Monat: Juni 2020

  • Allergien

    Allergien

    Neuerscheinung aus der Buchreihe „natürlich gesund“

    Autor: Andreas Nieswandt

    Das vorliegende Buch richtet sich an medizinische Laien, die an einer oder mehreren Allergien leiden. Das Buch ist in einfache Worte gefasst, um auch dem medizinisch nicht vorgebildeten Leser, der von einer Allergie betroffen ist, mögliche Ursachen und deren naturheilkundliche Behandlungsformen verständlich zu beschreiben. Dabei liegt das Hauptaugenmerk dieses Buches auf der Selbsthilfe.

    Die Schwarze Johannisbeere ist in ganz Eurasien verbreitet. Sie wächst wild auf feuchten, nährstoffreichen Böden. Wegen ihrer fleischigen, saftigen Beeren und ihrem wundervollen Aroma ist die Schwarze Johannisbeere auch als Gartenpflanze sehr beliebt. Ihre Früchte sind reich an Vitaminen, ihre Knospen jedoch sind reine Nährstoffbomben, voller Aminosäuren, ätherischer Öle, wichtiger Spurenelemente und Mineralien. Selbst das für die Gesundheit des Nervensystems essenzielle Vitamin B12 ist in der Knospe erhalten.

    In den Gemmomazeraten werden v.a. die Knospen dieser Pflanze mit ihren heilkräftigen Substanzen zu kraftvollen Naturheilmitteln verarbeitet. In der Vorbeugung und Behandlung von Allergien sind diese Gemmomazerate von großer Wirksamkeit, da sie an der Ursache der Erkrankung ansetzen, nämlich der Schwächung und Irritierung des Immunsystems durch chronische Entzündungen im Körper. Hier wird auch deutlich, warum gerade das Gemmomazerat der Schwarzen Johannisbeere so wirksam ist in der Behandlung von Allergien.

    Die Schwarze Johannisbeere ist eines der stärksten Mittel der Phytotherapie gegen Entzündungen. Das aus dieser Pflanze gewonnene Gemmomazerat ist ein tiefgreifendes Entgiftungsmittel, das den gesamten Stoffwechsel anregt und Stoffwechsel-Endprodukte, die sich sonst zu Entzündungen akkumulieren, aus dem Körper über Nieren und Haut ausschleust. Es regt die Nebennierenrinde zu einer höheren Cortisolbildung an ohne schädliche Nebenwirkungen. Es wirkt entzündungsheilend auf Schleimhäute und Gelenke und reguliert das Immunsystem bei Allergien. Wenden Patienten mit Heuschnupfen dieses Gemmomazerat prophylaktisch bereits 14 Tage vor Beginn der Pollensaison an, lässt sich der möglich Verlauf erfahrungsgemäß bereits deutlich abmildern.

    Aus meiner eigenen Familie kann ich die Wirksamkeit bestätigen. Meine Tochter hat seit Einnahme dieses Mittels keine Beschwerden mehr mit Heuschnupfen.

    Dosierung des Gemmomazerates

    • Erwachsene können das Gemmomazerat 3-mal täglich mittels drei Sprühstößen in den Mund geben. Oder 3-mal täglich 15 Tropfen in etwas Wasser einnehmen. Bei Bedarf kann ruhig öfter gesprüht werden bis hin zu alle 20 Minuten im akuten Fall.
    • Bei Kindern bis zum 12. Lebensjahr wird geringer dosiert. Als Faustregel kann ein Tropfen je Lebensjahr in etwas Wasser gegeben werden.
    • Wird gestillt, kann die Mutter das Mazerat in der Dosierung für Erwachsene stellvertretend einnehmen. Das Kind erhält dadurch das Mittel über die Brust.
  • Das Sonnwendfeuer

    Das Sonnwendfeuer

    Sommer-Sonnen-Wende bedeutet astronomisch, dass uns die Sonne jedes Jahr am 21.Juni den längsten Tag und die kürzeste Nacht beschert. Das heißt auch, dass sie am Jahreshöchstpunkt angelangt ist. Wir beobachten und bemerken dies ab März an Ihrer Wanderung vom frühesten östlichsten Punkt über den südlichen Himmel zum spätesten westlichsten Punkt am Horizont.

