Monat: November 2022

  • Hagebutten – rote Früchte bei „roten Gelenken“

    Hagebutten – rote Früchte bei „roten Gelenken“

    Dass Hagebutten das Immunsystem, etwa bei einer Erkältung, unterstützen können, wissen viele. Neue Studien erinnern aber auch an eine alte, oft vernachlässigte Indikation: Gelenksentzündungen…

    Was die Heckenrose uns zuruft…
    Unsere Vorfahren sind mit der Heckenrose (Rosa canina) gleichsam in Zwiesprache getreten, und gemäß der Signaturenlehre sagt die Heckenrose ziemlich deutlich, was sie kann: Die Heckenrose hat Stacheln als Fraßschutz und wird schon mal hundert Jahre alt, was ein beredter Hinweis darauf ist, dass Hagebutten Immunsystem und Resilienz stärken. Die roten Früchte weisen eine eindeutige Herzsignatur auf und können als remedium ministeriale, als unterstützendes Heilmittel, in Herztinkturen mit eingesetzt werden.
    Die roten Hagebutten können aber auch als „rote Gelenkkapsel“ interpretiert werden, wodurch sich ein Einsatz bei einem Entzündungsgeschehen anböte.

    Hagebutten und Gelenkgesundheit
    Hagebutten wirken kühlend-adstringierend, leiten übermäßige Gelbgalle und gelbgallige Schärfen über die Nieren ab. Zusammen mit der obigen Gelenksignatur liegt es daher nahe, die Frucht etwa bei Arthrose einzusetzen. Diese Intuition der Alten wird inzwischen durch klinische Studien untermauert: Das Pulver kann, über einen längeren Zeitraum eingenommen, bei Arthrose und rheumatischer Arthritis in Knie und Hüfte nachweislich schmerzlindernd und entzündungshemmend wirken. Untersuchungen zeigten auch eine chondroprotektive (knorpelschützende) Wirkung. Dass Hagebutten zudem bei unspezifischen Rückenschmerzen wirken, zeigt eine neuere deutsche Studie. Mit Hagebuttentee oder -Tinktur kommt man allerdings bei derartigen Indikationen nicht weit: Das wertvolle Galaktolipid der Hagebutte wird durch die Tee- oder Tinkturen Zubereitung denaturiert und steht nur in der Form des Hagebuttenpulvers, aus der ganzen Frucht inklusive Samen, wirksam zur Verfügung.

    Tipp: Selbstgemachtes Hagebuttenpulver
    Hagebutten von Oktober bis November an unbelasteten Standorten sammeln. (Die Früchte sollten bei der Ernte noch keinen Frost abgekommen haben, denn dadurch verringert sich der Wirkstoffgehalt). Die Hagebutten mit einem Messer halbieren und an einem warm-trockenen Ort, etwa neben dem Kachelofen, trocknen. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann natürlich auch mit Dörrautomaten oder Backrohr nachhelfen. Die getrockneten Hagebutten im Hochleistungsgerät, das Kerne mitmahlen kann, zu Pulver verarbeiten. Pulver in saubere Gläser füllen; trocken und kühl aufbewahren.

    Täglich 5-10 g (ca. 1-2 Teelöffel) des Pulvers am besten auf zwei Einnahmen verteilt einnehmen. Das Pulver kann gut in Wasser, Fruchtpürees etc. eingerührt und eingenommen werden.
    Zu beachten: Da Galaktolipide fettlöslich sind, empfiehlt sich für eine verbesserte Verstoffwechslung die Beigabe einer kleinen Fettmenge, z. B. einige Tropfen eines hochwertigen Pflanzenöls. Zudem sind Galaktolipide, wie oben angedeutet, thermolabil, d.h. sie werden bei Temperaturen über 40 °C denaturiert. Das Pulver sollte daher nicht in heiße Speisen oder Getränke gegeben werden.

    Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Maßnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

  • Befreiender Herbst

    Befreiender Herbst

    Prüfen, entscheiden, sich verabschieden und mutig mit Leichtigkeit weiterschreiten.

    Ein Spaziergang in der herbstlichen Natur zeigt uns rasch, was die Stunde geschlagen hat. Die Bäume werfen ihre Blätter ab und verwandeln den Boden in ein Farbenmeer des Abschiednehmens. Die Säfte der Pflanzen versiegen. Alles rollt sich ein, zieht sich zurück, bereitet sich auf den Winter vor. Thematisch ist diese Zeit dem Element Metall zugeordnet, das der Himmelsrichtung Westen entspricht. Auch hier schwingt der bevorstehende Abschied mit, denn im Westen wird die Sonne untergehen. Damit wir in den Genuss eines besinnlichen Winters kommen, tun wir jetzt gut daran, uns neu zu ordnen und uns abzugrenzen. Was brauchen wir wirklich, was können wir auf dem Weg zurücklassen und was können wir sein lassen? Die Organe des Herbstes, Lunge und Dickdarm, machen’s uns vor.

    Selbstbewusst Abschied nehmen.
    Die Lunge holt alles, für uns Wertvolle, aus der Luft, das Unbrauchbare wird wieder ausgeschieden. So einfach kann es sein! Aber nicht nur das: Sie steuert unseren Atem und damit in gewisser Weise unseren Energiehaushalt. Atmen wir ruhig, brauchen wir wenig Energie. Je schneller wir atmen, umso mehr Energie wird aufgenommen und abgegeben.

    Im Rhythmus des eigenen Atems Herausforderungen meistern.
    Wird der Atem vor Angst, Wut oder Anstrengung angehalten, steht uns weniger Energie zur Verfügung und wir fühlen uns schneller erschöpft. Ein wichtiges Thema für Lunge und Dickdarm ist das Immunsystem. Allergien zum Beispiel haben immer mit beiden Organen zu tun, die ein drittes nutzen, um sich bemerkbar zu machen: die Haut. Die Steuerung aller Funktionen von Schleimhäuten und Haut erfolgt über das Luftelement. Dem Herbst zugeordnete Heilpflanzen wie Spitzwegerich und Thymian sorgen für die Reinigung der Schleimhäute und der Atemwege. Spitzwegerich fördert zudem die Wundheilung. Bei Erkrankungen der Atemwege – der im Herbst klassischen Erkältung – wärmt Thymian die Lunge. Schwarzkümmelöl entgiftet den Darm und fördert den Ausscheidungsprozess. Die energetische Seite des Abschiednehmens wird gestärkt – das kommt in weiterer Folge auch der Lunge zugute. Denn je weniger Ballast, umso leichter fällt das Durchatmen. Beschwerden des Darms lassen sich ebenfalls mit herbstlichen Heilkräutern beikommen. Die Rinde des Faulbaums, „Meister des Darms“, reinigt das Blut und tötet Keime ab. Kümmel wirkt entkrampfend und unterstützt die Ausleitungsprozesse des Dickdarms.

    Foto: Alexandra Hackstock-Nail

  • „Aderlass“ in der SonnenApotheke, Gunskirchen

    „Aderlass“ in der SonnenApotheke, Gunskirchen

    14. November 2022

    Mit: Dr. Martin Spinka

    Aderlass ist ein uraltes Reinigungsverfahren, das auch heute noch in den Krankenhäusern
    angewandt wird. Es unterstützt die Entfernung von Giftstoffen aus dem
    Körper, führt zu einer Verbesserung des gesamten Stoffwechsels und regt zudem
    das körpereigene Immunsystem an.

