Monat: April 2023

  • Ölsalbung – typengerechtes Verwöhnprogramm

    Ölsalbung – typengerechtes Verwöhnprogramm

    Massageöle mit ätherischen Ölen sind weit verbreitet. Die TEM vertraut hingegen auf klassische Mazeratsöle, die einfach herzustellen sind. Insbesondere für ein erfolgreiches Detox-Fasten sind derartige Öle unverzichtbar und tun einfach gut…

    TEM-Öle – subtil und hochwirksam
    Massage-Öle selber zubereiten ist scheinbar einfach, denn das Internet ist voller Rezepte: Ätherische Öle in ein Trägeröl einträufeln, gut schütteln und fertig ist ein stark duftendes Öl. Wer hingegen in die Rezeptbücher der TEM schaut, wird überrascht sein. Die TEM hat zwar an sich nichts gegen ätherische Öle in Trägeröl, aber wendet diese Mischung nur an wenig Arealen ganz gezielt und keinesfalls auf dem ganzen Körper an: an den Schläfen, hinter den Ohren, Nacken, Hand- und Fußgelenke… Für eine Ganzkörpermassage hält die TEM derartige Misch-Öle für kontraproduktiv und vertraut lieber auf Mazeratsöle, bei denen Heilpflanzen in Öl 2–3 Wochen lang bei Zimmertemperatur ausgezogen werden; oder die, wenn es schnell gehen soll, mit Hilfe von Wärme innerhalb von 2 Stunden auf dem Herd fertig sind. Diese Öle sind zwar im Duft dezent, aber enthalten alle lipophilen (fettliebenden) Inhaltsstoffe und sind damit hochwirksam – für authentische TEM-Massagen und fürs Detox-Fasten.

    Personalisierte TEM-Ölbehandlungen– unverzichtbar für Detox
    Für ein gekonntes TEM-Detox-Fasten sind Mazeratsöle wichtig, wie auch ein Blick nach Indien unterstreicht: Im Ayurveda ist die Ausleitungkur Panchakarma ohne „medizinierte Öle“ undenkbar. In allen traditionellen Medizinsystemen haben Ölanwendungen für Detox einen besonderen Stellenwert: Ölziehen am Morgen, die orale Einnahmen von Öl, in der Form eines Öleinlaufs oder als wohltuende Öl-Salbung. In der TEM gelten hierfür folgende Zuordnungen:

    • Wer luftig drauf ist und wem ein wenig die Bodenhaftung abhandengekommen ist, der könnte ein Schafgarben-Mazeratsöl nutzen,
    • wer hingegen unter Spannung, Druck, Hitze und Entzündungen leidet, der profitiert von einem Rosen-Mazeratsöl,
    • wem der Lebensschwung abhandengekommen und wer traurig ist, der sollte auf ein Melissen-Mazeratsöl vertrauen und
    • wer energielos herumhängt und unter Lymphstauungen leidet, der ist mit einem Thymian-Mazeratsöl gut beraten.

    Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von Mediziner:Innen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Maßnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

  • Wegbegleiter Gundermann

    Wegbegleiter Gundermann

    Das kleine Kraut mit großer entschlackender Wirkung begegnet uns überall vor der Haustüre.

    Er soll vor Blitzschlag schützen, Bauern zu mehr Milch verhelfen, hellsichtig machen können, Hexen und die Pest abwehren. Doch die Wirkungen des Gundermanns auf den menschlichen Körper sind keineswegs ein Ammenmärchen.

    Wenn das Krächzen der Krähen dem fröhlichen Zwitschern der Singvögel Platz macht, scharrt er bereits in den Startlöchern. Der Gundermann, auch Gundelrebe oder Erdefeu genannt, kehrt nach seiner Winterpause zurück in die Gärten und freie Natur Mitteleuropas.
    Das rankende Kraut ändert rasch seine Gestalt. Während es Anfang März noch in dichten Polstern den Boden besiedelt, wuchern die Triebe nach der Blütezeit im April mit herz-nierenförmigen, gekerbten Blättern bis zu einem Meter.