    Dieser besondere Tag im Jahr zeigt die Spitze des Wachstums einer Licht durchfluteten Zeit im Sonnenjahr an, um die sich gar einige Festtage und Rituale in mehreren religiösen Kalendern verdichten: Pfingsten, Herz Jesu-Feuer, Johanni, Fronleichnam oder Ramadan werden seit langer Zeit auf diese „lichtreiche Periode“ konzentriert. Wann in den Jahrmillionen unseres Sonnensystems die Sonne weiblich verehrt wurde, ruht noch im Verborgenen. Das Licht durchdringt die Natur. Es bildet eine Schnittstelle, in der das Licht über die Dunkelheit siegt. Der Mitsommer ist nahe, die Blütenpracht und das Reifen der Samen und Früchte gibt alles, in tiefer Demut. Die Menschen-Seele wünscht sich, darin verweilen zu dürfen. Sie spürt das ineinander schwingende Wohlwollen zwischen Natur und Sonne/Licht, der vollen Entfaltung natürlicher Potenziale dienend, das Geben um zu ernten. Hier ist also die Schöpfungskraft im Mittelpunkt, mit all ihren Helfern und Dienern, sichtbaren und unsichtbaren.

    Die Sommer-Sonnenwende betont ein Siegesfest der durchdringenden ENT-FALTUNG innerhalb einer höheren Ordnung. Die Natur gebiert durch das Licht den vollen Entwicklungsstand eines Lebewesens. Seit Äonen, bewusst oder unbewusst wahrgenommen, kann das Verständnis dafür in größeren Zusammenhängen immer wieder neu aktiviert und erfahrbar gemacht werden. Wissend ob der Gezeiten der Elemente, unterliegt auch der Mensch den Zyklen und Rhythmen des Jahreslaufes und den darin eingebundenen Naturgesetzen.

    Seit Urzeiten feiern die Völker aller Kontinente diesen Sonnenstand (und viele weitere) mit einem Sonnwend-Feuer. Das Feuer als wesentliches Wachstumselement wird in Mythologien aller Urvölker beschrieben und bewusst bildhaft gehütet. Bei Nordamerikanischen Indianern war es einst die Spinne, die mit ihrem Netz- oder Fadenbau zur Sonne, das Feuer auf ihrem Rücken tragend, auf die Erde gebracht hat. Sie feiern den Sonnentanz mit vielen Sonnwend- und Reinigungsfeuern und wünschen sich anschließend ein gutes neues (Sonnen-)Jahr. Bei den Aborigines ist es die Weltenschlange, im Uluru wohnend, die sich entrollt und dem Menschen das Feuer bringt. Auf Hawai´i ist es Göttin Péle, die aus ihrem demütigen Lava-Strom aus dem Herzen der Mutter Erde unaufhaltsam neues, fruchtbares Land kreiert. Am südlichsten Punkt von Big Island gibt es eine Stelle, wo zwischen zwei vom Lava-Strom gebildete Gesteinsbrocken ein Tor entstanden ist, durch das die Sonne jährlich am 21.Juni am Horizont aufgeht. Ähnliche Orte gibt es auf Malta, in Kreta, in England (Stonehenge), Lateinamerika (z.B. Machu Picchu), Indonesien, Ägypten (Pyramiden), Mongolei oder dem weltweit täglich zu Sonnenauf- und Untergang ausgeführten „Agni Hotra“. Auch die Dogon in Afrika, welche einer Jahrtausende alten, genau berechenbaren Tradition der Astronomie verbunden blieben, erkennen in ihren Schöpfungsritualen die Sonne als zentrale Kraft allen Lebens. In tiefer Verehrung wird das Bewusstsein erneuert, dass es ohne Sonne kein Licht und folglich auch kein Leben auf der Erde geben kann. Ohne Feuer wären Geist, Seele und Körper der Lebewesen zutiefst verwahrlost und verdorrt. Ausgewählte Mit-Menschen werden von Kindheit an Jahre- oder Jahrzehnte lang auf Rituale hin ausgebildet und vorbereitet. Schamanen in Peru z.B. widmen ihr halbes Leben den Sonnenritualen, in denen sie die ganze Welt mit einbinden. Oder z.B. Schamane Angaangaq aus Grönland, der gut 40 Jahre intensive Bildung von einem dazu beauftragten Lehrer erhielt, um das erste Heilige Sonnwendfeuer nach Generationen am Nordpol mit auf Grönland gewachsenem Holz, anstelle des Robbenöls, im schmelzenden Eis zu entfachen. Zusammen mit weiteren 100 Schamanen und Hütern der Erde und der Sonne als miteinander auf das Leben wirkende Kräfte, gelang das anscheinend Unmögliche. Lieder, Tänze und Segenssprüche in tausende von Jahren alten, überlieferten Sprachtexten und Bewegungen werden von ausgewählten Menschen mit vererbten Medizinkenntnissen, schamanischen Lehren oder „good MANA“ (guter Energie) beauftragt, das Ritual zu vollziehen. Trommeln, heilige Utensilien und Opfergaben unterstützen den Vorgang. Mit Orakeln oder Beschwörung hat diese Art Ritual aber nichts gemeinsam.

