Monat: April 2022

  • Mag.a pharm. Dr. rer. nat. Angelika Riffel

    Mag.a pharm. Dr. rer. nat. Angelika Riffel

    Pharmazeutin, Referentin, Autorin. Angelika Riffel ist begeisterte Pharmazeutin und verbindet
    in ihrer Tätigkeit das Wissen der modernen Medizin mit der traditionellen Arzneipflanzenkunde.
    Ein besonderes Anliegen ist ihr, dieses Wissen auch weiterzugeben.

    Ausbildung und beruflicher Werdegang

    • Studium der Pharmazie, Karl-Franzens-Universität Graz
    • Doktorat am Institut für Pharmazeutische Pflanzenwissenschaften, Karl-Franzens-Universität Graz
    • Besitzerin und Leiterin der Apotheke Zur Gnadenmutter, 2007-2022

    Berufliche Tätigkeiten und Qualifikationen

    • Vortragstätigkeit an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg, Bereich Pharmazeutische Biologie und Angewandte Pharmakognosie
    • Ausbildung in der Traditionellen Europäischen Medizin, TEM-Akademie
    • Verschiedene Schulungs-, Vortrags-, Seminar- und Beratungstätigkeiten im Bereich der Phytotherapie, Phytopharmazie und Arzneipflanzenkunde in der TEM
    • Wissenschaftlicher Beirat TEM-Fachverein
    • Autorin im Springer Wissenschaftsverlag

    Publikationen
    „Heilpflanzen in der Traditionellen Europäischen Medizin“, 2. Auflage, Springer Verlag 2021
    „Heilpflanzen für Nerven, Psyche und Schlaf“, Springer Verlag 2020

    Weitere Informationen: www.angelika-riffel.com

  • Mag.a pharm. Dr. Karin Rahman

    Mag.a pharm. Dr. Karin Rahman

    Promovierte Pharmazeutin, selbstständige Apothekerin, TEM- Praktikerin, Energetikerin, Mikronährstoffberaterin, Aromaberaterin, Darmfachberaterin

     Ausbildung und beruflicher Werdegang

    • Studium der Pharmazie, Universität Wien
    • 10/1991 Sponsion
    • 03/1992 Aspirantenprüfung
    • 10/1994 bis 12/1994 und 06/1995 bis 08/1995 Forschungsprojekte „School of Plant Sciences“, University of Reading, England
    • 07/1997 Promotion
    • Seit 2001 selbstständige Apothekerin – Sonnenapotheke Gunskirchen
    • Seit 2011 Mitgründerin und Kommanditistin der Maxine Apotheke Wels
    • Stellvertreterin Vorsitzende des TEM-Fachvereins

    Weitere Qualifikationen

    • TEM-Praktikerin, TEM-Akademie
    • Energetikerin
    • Zertifizierte Nährstoffberaterin
    • Zertifizierte Aromaberaterin
    • Zertifizierte Fachberaterin für Darmgesundheit

    Weitere Informationen: www.sonnenapo.at Mail: k.rahman@tem-fachverein.com

  • Mag. pharm. Alexander Ehrmann

    Mag. pharm. Alexander Ehrmann

    Selbstständiger Apotheker in Wien. Die Apotheke ist eine wunderbare Basis für (fast) alle Lebensbereiche. Und Tradition ist nicht die Anbetung der Asche sondern das Weiterreichen des Feuers.

    Ausbildung und beruflicher Werdegang

    • Pharmaziestudium in Wien und Perugia. Sponsion 1997
    • Berufspraktika (Pentapharm, Plantapharm,…)
    • Seit 2000 selbstständiger Apotheker. Saint Charles Apotheke

    Weitere Tätigkeiten und Qualifikationen
    Gegen jedes Übel ist ein Kraut gewachsen, und zwar dort wo Du lebst.
    Darauf basierend ist es mein Bestreben die Apotheke als Ort des Erlebens zu etablieren. Als Ort des Wissens und des Vermittelns. Das bedingt Liebe zur TEM und ganz viel Leidenschaft.

