Monat: November 2023

  • Herbst-Tipps für ein starkes Immunsystem

    Herbst-Tipps für ein starkes Immunsystem

    Rote Früchte & Küchenfeuer!

    Der Herbst ist da und es wird Zeit, das Immunsystem zu stärken. Die TEM bietet hierfür alltagstaugliche Mittel: Nutze die Heilkraft von roten Wildfrüchten, eines Kräuter-Elixiers und genieße besondere Herbst-Rezepte…

    Immunstärkung im Herbst: Dreimal Rote Früchte und ein Elixier

    Wie kann man das Immunsystem im Herbst mit Kräutern und Heilpflanzen stärken?

    Nichts einfacher als das: Drei rote Wildfrüchte warten auf Dich:

    • Die Eberesche, auch als Vogelbeere bekannt, hat kleine, kugelrunde Früchte in kleinen Bündeln an Zweigen. Besonders wohlschmeckend sind die Früchte der Mährischen Eberesche, mit ihren vielfach gefiederten Blättern. Bereite Dir aus den Früchten Marmelade, Sirup, Mus und Sauce und verwende diese für Kuchen oder als Topping für Desserts, Müslis und Joghurt.
    • Eine weitere immunstärkende Wildpflanze ist der Weißdorn. Für kulinarische Zwecke solltest Du die Weißdornfrüchte erst nach dem ersten Frost ernten, denn dann sind sie richtig süß und wohlschmeckend. Bereite Dir daraus Püree (Kerne durch ein feines Sieb entfernen) und verwende dieses als Füllung oder Topping für Crêpes, Pfannkuchen oder Muffins.
    • Eine der bekanntesten Wildfrüchte des Herbsts ist die Hagebutte – die Frucht verschiedener wilder Rosenarten. Entferne die Kerne vor dem Verzehr und verarbeite die Früchte zu Marmelade, Pulver, Ketchup oder Suppe.
    • Jedem Temperament, was es benötigt

    Falls Du einen arbeitsreichen Herbst vor Dir und keine Zeit für Wildpflanzen hast, empfehlen wir Dir unsere Immuno-Weintinktur, für die wir Rosenwurz, Tragant, Angelika, Meisterwurz, Alant, Ingwer, Zimt, Anis in bestem roten Medizinalwein angesetzt haben. Die Tinktur kannst du bequem im InstiTEM-Webshop kaufen!

    Ernährungstipps im Herbst:
    Welche Lebensmittel sind gut für die Stärkung des Immunsystems im Herbst?

    Lass Dich von Deinem Gusto leiten und halte Dich an folgende Strategien:

    • Falls Du gerne frühstückst, ist es im Herbst besonders gesundheitsfördernd, auf rohes Obst, Brot und Semmeln zu verzichten und zu einem gekochten Frühstück zu greifen. Wir empfehlen Dir „Porrdige“ – oder „Habermus“, wie man früher dazu gesagt hat. Wenn Du am Morgen zeitlich unter Druck bist, hilft Dir Deine Bettdecke beim Kochen, während Du noch im Bad bist. Lies hier, wie das geht!
    • Für ein gesundes Essen im Herbst solltest Du abends Rohkost zurückfahren, Brotmahlzeiten reduzieren und Dir regelmäßig einen Schmortopf zubereiten. Hier eine Anregung, wie Du ein eigenes Herbst-Rezept komponieren kannst.
  • Diplomarbeiten des TEM-Diplomlehrgangs 2022/2023

    Diplomarbeiten des TEM-Diplomlehrgangs 2022/2023

    Auszug aus der Diplomarbeit von Regina Kainz 2023

    Die vier Elemente und der Mensch heute

    Diese vier Worte in ihrer Reihenfolge, Luft – Feuer – Erde – Wasser, ist wahrscheinlich die einfachste Darstellung der Welt. In der Einfachheit verbirgt sich heute nicht nur die Philosophie und die Symbolik, es ist auch ein Leitfaden …

    • für ein besseres Verständnis des menschlichen Organismus,
    • um Dysbalancen schneller zu erkennen und eine Regulation einzuleiten
    • die Menschenkenntnis für sich und andere zu trainieren,
    • für einen verantwortungsvolleren Umgang des Menschen mit der Natur

    Die 4 Elemente bilden die Basis für das humorale Medizinal Konzept in Bezug auf die Konstitution, das Temperament, die Krankheitslehre, die Diagnostik und den Therapieansatz. Die Elemente im Makrokosmos entsprächen den Säfteprinzipien im Mikrokosmos.

    „Im Menschen sind Feuer, Luft, Wasser und Erde, und aus ihnen besteht er. Vom Feuer hat der die Wärme, von der Luft den Atem, vom Wasser das Blut und von der Erde den Körper. Dem Feuer verdankt er das Sehen, der Luft das Hören, dem Wasser die Bewegung und der Erde seinen Gang.“
    (Hildegard von Bingen vor etwa 900 Jahren.)

