Mein Name ist Dieter Poik. Ich bin Vater zweier inzwischen erwachsener Töchter und Großvater dreier wunderbarer Enkelkinder. Sie sind meine größten LehrerInnen und Zentrum meiner Bemühungen, stetig ein besserer Mensch werden zu wollen als …
(mehr …)Monat: Februar 2022

Einladung zum TEM-Tag in Wien
Impulsvorträge: Austausch, Buffet; Musik
Sonntag, 06. März 2022
Wer: für Fachvereins-Mitglieder und TEM-Interessierte
Ort: Shambhala, Josefstädter Straße 5/1.Stock/JS1, 1080 Wien
Zeit: 11.00 Uhr – 16.30 Uhr.
Vortragende: Mag.a pharm. Ingeborg Rehak, Mag.a Claudia Waldner, Dr. med. Gerhard Kögler.Für das leibliche Wohl ist gesorgt, Eintritt frei, Anmeldung erbeten!
Programm:
Impulsvorträge der Mitglieder zu ihren Diplomarbeiten
- Mag.a pharm. Ingeborg Rehak: TEM als Hilfestellung für das Medium
- Mag.a Claudia Waldner: Die Gesundheit der Frau aus Sicht der Traditionellen Europäischen Medizin/Irisanalyse in Theorie und Praxis
Vortrag
- Dr. med. Gerhard Kögler: Salutogenese in der täglichen Arztpraxis-Praxistage in der Ordination Dr. Kögler
Mittagsbuffet: ca. 13.00-14.00 Uhr
Musik: mit Hamid Mehregan und Freunde
TEM-Interessierte aus dem Freundes- und Familienkreis sind ebenso herzlich willkommen!
Ich bitte um Anmeldung unter erna.janisch@tem-fachverein.com oder 0699 1408 1404
Grüße
Erna Janisch
Vorstandsvorsitzende TEM Fachverein
Text und Bilder zur Verfügung gestellt von Erna Janisch

Aderlass nach Hildegard von Bingen
19. März 2022 vormittags in Wien
Der Aderlass reinigt und entgiftet den gesamten Organismus. Bereits Hildegard von Bingen wendete den Aderlass an, um die Eukrasie zu bewahren bzw. wiederzuerlangen.
Mit: Dr. Martin Spinka
Ort: Weißenwolffgasse 78, 1210 Wien, www.balance-therapie.at
Als Ganzheitsmediziner ist Dr. Martin Spinka einer der wenigen Spezialisten österreichweit, die das Aderlass-Verfahren nach Hildegard von Bingen durchführen und dabei langjährige Erfahrung haben. Der Aderlass, als reinigendes Ausleitverfahren eignet sich zur Entgiftung des Blutes und kräftigt auch das Abwehrsystem.
Laut Humoralmedizin werden dabei gezielt jene Anteile des Blutes ausgeleitet, die die Gesundheit beeinträchtigen oder eine Gesundung erschweren – die Blutneubildung und die Selbstheilung werden aktiviert. Nach dem Aderlass steht das Blut 2-3 Stunden in Ruhe. Es setzt sich dabei auf ganz eigentümliche und einzigartige Weise ab. Nach dieser Pause wird die Blutbeschau durchgeführt. Auf deren Basis wird eine Empfehlung abgegeben, wie man nach Hildegard von Bingen den Entgiftungsvorgang, den man mit dem Aderlass begonnen hat, weiter unterstützen kann. Dieser Befund ist keineswegs mit einem Blut-Labor-Befund zu vergleichen.
Der Aderlassvortrag am 04.03.2022 ist wesentlich für die Vorbereitung auf den Tag.
Da es notwendig ist, nüchtern zum Aderlass zu kommen, gibt es gleich im Anschluss ein stärkendes, blutaufbauendes Frühstück zubereitet von Michaela Hauptmann.