    Humboldts Frühjahrssuppe
    Kulinarisch lässt sich das bittere Pflänzchen fast das ganze Jahr hindurch verwenden. Bereits Alexander von Humboldt aß es alljährlich drei Wochen lang in einer Frühlingskräutersuppe. Heute kennen wir diese in mehreren Variationen unter dem Namen „Gründonnerstagsuppe“. In Bitterschokolade getunkt, eignet sich der Gundermann auch als Dekoration für Desserts. Bis das Reinheitsgebot beim Bierbrauen eingeführt wurde, wurde er sogar dort als bittere Note und Konservierungsstoff eingesetzt. Heute erlebt das kleine Kraut in innovativen Kräuterbieren ein Revival. Seine Inhaltsstoffe sind aber nicht nur für einen außergewöhnlichen Geschmack, sondern auch für eine vielfältige Heilwirkung verantwortlich.

    Entwässernde Frühjahrskur
    Bereits sein Name verrät sein Einsatzgebiet: „Gund“ war das germanische Wort für „Eiter“. Die entzündungshemmende Wirkung des Gundermanns führt sich auf die ätherischen Öle und Flavonoide zurück. Flavonoide sind Farbstoffe in den
    Blüten, denen eine besonders hohe antioxidative Wirkung zugesprochen wird. Gundermann kann äußerlich, bei Geschwüren und Wunden, aber auch innerlich, bei Magen- und Darmverstimmungen oder Entzündungen des Mund-Rachen-Raumes verwendet werden. Indem man das Kraut mit Olivenöl auf der warmen Fensterbank ansetzt, kann ein heilender Ölauszug gegen Erkältungssymptome und zur Hautpflege leicht hergestellt werden. Zusätzlich zu seiner antioxidativen Wirkung bringt der Gundermann den Stoffwechsel in Schwung und die Verdauung auf Trab. Das unscheinbare Powerkraut wirkt entwässernd und fördert das Ausschwemmen von Schlacken und Schwermetallen aus dem Körper. Damit ist der kleine Gundermann eine große Heilpflanze und ein guter Begleiter bei einer entschlackenden Frühjahrskur.

    Rezept: Aufstrich mit Schafs- oder Ziegentopfen
    Zutaten: 1 Handvoll Kräuter (z. B. Gundermann, Giersch, Bärlauch, Scharbockskraut, Schafgarbe, Löwenzahnblätter oder Dost) 250 g Topfen (aus Schaf- bzw. Ziegenmilch) 2–3 EL Leinöl 1/2 Zwiebel, fein geschnitten 1 Knoblauchzehe, fein gehackt oder gerieben Salz und Pfeffer
    Zubereitung: Das Leinöl unter den Topfen rühren und Zwiebel sowie Knoblauch hinzugeben. Die Kräuter zerkleinern und unterheben, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Als Garnitur eignen sich Wildkräuterblüten, etwa von Löwenzahn, Gundermann oder Borretsch.

    Pflanzensteckbrief Gundermann (Glechoma hederaceae)
    Arten: Glechoma hederaceae und Glechoma hederacea „Variegata“ – eine Züchtung mit weißgrünem Laub
    Synonyme: Gundelrebe, Erdefeu, Soldatenefeu, Blauhuder, Donnerrebe, Heilrauf, Huder, Zickelskräutlein
    Wuchsform: 15–60cm flach wachsend bis kriechend mit charakteristisch vierkantigem Stängel, ab April blau bis rotviolett blühend
    Pflanzenfamilie: Lippenblütler (Fam. Lamiceae)
    Verwendete Pflanzenteile: Ganzes Kraut zur Zeit der Blüte im Frühjahr Anwendungsbereiche: Entschlackungskuren, Magen-Darm-Verstimmungen, Entzündungen des Mund- und Rachenraumes, schlecht heilende Wunden, Wurmbefall