     Publikationen

    • Metabotropic glutamate receptors as potential drug targets. Istituto di Chimica, Universita di Perugia
    • CBD – die wiederentdeckte Naturmedizin. Mankau Verlag

    Weitere Informationen: www.saint-charles.eu, Mail: a.ehrmann@tem-fachverein.com

  • RA Mag.a Dr. Maria-Luise Plank

    RA Mag.a Dr. Maria-Luise Plank

    Rechtsanwalt in 1010 Wien für Pharmarecht, Market Access, Wettbewerbsrecht, Medizinrecht, Gewerblicher Rechtsschutz, Datenschutz sowie Vortragende auf der Donauuniversität Wien und Fortbildungsinstituten

    Ausbildung und beruflicher Werdegang

    • Studium der Rechtswissenschaften Universität Wien
    • Besondere Fachprüfung der Akademie der Österreichischen Sozialversicherung
    • 2002 – 2003 berufsbegleitende Ausbildung zum Diplom-Controller (Controlling & Finance) am Österreichischen Controller-Institut;
    • 1999 – 2002 Hauptverband der Öster. Sozialversicherungsträger
    • 2002 – 2006 Pfizer Corporation Austria GmbH
    • 2006 – 2009 Rechtsanwaltsanwärter bei Dorda Brugger Jordis Rechtsanwälte GmbH und Dr Maritczak MBA, Allgemeinkanzlei
    • Mai 2009 Gründung der Gillhofer&Plank Rechtsanwälte GesBR

     Weitere Tätigkeiten und Qualifikationen

    • Donauuniversität Krems – Lehrgang Pharma-Marketing Management
    • Seminare zum Thema Arzneimittelrecht und Medizinrecht

     Publikationen

    • Thaler/Plank, Heilmittel und Komplementärmedizin in der Krankenversicherung 2005 (Manz);
    • Plank/Thaler, Chefarztpflicht-Neu oder die kritikwürdige Umsetzung der Heilmittel-Bewilligungs- und Kontroll-Verordnung, RdM 2006, 34
    • Plank, Einmalprodukte: Haftungsrisiko beachten! Diabetesforum 1/2006, 14
    • Bachinger/Plank, „Off-Label-Use“ von Arzneimitteln, Medizinischer Alltag und juristische Konsequenzen wie Haftung und Kostenerstattung, RdM Ö&G-2008/05
    • Plank, Berufsrechtliche Abgrenzungsfragen zwischen Ärzten, Diplomkrankenpflegern und medizinisch-technischen Diensten (Diätologen), UVS-Aktuell 2007/3
    • Haas/Plank, Kommentar zum Arzneimittelgesetz 2008
    • Plank, „Recht haben bedeutet nicht immer Recht bekommen!“ Was man für eine erfolgreiche Führung eines Arzthaftungsprozesses wissen sollte, in Weiser (Hrsg) Arzthaftung 2009.
    • Haas/Plank/Unterkofler, Arzneimittelgesetz, 2. Auflage 2015
    • Plank, „Erstattungskodex – Reformbedarf oder verdeckte Rationierung“ ZfG 01/2016
    • Plank, „Erstattungskodex NEU“ RdM-Ö&G 2018/2
    • Plank, „Das Gesundheitswesen bedarf transparenter interdisziplinärer Entscheidungsbeteiligung!“ RdM Ö&G 2019/6.
    • Plank in Kopetzki (FS), „Kostenexplosion Arzneimittel: Mythos oder Bedrohung für unser System?“, 485 (2019)
    • Klein/Pernek/Plank, „Ihr Eintritt, bitte! Market Access im Gesundheitswesen.“2020

    Weitere Informationen www.gp-law.at, Mail: plank@gp-law.at

  • Dieter Poik

    Dieter Poik

    Naturpraktiker, CFD – Praktiker, Körperzentrierte Aufstellungsarbeit, TEM, EFT, TFT, CFD, Bioenergetische Körperarbeit, Wirbelsäulenarbeit, Trauma und Überlebensstrategien, Biographiearbeit, Psychologie der 5 Elemente, Wesensglieder in Gesundheit und Krankheit

    Ausbildungen und beruflicher Werdegang

    • Interdisziplinäres Studium „physikalisch chemische Umweltanalytik“ mit dem Schwerpunkt gesundheitlicher Auswirkungen anthropogener Emissionen auf den Menschen (TU, BOKU, Universität Wien)
    • Ausbildung zum Heilpraktiker
    • Ausbildung TEM, Spagyrik und Alchymie
    • Ausbildung CFD (Cranial Fluid Dynamics)
    • Ausbildung körperzentrierte Aufstellungsarbeit (Analoge Intervention und Gesprächsführung)
    • Studium der Anthroposophie an der Rudolf Steiner Holiversität in Berchtesgarden
    • Seit 1997 in eigener Praxis tätig
    • Seit 1999 als Referent und Lehrgangsleiter tätig

    Weitere Tätigkeiten

    • Referent in der Heilpraktikerausbildung in Deutschland
    • Referent in Massageausbildung in Deutschland
    • Referent am WIFI Linz
    • Seit 2007 Referent an der TEM Akademie
    • Derzeit in der Entwicklung eines Online-Lehrgangs „Menschliche Fähigkeiten für eine menschenwürdige Zukunft“

