BLOG März 2022
Die Organpflege im Jahreskreis

März – Fische – Neptun – Füße

Das Zeichen Fische umschließt den Tierkreis, der mit dem Widder und seinen Entsprechungen am Haupt beginnt, und diesen Kreis an den Füßen und Zehen abrundet. Die Füße haben es im wahrsten Sinn des Wortes in sich. Wir haben schon lange das Barfußlaufen verlernt.

Mal sind es die schmerzenden Kieselsteine, mal die Biene an der weißen Kleeblüte, manchmal ein unangenehm eingerannter Holzschiefer, die uns vom Baufußlaufen abhalten. Wer es praktiziert weiß, dass „die Füße sehen können“ und mindestens so sensibel auf den Boden reagieren, wie die Augen im Kopf den Weg voraus prüfen. Die Füße können diese archaische Art der Weiterbewegung jeder Zeit wieder in hochsensibler Aufmerksamkeit registrieren und sensorische Informationen aufnehmen. Sind sie ja Endpunkte aller Körper- und Reflexzonen, aufsteigender und absteigender Meridianbahnen. Nicht selten reagieren Fische Geborene an den Füßen extrem empfindlich.

Wer sich schon einmal eine Fußreflexzonen-Massage gegönnt hat, kann nachhaltig feststellen, dass jeder professionell behandelte Punkt sehr viele wohltuende Informationen und Anregungen für den gesamten Körper bereithält.

Warzen, Hühneraugen oder Hautverhärtungen an den Füßen, Nagelbettentzündungen oder Fußpilzerkrankungen, Hallux valgus, Fehlstellungen der Gliedmaßen und Knochendeformationen an weiteren Zehen geben Aufschluss auf organ- oder haltungsbezogene Beschwerden. Im Grunde lässt sich an einem Fuß lesen wie in einer „Landkarte“. An der großen Zehe z.B. kann der Zustand des Darmmilieus erkannt werden. Ein Nagelpilz, der sich an dieser Stelle ausbreitet, hat sehr oft seinen Ursprung im Dickdarm. Daher nützen lokale Behandlungen meist reichlich wenig. Während einer Darmsanierung erkennt man jedoch sehr schnell eine deutliche Besserung bis Aufhebung der befallenen Stelle und ein gesunder Nagel wächst nach.

Die Zwiebel, an sich schon ein wärmendes und trocknendes Heilmittel an feuchten Fischetagen, wirkt in der alten Tradition beim Entfernen von Hühneraugen wie ein sanfter, aber sauber arbeitender Chirurg. Man lege ab Vollmond ein Stück der gelben Zwiebel, 1 erbsengroßen Wattebausch, ein Pflaster und etwas fette Creme bereit. Von der Zwiebel wird mit dem Messer wenig saftiger Brei auf den kleinen Wattebausch geschabt, rund um die Warze etwas Fettcreme gegeben. Der getränkte Wattebausch wird auf die Warze gelegt, mit dem Pflaster gut verschlossen. Man wiederhole das Ganze täglich 1-2 Mal (wer will morgens und abends) von Vollmond bis Neumond solange, bis die Warze einwandfrei „herausgezogen“ wurde. Die dazugehörende Geduld als Arznei sei hier auch erwähnt, und es wirkt!

Bei der Betrachtung des Fische-Symboles fallen zwei sich mittig treffende, gegensätzliche Mondsicheln oder Schalen auf. Beide Seiten sind so gar nicht offen füreinander und sind deshalb durch eine Mittellinie, die die Zeit darstellt, verbunden. Daraus lassen sich viele gegensätzliche, dualistische Qualitäten ablesen, mit denen Menschen in diesem Sternzeichen geboren werden und ganz tief drinnen nach vollkommener Balance und Harmonie dürsten: Vergangenheit:Zukunft, soll ich:soll ich nicht, Logik:Kreativität, Grenze:Grenzenlosigkeit, kleinlichst:tolerant, aktiv:passiv usw., Eigenschaften, mit denen Fische-Geborene immer wieder in Berührung kommen.

Eigentlich möchten sie das gar nicht, da sie viel lieber sphärisch und esoterisch höher liegenden Zielen nachgeben möchten. Sie lieben fließende, weiche, zarte, übersinnliche Situationen voller Hingabe. Fische repräsentiert auch Wehmut und den Wunsch nach Erlösung von allem Übel.

Es geht dabei gar nicht um das oft zitierte „gegen den Strom schwimmen“. Schauen wir uns das Verhalten der Fische in der Natur an, können sie sowohl als auch mit oder gegen die Fluten anrudern.
Die Tagesqualität, die an Fischetagen in der Luft liegt, ist eine bestimmte, feuchte Kühle. Sie dringt nicht nur in anfällige Rheumazonen vor. Eine an diesen Tagen zum Lüften ausgehängte Bettwäsche nimmt die Feuchtigkeit schnell auf und bleibt länger in den Federn spürbar.

Neptun ist der herrschende Planet im Tierkreiszeichen Fische. Hier lebt er die gesamte Palette eines Planeten vor, der von extremer Feingeistigkeit bis süchtelnder oder selbstbetrügerischer Haltlosigkeit alles auf den Plan bringen kann. Neptun ist das Gestirn des Glaubens, aber auch der höchsten Spiritualität, des Aberglaubens, der Täuschung und der Unwahrheit. Seine Stellung fördert in uns Menschen den Idealismus recht beträchtlich, wobei sie die Gefahr in sich birgt, Dinge und uns selbst nicht mehr realistisch einzuschätzen vermögen.

Die positiv gelebte Seite der Stellung lässt mit allen Lebewesen verbunden sein und zu inspirierendem, liebevollen Miteinander heranwachsen.
Gerade im laufenden Jahr 2022 sind wir aufgefordert genau hinzuschauen, um Schein von Sein unterscheiden zu können.

Judith Wieser

Judith Wieser

Text und Bild zur Verfügung gestellt: Judith Wieser, www.judithwieser.com