    Traditionell versammeln sich Menschen am 21. Juni um die Feuerstelle und lassen den Winter mit seiner Kälte, das Alte unbrauchbare an Gedanken, an Taten oder an Gewohnheiten zurück. Sie beten und bitten um Kraft, Schutz, Fruchtbarkeit, positives Gedankengut, Heilung für Mutter Erde, ihre Hilfe u.v.m. Sie danken für die durchdringende Wärme, das Nährende. Das Feuer schenkt Antworten, das Feuer schenkt Lösungen, das Feuer beschenkt den Menschen gemäß den Fragen, die er an ES stellt. Dargebrachte Heilpflanzen und andere Güter, die zu Heilungszwecken dienen, erhalten den Segen des Feuers und werden dadurch in ihrer Wirkkraft verstärkt. Feuer transformiert.

    Rituale werden zelebriert, um einerseits die Gaben der Natur zu ehren, andererseits aber auch die Hoffnung ausgesprochen werden will, das Licht erfahren zu dürfen! Das Herz eines jeden Lebewesens kann sich öffnen und das Licht einfließen lassen. Denn die eigene Erfahrung führt letztlich zur sicheren Erkenntnis. Licht ist Liebe und gilt in vielen Ländern als das fünfte Element. Dies alles bedarf jedoch der Erneuerung. Der Ritualisierung.

    Rituale kanalisieren Zugänge zu Heilung. Heilung setzt Aufmerksamkeit voraus. D.h. was fokussiert wird, kann geschehen. Wird in eine solche Handlung eine Erwartung gesetzt, ist das Ganze schon wieder auf „Bestellung“ reduziert. Beten und Bitten in Demut beinhaltet eine gewisse Neutralisierung des Notstandes, des emotionalen Überschwangs und führt und lenkt zu ungeahnten Lösungsmöglichkeiten.

    In diesem Jahr 2020 gestaltet sich der SONNWEND-Morgenhimmel mit einem Neumond in Krebs, nachdem die SONNE kurz vor Mitternacht in das Zeichen Krebs eintritt. Damit dürfte uns ein spezielles und kraftvolles, tief berührendes Feuerritual geschenkt sein. Menschen sind eingeladen sich mit dieser Kraft zu verbinden, sich aufzuladen und sich mit den gemeinsamen Feuern weltweit zu vernetzen.

