Monat: November 2022

  • Das Geschenk der zwölf Monate

    Das Geschenk der zwölf Monate

    Märchen, Bräuche und Rezepte im Jahreskreis

    AutorInnen: Ursula, Heidemarie und Helmut Wittmann
    Illustratorin: Agnes Ofner
    Verlag, Erscheinung: TYROLIA Gesellschaft m. b. H., Juni 2018
    ISBN: 978-3-7022-3618-2
    Erhältlich: im stationären Buchhandel, online, EUR 29,95; https://www.maerchenerzaehler.at/buecher/

    Dieses Buch liefert eine Fülle von Anregungen um die Zeiten und Feste im Jahreskreis innig und sinnig zu erleben. Die Fülle des Jahres verpackt in einem Buch:
    Das beginnt mit den Bräuchen – vom Tautreten im Mai, zum Sprung über das Sonnwendfeuer im Juni, bis zu Orakelspielen und dem Räuchern in den Raunächten. Dazu hat Gastautorin Regina Zikmund einen ausführlichen Beitrag verfasst.
    Geschichtenweise geht Helmut Wittmann auf alle Zeiten und Feste mit einer Fülle von Überlieferungen ein: Frühlingsmythen, Ostermärchen, Sonnwend-Sagen, Sommer-Märchen, Legenden zu Nikolo und Weihnacht, Raunacht-Sagen. Die Palette ist bunt, vielfältig – und eindrucksvoll illustriert von Agnes Ofner.

    Dazu die Rezepte von Ursula Wittmann. Darin findet sich alles, was rund ums Jahr wächst und gedeiht:
    Grüne Suppe, Huhn im Hafermantel, Brennnessel-Strudel, Rindsuppe, Grießschmarrn mit Apfelmus, Waldmeisterbowle, Hirschragout, Veilchen-Sirup, Zwetschgenknödel und vieles mehr. Dazu Fotos der delikaten Gaumenfreuden aber auch jahreszeitlicher Stimmungen von Helmut Wittmann. Alles zusammen appetitlich aufbereitet durch die Gestaltung von Heidemarie Wittmann.

    Blick ins Buch
    Über 40 Geschichten, über 60 Rezepte, über 100 Fotos und Illustrationen: Ein praktisches Handbuch fürs gute Leben!

    Text und Bild zur Verfügung gestellt Helmut Wittmann, https://www.maerchenerzaehler.at

  • Gelassen durch den Stress

    Gelassen durch den Stress

    Alltagstaugliche und wirksame Tipps aus der Traditionellen Europäischen Medizin

    13. – 15. Januar 2023
    Referenten: PD Dr. habil. Karl-Heinz Steinmetz, Dr. med. univ. Martin Spinka
    Ort: Frauenalpe 1, 8550 Murau
    Für wen: Alle an Gesundheit und Stresskompetenz Interessierte.
    Anmeldung: Sabine kocht’s – Sabine Jungmann-Wurm

    Alltagstaugliche und wirksame Tipps aus der Traditionellen Europäischen Medizin
    Man kann sich nicht nicht-stressen! Die Traditionelle Europäische Medizin bietet uns aber einen Schatz an Gesundheitswissen, der uns hilft, gelassen durch den unvermeidlichen Stress zu kommen.

    Beim Praxiswochenende auf der Frauenalpe in der Steiermark stellt Martin Spinka die medizinischen Grundlagen der Stresskompetenz vor und zeigt ihre Bedeutung für den Alltag auf. Karl-Heinz Steinmetz stellt TEM-Übungen und meditative Anreize vor und demonstriert, wie Tinkturen zur Stärkung der Resilienz selbst hergestellt werden können.

    Inhalte:

    • Grundlagen der Stresskompetenz
    • Lebensordnung und Schlafhygiene
    • Heilpflanzen und Wassertherapie
    • Bewegung, TEM-Übungen und Herz-Meditation

    Text und Bild zur Verfügung gestellt: PD Dr. habil. Lic. Karl-Heinz Steinmetz, www.institem.com

  • Heilsteine und ihre Wirkungen

    Heilsteine und ihre Wirkungen

    Edelsteine im Licht ihrer inneren Zusammensetzung

    26. Januar 2023 – 29. Januar 2023

    Veranstalter: Franca Bauer, www.franca-bauer.de
    Ort: Präsenzseminar im Odenwald, ebenso als Online – Seminar möglich
    Seminarzeiten: Donnerstag, 14.00 Uhr bis Sonntag, 15.00 Uhr.
    Kosten: € 425,00 zzgl. Übernachtung/Verpflegung
    Anmeldung: francabauer@cairn-elen.de

    Heilsteine bilden gemäß ihrer mineralogischen Verwandtschaft »Familien« mit ähnlichen Eigenschaften und Wirkungen.

