöopathischen Arznei liegt zwar im Bewegungsapparat, passt jedoch ebenso bei chronischen Katarrhen, Anzeichen einer Allergie und Hautkrankheiten, deren Beschwerdebilder unsinnige Reaktionen des Körpers auf Reize darstellen. Die Leitsymptome entsprechen einer Verätzung durch Ameisensäure: Bildung eines Ausschlags, Brennen, Jucken, Schmerzen. Manche empfinden dies als Kribbeln, das durch hunderte über den Körper laufende Ameisen verursacht zu sein scheint. Betrachtet man die Signatur der Waldameise, so ist leicht zu erkennen, dass sie ein erdiges Wesen ist, emsig und arbeitsam. Sie baut faszinierende Bauwerke, durchlüftet und stabil, geschützt durch Ameisensäure. Sie vermag andere Tiere zu ihrem Zweck zu nutzen; sie züchtet Läuse, um deren süßen Saft zu melken und meidet die Sonne. Die Waldameise ist von Bedeutung für Menschen, die stetig arbeiten, das Wetter draußen verpassen und die akute Erkrankung dennoch ignorieren. Sie können bereits völlig abgearbeitet sein, funktionieren aber weiter, übereinstimmend mit dem Ameisenvolk. Schließlich reagiert der Körper mit unnützen pathologischen Reaktionsmustern: Rheumatische oder gichtige Anzeichen, steife Gelenke, Knoten oder chronische Entzündungen (häufig der Atemwege) mit Schwellungen, Polypen sowie Zysten. Auch bei Restless-legs kann die Potenz der Ameise helfen. Formica rufa unterstützt die katarrhalisch-rheumatische Konstitution sowie bei allergischer und azider Diathese. Passt die entsprechende Symptomatik, kann diese Verdünnung ferner bei Skrofulose rezeptiert werden. Die Waldameise ist ein Mittel, das gerne in Mischung mit Eigenblut in die entsprechende Reflex- oder Head’sche Zone ferner gemäß der Segmenttherapie gespritzt wird.

    Beispielrezeptur nach F. Garvelmann- aus „Konstitutionsmedizin“: Allergische Diathese infolge von Nahrungsmittelunverträglichkeiten.

    Rp.
    Formica rufa D6
    Okoubaka D3
    Scrophularia Ø aa 20
    Abrotanum Ø 50
    M. f. dil.
    Dosierung dem Alter entsprechend.

    Zu den Polychresten der Homöopathie – Arzneimittel, die viele unterschiedliche Anwendungsgebiete abdecken – zählt Sepia, die Tinte der Tintenfische (Sepia officinalis). Das Ausgangsmaterial besteht im Grunde aus einer Mischung verschiedener Substanzen, die ebenfalls homöopathisch genutzt werden, wie Calcium carbonicum, Magnesium carbonicum, Natrium sulfuricum, Natrium chloratum, ergänzt durch einen schwarzen Farbstoff. Das Remedium zeigt in der Prüfung ein eigenes Wirkprofil. Sepia ist ein typisches Frauenmittel, kann natürlich bei entsprechenden Beschwerden Männern und Kindern verabreicht werden. Die Sepiafrau wird als schlank und hager beschrieben, mit einem Körperbau, der nicht unbedingt zum Gebären bestimmt ist. Auf der psychischen Ebene werden solche Frauen als gefühlskalt und emotional verschlossen beschrieben; sie sind dabei perfektionistisch, verantwortungsbewusst und zeigen ein hohes Maß an Gerechtigkeitssinn. Das humorale Bild ist durch Kälte und fehlende Feuchtigkeit gekennzeichnet, die Energiereserven sind begrenzt. Das klinische Bild ist entsprechend vielfältig. Die Beschwerden können im Herz-Kreislaufsystem auftreten wie zum Beispiel in Form plethorischer Stö-rungen mit prall gefüllten Venen und Hämorrhoiden, die beim Stuhlgang regelrecht platzen. Im HNO-Bereich zeigen sich chronische Entzündungen mit stockendem Sekret. Das Krankheitsbild im Verdauungstrakt und in den Ausscheidungsorganen manifestiert sich in harten Stühlen, fehlendem Stuhldrang bei gleichzeitigem Eindruck, dass die Organe nach unten drängen. Ergänzt wird dies durch Blähungen, Unverträglichkeiten und Geruchsempfindlichkeit. Der Schwerpunkt von Sepia als Arznei für Frauen ist im Becken und in den Fortpflanzungsorganen zu finden: Alle Formen von Stauungen sind möglich: Späte, starke oder fehlende Menses, Myome, Blutstauungen, Fehlgeburtsneigung, Infektionen; das Geschehen wechselt durchaus mit der Blum. Im Lendenwirbelbereich herrscht eine Kälte, die abwärts zieht, die Hände und Füße sind kalt. Alle Krankheitszeichen sind geprägt durch Stagnation und dem damit verbundenen Druck und mit dem Gefühl der inneren Schwere, von einem Klumpen oder dem Drang nach außen. Sepia ist ein Mittel für eine Vielzahl von Erkrankungen gut kombiniert mit wärmenden und lymphbewegenden Therapeutika. Ist der Kinderwunsch jahrelang unerfüllt, gilt Sepia hochverdünnt in C1000 als Potenz der Wahl. Als Leitsymptom für diese gilt Frustration und Wut ebenso, wie mögliche Generationen übergreifende und Familien charakterisierende gesundheitliche sowie emotionale Probleme.