    ElementeQualitätenSäfteprinzipTemperament
    LuftFeucht und WarmBlut:SanguisSanguiniker
    FeuerWarm und trockenGelbe Galle: CholeCholeriker
    ErdeTrocken und kaltSchwarze Galle: MelancholeMelancholiker
    WasserKalt und feuchtSchleim: PhlegmaPhlegmatiker

    a.) Element Luft: feucht und warm, Nährendes (Wasser), Bewegendes (Feuer), ideal für die Entwicklung, Leichtigkeit, Lebendigkeit, beschwingt, Reinigung erfolgt über die Nase
    Kardinalsaft-Sanguis
    Organe: Herz, Lunge, Blut
    Funktion: Grundlage für den Aufbau und Regeneration von Körpergewebe
    Lässt Reize in den Körper fließen, dadurch verantwortlich für die Sensibilität
    Ermöglicht den anderen Humores, ihre Funktion in den Geweben auszuführen

    b.) Element Feuer: warm und trocken, viel Bewegendes und wenig Nährendes, feurig, bewegend, impulsiv, Chole, die Gelbgalle
    Organe: Leber und Gallenblase
    Funktion: Unter dem Einfluss von Chole werden die Steuerungs- und Reifungsprozesse im Körper getätigt, wenn das Feuer zu schwach wird, bricht die organisierende Kraft zusammen, die Funktion des Nerven- und Immunsystems setzen aus (Untertemperatur); Zuviel Feuer überhitzt das Nervensystem und schaltet es ab

    c.) Element Erde: trocken und kalt, wenig Bewegendes und Nährendes, festigt Gewebe, gibt den Strukturen Grenzen
    Kardinalsaft: Melancholera, die Gelbgalle
    Organe: Knochen und Haut
    Funktion: Melanchole kann jegliche Bildung von Strukturen im Körper unterstützen. Sie unterbindet Verbrennungsvorgänge und somit Chole-Zustände. So mindert sie die physiologische Funktion des Nervensystems und dämpft diese. Ist der Melanchole-Anteil im Körper zu hoch, stört er das Nervensystem – es kommt zu Depression, Neurosen und ähnlichen Leiden. Melanchole ist von den 4 Kardinalsäften der mit der größten pathologischen und der geringsten ernährungsphysiologischen Bedeutung.

    d.) Element Wasser: Ruhe und Trägheit, kalt und feucht
    Organe: Hirn, Milz und Lymphsystem: kühle und feuchte Organe
    Phlegma, der Schleim
    Funktion: Gelenke brauchen Phlegma zur Ernährung und zum Kühlen und Schmieren.

    Den jeweiligen Einsatz steuert das Gehirn. Störungen des organisierenden Prinzips mit Sitz Hirn lösen Fehlsteuerungen der Säfte-Zuweisungen aus. Wir sprechen dann von Autoimmunerkrankungen wie Rheuma oder Diabetes vom Typ 1. Prozesse in Hirn und Nerven enthalten sehr viel Chole. Sie brauchen daher Phlegma als Kühlung. Erhöht sich die Temperatur im Kopf durch Fieber oder sehr hohe Umgebungstemperatur, so nimmt die Hirnleistung ab.

    Die Kardinalsäfte sind keine Körperflüssigkeiten im herkömmlichen Sinn, sie beschreiben bildhaft grundsätzliche Funktionsprinzipien oder Informationsträger, durch die die physiologischen Funktionen geregelt werden. Im Falle der Entgleisung dieser „Säfte“, kann es zu pathologischen Veränderungen kommen. Die Lebenssäfte entsprechen einem dieser Elemente und sind als theoretische Prinzipien zu verstehen, sie sind keine stofflichen Strukturen. Die Säfte sind in diesem Sinne Regulationsfaktoren, durch die sämtliche Körperfunktionen gesteuert werden. Die humorale Grundsituation eines Menschen ist konstitutionell geprägt. Daraus ergibt sich die Temperamentszugehörigkeit und der individuelle Konstitutionstyp.

    Exogene und endogene Faktoren haben eine direkte und indirekte Wirkung auf die ausbalancierte Mischung der Säfte(=EUKRASIE) oder die krankhafte veränderte Mischung der Säfte(=DYSKRASIE).

    Alles beruht auf einem Mischverhältnis der Humores, die Gesundheit, wie auch die Krankheit.

    Ziel der Humoralmedizin ist es, die Eukrasie eines Organismus zu erhalten oder wiederherzustellen. Jeder hat seine eigene individuell „richtige“ Mischung, sein eigenes optimales Feld der Eukrasie in den vier Elementen.