    Text zur Verfügung gestellt von: Mag.a Dina Rahman, aus der Purpur Apothekenzeitung, Frühjahrsausgabe 2018, https://www.purpurapotheke.at/sites/default/files/2017-378_PUR_Fr%C3%BChjahrsausgabe_O1_lh.pdf

  • Pflanzenbetrachtung: Der Weißdorn

    Pflanzenbetrachtung: Der Weißdorn

    Teil 1

    Wenn der Weißdorn mit seiner weißen Blütenpracht erblüht, dann wissen wir, der hohe Frühling hat Einzug gehalten. Im Vorfeld fliegen schon die Bienen und Hummeln an die Blüten und prüfen, wann es endlich so weit ist. Und dann, ist es eine reiche Gabe an die Insekten, die sich laben an dem Nektar.

    Ein wahres Konzert von Summen und Brummen bildet sich um den Baum. Die frischen weißen Knospen schmecken ausgesprochen lecker und sind Farbtupfer auf süßen Speisen. Im Herbst sind die tiefroten Beeren eine reiche Nahrungsquelle und Delikatesse für die Vogelwelt.

    Kleine Orientierung zur Herkunft und Botanik
    Der Weißdorn ist ein Dornenstrauch aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) zu denen auch unsere bekannten Obstbäume wie z.B. Apfel, Birne, Quitte oder Schlehe zugehörig sind. Hauptsächliche Verwendung in der Heilkunde findet der Eingriffelige Weißdorn (Crataegus monogyna) und der Zweigriffelige Weißdorn(C.laevigata).

    Der Weißdorn kann bis zu ca. 12 m hoch werden, hat tiefreichende Wurzeln und verbindet sich somit tief ins Erdenreich. Er kann 500 Jahre & älter werden, liebt eher basische Kalkböden und ist überall in den gemäßigten Klimazonen der Nordhalbkugel zu Hause.
    Das harte feste Weißdornholz wird für Werkzeugstiele, Spazierstöcke, Schnitz- und Drechslerarbeiten verwendet. Der knorrige Baumstrauch ist zu finden auf Wiesen, an Waldrändern, in Hecken und in lichten Laubwäldern.

    Er ist ein Bote des Spätfrühlings, dann leuchtet sein Frühlingsgewand, überzogen mit einer weiß –rosa Blütenpracht. Gesammelt werden die Blüten und Blätter zum Zeitpunkt der Vollblüte von April bis Mai zur Zeit des höchsten Wirkstoffgehaltes. Die vollreifen mehlig-schmeckenden Beeren werden ab September geerntet.

    Vom Mund zum Ohr: Ein Feenbaum oder besungen und in Mythen beheimatet
    Im Volksmund ist sein Name „Hagedorn“. Im etymologischen Wörterbuch finden wir zu „Hag“ Verbindungen mit Hecke, Einfriedung, umfriedeter Ort als auch – hegen, hüten, schützen, pflegen, nähren, offenbart seine Bedeutung.
    Früher wurden dichte Weißdornhecken als lebendige Schutzräume gepflanzt – er hegt das offene Land – schützend ein.

    Im deutschen Volksglauben galt der Weißdorn als Wohnstätte der Elfen. Es wurde bunte Bänder und Haare in die Äste geflochten um die Elfen milde zustimmen als auch das Sie geneigt waren, gute Taten für den Spender zu vollbringen.

    In Irland hat sich dieses Gedankengut bewahrt. Ich habe noch einen Artikel von vor über 30 Jahren aufbewahrt. Dieser beschreibt die Situation von irischen Handwerkern, die eine Straße bauen sollten. Sie hätten einen heiligen Weißdorn fällen sollen, dem Sitz der Feen, dazu haben sie sich standhaft geweigert. Sie wollten auf gar keinen Fall den Zorn der Feen auf sich ziehen!