    Weitere Informationen: www.impuls-naturpraktikerausbildung.at, Mail: impuls.poik@gmx.at

  • Dr. med. univ. Martin Spinka

    Dr. med. univ. Martin Spinka

    Arzt für Allgemeinmedizin, Spezialist für TEM und Naturheilkunde, Iridologie, Referent

    Ausbildung und beruflicher Werdegang

    • Studium Humanmedizin, Universität Wien
    • Ausbildung zum Arzt für Allgemeinmedizin im KH Freistadt
    • 12 Jahre Ärztliche Leitung in großen Kureinrichtungen
    • Seit 2003 als Arzt für Allgemeinmedizin tätig

    Weitere Tätigkeiten und Qualifikationen

    • Obmann des Kneipp Landesverbandes OÖ
    • Manuelle Medizin, Sportmedizin, Osteopathie, Akupunktur, Neuraltherapie (i.A.), Kneippmedizin, Kurmedizin, Fastenarzt, Absolvent der TEM Akademie
    • Ärztlicher Vorstand der Ström Akademie
    • Ärztlicher Leiter der Fastenbegleiter Ausbildung Kloster Pernegg
    • Lehrtätigkeit seit 20 Jahren auch im Zuge der TEM Ausbildung über INSTITEM

    Publikationen
    Dzt. keine rezenten Publikationen

    Weitere Informationen: www.spinka.at, office@spinka.at

  • Wie saure Ernährung deine Darmgesundheit in Schwung bringt

    Wie saure Ernährung deine Darmgesundheit in Schwung bringt

    Teil 1

    „Sauer macht lustig” – das kennst du bestimmt! Aber was hat das jetzt mit der Darmgesundheit auf sich? Nun, bleiben wir mal beim sauren Geschmack. Welche Lebensmittel kennst du, die sauer schmecken? Da gibt es einige. Zähl mal auf: Zitrone, Sauerampfer, … welche kennst du noch? Nun, zuerst lösen wir mal diesen alten Spruch “Sauer macht lustig auf” … da muss ich dich enttäuschen – auch wenn dein Anblick beim Biss in eine Zitrone recht lustig aussehen mag.

    Was spürst du bei sauer? Kälte? Dann ist dein Gefühl sehr gut ausgeprägt. Saurer Geschmack produziert tatsächlich zuerst Kälte. Und dann ? …

    … erst dann kommt lustig – eigentlich stammt dieses Wort von »gelus(ch)tig« ab, das im Altertum für »Lust auf Essen« stand. Sauer macht Appetit und stärkt das Verdauungsfeuer. (In der alten Medizin sehen wir unsere Verdauung ähnlich einem Kochtopf … in diesem Blogartikel kannst du es nachlesen).

    Saure Ernährung ist der Schlüssel für Deinen gesunden Darm

    Warum? Sauer steigert die Magenleistung, die Gallensekretion, die Verdauung wird angekurbelt. Der saure Geschmack unterstützt die Überwindung der Lebenskraft der Nahrung. Die “körperfremde Energie” deines Essens wird durch den sauren Geschmack überwunden, sie löst sich auf.

    Bei saurem Genuss ist der Mundraum gut befeuchtet und gekühlt. Der Speichelfluss wird angeregt. Bereit, um Schärfe zu mindern und Reize zu lindern. Um zu befeuchten, aufzulösen und Durst zu löschen.

    Nun tauchen wir ein wenig tiefer in die TEM, die Traditionelle Europäische Medizin ein: Deine Lebenskraft ist erhöht, wenn die Humores – die vier bildhaften Körpersäfte: Sanguis, Chole, Melanchole & Phlegma – fließen. Der saure Geschmack sorgt dafür, dass diese Säfte leichter durch die Gewebe fließen können. Nerven, Arterien und Venen als den Hauptverbreitern der Lebensgeister erleichterst du damit die Arbeit.

    Sauer regt das Gehirn, das Herz und die Leber an. Körper und Geist werden wach und aktiv. Sauer wirkt auch auf zähflüssiges Phlegma. Es zerschneidet, zerteilt und löst es auf. Es unterstützt dich bei übersäuerten Geweben. Ja, du liest richtig. Saurer Geschmack wirkt nicht übersäuernd, er wirkt basisch.

    Auch wenn die Zitrone sauer schmeckt, die Säure der Zitrone hat zwar ihre Wirkung, gelangt allerdings nicht als Säure in den Blutkreislauf. Die organisch gebundenen Mineralstoffe der Zitrone – Kalium, Kalzium und Magnesium – sind ausschlaggebend. Die verstoffwechselte Wirkung ist schließlich basisch. Gleiches gilt auch für alle fermentierten Gemüse. JUHUUUU Sauerkraut & Co wirken basisch.