    Anmeldeformalitäten, Informationen und weitere Termine unter: www.sonnenapo.at, telefonische Anmeldung unter: +43 7246 8700

    Der Aderlass entspricht der Nachahmung der Mens einer Frau. Frauen haben durch diesen monatlichen „Aderlass“ den Männern gegenüber enorme gesundheitliche Vorteile. Vor allem aber wird durch diesen natürlichen „Aderlass“ einer Frau das Risiko an einem Leiden des Herz-/Kreislaufsystems zu erkranken stark reduziert. Im Wechsel allerdings haben Frauen wieder das gleiche Herz-/Kreislaufrisiko. Wäre es da nicht angebracht, ein sanftes und bewährtes Ausleitungsverfahren wieder mehr ins Rampenlicht zu rücken?!

    Text und Bild zur Verfügung gestellt: Mag.a. pharm. Dr. Karin Rahman,
    www.sonnenapo.at

  • Unser Start der TEM-Fortbildung für Apotheken!

    Unser Start der TEM-Fortbildung für Apotheken!

    So manche oder mancher lag am Vormittag des Nationalfeiertags noch im Bett, während wissbegierige Apothekerinnen und PKAs mit der Fortbildung zur TEM-Apothekerin oder TEM-PKA starteten. Für uns vom TEM-Fachverein -Team, die die Fortbildung konzipierten, planten und organisierten, begann an diesem Mittwoch daher eine spannende Ära: Der Start und damit die erste Ernte von dem, was wir gepflanzt, gegossen und mit Liebe wachsen ließen.
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    Bei herrlichem Herbstwetter, das uns an einen sanguinischen Frühlingstag denken ließ, erlebten wir zwei wundervolle Tage. PD Dr. habil Lic. Karl-Heinz Steinmetz präsentierte das Einführungsseminar „TEM – wertvolle Ressource“ facettenreich mit den Grundlagen der traditionellen Medizin, der Humorallehre. Mit historischem Wissen und praktischen Überlegungen gespickt mit Musik und Tanz sowie Parodien und Karikaturen erlebten wir ein abwechslungsreiches Seminar. Wir hatten im Pavillon des Spes-Hotels in Schlierbach reichlich Möglichkeiten uns auszubreiten, sogar ein Tänzchen hatte Platz und wir konnten uns, bei unseren Gruppenarbeiten gut zurückziehen. Unsere Teilnehmerinnen waren rasch aufgeschlossen und interaktiv, so manche entwickelte sogar schon eine provokante Teerezeptur.

    Erstmals durften wir unser Anliegen, TEM-spezifisches Wissen einzelnen Berufsgruppen zu vermitteln, in die Tat umsetzen. Der Start dieser Fortbildung war für uns daher mehr als der Beginn. Viele haben zum Gelingen beigetragen, ihnen allen gebührt Dank: Jenen Apotheker*innen, die uns mit Ideen und Kritik bei der Gestaltung der Fortbildung unterstützten, den zahlreichen Helferleins im Hintergrund, die texteten, gestalteten, programmierten, kontrollierten und fleißig Werbung machten.

    Große Anerkennung gebührt den Teilnehmerinnen, die so mutig waren, diese ersten Schritte mit uns zu gehen und sich zu der Fortbildung anmeldeten. Wir hoffen dieses erste Seminar war für Sie der Auftakt für weitere interessante und lehrreiche Tage der TEM-Fortbildung.

    Für die Teilnehmerinnen und sicher uns Lehrgangsleiterinnen geht es nach diesem gelungenen, lebhaften Start aufregend weiter. Bereits 23. und 24. November erleben wir das zweite Seminar mit Dr. Martin Spinka über die Medizin-philosophischen Prinzipien.

    Und der Feiertag? Nun im nächsten Jahr am Nationalfeiertag bleiben unsere wissbegierigen Teilnehmerinnen vielleicht noch im Bett. Dann jedoch als frisch gebackene TEM-Apothekerinnen und TEM-PKAs.

    PS: Sind Sie ebenso Wissbegierig und interessiert und haben überdies schon das erforderliche Grundlagenwissen in der TEM? Gerne können Sie die Ausbildung verkürzt absolvieren! Treten Sie mit uns in Kontakt, wir informieren Sie gerne!

