Monat: Januar 2020

  • Gemmotherapie

    Gemmotherapie

    AutorInnen: Chrischta Ganz, Louis Hutter, Adrian Gerber (Fotos)

    Das vorliegende Buch stellt erstmals im deutschsprachigen Raum die Gemmotherapie umfassend und erweitert durch humoralmedizinische sowie herbalastrologische Aspekte dar.

    Es werden über 50 Knospen und ihre Anwendungsmöglichkeiten detailliert vorgestellt. Eine Anleitung zeigt, wie man Gemmomazerate selbst herstellen kann. Ein ausführlicher Indikationsteil sowie Behandlungsvorschläge häufiger Beschwerden erleichtern die konkrete Anwendung für Fachpersonen wie auch für naturheilkundlich interessierte Laien.

  • Anis, duftendes Gewürz und Hustentee

    Anis, duftendes Gewürz und Hustentee

    Die würzige Doldenblütler – Familie

    Fast die gesamte Familie der Doldenblütler zählt zu den guten Freunden des Mensches. Zu den Doldenblütlern zählen etliche unserer wertvollsten Gewürze wie Anis, Fenchel, Kümmel oder Dill, die bei uns nicht wildwachsend vorkommen, sondern aus Anbau stammen. Im Garten kann man sie selber kultivieren.

    Anis (Pimpinella anisum) ist ein einjähriges Gewürzkraut, dessen süß- duftende Früchte (Samen) wir als Gewürz verwenden. Anis stammt vermutlich aus Ägypten, war aber schon vor Jahrtausenden in Griechenland bekannt. Dioskorides meint, dass er „als Arznei und Gewürz gesund ist“. Plinius erläutert in seiner Naturgeschichte:“ Er gibt dem Atem einen guten Geruch, dem Gesicht ein jugendliches Aussehen und erleichtert schwere Träume, wenn man ihn über dem Kopfkissen aufhängt“. Im antiken Rom empfahl man daher, am Abend Aniskekse zu essen, um Albträume zu vermeiden. Diese Duftwirkung kann von der Aromatherapie bestätigt werden. Aber auch als Liebespflanze wurde er im antiken Griechenland genutzt. Er stand im Ruf, Lust und Begierde zum Beischlaf zu wecken. Später meinte man, dass Getränke mit Anis den Kindersegen fördern. Tabernaemontanus empfahl ihn als Hustenmittel bei Erkältungen und auch als Mittel gegen Ungeziefer sollte er wirken: “Der Sam vertreiben die schaben von den kleydern“, womit wohl Motten gemeint waren. Neue Forschungen zeigen übrigens, dass das ätherische Öl des Anis Hausstaubmilben vernichten kann.

    Anis als Gewürz
    Bei Anis denkt man primär an Weihnachtsbäckerei wie Anisbögen, doch es gibt auch anderes Kleingebäck mit Anis, das man das ganze Jahr genießen kann. Süßspeisen wie Kompotte, Obstsalate und Marmeladen, vor allem Zwetschkenmarmelade, sind die häufigsten Gerichte, denen Anis zugegeben wird. Experimentierfreudige KöchInnen können ihn auch zu Marinaden für Fisch und Krustentiere geben. Hauptanwendungsgebiet zum Aromatisieren mit Anis sind aber alkoholische Getränke wie Ouzo, Raki uns Pastis.

    Griechische Anisplätzchen
    180g Mehl mit 80g Butter, 100gZucker, 2 Eigelb und fein zerstoßenem Anis verkneten, 20 Minuten kalt stellen. Dann ausrollen und Kreise ausstechen. Mit Eigelb bestreichen und mit braunem Zucker bestreuen. Ca. 15 Minuten hellgelb backen. Schmeckt hervorragend zu sommerlichen Getränken.

    Anis als Hustenmittel
    Die eigenartigen Härchen an den Samen erinnern an das Flimmerepithel in unseren Bronchien. Vermutlich aufgrund dieser Signatur wurde Anis schon immer als Hustentee verwendet. Tatsächlich konnte wissenschaftlich bestätigt werden, dass das ätherische Öl des Anis und da vor allem der Bestandteil Anethol die Tätigkeit des Flimmerepithels stark anregt und deshalb auswurffördernd wirkt. Das ätherische Öl ist auch sehr stark antibakteriell und schwach krampflösend. Anis ist also ein optimaler Hustentee, der, da wohlschmeckend, vor allem bei Kindern sehr beliebt ist.

    Dosierungen:
    0-1 Jahre: 1 Mokkalöffel
    1-4 Jahre: 2 Mokkalöffel
    4-10 Jahre: ½ Telöffel
    ab 10 Jahren: 1Teelöffel
    Samen zerquetschen und je Dosis mit ¼ l heißem Wasser aufgießen, 5 Minuten ziehen lassen.

