Autor: Chrischta Ganz, Louis Hutter

  • Gewöhnliche Hasel (Corylus Avellana)

    Gewöhnliche Hasel (Corylus Avellana)

    Die Hasel, auch Haselstrauch genannt, gehört zu den Sträuchern, die jeder kennt. Dies ist nicht nur dem Umstand zu verdanken, dass ihre Früchte, die Haselnüsse, so herrlich schmecken und für unsere Vorfahren von der frühen Steinzeit an eines der wichtigsten Nahrungsmittel waren. Sondern auch deswegen, weil wir in jungen Jahren aus seinen einjährigen, geraden Schösslingen Pfeile und aus den stärkeren Stämmchen Bogen basteln konnten. Die Hasel lädt Kinder regelrecht dazu ein durch ihr Blattdickicht streifend in die abenteuerliche Welt der Indianer, Riesen und Feen einzutauchen.

    Allerdings sind die Haselsträucher nicht nur für uns Menschen wichtig. Ebenfalls sind sie für Flora und Fauna von unschätzbarer Bedeutung. Die Hasel selbst stellt außerordentlich wenige Ansprüche an Boden und Klima, sie ist in hohem Masse resistent gegenüber Luft- und Bodenverschmutzung und treibt problemlos nach vollständigem Rückschnitt wieder aus. Sie ist eine wichtige Bodenverbesserin. Ihr leicht zersetzbares Laub ist nährstoffreich und alkalisiert den Boden. Schutz und Nahrung bietet sie auch unseren gefiederten Freunden. Knospen, Blüten, Früchte sowie verschiedene auf der Hasel lebende Raupen und andere Insekten bieten ihnen durchs ganze Jahr hindurch Nahrung. Seit je her gilt die Hasel als Glücksbringerin und durfte in keinem Garten fehlen. Gerade in unserer Zeit wo die Artenvielfalt der Vögel und Insekten dramatisch am Sinken ist, sollten wir uns auf diese alte Gepflogenheit zurückbesinnen und einen Mensch und Tier beglückenden Haselstrauch in unseren Garten setzen!

    Wirkung des Haselknospen-Gemmomazerats
    Das Haselnuss-Gemmomazerat wirkt allgemein stärkend auf den gesamten Organismus. Chronische Lungenerkrankungen, wie z.B. Asthma, chronische Bronchitiden erfahren durch dieses Mazerat eine Besserung. Ebenfalls hilft es das Blut und die Lymphe in Fluss zu halten und findet bei Krampfadern und schweren Beinen Verwendung. Seine blutaufbauende Wirkung kommt bei Anämie zum Einsatz, ganz besonders bei Kindern. Auch ist eine entzündungshemmende Wirkung zu beobachten. Entzündungen im Respirations- und Verdauungssystem profitieren am meisten davon. Eine beruhigende, ausgleichende Wirkung auf Psyche und Nerven ist ebenfalls vergesellschaftet.

    Eine Knospe mit Affinität zu den verborgenen Kräften
    Das Haselknospen-Gemmomazerat eignet sich sehr für Menschen die sich von Erdstrahlen, Mondeinfluss und Elektrosmog negativ beeinflusst fühlen. Es stärkt die natürlichen Schilder dieser Menschen und macht sie weniger durchlässig.

    Beliebte Kombinationen mit anderen Gemmomazeraten:

    • bei chronischem Asthma oder spastischer Bronchitis: Haselstrauch + Schwarze Johannisbeere + Wolliger Schneeball
    • bei Anämie: Haselstrauch + Heckenrose + Roter Hartriegel
    • bei Magenschleimhautentzündungen: Haselstrauch + Feigenbaum

    Dosierung des Gemmomazerats Haselstrauch:

    • Erwachsene:
      3 x täglich 15 Tropfen in etwas Wasser geben, einnehmen und gut einspeicheln, im Akutfall alle 1-2 Stunden.
    • Kinder unter 6 Jahren:
      3-5 Tropfen in etwas Wasser 2-3 x täglich, im Akutfall alle zwei Stunden 3 Tropfen (max. 24 Tropfen pro Tag).
    • Kinder/Jugendliche zwischen 6 und 12 Jahren:
      5-8 Tropfen in etwas Wasser 2-3 x täglich, im Akutfall alle zwei Stunden 5 Tropfen (max. 60 Tropfen pro Tag).
  • Gemmotherapie – Knospen in der Naturheilkunde

    Gemmotherapie – Knospen in der Naturheilkunde

    In der Gemmotherapie wird das Kostbarste und Lebendigste jeder Pflanze verwendet, um es den Menschen zur Verfügung stellen zu können: die Knospen und andere Pflanzengewebe, die sich in hoher Zellteilungsaktivität befinden. Das lateinische Wort „gemma“ bedeutet „Knospe“ aber auch „Edelstein“, „Juwel“. In Knospen ist demnach das Edelste der Pflanze enthalten – ihr Lebensplan.

    Es geht in der Gemmotherapie um das pflanzliche Embryonalgewebe, das vor allem in Knospen, Sprossen, Keimlingen und innerer Rinde zu finden ist. Das Potential dieses Gewebes, wofür die Knospe im konkreten wie auch im übertragenen Sinne steht, manifestiert sich in der ausgezeichneten Heil- und Regenerationskraft der entsprechenden flüssigen Auszüge der sogenannten Gemmomazerate. Diese Kraft wird sinnbildlich durch das Aufbrechen einer Knospe oder den Durchbruch eines jungen Pflanzentriebs durch den Asphalt erfahrbar. Knospen entstehen, ruhen und treiben aus. Der Zyklus einer Knospe verbindet Frühling, Sommer, Herbst und Winter und lässt den Menschen am Jahreskreis teilhaben. Das Leben eines Baumes und eines Strauches ist ein Werden und Vergehen, Wachsen und Streben, eine Welt von Samen, aufbrechenden Knospen, von Saft und Holz, wachsenden und fallenden Blättern. Bäume und Sträucher bieten Insekten, Vögeln, Pilzen und vielen anderen Lebewesen Nahrung und Schutz. Und ihre Wurzeln greifen tief in die Ahnenwelt, wo das Wasser des Lebens sorgsam gehütet wird. Mit der Gemmotherapie eröffnet sich uns eine neue Form, die alte Baumheilkunde zu leben und weiterzuentwickeln. Bäume richten ihre Aufmerksamkeit durch die Wurzeln auf den Boden und sind tief verankert und verbunden mit Mutter Erde. Über ihre Blätter und Äste kommunizieren sie mit der Luft und dem Himmel. Die Bewegung der Bäume und der Sträucher sind abhängig von Licht, Wind und Regen. Sie wenden sich der Sonne, dem Mond und allen Sternen zu. Oft haben Bäume ein hohes Alter und strahlen Größe, Ehre und Weisheit aus. Seit Menschengedenken sind wir bei ihnen willkommen-sie scheinen uns zu rufen, wir mögen zu ihnen kommen.

    Bäume sind des Menschen große Brüder, ihre Freunde, Begleiter und Vertraute. Ebenso wie sie im Boden wurzeln, stehen wir mit beiden Füßen auf der Erde. Und wie sie ihre Äste in die Luft hinausstrecken und dem Himmel entgegenwachsen stehen wir aufrecht und recken unseren Kopf in die Höhe. Sie wandeln unser ausgeatmetes Kohlenstoffdioxid in Sauerstoff um und ermöglichen uns damit das Leben. Wir sind stofflich und energetisch mit ihnen verbunden. Auch die Menschen in unserem Kulturkreis lebten vormals über Jahrtausende hinweg in tiefer Verbundenheit mit den Bäumen und Sträuchern ihrer Umgebung. Die Verehrung der Bäume als nahe Verwandte prägt das Leben und die Heilkunde aller indigenen Völker. Entnommen aus dem Buch Gemmotherapie, Knospen in der Naturheilkunde

    Mehr dazu lesen sie in unserem Buchtipp „Gemmotherapie, Knospen in der Naturheilkunde“