    Text: Mag.a Dr. Gabriele Kerber-Baumgartner, Bilder zur Verfügung gestellt: TEM-Fachverein

  • Buchtipp: Gemmotherapie in der Kinderheilkunde

    Buchtipp: Gemmotherapie in der Kinderheilkunde

    AutorInnen: Chrischta Ganz, Louis Hutter
    Verlag: AT Verlag, Gebundene Ausgabe, 2. Auflage, September 2017
    ISBN: 978-3-03800-966-5
    Erhältlich: im stationären Buchhandel, online und unter www.phytopharma.at

    50 bewährte Gemmo Mazerate für Kinder und Jugendliche bei akuten wie chronischen Ekrankungen.

    Gemmotherapie in der Kinderheilkunde
    Potenzial der Gemmotherapie für die Kinderheilkunde
    Die Liebe und Freundschaft mit Bäumen und Sträuchern, die unsere Vorfahren im Alltag, in der Naturheilkunde und ihrer Spiritualität lebten, finden in der Gemmotherapie einen neuen Ausdruck in unserer Zeit. Den Autoren ist es ein Anliegen, mit diesem Buch das beeindruckende Potenzial der Gemmotherapie für die Kinderheilkunde aufzuzeigen. Wir erwachsenen Menschen erhalten mit dieser Art von Arzneimitteln eine sanfte, liebevolle Möglichkeit, für unsere Kinder den Segen der Bäume und Sträucher noch deutlicher wahrnehmbar und verfügbar zu machen.

    Text und Bild zur Verfügung gestellt: Phytopharma GmbH & Co.KG

  • Philip Unterreiner

    Philip Unterreiner

    Mein Name ist Philip Unterreiner. Ich lebe in Wien und im Allgäu und bin Musiker, Ethnologe, Historiker, Integrativer Atemtrainer und angehender TEM Praktiker. Ich biete sowohl Workshops zum Thema Achtsamkeit und aktive …

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  • Webinar: Kindersorgen – Sorgenkinder

    Webinar: Kindersorgen – Sorgenkinder

    Wie die Oligo- und Gemmotherapie hilfreiche Unterstützung bieten können

    Mittwoch, 23. November 2022
    Dozent: Jo Marty
    Zeit: 19:00 – 21:00 Uhr
    Kosten: 40 € inkl. MwSt.
    Anmeldung: https://next.edudip.com/de/webinar/

    Aufwachsen, Zahnen, Aufbau des Immunsystems, Impfungen, Schule und Pubertät.

    Dies sind nur einige Beispiele, wie ein kindlicher oder jugendlicher Organismus gefordert werden kann. Entwicklungsphasen des Kindes können auch Belastungen und Sorgen für die ganze Familie bedeuten. Denn; der Organismus des Kindes ist nicht „ein kleiner Erwachsener“, sondern folgt eigenen Gesetzen in den Funktionen des Stoffwechsels, sowie der nervalen, immunologischen, hormonellen und neuronalen Prozesse. Das muss auch bei der Mittelwahl der naturheilkundlichen Methoden berücksichtigt werden.

    Physische und mittlerweile vor allem psychische und mentale Anforderungen sind immer wieder Quelle für Kindersorgen und Sorgenkinder. Die Elemente der Oligotherapie und die Pflanzenkinder (Knospenextrakte) eignen sich ganz besonders, um hier Unterstützung und konkrete Entlastung und Hilfe zu bieten.
    Im Vortrag wird auf die Wirkungsweise der beiden Verfahren eingegangen und einige seit Jahrzehnten bewährte Kuren für Mutter, Familie und Kind von der Schwangerschaft bis zur Pubertät vorgestellt.
    Aspekte der Ernährung, des Verhaltens, des Schlafs, der Medien werden ebenfalls im Vortrag erwähnt.

    Text und Bild zur Verfügung gestellt: Phytopharma GmbH & Co.KG