    Das trifft nicht nur für den Menschen zu, sondern auch jeder andere Organismus. Innerhalb dieses Bereiches laufen alle Funktionen des Organismus gesund und in der vorgesehenen Art ab.

    Was aber führt zu einer Verschiebung der Humoresverhältnisse?

    Dazu ist es wichtig auf die 4 Temperamente als Grundlage der Konstitution zu schauen.

    Die Bezeichnung der Temperamente ergibt sich aus der jeweiligen Ausprägung der eukratischen Säftezusammensetzung.

    Die Säfte nehmen also Einfluss auf das Verhalten und den Charakter des Menschen.

    Text und Bild zur Verfügung gestellt: Regina Kainz

  • Aderlass nach Hildegard von Bingen

    Aderlass nach Hildegard von Bingen

    „…Der Mensch soll aber bei abnehmendem Mond zur Ader gelassen werden, zwischen dem ersten und sechsten Tag nach Vollmond…“
    (Hildegard von Bingen)

    Den Körper zu entgiften und zu entschlacken ist wichtig und sollte zumindest einmal jährlich durchgeführt werden, da der Körper in vielen Situationen (z.B. bei Zorn, Wut, Stress, schnellem Essen) Schlackenstoffe bildet. Um diese übermäßigen Stoffwechsel-Abfallprodukte zu beseitigen, bietet sich der Aderlass an.

    Beim fachgerechten Aderlass in unseren Häusern wird Ihnen zur passenden Mondphase von unseren Ärzten eine geringe Menge Blut aus einer geeigneten Vene in der Armbeuge entnommen.

    Die ideale Vene lässt sich einfach ertasten, da diese sich am besten zeigt und die meiste Spannung aufweist.

    • Kopfader?- wird hauptsächlich bei Beschwerden im Kopf verwendet. (Kopfschmerzen, Tinitus, Augenleiden,…)
    • Mittelader?- wird hauptsächlich bei Beschwerden im Zusammenhang mit Herz, Lunge oder Magen und Darm verwendet.
    • Leberader?- wird hauptsächlich bei Beschwerden im Zusammenhang mit Leber, Galle oder Milz verwendet.

    Darüber hinaus erzielt man mit jeder dieser Venen eine Anregung der Entgiftung und Aktivierung der Selbstheilungskräfte für den ganzen Körper. Da Sie beim Aderlass nüchtern sein müssen, erhalten Sie daran anschließend ein bekömmliches Hildegard-Frühstück. Wir verwöhnen Sie auch mit einem speziellen Mittagstisch nach Hildegard von Bingen. Nachmittags wird das Blut mittels Sichtbefund analysiert und die Ergebnisse werden Ihnen in einem kurzen persönlichen Arztgespräch erklärt. Sie erhalten außerdem wertvolle Therapievorschläge und Gesundheitsimpulse, die sich einfach im Alltag integrieren lassen.

    Eine entlastende Heilkost im Sinne unserer vegetarischen und glutenfreien „Bauch-Gut-Kost“ ist vor und nach dem Aderlass eine absolute Empfehlung, um den Reinigungserfolg noch weiter zu unterstützen. Alle, die Dinkel gut vertragen, können das „Lieblingsgetreide“ Hildegard von Bingens gerne in den Speiseplan einfließen lassen.

    Vor dem Aderlass empfehlen wir:
    Wir empfehlen Ihnen eine sanfte Einstimmung, bei der Sie auf Genussmittel wie Kaffee, Alkohol und Nikotin, Zucker und Süßes, … verzichten.

    Unmittelbar vor Ihrem Termin beachten Sie bitte Folgendes:

    • Nach Mitternacht nichts (auch kein Wasser) mehr trinken
    • Nicht rauchen
    • Wenn möglich keine Medikamente einnehmen
    • Am Morgen nicht Zähne putzen

    Nehmen Sie sich nach dem Aderlass bewusst Zeit und lassen Sie den Tag ruhig ausklingen. Die Augen und das Schauen kann sich mit dem Aderlass verändern. Überfordern Sie Ihre Augen nicht und gehen Sie mit dem Schauen achtsam um. Unsere Sinnesorgane können nach dem Aderlass generell sensibler reagieren. Seien Sie achtsam, entlasten Sie Ihren Alltag und bleiben Sie vermehrt bei sich selbst.