    Im 21. Jahrhundert hat sich die Energie der Ritualisierung stark verändert. Mittlerweile ist sich jeder Mensch der ihm innewohnenden Kräfte und Eigenverantwortung bewusst. Nach wie vor geht es um die innere Haltung zu allen seinen persönlichen Handlungen. Das Feuer repräsentiert das Göttliche, das Immerwährende, die Inspiration, den Funken, das Strahlende, das Durchdringende, geistige Klarheit, Intelligenz, Herzenskraft, glühende Leidenschaft, die Jugend, die Blüte, aber auch Bitteres, Schärfe, Hektik, Ausdehnung, Freisetzung von gebundener Energie und Zerstörung. Eine der wichtigsten Aufgaben unserer Vorfahren bestand darin, das Feuer zu hüten. Daher ist ein sehr oft gebrauchtes Zitat von Jean Jaurès: „Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers“ in heutiger Zeit die Geschichte des Feuers gerade wieder neu bewegend und belebend.

    Jeder kann das Sonnwendfeuer entfachen. Es hat etwas Ewiges in sich und schafft Verbundenheit und stille Kommunikation.

    Einige weitere Begleiter seit Menschengedenken dazu sind:
    Beifuß (Artemisia vulg.) und Keulen-Bärlapp (Lycopodium clavatum). Sie werden zu Kräuterbuschen oder Medizingürteln gebunden. Die Mondgöttin Artemis und ihr Bruder Apollon übernahmen einst den Auftrag, Licht in die Welt zu bringen. Ein Gürtel aus Artemisia vulg. für die Lenden, einen Kranz daraus für den Kopf, Pulsreifen für Hand- und Fußgelenke wurden und werden zum Schutz vor Dämonen und Finsternis getragen. Damit wird am Heiligen Feuer getanzt, über das Feuer gesprungen. Am Ende werden die Gürtel dem Feuer geopfert oder zu weiteren ganz persönlichen Räucher- und Reinigungs-Zwecken verwendet neu entfacht.

    Johanniskraut, Rainfarn, Kamille, Betonie, Eisenkraut oder Schafgarbe gehören z.B. entweder einzeln oder als Buschen gebunden zu den Heilpflanzen, die in der Gruppe für ein gemeinsames Ritual gesammelt werden.

    Gelb blühende Heilkräuter gesammelt, getrocknet und aufbewahrt, dienen in Katastrophen dem Feueropfer mit einem Stoßgebet um gnädigen Verlauf.

    Die an diesem Tag gesammelten und verarbeiteten Heilpflanzen ergeben eine sehr kraftvolle Heilsalbe für Geist, Seele und Körper.

    Weihrauch und Myrrhe wirken als zwei der drei Dreikönigsgaben und schimmern in sonnenhafter Goldfarbe. Sie reinigen unsere materiell verfestigte Materie, führen über die Transformation des Feuers/Rauches in Geist, Seele und Körper zur Erhellung und Öffnung aller Sinne. Klinisch bedeutet dies kurz gesagt, ihre Inhaltsstoffe übermitteln mittels Transmitter neurologische Erkenntnisse der besonderen Art.

  • Schafgarbe – Achillea millefolium

    Schafgarbe – Achillea millefolium

    „Das Jod der Wiese“

    Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass die Heilkraft und die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten der Schafgarbe eine sehr lange Tradition haben. So soll etwa der heldenhafte Achilles seine blutende Wunde mit dem Wunderkraut versorgt haben. Junge Frauen legten es unter ihren Kopfpolster, um von ihrem Zukünftigen zu träumen. Schafgarbe wurde am Vorabend des Johannistages (24. Juni) rund um das Haus gepflanzt, um sich vor bösen Geistern und Krankheiten zu schützen.

    Als Wundheilkraut gehört die Schafgarbe also zu den wichtigsten Heilkräutern in der traditionellen europäischen Medizin ebenso in der Volksheilkunde und in der Frauenheilkunde.