Die Übermittlung des Aderlassbefundes erfolgt per Email bzw. Post. (Auf Grund der Ruhezeit des Blutes ist eine persönliche Befundbesprechung nicht möglich. Herr Dr. Spinka steht dafür jedoch gerne in Linz, in seiner Privatordination – auf Honorarbasis – zur Verfügung)
Einige Tage der Ruhe und Schonung nach dem Aderlass einplanen.Infos und Anmeldung: bei Marion Schick unter 0676/400 8187 (ggf. Mailbox) oder info@balance-therapie.at, www.balance-therapie.at
Kosten: € 120,- inkl. Email-Befundung, Frühstück, Anleitung zur Vor- und Nachsorge und inkl. Aderlassvortrag am 4.03.2022
Text und Foto zur Verfügung gestellt: Dr. Martin Spinka, Ing. Michaela Hauptmann

Humoralmedizin 1
19.03. bis 20.03.2022
Veranstalter: TEM-Akademie, www.tem-akademie.com
Vortragender: Friedemann Garvelmann
Ort: Hotel Sperlhof, Windischgarsten/OÖ
Die Vier-Säfte-Lehre ist eine der unverzichtbaren und definierenden Grundlagen der TEM. Dabei dürfen die Humores (Blut, Schleim, gelbe Galle, schwarze Galle) nicht als Körperflüssigkeiten verstanden werden, sondern als Repräsentanten der qualitativen Wirkprinzipien der Natur im menschlichen Organismus: Wärme und Feuchtigkeit bzw. deren Polaritäten. Damit sind sie sowohl die stofflichen als auch energetischen Voraussetzungen für alle Funktionen der Organsysteme, sowohl im Zustand der Gesundheit als auch bei Krankheiten. Dieses Seminar vermittelt das Basiswissen der Säftelehre als Grundlage einer ihr gemäßen, eigenen Physiologie und Pathophysiologie, als Grundlage für Diagnostik und Therapie in der TEM. Humoralmedizin 1 und 2 sind aufeinander aufbauende Veranstaltungen.
Humoralmedizin 2 findet vom 19.03. bis 20.03.2022, statt.
Weitere Informationen und Anmeldung unter: https://www.tem-akademie.com/termin/humoralmedizin-1-2022/Text und Bilder zur Verfügung gestellt: Erna Janisch TEM-Akademie, www.tem-akademie.com; Friedemann Garvelmann, www.trad-nhk.org

Aderlass nach Hildegard von Bingen
21. März, vormittags in SonnenApotheke Gunskirchen
Mit: Dr. med. Martin Spinka
Aderlass ist ein uraltes Reinigungsverfahren, das auch heute noch in den Krankenhäusern angewandt wird. Es unterstützt die Entfernung von Giftstoffen aus dem Körper, führt zu einer Verbesserung des gesamten Stoffwechsels und regt zudem das körpereigene Immunsystem an.
Der Aderlass entspricht der Nachahmung der Mens einer Frau. Frauen haben durch diesen monatlichen „Aderlass“ den Männern gegenüber enorme gesundheitliche Vorteile. Vor allem aber wird durch diesen natürlichen „Aderlass“ einer Frau das Risiko an einem Leiden des Herz-/Kreislaufsystems zu erkranken stark reduziert. Im Wechsel allerdings haben Frauen wieder das gleiche Herz-/Kreislaufrisiko. Wäre es da nicht angebracht, ein sanftes und bewährtes Ausleitungsverfahren wieder mehr ins Rampenlicht zu rücken?!
Anmeldeformalitäten, Informationen und weitere Termine unter www.sonnenapo.at, telefonische Anmeldung unter: +43 7246 8700
Text und Bild zur Verfügung gestellt: Mag.a pharm. Dr. Karin Rahman,
www.sonnenapo.at
Geomantisch- mythologische Reise in die Vogesen
19. bis 24. April 2022
Verwunschene Wälder, heilige Quellen, sagenumwobenen Klöster und geschichtsträchtige Kraftorte öffnen die Pforten für eine Erlebnisreise zu uraltem Wissen.