    Nach dem Aderlass empfehlen wir:
    Um eine optimale Blut-Neubildung und einen idealen Aderlass-Erfolg zu erreichen, empfehlen wir Ihnen Folgendes:

    Vermeiden Sie nach dem Aderlass 2 bis 3 Tage:

    • Tierische Lebensmittel
    • Schwer verdauliche Speisen wie stark Angebratenes und in Fett Gebackenes bzw. fette Speisen
    • Rohes Obst und Gemüse
    • Kaffee, Alkohol und andere Genussmittel

    Wer noch strenger entlasten möchte, kann zusätzlich noch folgende, laut Hildegard von Bingen nicht empfehlenswerte, Lebensmittel für eine Woche meiden:

    • Erdbeeren, Zwetschken, Pfirsiche, Feigen, Lauch, Gurken, Erbsen, Kohl, Kraut

    Je länger Sie sich für den Aufbau Zeit lassen, umso größer der persönliche Gewinn aus dem Aderlass. Achten Sie auch im Alltag auf eine gut bekömmliche, abwechslungsreiche Ernährung mit möglichst saisonalen und regionalen Lebensmitteln, ausreichend Flüssigkeit sowie Bewegung – am besten in frischer Luft –, Entspannung und Achtsamkeit.

  • Das Wesen der Bäume

    Das Wesen der Bäume

    Schau in die Natur und du schaust in die Seele der Landschaft.

    In den Ästen und Zweigen der Bäume liegen Wissen und Weisheit verborgen. Auf dem Weg durch den Wald verstummen die Gespräche. Eine innere Sammlung ist spürbar, sowohl um uns herum als auch in uns. Wir halten inne – an einem natürlichen Versammlungsplatz. Steinalte Bäume markieren wie Torwächter den Eingang. Dahinter strahlen die Bäume Würde und Mächtigkeit aus.

    Ein kleiner steiler Pfad führt am Rand zwischen bemoosten Steinen durch. Die Spannung steigt und die Energie verdichtet sich. Unser Augenmerk richtet sich auf die Hüterin des Platzes, eine hochbetagte Birke, die zum Verweilen einlädt. Ich empfinde die Präsenz einer uralten Weisheitsquelle.

    Der Wind begrüßt uns mit einer frischen Brise, die Blätter rauschen und feine Muster von Licht und Schatten zeichnen sich ab. Mit wachen Sinnen lassen wir uns zu den markanten Stellen dieses Ortes treiben. Baumkreise, Baumfamilien, bizarre Steinformationen zeigen ihr Gesicht. Wir sind weit oben und haben einen Überblick über das Land und auch für uns selbst. Hier können wir die wesentlichen Dinge des Lebens betrachten, können uns verbunden fühlen mit der Natur und ihrer Kraft.

    Bäume schaffen Atmosphären
    Bäume prägen den Landschaftsraum, in dem sie wirken und gestalten ihn mit ihrer Kraft. Die Verbundenheit mit ihnen zieht sich durch die gesamte Menschheitsentwicklung. Bäume sind Heimat, Nahrungsquelle und Heilmittel, Schutzraum und Versammlungsort für Rat, Gericht und Hochzeiten, Ort der Besinnung und Rückzug, Raum für kultische Handlungen und Zeremonien, für innere Einkehr und Kommunikation mit anderen Welten und Wesen. Sie sind Mittler zwischen Himmel und Erde, Lebensquelle und Lebensbewahrer. Unsere tiefe Beziehung kommt in mythologischen Überlieferungen, Legenden und Liedern zum Ausdruck.

    Bäume – Häuptlinge im Pflanzenreich
    Bäume sind langlebig – jedenfalls an unserer Lebenszeit gemessen. Wer kennt das nicht, unter einem uralten stattlichen Baum zu stehen, der schon ein paar hundert Jahre tief verwurzelt das Landschaftsbild prägt. Mich macht es immer ganz besonnen und ehrfürchtig. Fragen tauchen auf wie: Welche Geschichten und Erlebnisse mögen sich hier zugetragen haben? Welche Tiere haben diesen Baum aufgesucht, um dort Nahrung und Zuflucht zu finden? Welche Aufgabe übernimmt dieser uralte knorrige Baum in seinem Landschaftraum?

    Empirische Baumheilkunde
    In früheren Zeiten waren die Menschen durch ihre Lebensgestaltung der Natur und dem Jahresrhythmus tief verbunden. Durch ihre Abhängigkeit von der Ernte vor Ort war ihre Beobachtungsgabe geschult. Das Wesen der Bäume zu erkennen war für die Menschen selbstverständlich und Geisteskraft wurde in allem Lebendigen erkannt. Wir profitieren aus diesen Fähigkeiten und dem Erfahrungswissen, das auch heute den Menschen der Naturvölker noch zu eigen ist. So wurden von Mund zu Ohr Märchen, Mythen, Geschichten und Anwendungen aus der Volksheilkunde bis in die heutige Zeit weitergetragen. Heute wird eine Pflanze nach dem Wirkstoffgehalt geprüft und dann wird entschieden, ob sie in die Liste der Pflanzenmonographien aufgenommen wird.