    Wichtig ist zu bedenken, dass die Beschreibung der coolen, distanzierten Persönlichkeit gleichfalls für Menschen gültig ist, deren Würde und Grenzen verletzt wurden; ein sexueller Bezug muss dabei nicht vorliegen. Die Kränkung und Missachtung der persönlichen Integrität, häufig durch Vertrauenspersonen, ist ein Zeichen für die Verabreichung von Sepia. Entsprechend ihrer Signatur gilt: Wird die Situation unerträglich, verschwindet der Tintenfisch in einer schwarzen Wolke. Rezepturbeispiel für fehlende Menses, ein Jahr nach Saugglockengeburt mit Bauchpresse.

    Rp.
    Fliedermazerat 25 ml
    Tannenmazerat 25 ml
    Sepia D4 5 ml
    M. f. dil.- Idealerweise wird gemischt und anschließend dynamisiert. Die Mischung entspricht dann ca. Sepia D5.

    Der Blogbeitrag wird fortgesetzt!

  • Die Wirbelsäule aus der Sicht der TEM

    Die Wirbelsäule aus der Sicht der TEM

    „Es ist ein Kreuz mit dem Kreuz“ ist ein oftmals gebrauchter Ausspruch, wenn wieder einmal Rückenschmerzen die Eine oder den Anderen plagen und damit ist bereits Vieles gesagt, wenn auch nicht anatomisch korrekt, denn als Kreuzbein, als os sacrum, „Heiliger Knochen“ wird nur das untere Ende der Wirbelsäule bezeichnet. Doch dazu später.

    Wenn wir diesen Teil des Bewegungs- und Stützapparates aus der Sicht der Signaturenlehre betrachten, so können uns unmittelbar mehrere Aspekte ins Auge fallen.

    Die Säule und der Wirbel
    Zuerst einmal macht die Wirbelsäule ihrem Namen alle Ehre. Sie ist zum einen die zentrale Säule unseres Körpers, trägt das Haupt und an ihr sind alle Teile des Rumpfes, alle inneren Organe und Gewebe befestigt und werden so an ihrem angestammten Platz gehalten. Dies ist die erste Signatur, das tragende, räumlich stabilisierende und Ordnung gewährleistende Element. In diesem bringt sich die saturnische Kraft des trockenen, harten Erdengottes zum Ausdruck, die sowohl Belastbarkeit als auch Sicherheit gewährende Dauerhaftigkeit bedeutet.