In den Vogesen (Ostfrankreich) sind noch viele ursprüngliche Heiligtümer verborgen. Es ist eine Landschaft mit verwunschenen Wäldern, alten geschichtsträchtigen Kraftplätzen, sakrale Quellen und Berggipfel die zum Verweilen einladen und unsere Sinne für Aus- und Weitblicke öffnen.
Berg, Weg, Wissen:
Auf unserer Reise können wir Herzensbegegnungen und Wesensberührung mit Pflanzen und Bäumen, Tieren, den Wesen der Natur und der Landschaftsenergie stattfinden lassen. Jedes Land und jede Gegend haben ihre eigene Mentalität, ihr eigenes Licht, ihren eigenen Boden und ihren eigenen Himmel. Dies alles begegnet uns, wenn wir das jeweilige Land bewusst und mit wachen Sinnen erfahren. So wird die Reise zur verwandelnden Fahrt, zur Wallfahrt, die unseren Geist beflügelt und unsere geistige Entwicklung anregt. Durch verschiedene Übungen werden wir die Landschaft erkunden und durchdringen. Außerdem freundliche Menschen und gute elsässische Küche.
Themen:
Geologie und Geomantie, achtsame Naturbegegnungen und Landschaftsqualitäten wahrnehmen, Baumbetrachtungen und Baumheilkunde, kraftvolle Naturmeditationen und inspirierende Wahrnehmungsübungen.
Anforderungen/Voraussetzung:
Für unsere Wanderungen und Erkundungen ist eine mittlere Kondition erforderlich. Auf unseren Wanderungen bewegen wir uns oft auf alten Pfaden, die auch mal auf unebenem, steinigem Gelände sein können, Steigungen von bis zu 200 Metern sind zu bewältigen.
Programmänderungen sind wetterbedingt möglich. Jeder Teilnehmer nimmt auf eigenes Risiko an den geführten Wanderungen und Ausflügen teil.Reiseleitung: Franca Bauer und Katalin Jocham
Kleine persönlich geführte Reisegruppe bis maximal 10 PersonenReisegebühr: € 480,00 incl. persönlicher Reisebroschüre zzgl. Übernachtung/Verpflegung
Seminarort: Vogesen, Le Hohwald
Wir freuen uns sehr, diese Woche mit Ihnen/Dir zu verbringen und teilen gerne mit Dir/ Euch die Freude am Erkunden und den schönen Plätzen der Vogesen.
Herzliche Grüße, Franca Bauer
Weitere Informationen und Anmeldung unter: www.franca-bauer.de/seminar/in-den-bergen-und-waeldern-der-heiligen-odilie
Reiseinformationen zum Downloaden: Vogesenreise Frühlingserwachen

Webinar: „Weg von der Haiflosse- hin zu starken Knochen und gesunden Gelenken“
23. April 2022
Vortragender: Jo Marty
Zeit: 10:00 – 13:00 Uhr
KOSTENLOS
„Knorpelaufbau, jetzt aber mal richtig“
natürlich, effizient, erfolgreichJa, es geht: Knorpelaufbau mit der Methoden der Naturheilkunde.
Ja, es stimmt: es braucht Zeit, Konsequenz und Wissen.
Ja, es bedarf: einer Kombination aus den Methoden der Gemmo-Oligo- und Phytotherapie und Nahrungsergänzung.
Ja, es trifft zu: dass mit flankierenden Maßnahmen wie Bewegungs-Atem-Farb-Therapie und Ernährungstherapie noch schnellere Erfolge zu gesunden Gelenken erzielt werden können.
Ja, es funktioniert. Wenn Sie das Online-Seminar vom 23. April besuchen, wissen Sie wie.Denn in diesem zeigt der Referent Jo Marty, wie aus einer gezielten Kombination einiger naturheilkundlichen Methoden die Knochenmatrix und das Knorpelgewebe aufgebaut und erhalten werden kann.