    Germanische Sagenmythologie
    Bäume wurden in die jeweilige Kosmologie und Weltanschauung eines Volkes eingebunden. Der Norden, geprägt durch sein Landschaftsbild mit vielen undurchdringlichen Wäldern, hat alte Baumsitten und Gebräuche in seine Mythologie eingewoben. In der Edda, der nordischen Mythologie, wird berichtet, daß die ersten Menschen aus dem Stamm einer Ulme (Frau) und einer Esche (Mann) von den Brüdern Odin, Wili (auch Hönir) und We (Lodur) erweckt wurden. In der Weltenentstehung wird das Bild der Weltenesche Yggdrasil, dessen Zweige sich über alle neun Welten erstrecken und über den Himmel hinausragen, vermittelt. Im Baum sind die drei Welten Asgart (Götterwelt), Mitgart (Menschenwelt) und Utgart (Unterwelt) beheimatet.

    Keltische Sagenmythologie
    Bei den keltischen Druiden gab es den Oghamkreis, ein früh-irisches Baumalphabet, das in der Zeit von 600 v.Chr. bis ca. 700 n.Chr. in Gebrauch war und mündlich überliefert wurde. Der Baumkreis besteht aus 25 einheimischen Bäumen und Baumsträuchern, denen jeweils bestimmte Archetypen, Kräfte und Heilwirkung zugesprochen wurden. Der Oghamkreis wurde als Alphabet, zur Weissagung und für verschlüsselte Botschaften genutzt. Die Bäume sind im Jahreskreislauf einer bestimmten Zeit zugeordnet und dienen so als heiliger Kalender. Die Kelten haben die Bäume als Verkörperungen der geistigen Prinzipien ihrer Weltanschauung gesehen.

    Die Signatur
    In der traditionellen Medizin ist die Signaturenlehre ein wichtiges Kriterium zum Verständnis der Heilwirkungen von Pflanzen. Die „Signatur“ ist das Wesentliche oder Kennzeichnende jeglicher Erscheinungsform (lat. signum = Zeichen). Für den berühmten Arzt und Naturforscher Paracelsus von Hohenheim (1493 – 1541) bestand kein Zweifel, daß sich „in der Wesensgestalt eines Gegenstandes dessen innere, verborgene Kräfte zeigen“ und der Philosoph Jakob Böhme (1575 – 1624) sah in der Signaturenlehre „das Mittel zur Wesenserkennung der Dinge“. Form und Gestalt sind demzufolge nichts Zufälliges, sondern Ausdruck eines bestimmten Prinzips, einer Kraft oder eines Wesens. Und Ähnlichkeiten verweisen daher immer auf Zusammenhänge und Wechselwirkungen. Auf diesem Prinzip gründete schließlich auch Samuel Hahnemanns (1755 – 1843) Homöopathie: „Ähnliches heilt Ähnliches“.

    Formgebende Kräfte
    Formgebende Kräfte Aus den formgebenden Kräften der Bäume kann ihre Heilwirkungen abgeleitet werden. Die Genetik bestimmt, welche Formen bei bestimmten Bäumen möglich sind – die ästhetische Gesamterscheinung eines frei wachsenden Solitärbaums ist darin jedoch überhaupt nicht begründet. Aufbauend auf den Gesetzmäßigkeiten seiner Genetik könnte jeder Baum völlig wild in alle Richtungen wuchern. Dennoch gestaltet ihn eine unsichtbare Hand bei ungehindertem Wachstum so, daß er in seiner Gesamtform entweder die Form seines Blattes (Linde, Buche) oder seiner Frucht (Apfel, Birne) widerspiegelt. So stellt sich die Frage: Wer diszipliniert die einzelnen Zweige und teilt ihnen mit, wann sie ihr individuelles Wachstum einzustellen haben, um sich in die gemeinschaftliche Form zu fügen?

  • Das Feuchtigkeitsprinzip in der konstitutionellen Irisanalyse

    Das Feuchtigkeitsprinzip in der konstitutionellen Irisanalyse

    letzter Teil

    ad 4: Neben den osmotischen Grundfunktionen, deren Störung zentrales pathophysiologisches Element der hydrogenoiden Konstitution ist, hängt es v.a. vom Tonus und der Dynamik der Blut- und Lymphgefäße ab, ob die Feuchtigkeit in notwendiger Weise bewegt wird.

    Impulsgeber der Säftebewegung ist die Wärme des Blutes. Das bedeutet, dass die Wärmequalitäten der Säfte selbst der treibende Faktor der sie bewegenden Organe ist. Damit wird erkennbar, dass die Säftebewegung eng mit dem in Punkt 1 beschriebenen Fähigkeit zur Produktion physiologischer Wärme verknüpft ist. Die dort beschrieben Stimulation des Wärmeprinzips ist damit entscheidender Therapieansatz, um die Säfte ‚in Fluss‘ zu bekommen.