    Die Kenntnis dieser »Familiennatur« erleichtert es, die einzelnen Heilwirkungen von Steinen zu verstehen, zuzuordnen und zielgerichtet einzusetzen. Ein Seminar also mit dem Ziel, Übersicht über die Vielzahl von Heilsteinen sowie deren Wirkungen und Anwendungen zu bekommen.

    Weitere Informationen und Anmeldung: https://www.franca-bauer.de/seminar/

    Hier alle Edelsteinseminare als PDF ansehen und herunterladen

    Text und Bild zur Verfügung gestellt von Franca Bauer, www.franca-bauer.de

  • Medien-Tipps und Ausstrahlungs-Ankündigungen

    Medien-Tipps und Ausstrahlungs-Ankündigungen

    QuantiSana.TV Fernseh-, Produktions- und Betriebs AG

    Das Schweizer GesundheitsTV „QuantiSana“ hatte wieder zu Drehtagen eingeladen.

    Vielleicht erinnern Sie sich an unseren Sonder-Newsletter Anfang des Jahres, indem wir Ihnen über die Drehs einiger Kurzfilme von dem Schweizer GesundheitsTV „QuantiSana“ mit Mitgliedern des TEM-Fachvereins berichtet haben.
    Heute freut es uns, Ihnen neue Termine mit Filmen von Friedemann Garvelmann bekannt geben zu können.

    Beiträge von Friedemann Garvelnamm
    Friedemann Garvelmann ist u.a. im Wissenschaftlichen Beirat des TEM-Fachvereins und Referent der TEM-Akademie.

    Die Live-Ausstrahlung der Beiträge finden Sie auf www.qs24.tv,
    Beiträge, die bereits ausgestrahlt wurden, sind meist 3 Wochen nach der Live-Sendung auf YouTube zu finden.

    Zur Erinnerung:
    Hier finden Sie die Beiträge von Dr. med. univ. Gerhard Kögler, O. Univ. Prof. Dr. Herbert Pietschmann und , PD Dr. habil. Lic. Karl-Heinz Steinmetz über die wir Ihnen berichtet hatten.

  • Die Augen als Spiegel der Natur

    Die Augen als Spiegel der Natur

    Das Mensch-Sein ist mit vielen Wundern und Wunderbarem verbunden. Immer wieder staune ich über das Wunder unseres Körpers, über seine Schönheit in so vielen Details, und immer mehr entdecke ich die Möglichkeit, diese Wunder in Form der Signaturen zu lesen und zu erkennen.

    Was uns das Auge verrät

    Die Traditionell Europäische Medizin ist eine ganzheitliche Medizin und das zugrundeliegende Denkmodell ist die Humorallehre, auch Vier-Säfte-Lehre genannt. Sie geht davon aus, dass wir Menschen in Wechselbeziehung mit den Elementen der Natur leben und sich die Elemente der Natur mit ihren Gesetzmäßigkeiten auch in uns widerspiegeln. Die fünf Elemente – Äther, Feuer, Erde, Luft und Wasser –, die alle traditionellen Medizinsysteme beschreiben, wirken nicht nur in der Natur, sondern auch in uns. Wir sind Teil der Natur – also eigentlich KEIN Wunder! Die Humorallehre (Humores = Säfte) beruht auf den vier Säften Sanguis, Cholera, Phlegma und Melanchola, welche nicht als Körperflüssigkeiten zu verstehen sind, sondern als Wirkprinzipien. Diese Prinzipien leiten sich aus den Elementen der Natur ab: Feuer – warm, Luft – kalt, Wasser – feucht und Erde – trocken ergeben in ihren Mischverhältnissen unterschiedliche Temperamente. Die Dominanz eines der Kardinalsäfte definiert das Temperament und prägt somit auch die Konstitution.