Sie erhalten die nötigen Hintergründe und Zusammenhänge der Wirkungsweise der vorgestellten Therapiekonzepte. Ebenso wird die Physiologie und Pathologie des Knorpelgewebes auf dem Hintergrund des Hormon-Stoffwechsels – und Immunsystem aufgezeigt.
Es erwarten Sie viele praktische Tipps und „fix fertige“ Therapieschemata zum belastbaren Knorpelgewebe.Dozent: Jo Marty, Uster, Schweiz

- Dipl. Andragoge, (Dipl. SKAL, IAP Basel)
- Ausbildung in Biochemie und Bionik und Biologie bei Dr. G. Spring ZH und Dr. Warnke, Universität des Saarlandes
- Dipl. Atem-Stimm-und Sprechpädagoge
- Dipl. Supervisor und Coach
Dipl. Ernährungsberater - Forscher und Entwickler sowie Patentinhaber naturheilkundlicher Präparate, Pflegesystem und Heilmittel für zahlreiche am Markt bekannte Marken
- Beschäftigt sich seit über 35 Jahren mit Biochemie, Biophysik und ist seit 25 Jahren Präsident der Schweizerischen Vereinigung für Biochemie nach Dr. Schüssler
- international bekannter Experte für die Mineralstoffe nach Dr. Schüssler und der Gemmotherapie
- Präsident approved Nature
- zahlreiche Publikationen in Fachzeitschriften
Text und Bild zur Verfügung gestellt: www.phytopharma.at

Die Organpflege im Jahreskreis
Februar – Wassermann – Uranus
Beine, Venen, Knöchel, Durchblutung
Eine eher sprunghafte Luftigkeit kann sich in den Tagen, in denen der Mond durch das Zeichen Wassermann wandert, spürbar machen. Dies sind Tage, an denen den Beinen, Venen, Knöchel besondere Beachtung geschenkt werden sollte. Nicht selten treten an diesen Tagen Venenentzündungen auf, die Beine fühlen sich schwer an, langes Stehen lässt die Säfte stauen. Es kann zu Wadenkrämpfen kommen.
Da darf der 5. Lendenwirbel auf eine eventuelle Verschiebung hin kontrolliert werden, was auch kalte Füße bewirken kann. Auf Knöchel und Wirbelsäule ist zu achten und ihnen die nötige Beweglichkeit zu erhalten.
Das Symbol des Wassermanns zeigt zwei übereinander liegende Wellen. Sie laufen nach rechts aus, was als zukunftsweisend betrachtet werden kann. Im Leben des Wassermanns sind Phasen, Wandlungen und die aufgeschlossene Weiterentwicklung wichtige Grundlagen, mit denen immer wieder neue Ordnungen angestrebt werden. Er mag es, wenn Reformen in festgefahrene Situationen hereinbrechen. Er will alles Mögliche gleich ausprobieren und auf Gültigkeit verifizieren.
Er liebt seine Freiheit, obwohl er treu ist und für die Gemeinschaft da ist. Mit Charm und Witz bringt er erfrischende Aspekte und Ideen ein, die der Zeit meist voraus sind. Den Individualismus, mit dem er immer wieder die Selbstbestimmtheit unterstreicht, möchte er anerkannt wissen. Ideal und Wirklichkeit gilt es, in seiner Mitte abzuwiegen, um nicht dem einen oder anderen Extrem zu viel Stärke zu überlassen.Was den Venen und müden Beinen in Wassermanntagen wieder Leichtigkeit verleiht ist dieses alte Rezept:
Man nehme 3-4 junge, noch eingerollten Sprösslinge des Farnkrautes (Dyopteris filix mas) und lege sie in Franzbranntwein, 40%igem Alkohol oder Brennspiritus und lasse sie ca. 4 Wochen ausziehen. Abgefiltert dient diese Tinktur zur Einreibung von sich schwer anfühlenden Beinen, nach einer anstrengenden Wanderung etc.