    Am westlichen Rand Europas finden sie wir noch. Aus der Zeit gefallene vorchristliche Heiligtümer, klobige und archaische Monumente aus der Megalithkultur als auch sogenannte Ringfords. Der Zeit und der Veränderung getrotzt finden wir diese Kraftorte und alte Siedlungsplätze umsäumt mit uralten knorrigen Weißdornhecken. Dort und auch an heiligen Quellen finden wir Sie – geweihter Weißdorn – geschmückt mit farbenfrohen Stoffbändern.

    Auch im altirisch-keltischen Baumkalender ist der Weißdorn bedacht, sein Oghamzeichen ist huathe. Altes Brauchtum besagt, dass die Zweige an der Tür eine abwehrende Schutzkraft vor Schad bringenden Geistern in sich tragen. Auch hier offenbart sich seine Bedeutung und besondere Beziehung zu den Feen: Kinderwiegen aus Weißdorn sollen verhindern, dass Kinder von bösen Feen ausgetauscht werden.

    Der isländische Name des Weißdornes svefnthorn Schlafdorn – spiegelt eine mythologische – mystische Bedeutung des Baumes wider, die wir in Märchen und Mythen wiederfinden.

    Odin benutzte einen Dorn von Weißdorn, um Brunhilde in einem magischen Schlaf zu versetzen.

    Die Fee Viviane/Niniane und Merlin: Der greise Prophet/ Druide Merlin hat sich unsterblich in Viviane verliebt. Nachdem Merlin ihr all seine Künste verraten hatte, bannte sie ihn mit dem von ihm erworbenen Wissen unter einem Weißdorn. Nur sie selbst konnte diesen Bannkreis durchbrechen und ihn, wann immer sie wollte, besuchen.

    In dem Märchen Dornröschen, wird die Prinzessin von einer Spindel (trad. Weißdorn – hart & zähes Holz) gestochen und fällt in einen tiefen hundertjährigen Schlaf. Ein Wiedererwachen im neuen Zeitalter findet statt. Sie war in der Anderswelt und wurde nicht älter.

    Der Weißdorn gebietet Schutz für Reisen in die Feenreiche, in andere Welten und Dimensionen und unterstützt die Kommunikation mit Ihnen.

    Ein hethitisches Gebet, das um 1500 v. Chr. geschrieben wurde:
    Du bist der Weißdornstrauch,
    im Frühling kleidest du dich weiß.
    Zur Zeit der Ernte aber kleidest du dich blutrot.
    Dem Schaf, das unter dir hinweggeht,
    rupfst du das Fell.
    So ziehe auch von diesen Mandanten,
    der durch das Tor (deiner Hecke) geht,
    Böses, Unreinheit und den Zorn der Götter weg.

    Mehr über den Weißdorn und seine Wirkung finden Sie im Mai-Newsletter.

  • Haare dicht wie eine Löwenmähne

    Haare dicht wie eine Löwenmähne

    Teil II – Die Haare ernähren

    Die Ernährung und die Regeneration des Haares finden in der Haarwurzel statt. All jene Stoffe, die zum Aufbau der Haarsubstanz des Haares notwendig sind, sollte man dem Haar durch die Nahrung zuführen. Biotin, das zum Vitamin B- Komplex zählt, wurde früher Vitamin H (für Haut und Haar) genannt.

    Heute weiß man, dass es tatsächlich wichtig ist für gesundes Wachstum von Haut, Schleimhäuten und Haaren. Biotin wird auch von den Darmbakterien produziert. Mängel an Biotin können daher nach langer Behandlung mit Antibiotika, Abführmitteln und extremen Fastenkuren auftreten und zeigen sich häufig auch in Haarausfall.
    Lebensmittel mit hohem Biotingehalt sind neben Leber, Fisch, gekochte Eier, Milch, Käse, Nüsse, Champignon. Darüber hinaus enthält Bierhefe und Gelee royale sehr viel Biotin. Biotin wird als Nahrungsergänzungsmittel vor allem auch gegen jahreszeitlich bedingten Haarausfall angeboten.