    Wärmemangel bei gleichzeitig übersteigertem Feuchtigkeitsprinzip ist das zentrale pathophysiologische Thema sowohl der plethorischen, als auch der hydrogenoiden Konstitution. Bei der plethorischen Konstitution bedingt Tonusmangel im venösen Schenkel des Blutkreislaufes passive Blutstauung in diesem Bereich. Bei der hydrogenoiden Konstitution bestehen Defizite im aktiven (=energiezehrenden) Aufbau der Differenz der Natrium-Konzentration als Voraussetzung für die osmotische Feuchtigkeitsbewegung.

    Daher sind die iridologischen Erkennungsmerkmale dieser beiden Konstitutionen auch Hinweis auf Stagnation der Feuchtigkeitsbewegung:

    Die plethorische Konstitution erkennt man an einer generell oder sektoral erweiterten (ektasierten) Krausenzone, die mehr als ¼ der Gesamtbreite der Iris einnimmt und/oder an Transversalen, unabhängig von deren Lokalisation. Auch leicht aberate Fasern sind bereits Hinweis auf Stauungszustände.


    Bildbeschriftung: Konstitutionelle Merkmale: Melanchologen (carbonitrogenoid), plethorisch, lymphatisch-hypoplastisch. Sektorale Erweiterungen einer stark abgedunkelten Krausenzone, Transversale durch den Milzsektor, Aberate Fasern im Urogenital-Sektor und bei 12:00; Wolkige Verschmierung der Blut-Lymph-Zone zwischen 10:00 und 2:00.

    Die Erkennungsmerkmale der hydrogenoiden Konstitution sind im blauen Auge und Mischiriden flächige nebelartige Phänomene oder Wolken in der mittleren Ziliarzone.

    Bildbeschriftung: Konstitutionelle Merkmale: Hydrogenoid, plethorisch. Flächige Wolken in der mittleren Ziliarzone, sehr weite, dunkle Krausenzone

    Im sanguinogenen (hämatogenen) Auge wird die hydrogenoide Konstitution durch flächige Aufhellung (wie ‚abgeschabtes‘ Leder) erkennbar, das häufig auch wie eine flächige milchige Verschmierung unter den braunen Pigmenten aussieht.

    Bildbeschriftung: Konstitutionelle Merkmale: Hydrogenoid, lymphatisch-hypoplastisch, gastrisch auf sanguinogener Basis. Flächige milchige Aufhellungen in der gesamten Ziliarzone.

    Beispiele bewährter Konstitutionsmittel bei plethorischer Konstitution: Linaria off., Achillea millefolium; Sulfur D6; Nux vomica D6

    Beispiele bewährter Konstitutionsmittel bei hydrogenoider Konstitution: Natr. mur. D6; Natr. sulf. D6; Thuja D4; Dulcamara D4

    (jeweils ohne Anspruch auf Vollständigkeit!)

    ad 5: Überschüssiges Phlegma, das nicht verwertet werden kann, muss mangels eines physiologischen Ausscheidungsorgans ersatzweise als Katarrh über Schleimhäute, oder als Ekzem über die Haut eliminiert werden. Ist das Phlegma zusätzlich mit Schärfen verunreinigt, wird in der Symptomatik häufig die ‚milde‘ Qualität des Phlegmas mit der Qualität der Schärfen überlagert (= Kakochymie): Gelbgallige (hitzige) Schärfen führen u.a. zu akuten Entzündungssymptomen mit Rötung, Brennschmerz, pulsierenden, neuralgischen Schmerzen und Hyperkinese. Pigmentfarben in der Iris: Hellbraun, gelb, strahlendes Weiß, evtl. auch orange.

    Schwarzgallige Schärfen bedingen Chronizität, Degeneration, zähe, trockene Sekrete und Hypokinese. Pigmentfarben in der Iris: Schmutziges Braun, ocker, grau, schwarz, Schnupftabakpigment.

    Eine stark pathologische Weiterführung der kompensatorischen Ausscheidung ist die Vikariation auf seröse Häute, insbesondere auf die Gelenkkapseln (rheumatischer Formenkreis). Dort besteht fatalerweise aber keine Abflussmöglichkeit nach außen. Daher haben die nach ‚innen‘ vikariierten Krankheitsprozesse wesentlich größere pathologische Bedeutung für den Gesamtorganismus als die Oberflächenkrankheiten.

    Irisdiagnostisch ist die Neigung zu Ersatzausscheidungen an Flocken und Tophis in der Zone der mesenchymalen Ausgleichsfelder, vor dem Ziliarrand erkennbar. Dieser ‚Tophikranz‘ ist in logischer Konsequenz auch Erkennungsmerkmal der katarrhalisch-rheumatischen Konstitution. Aber auch die lymphatisch-hyperplastische Konstitution zeigt bereits angedeutete Tophi vor dem Ziliarrand.