    Eine Abstufung des sauren Geschmacks ist der essigsaure Geschmack. Du kannst ihn sowohl bei Essig selbst als auch bei milchsauer vergorenen Lebensmitteln, wie Sauerkraut, schmecken. Wegen seiner leicht scharfen, salzigen Komponenten wirkt er diffiziler als der rein saure Geschmack. Er wirkt weniger kalt, dafür durchdringender und schneller. Sauerkraut als Booster für die Darmgesundheit!

    Ganz schön schlau, die alte Medizin mit ihrem Wissen um den sauren Geschmack.

    Milchsaures für den Darm – Ernährung für Darmgesundheit & Immunsystem

    Der Darm als unser größtes Immunorgan ist als erste Instanz für die Abwehr von Krankheitserregern verantwortlich. Wenn das Mikrobiom des Darms nicht im Gleichgewicht ist, funktioniert auch die Immunabwehr nicht.

    Sauerkraut & Co. haben einen großen Einfluss auf das Mikrobiom.

    Milchsauer vergorene Lebensmittel wirken als Probiotika im Darm. Diese haben zahlreiche positive Auswirkungen: sie verhindern die krankhafte Verkeimung und optimieren die Mineralresorption, den Fettstoffwechsel und die Zusammensetzung der Darmflora. Sie fördern den Abbau von Stoffwechselgiften, binden gefährliche Substanzen wie Nitrosamine und Nitrite und wirken krebshemmend. Im Verdauungstrakt wird grob zwischen zwei Arten von Bakterien unterschieden, den fäulnisbildenden Kolibakterien und den gesundheitsförderlichen Bakterien (Probiotika), zu denen auch die Lakto- und die Bifidobakterien zählen. Diese sind die natürlichen Gegenspieler der Kolibakterien und halten das Darmmilieu im Gleichgewicht. Die nützlichen Bakterien sollten mit 85 Prozent überwiegen. Passt dieses Gleichgewicht nicht, werden zu wenige Verdauungsenzyme produziert und unvollständig verdaute Nahrung bleibt im Darm hängen. Kolibakterien nehmen überhand und es beginnt im Darm zu »faulen«. Unangenehm riechende, teilweise giftige Gase entstehen. Diffuse Gefühle im Kopf, Mattigkeit, Lustlosigkeit und Konzentrationsprobleme können die Folge sein. Auch der Geruch von Stuhl und Harn ist ein Indikator für die Funktion unseres Verdauungssystems. Je geruchloser beides, umso reiner ist das Verdauungssystem und umso harmonischer arbeiten die Mikroorganismen im Darm.

    Das Mikrobiom ist in uns und um uns … ähnlich der Aura

    Mikrobiome verändern sich mit dem Lebensraum und den Ernährungsgewohnheiten des Menschen, das zeigen Studien ganz deutlich. Wir haben es also selbst in der Hand. Tag für Tag und Bissen für Bissen. Die passende Ernährung sorgt für ein gesundes Mikrobiom. In Schieflage kommt es, wenn häufig Fast Food, Convenience-Food oder zu einseitig gegessen wird. Die industrielle Lebensmittelkonservierung ist gerade jetzt, in Zeiten des Nahrungsmittelüberschusses, ein großes Dilemma: Fertigprodukte sind zu einem fixen Bestandteil unserer täglichen Ernährung geworden. Trotz des Reichtums an Lebensmitteln – Essen kann man heute buchstäblich an jeder Hausecke kaufen – leiden viele Menschen an diversen Mangelerscheinungen. Warum? Es ist ganz einfach zu erklären, ja es erscheint geradezu banal: Es wird zu wenig frisch gekocht und zu wenig Gemüse gegessen – dadurch kommt es zum Vital- und Ballaststoffmangel! Die gesunden Darmbakterien verarmen und die »schlechten« vermehren sich. Stress, Medikamente, Zigaretten und Alkohol unterstützen diese Abwärtsspirale. Die Darmwand trocknet buchstäblich aus, was wiederum zu Entzündungen führt. So sind schädlichen Pilzen und Viren Tür und Tor geöffnet, um in unseren Blutkreislauf zu gelangen und unser Immunsystem zu schwächen.

  • Gundermann? Gundelrebe!

    Gundermann? Gundelrebe!

    Die Gundrebe – so hat die Pflanze bereits im Althochdeutschen geheißen – ist eine aromatisch riechende Pflanze, die im vergangenen Jahr bei uns im Übermaß gewachsen ist. Die unscheinbaren, an Efeu erinnernden Blätter, der kriechende Wuchs, die dezenten violetten Blüten und deren charakteristischer Duft ermöglichen eine leichte und sichere Identifikation. Und das kleine Pflänzchen hat allerlei zu bieten.