    Zum anderen ist die Wirbelsäule aus achtzehn knöchernen Elementen errichtet, den Wirbeln mit dem Kreuzbein, die jeweils über zwei Gelenksflächen mit den darüber und darunter liegenden beweglich verbunden sind. Dazwischen liegen siebzehn Knorpelstrukturen, die Bandscheiben so angeordnet, dass sie gleich einer Kette eine in alle drei Dimensionen bewegliche Struktur bilden, mit deren Hilfe wir eine hochgradige Beweglichkeit erhalten. Dies ist die „Wirbelsignatur“, ein Aspekt des merkurialen Luftgottes, mit dessen Qualitäten wir alle möglichen Körperhaltungen, aufrechte, gebeugte, krumme, verdrehte, … einnehmen können, um damit innere Haltungen körpersprachlich zu kommunizieren und einen hohen Freiheitsgrad an Bewegungsspielräumen unser Eigen nennen können.

    Diese beiden Gegensätze, Stabilität und Bewegungsfreiheit, zeigen augenfällig eine Thematik, der wir bei dieser Körperstruktur noch mehrfach begegnen, einen hohen Spannungsbogen einander widerstreitender Kräfte, verbunden mit der Aufgabe, dieselben in einem maßvollen Gleichgewicht zu halten. Übertreiben wir das Eine, geht es zu Lasten des Anderen und umgekehrt, verbunden mit den nur allzu vertrauten Symptomen.

    Eine übermäßige Betonung der Beweglichkeit, zu schnell und/oder zu weit führt zu dem, was der Volksmund als „Verreißen“ bezeichnet oder auch als „Hexenschuss“, gekennzeichnet von einschießendem, gut lokalisierbarem Schmerz, welcher einerseits muskuläre Überforderung anzeigt, andererseits zu einer Neigung oder Verschiebung eines oder mehrerer Wirbel führen kann und damit zu einer Verengung der Zwischenwirbellöcher durch welche Nervenbündel vom Rückenmark in die Peripherie und von dieser in den Wirbelkanal führen. Dies kann sich dann durch ein „Ausstrahlen“ des Schmerzes in die jeweiligen Versorgungsgebiete bemerkbar machen, sensorischen und/oder motorischen Fehlfunktionen, von denen die wohl bekannteste die Ischialgie ist.

    Eine Überlastung der stabilen Signatur im Sinne einer Überbetonung des „Säulenaspekts“ zeigt sich in erwähnten saturnischen Zeichen, Verhärtungen bis hin zu Verknöcherungen und damit Bewegungseinschränkungen wie sie physiologisch in höherem Alter auftreten, wenn der Körper durch Austrocknung an Elastizität verliert, was sich an dieser Stelle am deutlichsten an den Bandscheiben zeigt.

    Die Bandscheiben
    Zwischen den Wirbelkörpern liegen Knorpelplatten, welche all die Bewegungen, zu denen die Wirbelsäule fähig ist, durch ihre Elastizität erst möglich machen. Sie bestehen aus Kollagenen, sehr zugfeste Bindegewebsfasern, deren Zwischenräume mit einer Zucker-Eiweißverbindung ausgefüllt sind. Diese hat die Fähigkeit, sehr gut Flüssigkeit zu binden und die notwendige Anpassungsfähigkeit an die durch die Bewegungen auftretenden Scherkräfte zu gewährleisten. Während des Tages wird ein Teil dieser Flüssigkeit durch die Druckbelastungen ausgepresst. Das ist der Grund, weshalb wir gegen Abend etwa ein bis zwei Zentimeter an Körpergröße verlieren, die wir nach einer guten Nachtruhe morgens wieder dazugewinnen. Die Ursache dafür ist, dass unser Muskeltonus des Nachts so niedrig wird, dass die Bandscheiben wieder mehr Raum bekommen und sie gleichsam „einatmen“ und dabei die verlorene Flüssigkeit und mit ihr Nährstoffe und Sauerstoff für die Funktion der Bindegewebszellen aus dem interstitiellen Raum ersetzen.