    Bildbeschriftung: Konstitutionelle Merkmale: Hydrogenoid, katarrhalisch-rheumatisch, oxygenoid auf lymphatischer Basis. Viele gelbgallige Pigmente.Die Flocken sind teilweise in der mittleren Ziliarzone, teilweise am Ziliarrand: Hydrogenoide Konstitution mit Neigung zu Ersatzausscheidungen.

    Beispiele bewährter Konstitutionsmittel bei katarrhalisch-rheumatischer Konstitution:

    Scrophularia nodosa; Viola tricol.; Sarsaparilla; Phytolacca D4; Clematis D4

    Autor:
    Friedemann Garvelmann
    humores@posteo.de

    Literatur:

    1. Garvelmann / Raimann: „Humoralmedizinische Praxis“, Band 1 & 2; 2. erweiterte Auflage; Bacopa-Verlag (2018)
    2. Garvelmann: „Konstitutionsmedizin“; Bacopa-Verlag (2018)
    3. Raimann, C. et al.: „Grundlagen der Traditionellen Europäischen Naturheilkunde“, 2. Auflage, Bacopa-Verlag (2013)

  • Webinar: TEM-Immunkompetenz

    Webinar: TEM-Immunkompetenz

    immer buchbar

    Referent: PD Dr. habil. Lic. Karl-Heinz Steinmetz
    Zielgruppe: Für alle Gesundheitsberufe sowie an Heilpflanzen und TEM Interessierte (keine Vorbildung erforderlich).
    Wo: Online
    Kosten: EUR 147,00
    Anmeldung: Im Webshop

    Dem Immunsystem auf die Sprünge helfen!

    Dieses Webinar wurde auf dem Stand aktueller Integrativmedizin entwickelt und umfasst folgende Inhalte:

    • Viren im Allgemeinen und Corona-Viren im Speziellen
    • die wichtigsten Heilpflanzen der TEM mit nachweislich immunstärkender und antiviraler Wirkung
    • wirkungsvolle Ernährungstipps, Anwendungen und Übungen

    Studienform:

    • Webinar:Insgesamt über 3 Std. Laufzeit – zum eigenständigen und zeitunabhängigen Abrufen.
    • Kursbuch: Über 40 Seiten pro Modul – mit Anregungen zum Eigenstudium und Ausprobieren in Alltag und Beruf.
    • Freiwilliger Test: Nach dem 3. Modul zur eigenen Wissensüberprüfung möglich (mit persönlichem Feedback vom Referenten).

    Ihr Benefit:

    • Allgemeinverständliches Gesundheitswissen, gemäß Standards heutiger Integrativmedizin und auf der Grundlage seriöser Studien
    • Informative und unterhaltsame Lehrvideos (insgesamt mehr als 3 Std. Laufzeit)
    • Begleitende pdf-Booklets mit allen Inhalten, Rezepten und Anwendungsbeispielen

    Abschluss: Nach Besuch aller 3 Module und Absolvierung einer Wissensüberprüfung:„Diplom Immunkompetenz“ in Sachen TEM

    Die Materialien für das Webinar „TEM-Immunkompetenz – online“ erhältst Du nach der Bestellung im Webshop!
    Webinare und Bonusmaterial sind für die gesamte Dauer des Kurses verfügbar. Die Tischvorlagen, Booklets, Rezepte etc. stehen zum Download bereit.

    Zum Moodle

    Module
    Webinar 1: Viren & Heilpflanzen

    • Grundlagen des Immunsystems und der Virologie
    • Wirkmechanismen antiviraler und immunmodulierender Heilpflanzen, Tinktur-Rezepte für Corona-, Influenza- und Rhino-Infektion
    • 8 antivirale und immunmodulierende Basis-Heilpflanzen (mit Anwendungen und Rezepten)

    Webinar 2: Ernährung & Anwendungen

    • Die klassischen „sechs immunrelevanten Lebensfaktoren“: Nahrung, Stoffwechsel, Chronomedizin & Schlaf, Bewegung & Ruhe, Atem & Milieu, Psyche & Spiritualität
    • Besondere Schwerpunkte: „Zehn Gebote“ der immunstärkenden Ernährung – mit Wildkräuter-Smoothie- und Samtsuppen-Rezepten,„Zehn Gebote“ des heilsamen Schlafs,immunstärkende Anwendungen, Leib- und Atemübungen der TEM