    Die Pflanze wurde früher Hedera terrestris, also als Erdefeu bezeichnet; heute lautet der lateinische Name Glechoma hederacea. Volkstümlich sind eine Vielzahl an Namen bekannt wie Grundräbli (Schweiz), Gondelkraut (Böhmerwald), Gunnelreif (Eifel), Gunnröbe (Kärnten), „Guck durch den Zaun“, Blauhuder, Donnerrebe, Gartenhopfen und – wegen der Verwendung als Gewürz im Bier – oder als Soldatenpetersil (Österreich, Bayern) in Suppen. Die Pflanze ist ein schmackhaft aromatisches Kraut, das an vielen Standorten sogar den Winter über zu finden ist. Seit März treibt sie frisch und üppig aus und blüht dann von April bis Juni.

    Botanisch ist Glechoma ein Lippenblütler, der Stängel ist typisch vierkantig und behaart, die Blätter stehen kreuzgegenständig, sind nieren- bis herzförmig, stumpf gekerbt und bis rotviolett überlaufen. Die Pflanze blüht an den 10 bis 20 cm aufsteigenden Trieben in violetten Lippenblüten mit dunklen Flecken an der Unterlippe. Aus den Nodien treiben Wurzeln aus, wodurch das Kraut dahinkriecht und duftende Teppiche entstehen. Der Duft lässt das enthaltene ätherische Öl erkennen. Charakteristisch für die Familie sind auch die vorhandenen Lamiaceengerbstoffe, welche austrocknend wirken und auf Anwendung bei Durchfall hinweisen. Gesammelt werden die oberirdischen Teile, die als Tee, Tinktur, als Frischpflanzensaft, Milch- oder Essigauszug sowie als Wein genutzt werden. Häufig ist die Kombination mit Schafgarbe, Wermut und Kräutern für das Bronchialsystem wie etwa mit Huflattich oder für die Niere wie zum Beispiel mit Schachtelhalm sowie mit Milzpflanzen wie dem Erdrauch. Der Soldatenpetersil wird als Gewürz- und Wildkraut in die Gründonnerstagssuppe gegeben oder in einer Palatschinke mitgebacken. Junge Blättchen mit Trieben und Blüten werden als Zutat für Rohkostsalate, Frischkäseaufstriche oder Kräuterbutter verwendet. Das Kraut in Butter gedünstet, auch wie Spinat geschmort, ist schmackhaft und gesund. Früher wurde es Schaffleischeintöpfen hinzugefügt, um den charakteristischen Geschmack des Fleisches ein wenig zu dämpfen. Zudem galt es als wichtiges Würzmittel für Schaf- und Ziegenkäse sowie von Bier. Neben Vitamin C sind zahlreiche Mineralien wie Eisen, Kalium, Jod, Phosphor und Kupfer enthalten.

    Die Pflanze ist in Europa beheimatet, jedoch nicht in Griechenland und dem südlichen Italien; fraglich ist daher, ob den Römern und Griechen dieses Heilpflänzchen bekannt war. Gesichert scheint die Beliebtheit der Gundelrebe unter den Germanen. Das Pflänzchen, dem geheimnisvolle Kräfte zugeschrieben wurden, war entsprechend geschätzt. An alten Häusern wachsend, sah man daran den Sitz der guten Hausgeister und deren Ausstrahlungen. In der mittelalterlichen Literatur wird das Gondelkraut vielfach empfohlen. Dieser Lippenblütler ist ein Wundheilkraut: Neben Umschlägen aus Tee oder Presssafttinktur werden Ölauszüge und Salben genutzt. „Guck durch den Zaun“ fördert die Coctio, reguliert die Verdauung und wird bei den verschiedenen Formen der Skrofulose verwendet. Die Pflanze dient dem Lösen von Stauungen wie Bronchitiden mit reichlich festem Auswurf, da sie zähe Feuchtigkeit mindert. Leber und Milz werden geöffnet, entstaut und erwärmt, die Milzfunktion gestärkt. Der Lymphfluss wird angeregt, übermäßige Feuchtigkeit sowie schwarz- und gelbgallige Schärfen reduziert. Zubereitungen helfen bei Ausfluss, schweren Geburten und fördern als Emmenagogum den Fluss der Blum. Die Wirkung entfaltet sich insbesondere auf den Schleimhäuten des Unterleibs, der Blase und der Lunge. Psoriasis und neurasthenischen Beschwerden sind damit zu lindern. Zur Blauhuder wird gegriffen, wenn die Beschwerden durch „Altlasten“ verursacht werden – „Gund“ bedeutet im germanischen Eiter. Weitgehend unbekannt scheint heute die frühere Nutzung bei Arbeitsüberlastung zu sein. Eingenommen als Tonikum werden Körper und Psyche gestärkt; dieses Heilkraut gilt als Antidyskratikum, das eine Normalisierung des Stoffwechsels bewirkend.