    Die Schafgarbe ist eine robuste Pflanze, die vorwiegend in Trockenen Wiesen, aber auch an Weg- und Straßenrändern, vorkommt. Die Bezeichnung „Schafgarbe“ leitet sich laut Volksheilkunde zum einen von den Schafen ab, die die Pflanze nur fressen, wenn sie krank sind, und zum anderen von der früher vorherrschenden Trocknungsart der Pflanze in Garbenbündeln. Der lateinische Name der Schafgarbe „Achillea“ geht, wie bereits erwähnt, auf den mythologischen griechischen Helden Achilles zurück, der die Schafgarbe zur Wundheilung verwendet haben soll. Das lateinische Wort „millefolium“ heißt tausendblättrig und gibt Aufschluss auf die Blattform.

    Verwendete Pflanzenteile sind das Kraut, die Blätter und die Blüten. Sie zählt zur Familie der Korbblütler. Die leuchtend weißen und selten auch rosa gefärbten Blüten werden im Juni und im Juli gesammelt. Einer alten Überlieferung zufolge soll man die heilende Pflanze nur zwischen 11 und 13 Uhr ernten, weil dann ihre Wirkung am stärksten sei. Wenn der Morgentau verdunstet ist und die Pflänzchen wieder trocken sind, ist tatsächlich ein guter Zeitpunkt für den Schnitt. Die ätherischen Öle sind besonders empfindsam, und je später der Tag, desto eher verflüchtigen sich diese. Wenn man das Heilkraut erntet hängt aber davon ab für welchen Zweck man es verwenden will, denn die in der Schafgarbe enthaltenen Bitterstoffe werden tagsüber mehr.

    Den Signaturen nach ist sie eine Saturnpflanze, die Blüten sind dem Mond zugeordnet. Das Kraut gehört der Gruppe der Bodenheiler an. Es hat große regenerierende Eigenschaften, besiedelt sogar völlig übersäuerte Böden und hat eine säurebindende Kraft auch im menschlichen Körper. Die jungen Blätter haben eine starke blutreinigende Wirkung.

    In der Säftelehre wird die Schafgarbe den Sanguis Pflanzen zugeordnet, da sie die Wärme und die Kälte des Blutes regulieren kann und beteiligt ist an der Blutqualität und der Blutstabilität.

    Die Hauptinhaltsstoffe sind Bitterstoffe, Gerbstoffe, und ätherisches Öl wie Azulen.

    Die mächtige Heilpflanze, findet ihren Einsatz bei vielen Symptomen.

    Zum Beispiel in der Frauenheilkunde. Bei Menstruationsbeschwerden, die sich sehr krampfartig äußern, da sie das Muskelgewebe der Gebärmutter und des Beckenbereichs stärkt. Auch bei sehr lang andauernden starken Blutungen, wobei das Blut eine hellrote Farbe hat und dünnflüssig ist, wirkt sie sehr effektiv.

    Bei Verdauungsbeschwerden wie Appetitlosigkeit und mangelnder Magensaftproduktion oder krampfartigen Beschwerden im Magen-Darm-Bereich. Heute ist die Pflanze eine der wichtigsten Arzneipflanzen bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa bedingt durch die antibiotische Wirkung der Blüten. Durch ihre Bindegewebskräftigende Wirkung wird sie auch gerne bei venösen Durchblutungsstörungen, Krampfaderleiden und Hämorrhoiden eingesetzt. Durch ihren hohen Kaliumgehalt regt sie die Nierentätigkeit an.

    Äußerlich wird die Schafgarbe bei entzündlichen Haut- und Schleimhauterkrankungen und als Wundheilmittel verwendet wodurch wir die Schafgarbe auch als „Jod der Wiese“ bezeichnen könnten. Bei rheumatischen und gichtischen Gliederschmerzen und Erfrierungen kann das Kraut und die Blüten auch als Bäder angewendet werden. Dies stärkt auch einen geschwächten Körper.