    Wir können sehr einfach erkennen, dass hier die Signaturen des Wasserelements nicht nur in Bezug auf den Flüssigkeitsaustausch eine große Rolle spielen, sondern auch hinsichtlich der Entspannungs- und Regenerationsfähigkeit eines erholsamen Schlafes, der weder durch emotionale Spannungen wie Sorgen und Ängste, noch durch Gedankenkreisen, Einschlaf-, Durchschlafstörungen, noch durch körperliche Spannungszustände, ausgelöst von schlechten Matratzen, Störfeldern, Elektrosmog u.a. gestört wird.

    Dies ist ein weiterer Spannungsbogen, dessen Maß unsere Aufmerksamkeit braucht, wollen wir nicht durch schmerzhafte Symptome erst auf ihn hingewiesen werden: Aktivität, Druck und Spannung auf der einen, Regeneration, Hingabe, Öffnung und Entspannung auf der anderen Seite.

    Das Nervensystem
    Wie schon erwähnt verläuft innerhalb eines Kanals in der Wirbelsäule das Rückenmark, aus welchem Nervenbündel zwischen den einzelnen Wirbeln ein- und austreten und segmental alle Gewebe und inneren Organe innervieren. Dabei gibt es drei Arten von Nerven:

    • Die motorischen, welche alle willkürlichen Muskeln unseres Bewegungsapparates unserem Willen unterwerfen, damit wir uns geordnet bewegen können.
    • Die sensorischen, mit deren Hilfe wir alle Körperempfindungen zu den jeweiligen Hirnarealen führen und dort verarbeiten können und
    • Zwischen Brustwirbel 1 und Lendenwirbel 2/3 vegetative, sympathische Nervenfasern des unwillkürlichen Nervensystems, die Teil der Regulation von Herz-/Kreislauf-, Verdauungssystem, Urogenitaltrakt, Stoffwechsel, uvm. sind. Und genau diese Nerven verbinden die einzelnen Wirbel eben mit den inneren Organen und geben uns damit die Möglichkeit, elementare Themen an einzelnen Wirbeln fest zu machen.

    Die Wirbelsäule und die 5 Elemente
    Wer mit den 5 elementaren Qualitäten und deren Zyklen vertraut ist, weiß, dass diese ein Beschreibungsmodell der Natur sind, mit dessen Hilfe auch der Mensch in den vielfältigen Dimensionen seiner Lebensrealität betrachtet werden kann. Innerhalb dieses auch für eine ganzheitlichen Diagnose überaus nützlichen Systems, können alle Probleme im Bereich der Wirbelsäule differenziert abgebildet werden. Dabei spielt sowohl die Gesamtstruktur, die Einheit zwischen Knochen, Knorpeln, Gelenken, Muskeln, Bändern und Nerven eine Rolle, als auch die einzelnen Segmente, die einem verstehenden Blick dysfunktionale Lebensspannungen hinter der jeweiligen körperlichen Symptomatik wahrzunehmen und zu verstehen möglich machen.

    Ich möchte dies an einem Beispiel veranschaulichen:

    Lendenwirbel 3 und 4

    Die Lendenwirbelsäule „entsprießt“ gleichsam aus dem Wurzelstock des Kreuzbeins wie ein nach oben strebender Halm oder Stamm, und wie dieser wird sie aus ihren „Wurzeln“ genährt. Im Ayurveda, den uralten Schriften über indische Heilkunde schlafen an der Basis der Wirbelsäule zwei Schlangen, eine bildhafte Darstellung fundamentaler Energie, die im Hochsteigen entlang der Wirbelsäule transformiert und verfeinert wird und die jeweiligen höheren Funktionen nährt. Auch die Traditionelle Europäische Medizin kennt eine Entsprechung dazu in der IOS Kraft, jener Kraft die aus der Umkehrung der aggressiven marsischen Qualität kommt, welche zuerst die Erde aufreißt, um den Samen in sie zu legen und dann dessen Keimen und Wachsen unterstützt, indem sie ihn wieder nach oben treibt und von unten her sich so als Abbild der innewohnenden Idee seines Daseins zu verkörpern hilft. Dies ist es, was die Menschen das Kreuzbein „heiligen Knochen“ heißen ließ. Denn es wurzelt in der Lebensenergie, in jenem Raum, in welchem nicht nur das Wunder der Zeugung und Geburt geschieht, sondern wir auch mit der Basis unserer Lebendigkeit hineinreichen, in das Mysterium desselben und verwurzelt sind im Ahnenstrom, aus dessen Genetik sich unser Körper entfaltet und dem Lebensstrom durch welchen die Idee des Ichs seinen Einzug in die Materie nimmt. Daraus erwächst das menschliche Dasein, entfaltet seinen Reichtum an Möglichkeiten und verbindet sich mit der Welt.