    Und nun nochmals zu Namen: Was ist sie nun – Gundermann oder Gundelrebe? Die Blüten sind lila, die Blätter oft blauviolett überlaufen und zeigen durch ihre Farbe die Prägung der Venus. Der betörend, wässrige Geruch ist Ausdruck des Mondes. Sie kriecht im Wachstum ohne Tendenz für ein Ziel dahin; es fehlt ihr also an Richtung und somit an Mars. Eine Dame ist sie folglich, zumindest ihrer Signatur nach. So oder so, sie kann als Salat und spinatartiges Gemüse genossen, als Wein getrunken oder als Tinktur eingenommen wer-den. In jedem Fall bietet die Gundelrebe mehr für unsere Gesundheit, als man ihr auf den ersten Blick zutrauen würde.

    Gundelreben- Ölauszug

    • Gundelrebenkraut in der Blüte
    • Öl – ideal ist hochwertiges Olivenöl oder Sonnenblumenöl

    Die Gundelrebe wird locker in ein Glas gefüllt und mit Öl bis an die Kante übergossen. Das Öl mazeriert direkt in der Sonne für 10 Tage. Anschließend wird abgeseiht. In einem frischen Glas lässt man die Phasen für 2-3 Tage trennen und gießt dann vorsichtig die Ölphase ab.

    Für eine Salbe wird die Pflanze in Öl im Wasserbad heiß ausgezogen und anschließend mit Bienenwachs eingedickt. Verwendung bei Wundeiterungen und hartnäckigen Hautproblemen.

    Tipp: Durch den Zusatz geringer Mengen Harzsalbe lässt sich das Öl natürlich konservieren.

    Gundelrebenwein

    • 1-2 Handvoll Gundelrebenkraut
    • 0,75 l Weißwein, säuerlich
    • 50-80 g Honig, so erwünscht

    Der Wein wird zum Sieden erhitzt, das Kraut beigemengt und 5 bis 10 Minuten wallend gekocht. Anschließend wird der Auszug stehen gelassen bis er abgekühlt ist, dann abgeseiht und das Kraut gut ausgepresst. Nach Wunsch kann nun mit Honig gesüßt werden.

    Eingenommen wird kurmäßig 2-3 x täglich ein Likörglas. Im Kühlschrank beträgt die Haltbarkeit ca. vier Wochen.

    Tipp: Der Wein lässt sich leicht durch andere Heilkräuter erweitern. Bei Lungenproblemen wird ein Teelöffel Angelikawurzel zugesetzt, bei Blasen und Nierenprobemen ein Eßlöffel Schachtelhalm.

    Gundelreben-Wildkräuterspinat

    • Je eine Handvoll Gundelrebe (nach Wunsch mehr), Brennnesselblätter, Blattspinat
    • 1 kleine Zwiebel, geschält
    • 2-3 Stück getrocknete Paradeiser
    • 1 EL grob gehackte Walnüsse
    • Butter oder Öl
    • Salz, Pfeffer nach Geschmack

    Die Gundelrebe wird von etwaigen Fremdbestandteilen wie Gras oder Erde befreit, nur im Notfall gewaschen. Die Zwiebel wird klein geschnitten und in etwas Butter glasig angebraten, die getrockneten Paradeiser gehackt. Paradeiser, Wildkräuter und Spinat werden zum Zwiebel hinzugefügt und in der eigenen Feuchte kurz gedünstet, abschließend mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Die Nüsse werden in einer extra Pfanne ohne Fett geröstet.

    Angerichtet wird der Spinat auf frischen Gebäckscheiben (als Vorspeise) oder an frischer Pasta (Hauptgericht), mit den Nüssen garniert.

  • Baumbetrachtung

    Baumbetrachtung

    Teil 2: Baum-Heilkunde der Birke

    Die Birke kann an ihren unterschiedlichsten Standorten mit dem Wasserhaushalt der Natur sehr gut umgehen. Aus dieser Betrachtung heraus wird sie traditionell als Mondpflanze bezeichnet. Der Mond bewegt die Flüssigkeiten in den Pflanzen und im Menschen. Wir Menschen benötigen Wasser für viele wichtige Lebensprozesse. Unsere Körperflüssigkeiten regulieren Temperatur, transportieren Nährstoffe und Sauerstoff und befreien den Körper von Stoffwechselprodukten.