    Auch findet die Schafgarbe Einsatz als Leberwickel zur Unterstützung der Leber beim Fasten und zur Linderung diverser Beschwerden.

    Einige wenige Menschen reagieren beim Berühren der Pflanze allergisch, was sich durch Hautrötungen und juckende Ausschläge bemerkbar macht. Sie vertragen auch den Schafgarben-Tee oder das Schafgarben-Bad nicht. Wenn Störungen dieser Art auftreten, muss die Behandlung sofort abgebrochen werden. Danach verschwinden die allergischen Reizerscheinungen schnell wieder.

    Es ist eine magische Pflanze, die nicht nur als Frauenkraut, sondern auch als Gotteshand und Wundkraut bekannt ist. Am schönsten ist allerdings der Name Venuswimper, wie sie aufgrund ihrer feingliedrigen Blätter genannt wird.

  • Süße, rote Früchtchen- die Erdbeere

    Süße, rote Früchtchen- die Erdbeere

    So manch einer erinnert sich vielleicht an die Wegzehrung auf dem Weg zur Schule. Ob frisch von der Pflanze, als Marmelade oder Sauce, eingepackt in Topfenteig oder in Schokolade getaucht, die roten Früchte können wohl die meisten begeistern. Dabei sind die Erdbeeren nicht nur schmackhaft, sondern auch reich an Vitalstoffen und Mineralien. Genutzt werden außerdem nicht nur die wohlschmeckenden Früchte, sondern auch die Blätter.

    Erdbeeren sind sowohl in Europa als auch in Amerika heimisch. Schon zur Zeit der Pfahlbauern waren die äußerst aromatischen Walderdbeeren (Fragaria vesca) bekannt und ein wichtiges Nahrungsmittel. Beeren und Kräuter aus der eigenen Ernte dienten auch als Opfergabe. Die moderne Gartenerdbeere (Fragaria x ananassa) wurde im 18. Jahrhundert aus zwei nordamerikanischen Arten gezüchtet, um größere Früchte mit einem süßeren Geschmack und einem ausgeprägten Duft zu erhalten.

    Erdbeeren gehören zur Familie der Rosaceae. Die Familie blüht üppig mit einem wahrem Blütenmeer in Weiß bis Rosarot. Typischerweise haben die Blüten fünf Kelch- und Blütenblätter und zahlreiche Staubblätter. Bei den Fruchtblättern gilt die Zahl von eins bis fünf als ursprünglich, auch viele können es sein, entsprechend vielfältig sind die Ausprägungen der Früchte. Korrekterweise sind Erdbeeren, wie Himbeeren, nicht wirklich Beeren. Während echte Beeren aus einer Blüte mit einem Fruchtknoten stammen und typischerweise mehrere Samen haben, werden die Erdbeeren aus einer einzigen Blüte mit mehreren Fruchtknoten gebildet, was sie zu einer so genannten „Aggregatfrucht“ macht. Echte Beeren haben Samen auf der Innenseite der Frucht, während eine Erdbeere ihre Samen auf der Außenseite trägt. Auch Pharmaziestudenten sind verwundert, dass Wassermelonen und Kiwis Beeren sind und Erdbeeren Sammelnussfrüchte.

    Die falschen Beeren enthalten Anthocyane, wie die meisten dunkel gefärbten Beeren, sowie Flavonoide und Gerbstoffe. Anthocyane sind für ihre antioxidativen Eigenschaften bekannt und verleihen den Beeren ihre rote Farbe. Flavonoide wie Quercetin haben antihistaminische und entzündungshemmende Eigenschaften und gelten als wichtig in der Krebsprävention. Erdbeeren enthalten weiters eine bedeutende Menge an Proanthocyanidinen deren antimykotische Wirkung untersucht wird. Obwohl Weintrauben (Vitis vinifera) die bekanntesten Nahrungsquellen für Proanthocyanidine sind, enthalten Erdbeeren höhere Konzentrationen als sowohl rote als auch grüne Trauben. Die in der Erdbeere enthaltenen Polyphenole verringern Entzündungen sowie das Herzinfarktrisiko und verbessern des Plasmalipidprofil. Neben den genannten Vitalstoffen ist die Erdbeere eine ausgezeichnete Quelle für Vitamin C und Mangan sowie eine gute Quelle für Ballaststoffe, Mangan und Phosphor. Sie bietet weitere Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Calcium und Vitamine wie Vitamin K, Niacin und Vitamin B2.