    Webinar 3: Maßgeschneiderte Rezepte

    • Antivirale und immunmodulierende Ergänzungspflanzen (mit Anwendungen und Rezepten)
    • Optionen bei ausgewählten viralen Erkrankungen – Influenza, Rhino, Corona, Epstein-Barr, Herpes, Gürtelrose, virale Enzephalitis & Meningitis

    Text und Bild zur Verfügung gestellt: PD Dr. habil. Lic. Karl-Heinz Steinmetz, https://www.institem.com/

  • 10 Jahre Klostergarten Maria Luggau

    10 Jahre Klostergarten Maria Luggau

    22. bis 24. September 2023

    Der 2. Tag des umfangreichen Programms stand im Zeichen der traditionellen europäischen Medizin. So erläuterte Dr. Martina Luise Maringer, was wir unter TEM verstehen und deren Bedeutung für heute. Dr. Michaela Noseck-Licul referierte über das Heilwissen unserer Großeltern als gelebtes Kulturerbe.

    Die barocke, durch das Bundesdenkmalamt fachgerecht rekonstruierte, Gartenanlage wurde von TEM-Mitglied Simone Matouch nach Vorlagen historischer Klostergärten und den Prinzipien der 4 Elemente bepflanzt. Von Mai – Oktober ist der Garten für die Öffentlichkeit zugänglich. Wöchentliche Führungen auf Anmeldung mit Themenschwerpunkt „Klostermedizin“ Kontakt: Simone Matouch naturschatz.lesachtal@gmail.com

    Text und Bild zur Verfügung gestellt: Simone Matouch naturschatz.lesachtal@gmail.com

  • Winter Wellness in Bad Kreuzen

    Winter Wellness in Bad Kreuzen

    Angebot gültig von 02. November bis 21. Dezember 2023

    Wo: Curhaus Bad Kreuzen, www.curhaus.at
    Nächtigung: 3, 4 oder 6 Nächte buchbar
    Kosten ab: Komfort Preis inkl. MwSt. ab € 420,00 (zuzüglich Ortstaxe)
    Information und Anmeldung: Curhaus Bad Kreuzen

    Tun Sie Ihrem Körper in der kalten, dunklen Jahreszeit etwas Gutes und genießen Sie in der herrlich hügeligen Winterlandschaft eine ganzheitliche Auszeit für Körper, Geist und Seele.

    Inkludierte Leistungen:

    • 3, 4 oder 6 Nächte für Ihre gesunde Auszeit buchbar
    • Heilmassage mit Räucherimpuls
    • Kleiner Heusack
    • 1 Workshop zum Thema Räuchern oder Kräuter
    • Ganztags Kräutertee-Bar mit verschiedenen Bio-Heilpflanzen
    • Naturbadeteich, großes Hallenbad, Bio-Sauna, Finnische Sauna und Infrarot-Kabine
    • Größter Kneipp-Garten Österreichs mit Heilkräutern, Kneipp-Anlage, Barfußparcours und Gradierwerk mit frischem Tannenreisig
    • 125 km herrliche Wander-, Nordic Walking, und Laufwege in der BioRegion Mühlviertel – Fahrräder und Schneeschuhe während des Aufenthalts gratis

    Text und Bild zur Verfügung gestellt: Curhaus Bad Kreuzen, www.curhaus.at

  • »Von den goldenen Fäden der Schicksalsfrau«

    »Von den goldenen Fäden der Schicksalsfrau«

    Wintermärchen und Sagen aus den Tiroler Bergen bei einer Laternen-Wanderung unterm Sternenhimmel.

    24. und 25. November 2023

    Märchenerzähler: Helmut Wittmann
    Musik: Angela Stummer-Stempkowski (Harfe), Franz Bernegger (Bockpfeife)
    Uhrzeit: 17:00 Uhr
    Veranstaltungsort: Wattens, Tirol, Gasthof Säge, Wattenberg
    Information: https://www.maerchenerzaehler.at/termine/

    Faszinierende Erzählungen von den Herausforderungen des Lebens und verblüffenden Wegen zum Glück gibt es da zu hören.

    Helmut Wittmann erzählt vom Waldmandl und von Köhler, aber auch vom Geheimnis der Eisriesen und vom Traum, der den armen Bauern nicht mehr losließ.
    Zum Abschluss wird’s im Saal der Gasthofs Säge gemütlich.

    Sagenhafte Tipps für’s Radio-Hören:
    »Die Geweihten Nächte«
    Wintermärchen und Sagen von den Raunächten

    • Donnerstag, 7. Dezember 2023, Radio Oberösterreich
    • Donnerstag, 14. Dezember 2023, Radio Salzburg

    Ein Grund zum Feiern – wusstest du schon? Die UNESCO hat das Märchenerzählen in Österreich in das Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes?aufgenommen.

    Text und Bild zur Verfügung gestellt: Helmut Wittmann, Foto: Thom Trauner