    Unsere Körperflüssigkeiten regulieren Temperatur, transportieren Nährstoffe und Sauerstoff und befreien den Körper von Stoffwechselprodukten. Nach dem Simile-Prinzip „Ähnliches hilft Ähnlichem“, unterstützt sie den Wasserhaushalt im menschlichen Körper, mobilisieren Flüssigkeit im Körper und hilft somit beim Entschlacken.

    In der modernen Phytotherapie bestätigen sich diese Anwendungsweisen der Birke durch die Erforschung der Inhaltstoffe von Flavonoiden, Saponinen, Gerb- und Bitterstoffe, Salicylate und Mineralien wie Kalium und Calcium. Sie ist eine Pflanze zur Durchspülung (Aquaretika). Sowohl aus dem empirischen Erfahrungsschatz als auch aus neuesten Erkenntnissen gewonnen ist die Birke eine Stoffwechsel- und Rheuma-Pflanze.

    Rezepte

    Frischer Birkenblättertee:
    Tee aus jungen, frischen Blättern regen Galle, Niere und Blase an. Sie wirken harntreibend, entzündungswidrig und schweißtreibend und helfen bei Gicht, die ja durch Harnsäureablagerungen in den Gelenken hervorgerufen wird. Auch Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme) werden durch die entwässernde Wirkung abgeleitet. Sie ist somit heilend bei Blasenentzündungen und Nierenschwäche. Eine Teekur über vier Wochen mit drei Tassen Birkenblättern täglich kann hilfreich sein. Herstellung: Für den Tee werden die jungen Birkenblätter zwischen Mai und Juni gepflückt. Nach Juni enthält das Laub nicht mehr so viele Wirkstoffe. Für den Birkenblättertee übergießen Sie pro Tasse 6-8 frische Blätter mit kochendem Wasser und lassen den Aufguss fünfzehn Minuten ziehen. Danach durch ein Sieb abgießen und langsam in kleinen Schlucken trinken. Die längere Ziehzeit für den Tee kommt durch den Inhaltsstoff der Flavonoide, welche sich nur langsam lösen.

    Ein Birkenölauszug
    Die in den Birkenblättern enthaltenen Gerb- und Bitterstoffe haben eine Heilwirkung auf die Haut. Äußerlich angewendet wirkt sie bei Ekzemen, Hautflechten und sogar Kopfhautschuppen.
    Herstellung: Die beste Zeit zum Sammeln von Birkenblättern ist ein sonniger Frühlingsmorgen. Dann haben die jungen, zarten Blätter den höchsten Wirkstoffgehalt. Geerntet werden sie nicht einzeln, sondern mit den Zweigen. Dafür schneidet man etwa 50 cm lange Birkenzweige mit einer Astschere. Zur optimalen Wundheilung des Baumes schneidet man sauber bis zum vorherigen Ast zurück. Die Birkenzweige sollte man vor dem Verarbeiten der Blätter ca.12 Std. in einem Raum auf einem Tuch antrocknen. Diese bitte nicht dem direkten Sonnenlichte aussetzen.
    Durch die Trocknung verdunstet Wasser aus den Blättern, somit erhöht sich später die Konzentration der Wirkstoffe im Öl.
    Nach der Trocknung zupft man die Birkenblätter von den Zweigen und füllt diese locker zur Hälfte in ein entsprechend großes Glas und übergießt dies mit Sesamöl. Achten Sie darauf, dass das Sesamöl die Blätter vollständig bedeckt, damit diese nicht anfangen zu schimmeln. Nun werden die Blätter mit einem Holzstampfer leicht zerdrückt, sodass der Pflanzensaft und die Wirkstoffe leichter ins Öl übergehen können. Bedecken Sie das Glas mit einem grobmaschigen Baumwolltuch, damit das Öl atmen und das Wasser entweichen kann. Das Glas an einen sonnigen, trockenen Platz stellen und einmal täglich mit einem Holzlöffel umrühren. Nach 3–4 Wochen werden die Birkenblätter durch ein Tuch abgeseiht. Dem Birken-Öl kann man wahlweise ätherische Öle hinzufügen. Diese verleihen ihm einen angenehmen Duft und zusätzliche Wirkungen. Zum Beispiel wirkt Lavendel entspannend und ausgleichend, Zitronengras belebend und reinigend. Auf 100 ml Birkenölauszug können sie ca. 10 Tr. ätherisches Öl hinzugefügt. Bewahren Sie das Massageöl in einem dunklen, verschließbaren Glasbehälter auf. Beschriften Sie Ihren Heilpflanzenölauszug mit allen Ingredienzen und dem Haltbarkeitsdatum. In der Regel ist das Birkenöl 1 Jahr haltbar.