    In den unteren Segmenten der Wirbelsäule sind die Qualitäten dieser Kraft überwiegend körperbezogen, wohingegen sie weiter oben sich in die Fühlnatur (Brustwirbelsäule) und Denknatur (Halswirbelsäule) verfeinert. Dementsprechend geht es also im Bereich L3, L4 um die Haushaltung mit dieser Fundamentalkraft. Die Nervenverbindungen gehen von hier aus zur Harnblase und den Geschlechtsorganen, beide körperlicher Ausdruck wichtiger Aspekte des Wasserelements.

    Die Harnblase ist das Auffangbecken des von den Nieren produzierten Harns und macht auf sich aufmerksam, sobald ein gewisser Wasserdruck ihre Muskulatur entsprechend dehnt. Dann öffnet sich der erste Ringmuskel aus glatter Muskulatur unwillkürlich und beim Kleinkind beginnt es dann zu fließen, da dieses noch nicht ausreichend fähig ist, Druck auszuhalten, auf keiner Ebene seines Daseins. Im reifer, das heißt kompetenter werden, während dessen wir die passiven Ressourcen zu beherrschbaren Fähigkeiten wandeln und dabei resistenter, stabiler und gefestigter werden, beginnen wir Strukturen auszubilden, die Spannungen, Stress und Druck zu ertragen vermögen. Im Zuge dessen werden wir auch fähig, den zweiten Verschlussmechanismus der Harnblase, eine Schlinge aus willkürlicher Muskulatur eigenständig zu kontrollieren. Dieser macht es uns möglich Harn zurück- und den entsprechenden Druck auszuhalten. Dabei dehnt sich dann die Blasenmuskulatur plastisch aus und das Spannungsgeschehen lässt nach. Dies kann bis zu einer gewissen Grenze wiederholt werden.

    So betrachtet sehen wir darin die Fähigkeit des Menschen, auch unter Stress weiterhin ruhig und entspannt bleiben zu können, also nicht mehr nur unwillkürlich vom reinen Maß der Spannung gelenkt zu werden. Dies ist ein fundamentaler Aspekt basaler Energielenkung. Denn im Stressgeschehen wenden wir einen weitaus größeren Anteil an Energie auf als in einem gelassenen, entspannten Modus. Dabei gibt es allerdings eine absolute Grenze, bei deren Erreichen es entweder peinlich wird – es geht in die Hose – oder lebensbedrohlich – es kommt zu einem Harnrückstau zu den Nieren.

    So gesehen geht es also bei dysfunktionalen Spannungen innerhalb dieses Segments um die Thematik der Grenzen des eigenen Maßes. Wie viel an Energie kann ich verbrauchen, welchem Maß an Spannung, Druck, Stress bin ich, innerhalb der Größenordnungen des von mir beherrschbaren Raums, noch gewachsen, um weiterhin in Ruhe und selbstregulativ agieren zu können? Und wann lande ich im Bereich kompensatorischer Muster, die nur mehr mit dysfunktionalen Spannungen, Verschiebungen in der Säulenintegrität und entsprechenden Schmerzen zu bewältigen sind?