    Sehen wir zum Beispiel in einem blauen Auge helle, weißliche, nebelartige Verwischungen, Tophis genannt, dann weist das auf übermäßige Feuchtigkeit im Körper hin. Wenn rund um die Pupille die Krausenzone sich recht dunkel abbildet, wissen wir, dass dieser Mensch von seiner  Grundkonstitution tendenziell einen Mangel an physiologischer Wärme hat.

    Wenn dann noch gelbe, braune oder schwarze Pigmente zu sehen sind, deutet das auf vermehrte gelb- oder schwarzgallige Verunreinigungen, die Schulmedizin spricht von Stoffwechselendprodukten, hin. Wie es zu diesem Ungleichgewicht der Säfte kommen kann, lässt sich dann individuell im Auge erkennen. In diesem Beispiel wären Optimierung der Wärme (um die Nahrung gut zu „kochen“ und für den Körper aufschließbar zu machen), z. B. durch Bitterstoffe, ein Therapieziel, das gleichzeitig den Lymphfluss fördert und damit auch die Elimination von Schärfen mit begünstigt.

    Ein weiteres Beispiel: Zarte Stromafasern, von sehr zart bis sehr straff gespannt, lassen auf eine neurogene Konstitution schließen. Menschen mit dieser Konstitution weisen eine erhöhte Sensibilität und Irritabilität des Nervensystems auf. Schärfen, die aus konstitutionell unterschiedlichsten Gründen entstehen können, reizen das Nervensystem und können unterschiedliche Symptome aufweisen. Und um all diese Prozesse individuell zu unterstützen und die Konstitution zu stärken bietet uns die Natur ihre Medizin.

    Zur Autorin
    Mein beruflicher Weg hat nach diesen vier Jahren neue Formen angenommen. Es ist mir als Vorstandsmitglied des TEM-Fachvereins ein Herzensanliegen, das Bewusstsein über unsere Schätze aus der Traditionellen Europäischen Medizin (Wissen über die Kräuter-, Pflanzen-, Mineralheilkunde, die Alchemie, Anwendungen, Rezepte …) wieder in der Bevölkerung wachzurufen. In meiner Praxis biete ich im Rahmen eines persönlichen Gesprächs die Möglichkeit an, die wirkenden Kräfte im eigenen Leben zu beleuchten. Ergänzend durch die Irisanalyse, mit dem Denkmodel der Humoralmedizin im Hintergrund, bringe ich Menschen die Bedeutung der Phänomene und Signaturen ihrer Augen – Iriden näher, kann so Impulse und Wissen weitergeben, das die Menschen in ihrer Selbstfürsorge und am Weg in ihre Gesundheit ermächtigt.

    „Wie in der Natur – manche Samen keimen schnell und zeigen in Kürze Ihre volle Pracht.

    Und es gibt Samen, die eine längere Keimdauer haben und dafür dann stark, kräftig und beständig ihre Natur und ihr Wirken zeigen wollen. Gesammeltes Wissen und Erfahrungen aus meiner Vergangenheit vereinen sich nun mit dem Wissen aus der TEM. Mein Pflänzchen kommt ans Tageslicht und will sich zeigen – Meine lang angedachte Homepage und mein Angebot“ – zu sehen unter: www.irisanalyse-waldner.at

  • Besinnlicher Winter

    Besinnlicher Winter

    Sich verinnerlichen, zurückziehen und Energien sammeln – für einen kraftvollen Neubeginn.

    Zugedeckt von einer weichen, weißen Decke liegt die Landschaft da. Die Stille ist allgegenwärtig, denn der Schnee schluckt jedes Geräusch. Durch ein bewusstes Erleben dieser Ruhe wird unser Urvertrauen gestärkt. Denn, egal wie lange der Winter dauert, unser Glaube an den kommenden Neubeginn ist unerschütterlich.

    Zeigt sich der Winter dann und wann von seiner unangenehmen Seite und müssen wir den nasskalten Stürmen der Witterung trotzen, macht sich auch ein Überlebenswillen bemerkbar. Der Winter ist da, aber er wird wieder gehen. Schließlich steht diese Jahreszeit bzw. Wechselphase ganz im Zeichen des Elements Wasser. Und zu dessen größten Stärken zählt bekanntlich Beständigkeit.

    Nierenenergie stärken.