    Weitere Heilwirkungen
    Anisfrüchte haben ähnlich wie Kümmel und Fenchel auch eine blähungswidrige Wirkung; allerdings nicht so stark. Anistee bewirkt aber auch eine Steigerung der Speichel- und Magensaftsekretion. Bei Mundtrockenheit hat der Tee daher eine gute Wirkung. Ähnlich wie Fenchel ist Anistee milchbildungsanregend und da östrogenisierend, auch ein guter Tee bei Wechselbeschwerden. Während der Schwangerschaft muss man nicht ganz verzichten, aber schwach dosieren.

    Der Duft des Anis
    Die alten Römer hatten recht- Anis hilft vor allem Menschen, die gestresst und müde sind. Wenn man gleichzeitig müde und unruhig ist, wenn die Gedanken hin und her springen, hilft der Tee, einzuschlafen. Albträume zeigen sich als Übermaß negativer Energien und ein Anistee oder -keks am Abend kann helfen, diese zu reduzieren.

  • Jeder Person das richtige Kraut – Thymian oder Eibisch?

    Jeder Person das richtige Kraut – Thymian oder Eibisch?

    Die TEM sagt, Thymian sei wie „loderndes Pflanzenfeuer“. Und das Spiel mit dem Feuer will gelernt sein, denn Thymian ist nicht immer das richtige Kraut, wenn man Probleme mit den Bronchien hat.

    Die Therapie mit Heilpflanzen wird oft vorschnell mit der TEM in Verbindung gebracht, was allerdings nicht ganz korrekt ist: Die TEM beginnt erst dort, wo der richtigen Person das richtige Kraut verordnet wird. Die TEM kennt nämlich keine „Einheitstherapie“ für einen „Einheitspatienten“. Hierzu ein konkretes Beispiel!

    Thymian bei feucht-kalter Bronchitis
    Thymian ist eine Heilpflanze, die allseits bekannt ist. Im Internet wird er auf unzähligen Webseiten als Tee oder Zubereitung bei Bronchitis empfohlen. Neueste Studien haben in der Tat gezeigt, dass Thymian bronchopulmonal wirksam ist. Allerdings passt er nicht für jeden zu jederzeit: Thymian wird in den klassischen Schriften der TEM als „sehr wärmend und trocknend“ klassifiziert – er ist quasi die Hitze und Trockenheit des Sommers in Form eines Heilkrauts. Von daher erklärt sich, warum Thymian gegen die kalte, schleimig-feuchte Bronchitis so wirksam ist. Bei einer heiß-trockenen Bronchitis hingegen, womöglich mit Fieber und trockenen Reizhusten, ist Thymian kontraindiziert. Hier liegt man mit dem kühlenden Spitzwegerich oder dem kühlend-befeuchtenden Eibisch goldrichtig.

    Personalisierte Gesundheitssorge mit der TEM!
    Die Stärke der TEM liegt in ihrer personalisierten Herangehensweise. Authentische TEM kennt keine Einheitstherapie, die für jeden passte, sondern bemüht sich stets um die „maßgeschneiderte“ Therapie. Lernen Sie diese authentische Heilpflanzenkunde der TEM im Rahmen von Bildungsveranstaltungen des Fachvereins für TEM und seiner Partner-Institutionen kennen; klicken Sie sich gleich in den Veranstaltungskalender!

  • Hildegardmedizin

    Hildegardmedizin

    Winter Abwehrstärkung/Grippevorbeugung

    Zweifelsohne ist eines der bewährten Rezepte aus der Hildegardmedizin der WERMUTWEIN. Die Vorbeugung bewirkt naturgemäß auch eine Aktivierung und Stärkung der Immunabwehr. Dieser Wermutwein sollte jedoch sinnvoller Weise in der Zeit von Mai bis Oktober frisch zubereitet und eingenommen werden.

    Zubereitung
    1 l guter Rotwein wird mit 150 g Honig sanft gekocht, gießt 40 ml frischer Wermutsaft (Artemisia absinthium) dazu, nimmt ihn vom Feuer und füllt ihn in eine saubere Flasche mit Schraubverschluss. Der Wermut sollte zu Vollmond geerntet werden, da seine Blätter zu der Zeit am saftigsten sind.

    Das Universalheilmittel und Grippevorbeugungsmittel von Hildegard in unser Zeitalter überliefert ist das GOLDMEHLPULVER, als GOLDKUR bekannt. Es genügt, sie ein Mal im Jahr durchzuführen.

    Zubereitung
    Die Herstellung des Goldpulvers im häuslichen Rahmen ist relativ aufwändig. Daher empfiehlt es sich, es in einer Fachapotheke für Hildegardmedizin zubereiten zu lassen, da Gold nicht gleich Gold ist und hier Nugget-Gold-Pulver benötigt wird. 1,2 g naturreines Nuggetgold pulverisiert mit 2 Eßl. fein gemahlenem Dinkelvollkornmehl oder Weizenfeinmehl und 2 Eßl. Wasser zu einem Teig kneten. Die Hälfte dieses Teiges morgens nüchtern essen. Die verbliebene Hälfte kühl stellen.. Diese tags darauf zu einem Keks formen und im Backrohr ca. 5 Min. bei 160 ° backen, nüchtern gegessen.