BLOG April 2022
Frühjahresmüdigkeit und Nebennierenerschöpfung

Stress ist in unserer heutigen Zeit zu einem treuen Begleiter geworden. Beruf – und Privatleben fordern einen jeden Tag aufs Neue zu Höchstleistungen heraus, muss doch alles möglichst schnell, absolut perfekt und in einer – nach außen scheinenden – natürlichen Gelassenheit erledigt werden. Die vielzitierte Frühjahrsmüdigkeit kann auch der Beginn einer Nebennierenerschöpfung sein.

Die Nebennieren sind zwei walnussgroße Drüsen, die auf den Nieren sitzen und bestehen aus Nebennierenmark (Medulla) und Nebennierenrinde (Cortex glandulaesuprarenalis). Im Mark werden die Hormone Adrenalin und Noradrenalin gebildet, sie sind ein Teil der Antwort des Körpers auf Stress. In der Nebennierenrinde (macht 3?4 der Nebenniere aus) werden u. a. das Hormon DHEA (Dehydroepiandrosteron), sein Gegenspieler – das lebenswichtige Cortisol – und das Mineralocorticoid Aldosteron gebildet. Letzteres ist wichtig für den Elektrolyt- und Wasserhaushalt und somit auch für die Blutdruckregulierung. Eine ausgewogene Mineral- und Vitaminzufuhr ist für die Genesung der Nebenniere unabdingbar. Hypothalamus und Hypophyse – zwei kleine Drüsen im Gehirn – regulieren wie ein Thermostat die Hormonproduktion. Sie reagieren auf Hektik und Leistungsdruck wie auch auf emotionale, seelische Stressoren. So lösen auch andauernde Aufopferung, Minderwertigkeitsgefühle und unverarbeitete Verluste die Stressreaktion aus. Eine schlechte, unausgewogene Ernährung und Umweltgifte führen schlussendlich zu einer Erschöpfung der Nebennieren. Die Symptome sind mannigfaltig und die Nebenniere ruft geradezu nach Hilfe und vor allem nach Ruhe.

Wie zeigt sich die Nebennierenerschöpfung? Mögliche Symptome sind bleierne Müdigkeit Kraftlosigkeit, innere Unruhe, Schlafstörungen sowie Konzentrationsschwäche und eine Traurigkeit, die sich bis zur Depression ausweiten kann. Dies sind nur einige der möglichen Symptome, auch andere Beschwerden, die auf den ersten Blick anderen Grunderkrankungen zugeordnet werden, stehen mit der Nebennierenerschöpfung in Verbindung: Allergien, ein schwaches Immunsystem, häufige Atemwegsinfektionen, Darmprobleme, Libidoverlust und Menstruationsbeschwerden.

Naturheilkundliche Maßnahme

Neben einer ausgewogeneren Ernährung, kleinen Mahlzeiten, regelmäßiger Bewegung, ausreichend Schlaf und einer angepassten Vitamin- und Mineralstoffzufuhr (Chrom, Selen, Zink, Magnesium, Vitamin C und Vitamin B5 (=Pantothensäure), gibt es auch einige Heilpflanzen für die Nebenniere. Ein Fertigpräparat zur Stimulierung der Nebenniere ist das Phytocortal. Dieses homöopathische Komplexmittel enthält drei potenzierte Pflanzen: Gänseblümchen, Schöllkraut und wilde Yamswurzel. Gute Erfolge lassen sich auch mit einem Frischpflanzenauszug aus vier Heilpflanzen erzielen, den wir in der Apotheke frisch für Sie zubereiten. Dieser besteht aus den nebennierenstärkenden Pflanzen Rosenwurz, Süßholz, Juckbohne und Johannisbeere.