Die Thermik des Farns wirkt kühlend. Die ausgewachsenen Blätter dienten in früheren Zeiten, zum Büschel gebunden, als natürlicher Kühlschrank.Die Rosskastanie (Aesculus hippocastaneum) liefert als Tinktur, aus den Blättern angesetzt, ein gutes Mittel gegen Venenleiden, Krampfadern und Hämorrhoiden. Noch intensiver scheinen die eigentlichen Kastanien als Einreibung zu dienen. Das in den Samen enthaltene Aescin, zusammen mit anderen Saponinen bewirken die Abdichtung der Gefäße, beugt Schwellungen und somit Venenschwäche vor.
Eine sanft einmassierten Beinwellsalbe schafft Linderung und Gewebsstärkung zugleich. Eine Anwendung gegen Wadenkrämpfe aus früheren Tagen liefert der Bärlapp, in ein Kissen genäht, auf das der Betreffende die Beine am Fußende legt. Bärlapp (Lycopodium) steht unter Naturschutz und sollte im Fachgeschäft gekauft werden.
Unter den Planeten ist Uranus, der Planet des Wassermann-Zeichens, als der unruhige bekannt, der es sich plötzlich anders überlegt hat oder inspirierend agiert. Manchmal benimmt er sich recht rebellisch und möchte (oder kann) neue Impulse ideenreich anbringen.
Uranusaspekte im Horoskop sorgen für einen Zustand, der aus dem Gemisch schnell gelangweilt und unkonventionell mit neuen Ideen planmäßig verlaufende Lebensweisen durchkreuzen. Evolution und Reformen sind seine Antriebsfedern.
Weide – ein Baum gegen Schmerzen
Aspirin kennt jedes Kind. Rezeptfrei erhältlich schafft es rasche Abhilfe bei Schmerzen. Was hat das aber jetzt mit dem Weidenbaum zu tun?
Nah am Wasser gebaut…
Die Rinde der Weide (cortex salicis) zählt mit zu den ältesten Heilmitteln der Menschheit. In allen alten Hochkulturen fand sie Anwendung bei Fieber, Schmerzen, entzündlichen und rheumatischen Beschwerden.Die Weide gedeiht in sumpfig-feuchten Gebieten, besonders Ufer sind ihr bevorzugtes Habitat. Gemäß der Signaturenlehre und Eigenschaftenlehre der TEM kann man aus dem Weidenbaum einiges schlussfolgern: Die am Wasser gebaute Weide wirkt gegen Beschwerden in Gelenken, Rücken oder Kopf, die mit anhaltenden Feuchtestauungen assoziiert sind. Mit Weide als Therapeutikum werden Gelenke wieder funktionsfähig und biegsam, gleich den weich-biegsamen Ästen der Weide.
Die Weide ist nach dem Konsens der TEM-Ärzte deutlich kühlend und trocknend; sie kann daher auch bei hitzeinduzierten Erkrankungen und Fieber gut eingesetzt werden.Weidenrinde – die Mutter von Aspirin
Ein wichtiger Wirkstoff der Weidenrinde ist Salicin, der in der Leber zur Salicylsäure umgewandelt wird, und für die oben beschriebenen Wirkungen mit verantwortlich ist. In der chemisch-pharmazeutischen Forschung des 19. Jahrhunderts wurde dieses Salicin aus der Weidenrinde isoliert, untersucht und in weiterer Folge zu dem Schmerzmittel auf der Basis von Acetylsalicylsäure (ASS) weiterentwickelt, das unter dem Namen „Aspirin“ die Welt eroberte.