    Erste Aufzeichnungen über die medizinische Verwendung sind bei den Römern zu finden. Fragaria vesca- die kleine Duftende und Essbare – war jedoch sicher im Norden bei den Sammlern viel wichtiger. Die Blätter galten als blutreinigend und wurden bei Leber-, Milz und Nierenleiden verwendet. Wurzelabkochungen wurden bei Durchfall und Gelbsucht gegeben. Im 16. und 17. Jahrhundert wurden Erdbeeren bei uns angebaut und als Teil einer gesunden Ernährung angesehen. Während zunächst nur die Blätter als Heilmittel verwendet wurden, kurierte Carl von Linné mit den Beeren rheumatische Gicht und sie waren hilfreich bei Verdauungsproblemen. Die Früchte wurden bei cholerischem und hitzigem Magen verordnet und waren jenen mit viel Gelbgalle nützlich. Die Blätter, Früchte und Wurzeln wurden weiters für die Zubereitung von Salben, Arzneitees und Sirupen herangezogen. Blätter und Wurzel werden als kalt und trocken beschrieben, während die reifen Früchte als warm und trocken gelten.

    Heute wird die Pflanze nur noch wenig medizinisch genutzt. Die Blätter enthalten insbesondere Gerbstoffe, aber auch Flavonoide und Anthocyane. Ein aus den Blättern zubereiteter Tee wird zur Behandlung von Durchfall gegeben und ist häufig Bestandteil von Frauentees rund um die Geburt. Als Lebensmittel erfreuen sich die Früchtchen jedoch ungebrochen weit verbreiteter Beliebtheit und Verwendung als Nahrungsmittel.

    Hirse-Vanille-Creme mit Erdbeeren und Schokolade

    Für die Hirse-Vanille-Creme:

    60 g Datteln
    100 g Mandeln
    600 ml Wasser
    100 g Hirse
    1 EL Maisgrieß
    1 TL Bourbon-Vanille-Pulver

    Für das Erdbeermus:

    80 g Rosinen (je nach Süße der Beeren ev. mehr)
    80 ml Wasser
    300 g frische Erdbeeren

    Für die Schokolade:

    50 g Kakaobutter
    50 g Honig
    15 g Kakaopulver
    2 EL Öl

    Datteln mit Mandeln für die Hirse-Vanille-Creme mit 300 ml Wasser zu einem dicken Brei musen. Portionsweise das restliche Wasser hinzugeben und pürieren, sodass eine feine Milch entsteht. Diese Milch mit der geriebenen Hirse und dem Maisgries vermengen, Vanillepulver hinzufügen und unter ständigem Rühren aufkochen lassen. Anschließend nachquellen und abkühlen lassen. Für das Erdbeermus die Rosinen mit den Beeren und dem Wasser pürieren. Je nach Wunsch kann das Mus auch aufgekocht werden. Für die Schokolade Kakaobutter schmelzen. Kakao, Öl und Honig untermengen und alles gut vermengen. Die Hirse-Vanille-Creme wird mit dem Erdbeermus abwechselnd in ein Glas geschichtet. Mit der Schokolade abschließen.

    TIPP: Statt Hirse lässt sich Reis verwenden und statt Mandeln sind alle anderen Arten von Nüssen geeignet. Neben verschiedenen Beerenmusen kann je nach Jahreszeit auch Rhabarberkompott und Apfel- oder Birnenmus verwendet werden.

    Rezept modifiziert und mit freundlicher Genehmigung von vollwert-blog.de