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Gesund durch die kalte Jahreszeit mithilfe von heimischen Kräutern der Traditionell Europäischen Medizin

"Alle Wiesen und Matten, alle Berge und Hügel sind Apotheken ..."(Paracelsus 1493-1541)

Die Traditionelle Europäische Medizin (TEM) beschäftigt sich mit der Heilkraft und Wirkung unserer heimischen Pflanzenwelt. Altes Wissen, welches zum Teil verloren gegangen war, wird hier wiederentdeckt und neu aufbereitet, um auch die Menschen von heute in ein gesundes Gleichgewicht zu bringen. Aktuell, in der Erkältungszeit, ist es wichtig, immer auf warme Füße und Nieren zu achten und auch den Nacken mittels Schal oder Tuch vor Zug und Kälte zu schützen. Wenn in der kalten Jahreszeit unser Körper erkaltet, ist es aber besonders wichtig, Wärme von außen und innen zuzuführen.

Am besten gekochte, warme Speisen essen und auf Milchprodukte und Orangensaft verzichten, denn diese kühlen den Körper aus. Während des Infekts sind Fleischgerichte oder Kraftbrühen eher kontraproduktiv, sie geben Energie und stärken dadurch auch Viren oder Bakterien. Für den gesunden Organismus ist eine gute Fleischsuppe zum Kraft tanken aber genau richtig.

Warme aufsteigende Fußbäder mit Basensalz und ätherischen Ölen wie Thymian, Lavendel oder Eukalyptus regen die Durchblutung an.

Im Herbst ist auch eine pflanzliche Entgiftungskur ratsam, um den Körper gestärkt in die kalte Jahreszeit zu führen. Braunwurz etwa ist gut für die Lymphe, Löwenzahn unterstützt Leber und Galle und die Goldrute tut Niere und Blase gut.

Um einen beginnenden grippalen Infekt abzuschwächen, helfen der bei uns heimische schwarze Holundersaft, der unsere Immunabwehr unterstützt oder auch Birkenknospen. Letztere leisten auch bei Halsschmerzen gute Dienste – genauso wie Salbei oder Propolistropfen.

Auch der Frischpflanzenauszug der Echinacea etwa regt das Immunsystem an und hat nachgewiesene antivirale Wirkung.

Hat das nasskalte Wetter doch zugeschlagen und leidet man unter Schnupfen, Fieber oder Husten, leistet die die TEM ebenfalls gute Dienste. Die Heckenrose und die Silberweide helfen bei Fieber und fangen auch Kopfschmerzen und Infekte ab.

Gegen trockenen Reizhusten eignet sich wildes Stiefmütterchen, aber auch der Spitzwegerich, da durch die einhüllende Wirkung des Schleims die entzündeten Schleimhäute vor lokalen Reizungen geschützt werden.

Lindernd bei Schnupfen und heilungsfördernd bei Nasennebenhöhlenentzündung wirkt die Weißbuche – besonders gut in Kombination mit der Johannisbeere, die bei allen Symptomen, die plötzlich und akut auftreten, angezeigt ist.

Schon bei den Kelten sollte die Hasel vor Krankheiten schützen. Heute wird er aufgrund ihrer schleimlösenden Wirkung besonders in der Erkältungszeit gerne eingesetzt. Bei chronischer Bronchitis, bei Halsschmerzen, Hustenreiz, Nebenhöhlen- und Luftröhrenentzündung bringt sie Linderung

In der Traditionellen Europäischen Medizin zählt der Thymian zu den wichtigsten Heilpflanzen der Winterzeit. Denn während alles friert und bibbert, vermag er genau das zu bringen, wonach wir uns am meisten sehnen: Wärme. Als Saft oder Tee, als Salbe, ätherisches Öl oder als Gewürz in der Küche – ähnlich wie die Glut im Ofen vermittelt Thymian eine tiefe, gleichmäßige Wärme, die den gesamten Körper durchdringt, ein Wohlgefühl erzeugt und den Organismus kräftigt. Bis heute kommt die aromatische Heilpflanze in zum Einsatz, da die krampflösende, bronchienentspannende Wirkung den Hustenreiz beruhigt.

Leiden Kinder unter Keuchhusten, empfiehlt es sich, am Abend eine Duftlampe mit zwei Tropfen weißem Thymianöl anzuzünden. Doch auch bei gesunden Kindern ist Thymian beliebt! Eine abendliche Fußmassage mit Thymiansalbe wirkt über die Fußreflexzonen, bringt Wärme in den Körper, stärkt die Abwehrkräfte und beruhigt, sodass das Einschlafen leichter fällt. Der Schlaf ist dann ruhiger und erholsamer.

Und nicht zu vergessen ist der Holunderblütentee, er gilt als Erkältungstee, bei dem der Körper auf Entgiftung schaltet und auf diese Weise versucht, lästige Viren loszuwerden.

Autorin und ©: Mag.a pharm. Dr. Karin Rahman

Das sagen unsere Mitglieder

Mag. Dr. Michaela Noseck-Licul

"Der TEM-Fachverein hat sich unter anderem zwei Dinge zum Ziel gesetzt, die mir sehr wichtig sind. Zum einen geht es darum, überliefertes Wissen für heutige Bedürfnisse zu nutzen und dabei die Zusammenarbeit mit der modernen Medizin zu suchen. Zum anderen soll die Gesundheitskompetenz der Menschen gefördert werden, in dem Wissen um die gesundheitsförderlichen Aspekte der TEM vermittelt wird. Das ist auch mir ein Anliegen, daher unterstütze ich den Verein."

Dr.med.Gerhard Kögler

"Traditionelle Medizin weltweit ist eine Möglichkeit, in einer Welt, die zusammenwächst, Gesundheit für alle Menschen zu ermöglichen. Dies wird in einer integrativen Form stattfinden, konventionelle Medizin zusammen mit traditioneller Medizin. Dieser Verein, bei dem ich Mitglied bin, soll diesen Prozess unterstützen."