Alle Medikamente, Aspirin wie Weidenrinde, können unerwünschte Nebenwirkungen haben: Bei Aspirin sind das in erster Linie Magenprobleme. Neueste Studien zeigen, dass Extrakte der Weidenrinde bei einigen Indikationen eine Alternative zum Aspirin sein können, weil sie zuverlässig schmerzlindernd wirken, gut verträglich sind und kaum Magenprobleme triggern. Eine unerwünschte Nebenwirkung gibt es aber auch hier: Weidenrinde ist langsamer, so dass man der Tinktur Zeit geben muss, bis die Wirkung voll eintritt.Weidenrinden-Tinktur – so wird’s gemacht:
Orientiert man sich am phänologischen Kalender, ist der Winter bis etwa Mitte März die beste Erntezeit für Weidenrinde. Für den verantwortlichen Einsatz – bei ernsthaften bzw. andauernden Gesundheitsproblemen die Beschwerden mit dem Arzt abklären; grundsätzlich Therapien mit Therapeuten des Vertrauens besprechen – sollte man daher hinaus in die Natur, junge Zweige schneiden und dann weiterverarbeiten:Weidenrinde von den Zweigen schälen, gut zerkleinern und 1–2 Tag ruhen lassen.
Rindenstückchen mit 70-prozentigem Alkohol in ein Tinkturen-Glas lagenweise schichten und mit einem Holzstössel ein wenig „einstampfen“ – nach der „Gleichstandsmethode“: Alkohol muss das Pflanzenmaterial gut bedecken, d.h. er soll sogar ca. einen Finger breit überstehen.
Ansatz verschlossen vier Wochen mazerieren lassen und regelmäßig Flüssigkeitsstand kontrollieren. Man kann die Tinktur regelmäßig schütteln oder nachstampfen.
Tinktur kolieren – mit einem feinen Sieb, oder besser mit Hilfe einer Tinkturenpresse, so vorhanden. In Flaschen füllen. Sie ist bis zu 3 Jahre stabil.
Normale Einzeldosis: 10–15 Tropfen; bis zu dreimal täglich. (Die Tinkturen nach der Gleichstandmethode sind sehr konzentriert und wirksam!)

Die Rose des Winters
Die Töchter des Königs Proitos von Argos wurden, da sie gegen Hera oder Dionysos Frevel begangen hatten, von den Göttern mit Wahnsinn bestraft. Nachdem eine der Töchter daran verstorben war und die anderen Töchter noch wilder wurden und der Irrsin auf alle Frauen übergriff, heilte Melampus alle Frauen und erhielt von Proitos als Belohnung die Hälfte des Königreichs. Gemäß Dioscorides hatte er die Frauen mit der schwarzen Nieswurz behandelt.
Die schwarze Nieswurz, Helleborus niger, häufig Schneerose oder Christrose genannt, ist eine ausdauernde, immergrüne Pflanze aus der Familie der Hahnenfußgewächse. Der frische Wurzelstock wird im Dezember und Jänner gegraben, hat einen widerlich, ranzig, scharfen Geruch, der zum Niesen reizt. Der Geschmack des Rhizoms ist erst süß, dann bitter und beißend reizend. Alle Teile der Pflanze sind giftig und werden von Weidetieren wegen des Geruchs der Wurzel gemieden.
Schon im Altertum wurde die Wurzel bei Geisteskrankheiten verabreicht, bei Epilepsie, Wutanfällen, Melancholie oder bei Gicht. Sagte man im alten Rom von jemandem „Der hat die Nieswurz nötig!“ war damit gemeint, dass dieser leicht verrückt sei. Die Wurzelabkochung in Wein wurde als kräftig abführendes Purgiermittel genutzt, das Feuchtigkeit sowie Gelb- und Schwarzgalle austreibt“ (Matthiolus). Auch Verstopfungen von Pfortader und Milz sollten mit ihrer Hilfe gelöst werden. Die Wurzel diente weiters bei Hauterkrankungen, alten Wunden oder Gelenksrheumatismus in Form von Umschlägen oder als Puder. Später fand die Wurzel in geringer Dosierung bei Herzerkrankungen, Kopfschmerzen oder Amennorhoe Verwendung und galt als sehr gutes Hirn-, Uterus-, und Nierenmittel. Paracelsus empfahl das Pulver als Altersmittel zur Verlängerung des Lebens.