    Wichtig für gesunden Haarwuchs sind aber alle B- Vitamine. Auch Eisenmangel kann zu Haarausfall führen, Eisen sollte aber besser auf natürlichem Weg zugeführt werden (Brennnesselsaft, Sanddornsaft, Sesamsamen, Gemüsebrühen mit Petersil- und Liebstöckelblättern, Bierhefe).

    Auch Zink ist wichtig für den Haarwuchs (in Hülsenfrüchten, Nüssen und Pilzen, Kürbiskerne).
    Besonders wichtig zur Stärkung der Haare ist Silizium in Form von Kieselsäure. Diese kommt vor allem in den Randschichten des Getreides vor, also in Vollkornprodukten, besonders in Hirse, aber auch in Erdäpfeln. Fördern kann man die Kieselsäureaufnahme durch die Einnahme des Schüßler-Salzes Silicea D 12 (2 mal tgl. 2 Tabl).

    Was tun?
    Haarwuchsanregende Heilpflanzen sind altbekannte Kräuter wie Birkenblätter, Klettenwurzel oder Brennnessel, die entweder als Tee innerlich oder zur Spülung nach dem Haare waschen verwendet werden oder als Tinktur, auch wieder innerlich oder äußerlich (Einreiben auf der Kopfhaut).

    Birkenblätter: Regen den Stoffwechsel an, helfen den Körper zu entschlacken und die Säure – Basen – Gleichgewicht herzustellen. Innerlich in Form von Teekuren und äußerlich als Tinktur zum Einreiben in die Kopfhaut.

    Klettenwurzel: Gegen „grindige“ Hautkrankheiten empfahl Hildegard von Bingen die Klette. Oft sind Hauterkrankungen wie Schuppenflechte die Ursache von Haarausfall. Da hilft die leberstärkende, stoffwechselregulierende Wirkung der Klette innerlich. Der Tee schmeckt allerdings nicht sehr angenehm.
    Zubereitung: 1 gehäufter TL Klettenwurzel mit 1 Tasse kaltem Wasser übergießen, 5 Stunden ziehen lassen, dann kurz aufkochen und abseihen. Äußerlich wird die Klette als Tinktur in die Kopfhaut einmassiert.

    Rezept: 100g Klettenwurzel mit 300 ml 40% Alkohol und 100ml Rosenwasser übergießen, 3 Wochen ausziehen lassen, dann abfiltern. Die Chinesische Medizin empfiehlt eine Tinktur aus den Klettenfrüchten (Samen) gegen Schuppenflechte. In so einem Fall könnte eine Tinktur sowohl aus der Wurzel als auch den Früchten hergestellt werden.

    Brennnessel: In üblichen Kräuterrezepten wird empfohlen, die Blätter innerlich und äußerlich als Tee gegen Haarausfall zu verwenden. Volksmedizinische Rezepte empfehlen dagegen, die Wurzel zu nutzen. Das könnte durchaus ein guter Rat sein, da in der Brennnesselwurzel Wirkstoffe sind, die den männlichen Hormonhaushalt regulieren können. Also wäre es sicher auch bei Frauen sinnvoll, bei hormonell bedingtem Haarausfall die Brennnesselwurzel als Tinktur zur äußerlichen Anwendung zu nutzen

    Rezept für eine Haarwurzeltinktur: 40g Klettenwurzel, 30 g Brennnesselwurzel, 10g Rosmarinblätter (durchblutungsfördernd auf die Kopfhaut) und 10g Birkenblätter mit 300ml 40% Alkohol und 100ml Rosenwasser übergießen, 3 Wochen ausziehen lassen und abfiltern.

