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Naturheilpflanze Hanf

Cannabidiol in der Humanmedizin

Die Hanfpflanze ist eine der ältesten vom Menschen kultivierten Pflanzen und begleitet uns seit jeher. Erste Aufzeichnungen über ihre medizinische Anwendung finden sich bereits im alten Ägypten und der altindischen Ayurveda-Heilkunde. Verarbeitet zu CBD Produkten, erlebt die Pflanze in der Naturmedizin eine Renaissance. Doch was steckt hinter der Kraft des Hanfs?

Natürliche Unterstützung

CBD steht für Cannabidiol. Es ist einer von mehr als 150 in der Hanfpflanze enthaltenen Inhaltsstoffen. Die zwei bekanntesten Inhaltsstoffe sind THC und CBD. Im Gegensatz zu THC wirkt CBD jedoch nicht berauschend und ist somit völlig legal. CBD ist kein Wunder- oder Allheilmittel, es kann aber, aufgrund seiner wohltuenden Eigenschaften, in der naturgestützten Medizin eingesetzt werden. 1

Wechselspiel

Cannabidiol bildet einen Schutzschild für unser seelisches und körperliches Gleichgewicht. Eine große Rolle spielt dabei das Endocannabinoidsystem, kurz ECS. Es ist fester Bestandteil des Nervensystems und unter anderem für die Schmerzregulierung sowie das körperliche Wohlbefinden verantwortlich. Durch ein Zusammenspiel der körpereigenen CB1- und CB2-Rezeptoren und des ECS gelangt das CBD in unseren Blutkreislauf. 2

Wie bei jedem Präparat, kann es auch bei CBD Produkten zu Wechselwirkungen kommen. In der Kombination mit Medikamenten ist daher Vorsicht geboten. CBD kann die positive Wirkung von Medikamenten verstärken, es kann aber auch die jeweiligen Nebenwirkungen beeinflussen. Rein durch CBD ausgelöste Nebenwirkungen, wie Durchfall, wurden bisher nur bei sehr hohen Dosierungen verzeichnet. 3

1, 2, 3 vgl. Dr. med. Pleyer, Iris, Mag. Michael Hlatky, Philipp Hlatky MA, Cannabidiol – ein natürliches Heilmittel des Hanfs., 2. Auflage, Wien, Verlagshaus der Ärzte GmbH, 2020

Mehr Wissen, mehr Gesundheit

Der Verkauf von CBD boomt. ExpertInnen warnen vor unreinen Produkten aus fragwürdiger Herkunft. Wie können wir sicher sein, welches Produkt auch hält, was es verspricht?

Sind Alkohol oder andere wirkungsbeeinträchtigende Stoffe enthalten? Hat das Produkt tatsächlich den genannten CBD Gehalt? Wurde ein Verkehrstauglichkeitstest durchgeführt? Das alles sind keine unwesentlichen Fragen. Das österreichische Unternehmen HEROSAN etwa ist Spezialist für innovative Gesundheitsprodukte. In Zusammenarbeit mit ExpertInnen aus dem Gesundheitsbereich setzt sich das Unternehmen für die Schaffung von Qualitätsstandards für CBD Produkte im EU-Raum ein.

„Seriöse Anbieter erkennt man an einer transparenten Arbeitsweise im gesamten Herstellungsprozess. Qualität beginnt schon beim Anbau des Hanfs und endet mit regelmäßigen Analysen in akkreditieren Laboren. Vor der Anwendung sollten Endverbraucher unbedingt ExpertInnen zu Rate ziehen“, meinen Conny Pint und Daniel Taurer – CEOs der HEROSAN healthcare gmbh.

Vom Steckling zum CBD Tropfen

Ideal ist, die Produktion - vom Samen bis zum fertigen Produkt – aus einer Hand und zu 100% aus Österreich. Denn auf hauseigenen Glashaus-Plantagen können handgezogene, biozertifizierte Hanfpflanzen kontrolliert und geschützt heranwachsen. Im unternehmenseigenen Labor kann dann Cannabidiol per schonendem CO2-Extraktionsverfahren aus den Hanfpflanzen entnommen und zu hochreinen CBD Produkten verarbeitet werden.

Sie möchten einen Blick hinter derartige die Kulissen werfen? Etwa die Fa. HEROSAN bietet derartiges auf 20 Hektar Gesamtfläche in Graz und Umgebung an und freut sich über Ihren Besuch auf der Plantage. Gerne können Besichtigungen der Plantage auch kurzfristig gegen telefonische Voranmeldung organisiert werden. Weitere Informationen unter www.herosan.at.