Heute hat die Wurzel bei vergleichbaren Indikationen Einzug in die Homöopathie gehalten, Samuel Hahnemann hat über die Schneerose seine Doktorarbeit geschrieben. Als Leitsymptom gelten melancholische Zustände, die mit starker Erregung wechseln; „allgemeine, muskuläre kardiale oder renale Schwäche, die mit Ödemen in Beinen und Körperhöhlen verbunden ist“ (Garvelmann) gilt als wesentliches Kennzeichen. Typische Indikationen sind reduzierte Vitalität, schweres Atmen oder Lungenödeme, Nierenentzündungen, pulsierenden Kopfschmerzen, stets verbunden mit Unruhe, auch im Wechsel. Die Wurzel gilt als warm und trocken. Sie steigert die physiologische Wärme, eliminiert Schärfen sowie phlegmatische Stauungen, wirkt reinigend und auf Gewebsverhärtungen erweichend. Der Christrose werden immunmodulierende und tumorhemmende Wirkungen nachgesagt; entsprechende Untersuchungen liegen vor. Welche Inhaltsstoffe für diese Wirkung in Frage kommen, müssen weitere Untersuchungen zeigen. Bekannte Wirkstoffe sind herzwirksame Glycoside, Alkaloide sowie Steroidsaponine. Der Einsatz bei Krebspatienten erfolgt bis dato jedoch nur auf anthroposophischer Basis, oft in Kombination mit Mistelpräparaten.
In der Nieswurz zeigt sich überwiegend die Kraft des Saturns: Sie wächst in den nördlichen Kalkalpen auf Abhängen und in Wäldern; sie ist ein Kalkanzeiger. Ihre Blätter sind immergrün, sieben bis neunfach charakteristisch pedat gefiedert und ledrig. Auch die antizyklische Blütezeit ist durch den Saturn geprägt. Aus der nickenden Knospe entwickelt sich auch bei Schneelage gelegentlich bereits um Weihnachten, zumeist erst nach Lichtmess, die weiße Blüte. Das Weiß der Blüte ist mit Neubeginn und Helligkeit assoziiert. Da die Schneerose im Winter, manchmal bereits zur Wintersonnwende blüht, galt sie lange als Orakelpflanze. Die Blüte gilt als botanische Besonderheit: Die zu Blütenblättchen modifizierten Kelchblättchen sind spiralig angeordnet, die eigentlichen Kronblättchen zu Nektarien umgestaltet. Sie bilden reichlich duftenden Nektar, um Wildbienen anzulocken. Die Nieswurz kann unabhängig davon ihren eignen Pollen zur Selbstbestäubung nutzen. Die Staubblätter sind gelb, in deren Mitte mehrere oberständige Fruchtblätter stehen. Nach der Bestäubung bleiben die Blütenblätter erhalten, ergrünen und dienen der Versorgung der heranreifenden Balgfrüchte. In der immergrünen Farbe zeigt sich die Sonne, in der Schärfe der Wurzel der Mars. Die schwarze Farbe des Rhizoms sowie der Geruch und die Giftigkeit sind jedoch wieder Zeichen des Saturns.
Die schwarze Nieswurz, die der Überlieferung nach früher Menschen vor dem Tod bewahrte, hat ihre Bedeutung in der Traditionellen Europäischen Medizin nicht gänzlich verloren und wird heute therapeutisch in verdünnter Form genutzt. Um die winterliche Melancholie zu vertreiben, kann man verschiedene Arten an schattigen Plätzen in den Garten setzen und sich zeitig im Jahr an der Schönheit der Rose des Winters erfreuen.