    Bockshornklee (Trigonella foenum- graecum): Es ist fast eine Märchengeschichte – ein bayrischer Geschäftsmann litt an Bronchitis und trank nach einem alten Rezept Bockshornkleetee. Als überraschenden Nebeneffekt konnte er feststellen, dass auf seinem gelichteten Kopf wieder eine erstaunliche Haarpracht zu sprießen begann. Der Fall wurde wohl beschrieben, doch geriet er in Vergessenheit. Übrigens findet sich dieser Rat, Bockshornkleesamen für guten Haarwuchs zu nutzen schon in mittelalterlichen Kräuterbüchern und auch im Ayurveda wird es empfohlen. Erst als ein deutscher Chemiker seiner Freundin, die auf Grund einer Autoimmunerkrankung unter einem dramatischen Haarausfall litt, helfen wollte, stieß er auf diese Unterlagen und behandelte sie mit einem hochdosierten Bockshornklee- Samenpulver. 3 Jahre später hatte die Freundin wieder volles Haar und seither wird Bockshornklee bei sämtlichen Formen von Haarausfall eingesetzt. Die Wirkung wird so erklärt, dass Bockshornklee dank seiner Inhaltsstoffe wie Flavonoiden, Saponinen, Eisen und dem Phytohormon Trigonellin dazu führt, dass die Blutgefäße, die zu den Haarwurzeln führen, reguliert werden und somit auch die Haarwurzeln. Bockshornkleepräparate gibt es zur innerlichen und äußerlichen Anwendung.

    Text und Bild aus: http://miriamwiegele.at/haare-dicht-wie-eine-loewenmaehne/

  • Das war der Tag der Traditionellen Europäischen Medizin am 04. März 2023 in Wien

    Das war der Tag der Traditionellen Europäischen Medizin am 04. März 2023 in Wien

    veranstaltet vom TEM-Fachverein

    Das Interesse und die aktive Beteiligung an den Vorträgen und Diskussionen war groß. Mit 40 Gästen gab es einen regen Austausch, der sowohl in den Vorträgen wie auch in den Pausen stattfand.
    Eröffnet wurde der Tag mit:

    Was ist TEM:
    Mag. pharm. Alexander Ehrmann/ St. Charles Apotheke stellte vor allem die ganzheitliche Betrachtung des Menschen in der TEM in den Mittelpunkt. Praxisbezogen gingen die Vortragenden Ehrmann und Hofer auf die alltäglichen Erfahrungen in der Apotheke ein. Hier entwickelte sich ein reger Austausch.
    Im Anschluss daran folgte der Vortrag

    Einblicke in die Irisanalyse – die Augen als Spiegel der Natur:
    Mag. Claudia Waldner erklärte anschaulich die Irisanalyse an Hand von Beispielen und sprach über ihre wachsende Zusammenarbeit mit einer Frauenärztin, die sie über den TEM-Fachverein kennengelernt hat. Das Leben in Gesundheit ist individuell – die Irisanalyse hilft, den persönlichen Konstitutionstyp eines Menschen zu erkennen, um zur geeigneten Therapieform zu gelangen.

    Heilpflanzen am Wegesrand:
    Bettina Haintz brachte uns mit Leidenschaft die Heilpflanzen näher, die normalerweise als Unkraut klassifiziert werden und vielfach unterschätzt werden. Weisheiten der Volksmedizin sowie medizinische und ernährungsmäßige Relevanz wurden berührt.

    Alchymie und Spagyrik:
    BA Paul Friesenbichler gab eine Einführung in die edle Kunst der Spagyrik und Alchymie im Klange zeitloser Überlieferung. Damit konnte ein Verständnis auf Basis intertraditionaler Zusammenschau für „den rechten Umgang mit den Dingen der Natur“ vermittelt werden.

    Musik & Geschichten:
    Philip Unterreiner & Manfred Hofer gestalteten einen stimmungsvollen Abschluss mit einem Märchen und Lautenmusik.

    „Alles zusammen eine Ehrung des Alten Wissens, das neu miteinander gelebt wird.“ (Erna Janisch)

    Text und Bilder zur Verfügung gestellt von Erna Janisch, Vorstandsvorsitzende TEM-Fachverein.