    Ob steter Tropfen, Dampf oder Eis – Wasser ist sehr wandelbar. Als Fluss bahnt es sich stets den gewünschten Weg. Auch der dem Winter zugeordnete salzige Geschmack ist in der Lage, sozusagen „die Schleusen zu öffnen“: Er kann Körperzellen zugänglich machen und ihnen Energien sowie materielle Aufbaustoffe liefern. Das funktioniert genauso gut in die andere Richtung: Aus den geöffneten Zellen können Stoffe und Energien herausgelöst und für den Körper wieder frei verfügbar gemacht werden. Da unser Organismus zu rund 80% aus Wasser besteht, ist die Balance der Körperflüssigkeiten überlebensnotwendig. Die Nieren als Organe des Winters spielen eine wesentliche Rolle im Wasser- und Flüssigkeitshaushalt des Körpers. Sie reinigen und entgiften nicht nur das Blut, sondern regulieren auch Blutdruck und das Säure-Basen-Gleichgewicht. Wer eine starke Nierenenergie besitzt, vertraut dem Fluss des Lebens. Ruhephasen und ausreichend Zeit zur Regeneration stärken – das ist gerade in der dunklen Jahreszeit wichtig. Denn eilen wir von einem Fest zur nächsten Einladung und jagen wir von Pistengaudi zum Après-Ski, erschöpft sich die Nierenenergie rasch. Wir fühlen uns ausgelaugt und angsterfüllt. In Kombination mit den permanent schlechten Nachrichten aus aller Welt, die die Medien zu uns nach Hause bringen, ein ungesunder Cocktail für Körper, Geist und Seele. Erschaffen wir eine heimelige Atmosphäre in den eigenen vier Wänden – bei Kerzenschein, guter Musik und einer stärkenden Tasse Zinnkrauttee. Ein Fußbad wärmt den Nieren-Akupunkturpunkt, Bauch und Blase können entspannen. Die Nierenenergie und damit unser Urvertrauen in das Leben bekommen frische, neue Kraft.

    Text zur Verfügung gestellt: Purpur Apotheke, Herbst Winter Magazin

  • Wie dir Salat bei Einschlafstörungen helfen kann

    Wie dir Salat bei Einschlafstörungen helfen kann

    (inkl. 1 köstlichen Rezept)

    Gartensalat mit dem beruhigenden Saft
    Eine Schüssel frischer, knackiger, grüner Salat, mit Joghurt- oder italienischem Dressing, ist ein weit verbreitetes leichtes Abendessen – doch dieser vermeintlich “leichte” Salat kann dir am Abend ganz schön schwer im Magen liegen und deine Träume stören – doch noch krasser:

    Knackiger Salat verhindert deinen wohligen Schlaf. Kein Wunder, das vor allem Frauen an Einschlafstörungen leiden. Die alte Medizin hat da einen anderen Blickwinkel. …
    Findet man Gartensalat bzw. Kopfsalat in alten Kochbüchern, so wurde dieser gekocht, gebraten oder gedünstet – und niemals roh verzehrt. Der Wiener Kochsalat, ein traditionelles Gericht, das gern zu Tafelspitz (ein spezielles Stück vom Rind, das gekocht wird) – oder als rein vegetarisches Gericht zu gekochten Eiern – serviert wird, erinnert an diese Salattradition.
    Auch Hildegard von Bingen fand schon, dass »unzubereiteter Salat zu nichts tauglich war und das Gehirn leer macht und den Verdauungstrakt mit Krankheitsmaterie füllt.«

    Einschlafstörungen … wenn wir älter werden
    Tatsächlich soll die rohe Salatzubereitung, wie wir sie heute lieben, auf einen besonders kreativen Leibarzt eines Papstes zurückgehen. Nun ist frischer Salat an einem sonnigen, warmen Tag absolut nichts Verwerfliches. Salat ist sehr gut als sommerliche Vorspeise geeignet, um erst mal zu befeuchten und den Durst zu stillen. Sofern deine Verdauung damit gut zurechtkommt, ist das herrlich erfrischend. Doch abends und wenn wir älter sind – wenn das Verdauungssystem in den Ruhemodus zurückschaltet –, ist roher Salat keine so gute Wahl, sondern eher eine Belastung. Als Suppe oder Kochsalat ist er wesentlich wohltuender.