    Im Zuge dieses Themas möchte ich auch die Sinnhaftigkeit so genannter „Sauberkeitserziehung“ in Frage stellen. Hinter jeder Entwicklung körperlicher Fähigkeiten steht die Beherrschung entsprechender und vielschichtiger Potentiale, wie oben erwähnt, die Ergreifung ausreichender Stabilität und gereifter Integrität, die es dem kindlichen Menschen erst möglich machen, willentlich Druck stand zu halten. Wird das Kind nun über Zuckerbrot und Peitsche dazu konditioniert – eine treffendere Beschreibung wäre abgerichtet – eine somatische Fähigkeit zu erlernen, ohne die Reife zu besitzen sie mit den damit verbundenen Ressourcen, wie, um beim Beispiel zu bleiben, dem Bewusstsein der Grenzen des eigenen Maßes verbinden zu können, bleibt er bei der jeweiligen Thematik, oftmals auch bis ins hohe Alter „ein dressierter Affe“. Das bedeutet, dass der Mensch zwar tut, was seine Umwelt erwartet, so wie er es von Beginn an in der Verbindung mit seinen Eltern gelernt hat, jedoch ist die Verbindung zu sich selbst verkümmert.

    Das bedeutet, wenn wir zu L3, L4 zurückkehren, dass die betroffenen Menschen, bei denen Wirbelsäulenprobleme in diesen Segmenten chronisch oder rezidiv sind, mit der Herausforderung zu kämpfen haben, die ihnen verfügbare Energie in angemessener Weise umzusetzen, ohne sich aufgrund äußerer oder bereits internalisierter Erwartungshaltungen permanent oder immer wieder derart zu überfordern, dass dies nur mit entsprechenden „Verkrümmungen“ möglich ist.

    Wir brauchen nicht weit zu schauen, manches Mal nur bis zur eigenen Haustür um diesen Überforderungsstrategien zu begegnen. Die heilende Frage dazu könnte lauten:

    Was ist so wichtig oder auch Angst einflößend, dass ich bereit bin, die Signale meines Körpers, der mich zu Ruhe, Entspannung und Regeneration ruft, einfach zu ignorieren, bis mich der Schmerz dazu zwingt, mein tätig Sein zu unterbrechen und leidend mich zu kurieren oder, noch schlimmer, Analgetika zu nehmen, die es möglich machen das Maß an Ignoranz noch weiter zu erhöhen?

    Die Wirbelsäule und die Ebenen unseres Daseins
    Auf diese Weise kann man an der Wirbelsäule und all den mit ihr verbundenen Strukturen den Umgang des Menschen mit all seinen Lebensthemen erkennen, ob er dazu fähig ist, sich innerhalb seines individuellen Maßes, das sich je nach Kondition und Reife verändern und erweitern kann, zu bewegen, oder Kräften ausgesetzt ist, inneren und/oder äußeren, deren Wirken er nicht mehr eigenständig zu regulieren vermag.

    In diesem Sinne stellt die Wirbelsäule sowohl diagnostisch als auch therapeutisch ein Holon dar, ein holographisches Abbild des Menschen, körperlich, seelisch und geistig. Dementsprechend ist der Mensch auch für verschiedenste Methoden der Körperarbeit über die Wirbelsäule therapeutischen Impulsen zugänglich, greifen diese nun auf die knöchernen, muskulären, nervlichen oder ätherischen Strukturen zu. Immer geht es um ein individuelles, angemessenes und dynamisches Gleichgewicht zwischen Stabilität und Beweglichkeit, Grobem und Feinen, Körperlichem und Geistigem (oben und unten), Zukunft und Vergangenheit (die Doppel-S Form der Wirbelsäule, die zwischen vorne und hinten schwingt), Aktivität und Regeneration (die Mitte zwischen links und rechts), Geben und Nehmen, … auf allen Ebenen seiner Lebensrealität.