    Birkenblättersalz:
    Eine weitere Möglichkeit, die stoffwechselfördernde Wirkung der Birkenblätter zu nutzen ist es, ein Birkensalz herzustellen. Dieses Birkensalz kann zum Vollbad oder Fußbad genutzt werden. Damit das Birkensalz nicht im der (Fuß)Wanne herumschwimmt, fülle ich dieses in ein Baumwoll-Beutelchen.
    Herstellung: Für 250 gr. Meersalz nehme ich ca. 30 gr. Birkenblätter. Diese schneide ich klein. Im Mörser werden die Birkenblätter und das Salz verbunden. In ein Glas abfüllen und ein paar Tage stehen lassen. Die fein zerriebenen Birkenblätter werden durch das Salz konserviert. Es ist ca. 1 Jahr haltbar.

    Kulinarisches in der Küche:
    Die nach dem Austrieb gesammelten jungen Blätter sind außerdem eine gesunde und schmackhafte Beigabe zu frischen Wildkräutersalaten.

  • Frühjahresmüdigkeit und Nebennierenerschöpfung

    Frühjahresmüdigkeit und Nebennierenerschöpfung

    Stress ist in unserer heutigen Zeit zu einem treuen Begleiter geworden. Beruf – und Privatleben fordern einen jeden Tag aufs Neue zu Höchstleistungen heraus, muss doch alles möglichst schnell, absolut perfekt und in einer – nach außen scheinenden – natürlichen Gelassenheit erledigt werden. Die vielzitierte Frühjahrsmüdigkeit kann auch der Beginn einer Nebennierenerschöpfung sein.

    Die Nebennieren sind zwei walnussgroße Drüsen, die auf den Nieren sitzen und bestehen aus Nebennierenmark (Medulla) und Nebennierenrinde (Cortex glandulaesuprarenalis). Im Mark werden die Hormone Adrenalin und Noradrenalin gebildet, sie sind ein Teil der Antwort des Körpers auf Stress. In der Nebennierenrinde (macht 3?4 der Nebenniere aus) werden u. a. das Hormon DHEA (Dehydroepiandrosteron), sein Gegenspieler – das lebenswichtige Cortisol – und das Mineralocorticoid Aldosteron gebildet. Letzteres ist wichtig für den Elektrolyt- und Wasserhaushalt und somit auch für die Blutdruckregulierung. Eine ausgewogene Mineral- und Vitaminzufuhr ist für die Genesung der Nebenniere unabdingbar. Hypothalamus und Hypophyse – zwei kleine Drüsen im Gehirn – regulieren wie ein Thermostat die Hormonproduktion. Sie reagieren auf Hektik und Leistungsdruck wie auch auf emotionale, seelische Stressoren. So lösen auch andauernde Aufopferung, Minderwertigkeitsgefühle und unverarbeitete Verluste die Stressreaktion aus. Eine schlechte, unausgewogene Ernährung und Umweltgifte führen schlussendlich zu einer Erschöpfung der Nebennieren. Die Symptome sind mannigfaltig und die Nebenniere ruft geradezu nach Hilfe und vor allem nach Ruhe.

    Wie zeigt sich die Nebennierenerschöpfung? Mögliche Symptome sind bleierne Müdigkeit Kraftlosigkeit, innere Unruhe, Schlafstörungen sowie Konzentrationsschwäche und eine Traurigkeit, die sich bis zur Depression ausweiten kann. Dies sind nur einige der möglichen Symptome, auch andere Beschwerden, die auf den ersten Blick anderen Grunderkrankungen zugeordnet werden, stehen mit der Nebennierenerschöpfung in Verbindung: Allergien, ein schwaches Immunsystem, häufige Atemwegsinfektionen, Darmprobleme, Libidoverlust und Menstruationsbeschwerden.

    Naturheilkundliche Maßnahme

    Neben einer ausgewogeneren Ernährung, kleinen Mahlzeiten, regelmäßiger Bewegung, ausreichend Schlaf und einer angepassten Vitamin- und Mineralstoffzufuhr (Chrom, Selen, Zink, Magnesium, Vitamin C und Vitamin B5 (=Pantothensäure), gibt es auch einige Heilpflanzen für die Nebenniere. Ein Fertigpräparat zur Stimulierung der Nebenniere ist das Phytocortal. Dieses homöopathische Komplexmittel enthält drei potenzierte Pflanzen: Gänseblümchen, Schöllkraut und wilde Yamswurzel. Gute Erfolge lassen sich auch mit einem Frischpflanzenauszug aus vier Heilpflanzen erzielen, den wir in der Apotheke frisch für Sie zubereiten. Dieser besteht aus den nebennierenstärkenden Pflanzen Rosenwurz, Süßholz, Juckbohne und Johannisbeere.