    Eine Wohltat für den Schlaf – nervenberuhigend
    Für welche Zubereitungsvariante du dich auch entscheidest, verwende frisch geernteten Freilandsalat, der im natürlichen Sonnenlicht gewachsen ist und bei dem beim Anschnitt ein weißlich-milchiger Saft austritt. So kann der fragile Salat seine Wirkung voll entfalten, nämlich den Stoffwechselprozess bei der Reinigung unterstützen, kühlen, befeuchten und die Nerven beruhigen.
    Diese nervenberuhigende Wirkung kann man bei Einschlafstörungen und Gedächtnisschwäche nutzen – am besten als beruhigende Suppe zum Abendessen. Sie stellt auch kaum eine Belastung für das Verdauungssystem dar. Temperiere die Suppe je nach Jahreszeit und Konstitution mit Essig, Senf, Pfeffer, Minze, Thymian, Rosmarin, Rucola, Estragon, Kresse, Basilikum und stets einer Prise Zucker.
    Wie du siehst, kannst du diese bekömmliche Suppe variantenreich abschmecken und voll und ganz auf dich anpassen.

    Rezepttipp: Kopfsalatsuppe … für einen guten Schlaf
    Kopfsalat – noch besser Endiviensalat waschen, schleudern und in feine Streifen schneiden. Zwiebeln in Butter anschwitzen, mit etwas Buchweizenmehl stauben, mit klarer Gemüsesuppe aufgießen und kurz aufkochen, dann ca. zehn Minuten simmern lassen und mit Zitronenabrieb, -saft, Salz, Pfeffer, Kurkuma, Galgant, Thymian und einer Prise Zucker würzen. Salatstreifen in die Suppe geben, pürieren, abschmecken und sofort servieren. Nach Wunsch mit einem weichgekochten Ei, etwas Joghurt, gerösteten Nüssen, gekochten Kartoffeln als Einlage servieren.
    Wohl bekomm´s und Gute Nacht ?

     

    TEM-Steckbrief

    Bilder Quelle: aus “Temperamentvoll Essen” mit dem Ennsthaler Verlag

    Tipps aus meinem Buch: Temperamentvoll Essen – Ernährung nach der Traditionellen Europäischen Medizin

    Temperamentvolle Grüße
    Schön, dass du da bist, für dich sorgst und dich nährst!

    Michi

  • Zeit der Bitter

    Zeit der Bitter

    Die lukullischen Festtage sind eine Herausforderung für unsere Verdauung. Ein Hurra auf die Bitterstoffe!

    Unsere Zungenrezeptoren können laut aktuellem Forschungsstand fünf Geschmacksrichtungen wahrnehmen: bitter, süß, sauer, salzig, und – weniger bekannt – umami*. Während die vier letzten Geschmäcker meist als angenehm empfunden werden, neigen wir dazu, Bitteres eher zu meiden.

    Das ist kulinarisch wie gesundheitlich schade, denn: Bitter macht fitter. Bitterstoffe sind wahre Lebenselixiere. Sie fördern die Verdauung und bringen dadurch unseren Stoffwechsel in Schwung. Die Produktion von Speichel und Magensäure, sowie die Funktion von Leber, Bauchspeicheldrüse und Gallenblase werden angeregt. Auch die Schleimhäute im Verdauungstrakt machen mit und arbeiten auf Hochtouren. Neben einer verbesserten Nährstoffaufnahme und Fettverdauung profitiert auch das Immunsystem von den aktivierten Stoffwechselvorgängen.

    Heißhunger auf Süßes bremsen
    „Amara“, Bittermittel, zählen weltweit zu den wichtigsten Arzneien der Naturheilkunde. Hildegard von Bingen empfahl den bitteren Wermut gegen Verdauungsbeschwerden. Auch Paracelsus schuf aus Myrrhe, Aloe, Safran und Bitterwurzeln einen medizinischen Bitter. Und gerade in unserer Zeit sind Bitterstoffe bitter nötig. Erstens, weil Weihnachten naht und wir da Verdauungshelfer gut brauchen können. Zweitens, weil unsere Nahrung heute viel weniger Bitteres enthält als noch vor 20 Jahren. Zugunsten des süßen Geschmacks sind die gesunden Bitterstoffe aus zahlreichen Obst- und Gemüsesorten herausgezüchtet worden. Dabei macht Bitteres schneller satt und hemmt auch den Appetit auf Süßes. Anders als Zucker, sind die blutreinigenden Bitterstoffe auch noch gut für die Haut, da sie ihren Stoffwechsel anregen und so bei Akne, Neurodermitis und Schuppenflechte helfen können.