Im Interview mit MedR Dr. med. univ. Gudrun Lorenz-Eberhardt

MedR Dr. med. univ. Gudrun Lorenz-Eberhardt ist Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Sie erzählt von ihren persönlichen Erfahrungen in der Behandlung ihrer Patientinnen mit Cannabidiol.

Wofür kann Cannabidiol in der Humanmedizin eingesetzt werden?

Moderate Schmerzzustände, Hauterkrankungen, Schlafstörungen oder Menstruationsbeschwerden sind nur einige wenige Beispiele für die breitgefächerten Einsatzgebiete. Aus meiner Sicht liegt die bedeutendste Anwendung in der begleitenden Therapie von chronischentzündlichen Erkrankungen und Schmerzzuständen.

Was sind Ihre persönlichen Erfahrungswerte in der Behandlung Ihrer Patientinnen?

Sehr gerne biete ich Patientinnen CBD als alternative Behandlungsmöglichkeit an.

Bei Menstruationsbeschwerden und bei, durch die sogenannten Wechseljahre bedingten Symptomen, wie Schlafstörungen, Gelenks- und Muskelschmerzen, Hautveränderungen oder bei Neigung zu Infekten, empfehle ich die Anwendung von CBD Öl. Die Tropfen sollten mit der Pipette unter die Zunge oder an die Wangenschleimhaut aufgebracht werden. Bei Schmerzen während der Monatsblutung ist auch das Beträufeln eines Tampons hilfreich.

Bei gehäuften Scheideninfektionen und bei trockener Scheide können bei regelmäßiger lokaler Anwendung von CBD Cremen, Salben oder Suppositorien sehr gute Behandlungserfolge erzielt werden.

Welche Erkenntnisse haben Sie bisher über medizinische Hanfprodukte gesammelt?

Eine für mich erstaunliche Erfahrung war es, als eine Patientin mit einem chronischen Exanthem an einer ihrer Hände zufällig zu mir kam. Seit 20 Jahren hatte sie viele erfolglose Therapien hinter sich. Durch den Einsatz einer CBD Salbe bildeten sich die Hautveränderungen sehr rasch zurück – und das auf Dauer.

Manche Patientinnen mögen den Geschmack von CBD Öl nicht. Hier kann ich einen Löffel Joghurt oder ein Butterbrot zur Geschmacksneutralisierung empfehlen, denn Wasser sollte erst wieder eine halbe Stunde nach der Einnahme des Öls getrunken werden.

Was raten Sie ExpertInnen, die mit dem Einsatz von CBD beginnen möchten?

Haben Sie keine Scheu und versuchen Sie es einfach! Medizinische CBD Produkte sind eine zusätzliche Option in der Behandlung vieler PatientInnen. Beginnen Sie langsam und erhöhen Sie die Dosis auf den individuellen Bedarf des jeweiligen Menschen abgestimmt.

Es gibt bereits eine große Menge an guter Fachliteratur zu diesem Thema. Beispielsweise kann ich die Fachlektüre „Cannabidiol – ein natürliches Heilmittel des Hanfs.“ von Dr. med. Iris Pleyer empfehlen.

Text und Foto zur Verfügung gestellt: HEROSAN healthcare gmbh, www.herosan.at

Das sagen unsere Mitglieder

Mag. Dr. Michaela Noseck-Licul

"Der TEM-Fachverein hat sich unter anderem zwei Dinge zum Ziel gesetzt, die mir sehr wichtig sind. Zum einen geht es darum, überliefertes Wissen für heutige Bedürfnisse zu nutzen und dabei die Zusammenarbeit mit der modernen Medizin zu suchen. Zum anderen soll die Gesundheitskompetenz der Menschen gefördert werden, in dem Wissen um die gesundheitsförderlichen Aspekte der TEM vermittelt wird. Das ist auch mir ein Anliegen, daher unterstütze ich den Verein."

Dr.med.Gerhard Kögler

"Traditionelle Medizin weltweit ist eine Möglichkeit, in einer Welt, die zusammenwächst, Gesundheit für alle Menschen zu ermöglichen. Dies wird in einer integrativen Form stattfinden, konventionelle Medizin zusammen mit traditioneller Medizin. Dieser Verein, bei dem ich Mitglied bin, soll diesen Prozess unterstützen."