    Sie ist dementsprechend auch eine Ausdrucksform der komplexen Gleichgewichte zwischen den 5 elementaren Qualitäten, die wir aus so vielen traditionellen Medizinsystemen in etwas abgewandelter Form kennen: Die sich, naturgesetzmäßig in einem physiologischen Nähr- und Kontrollzyklus miteinander vernetzt, innerhalb eines dynamisch sich anpassenden Gleichgewichtsgeschehens hält, während der Mensch sie für die Dauer eines Lebenskreises zwischen seiner Zeugung, dem Eintritt in diese Welt, und seinem Tod, dem Austritt aus derselben durchwandert und die Idee, die er mit hereinbringt, entfaltet, erblühen und Früchte tragen lässt, um diese schließlich zu einem geistigen Schatz zu destillieren, mit dem er dann wieder die physische Daseinsebene verlässt.

    Therapeutische Ansätze
    Auf der körperlichen Ebene sind zuerst einmal manuelle Therapien sehr erfolgversprechend, die Verschiebungen in der knöchernen Struktur reponieren helfen, wie Chiropraxis, Osteopathie oder die Dorn Methode. Dabei wird das muskuläre System entlastet, welches ja die knöchernen Strukturen zu stabilisieren hat und dementsprechend in Verspannungszustände gezwungen wird, sobald die physiologische Form der Wirbelsäule nicht mehr gegeben ist. Darüber hinaus kann es bei chronischen Wirbelverschiebungen zu Mikroentzündungen kommen, die zusätzlich zu den ohnehin schon vorliegenden Verengungen der Zwischenwirbellöcher, also der Aus- und Eintrittsöffnungen für die peripheren Nerven, durch erhöhte Flüssigkeitsansammlungen im betroffenen Gebiet durch deren Raumforderung weiteren Druck auf die Nerven ausüben können. Eine Entlastung durch Schröpfanwendungen kann hier Abhilfe schaffen. Auch die Scherkräfte auf die Bandscheiben werden durch so geartete Behandlungen verringert.

    Die Entspannung der Muskulatur ist ein weiterer Ansatzpunkt. Zumeist sind dysfunktionale Spannungszustände derselben oftmals der Grund für oben genannte Verschiebungen und Ausdruck emotionaler Spannungszustände, die sich ins somatische verschieben und/oder dort in Erscheinung treten, nachdem ihnen dieser auf der psychischen Ebene verwehrt wird. Ein erhöhter Energieverbrauch durch muskulären Hypertonus und damit verbunden eine Übersäuerung des jeweiligen Gebietes, auch aufgrund von mangelhafter Durchblutung, tragen zur Erhaltung dieses Zustandes bei. Durchblutungsfördernde wärmende Salben, Gua-Sha-Fa, Baunscheidtieren oder ähnliche Reizanwendungen sind dabei ebenso hilfreich wie ein Ingwerwickel.

    Eine Harmonisierung des Blasenmeridians, welcher der Hauptversorger der autochthonen Rückenmuskulatur mit Ätherenergie (Chi) ist und von dem aus über die so genannten Back Shu Punkte, von denen analog zu den Nervensträngen des sympathikotonen vegetativen Nervensystems Meridiane zu den inneren Organen abzweigen und diese versorgen, ist ebenso zu empfehlen (Shiatsu, APM, Akupunktur).

    Die Einbeziehung der ventralen Muskulatur durch Baucharbeit wie Ampuko sollte als Gegenspielerin der Rückenmuskulatur nicht vergessen werden.

    Gerade bei einer chronischen Symptomatik kommt dem psychischen Aspekt große Bedeutung zu. Die Wirbelsäule als körperlicher Ausdruck tragfähiger und dynamisch sich anpassender Haltungen zu sich selbst, zur Welt und zum Leben, erzählt in pathologischen Zuständen von den nur mehr kompensatorisch zu bewältigenden Spannungszuständen der betroffenen Person, die oftmals in bereits sehr alte Verhaltens-, Fühl- und Denkmuster im Bezug zu Überlebensstrategien und deren Wurzeln gründen. Sie diesen zuzuwenden und in bewussten Transformationsprozessen zu heilen, hilft eine nachhaltige Stabilisierung eines eigenregulativen Zustandes zu finden.

    Weiterführende Literatur: 5 Elemente – Begleiter auf dem Weg zum Menschen erschienen im Freya Verlag.