    Good, Better, Kräuterbitter
    Ob pur als Aperitif und Digestif oder als aromatischer Cocktail: Kräuterbitter bieten eine elegante Art und Weise, Bitterstoffe lustvoll zu genießen – gerade in der Festzeit! Kein Wunder, dass dieses alte Kräuterelixier schon in der Klostermedizin verwendet wurde. Die edlen Bitter sind nicht nur ein gesundes wie großartiges Geschenk, sondern können als Drink üppigen Festen eine inspirierende Leichtigkeit für Körper, Geist und Seele verleihen. Salute!

    Text zur Verfügung gestellt: Purpur Apotheke, Herbst Winter Magazin

  • Michael und Daniela Fellner

    Michael und Daniela Fellner

    Michael und Daniela Fellner, stellvertretend für “Ghorta”, Verein zur Erhaltung und Gestaltung des umhegten Raumes, der in der Seminar- und Frühstückspension Sterntaler in Mattsee beheimatet ist. Mit unserer Pension Sterntaler …

    (mehr …)
  • Der Melancholiker und seine Heilkräuter

    Der Melancholiker und seine Heilkräuter

    Eines der vier Basis-Temperamente in der TEM ist der Konstitutionstyp „Melancholiker“, der einige ganz spezielle Ausprägungen vorweist: Melancholiker zeichnen sich durch eine nachdenkliche, pessimistische, ja fast schon depressive Grundhaltung aus.

    Sie sind eher introvertiert und bleiben gerne im Hintergrund, da ihr Selbstbewusstsein nicht sehr ausgeprägt ist. Sie grübeln gerne und wirken dadurch sehr ernst und einzelkämpferisch. Als verlässliche und gewissenhafte Menschen können sie jedoch sehr feinfühlig und kreativ sein. Was der Melancholiker braucht, ist Anerkennung und Zuspruch. Der Melancholiker hat meist ein sehr ruhiges Gemüt, bei ihm dominiert der Saft Melanchole – auch Schwarzgalle genannt. Er ist kälteempfindlich, da bei ihm Kälte und Trockenheit im Vordergrund stehen. Seine Anspannung schlägt sich oftmals im Körperinneren nieder. Der Stoffwechsel kommt nicht richtig in Gang, ferner arbeitet die Verdauung nicht effizient. Den Zellen fehlt deshalb Sauerstoff, was die Milz beeinträchtigt. Borretsch und Hirschzunge können die Milz in ihrer Funktion unterstützen. Linde, Johanniskraut und Melisse regen den Stoffwechsel an und können sogar stimmungsaufhellend wirken. Die vorherrschende Trockenheit begünstigt das Dehydrieren von Gewebe, Haut und Schleimhäuten. Das begünstigt die Entstehung von trockener Gicht, Arthritis und Osteoporose. Gegen trockene Haut und den daraus entstehenden Juckreiz kann Borretsch helfen, zudem verbessert dieser die körpereigene Abwehr. Engelwurz und Artischocke können stoffwechselanregend wirken und Ingwer wärmt von innen. Zudem fördert Ingwer die Zellregeneration. Auch Fenchel führt dem Körper Wärme zu und bringt den Verdauungstrakt auf Trab. Gegen Magen-Darm-Beschwerden und Kopfweh kann Kalmus mit seinen vielen Bitterstoffen förderlich sein. Weitere gesundheitliche Schwachstellen sind oftmals die Lunge beziehungsweise die Bronchien. In der TEM versucht man u. a. die klassischen Krankheitsbilder mittels Wärme und Feuchtigkeit – Bäder, Leberwickel, Melissen-Brennnessel-Johanniskraut-Tee – zu therapieren. Wärmende Heilpflanzen, wie bereits oben einige genannt, heizen dem Melancholiker ein und sorgen für sein Wohlbefinden.

    Speisen wie Karotten, Bananen, Mandeln und Honig, aber auch Geflügel und Fisch, tun ihm gut. Aktivitäten wie Fechten, Ballett, Tanzen, Golfen oder Wandern bieten dem oftmals schwermütigen Einzelgänger die perfekte Möglichkeit, seine Balance zu finden.

    Bild: https://www.metmuseum.org/de/art/collection/search/336228