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Erdender Spätsommer

Eine stärkende Mitte bringt Stabilität auf allen Ebenen und schafft Vertrauen in sich selbst.

Wenn der Sommer zu Ende geht, lassen wir ihn noch einmal Revue passieren. Die warmen Sonnenstrahlen auf der Haut, die entspannten Abende mit Freunden im Freien, sorglos bis tief in die Nacht hinein. Das Innehalten zur Zeit der Reife und Ernte hilft uns, die gesammelte Energie zu bündeln und unsere Speicher noch einmal gezielt für die kommenden Monate aufzufüllen. Nicht umsonst stehen im Spätsommer viele Erntedankfeste an.

Der richtige Moment, Dankbarkeit zu empfinden und uns vertrauensvoll zu erden. Denn die Erde, das Element dieser sogenannten Wandlungsphase, versorgt uns verlässlich mit Nahrung. Aufnehmen, Annehmen, Umwandeln und Verteilen – die typischen Aufgaben der Erde erfüllen auch die dem Spätsommer zugeordneten Organe: der Magen und die Milz. Ideal, sie jetzt zu stärken!

In der Mitte liegt die Kraft

Unsere Mitte ist als Sitz der ganzheitlichen Weisheit, der Intuition und der inneren Stimme zu verstehen. Durch Meditation, Achtsamkeit und bewusstes Atmen lassen sich Geist und Seele zentrieren. Das ermöglicht uns aktive Spiritualität. Der innere Energiefluss dieses Kräftezentrums steht mit unseren Körpersäften eng in Verbindung. Kühlende und verschleimende Nahrungsmittel, wie Rohkost, Kuhmilchprodukte, Weizenbrot oder Nudeln, schwächen die Mitte. Auf mentaler Ebene werden die Gedanken trüb und träge. Jetzt sind warme, gekochten Speisen mit saisonalem Gemüse und Obst die richtige Wahl. Gerade im Spätsommer stehen Verdauung, Stoffwechsel und eben die Produktion der Körpersäfte im Mittelpunkt.

Mit der Süße der Erde in die eigene Kraft kommen.

Süße Erdkräuter wie Kalmus – der aphrodisierende europäische Ingwer – und Engelwurz, auch als Angelika bekannt, wirken krampflösend und regen Magen und andere Organe an, sämtliche Verdauungssäfte herzustellen. „Das Wasser läuft uns im Mund zusammen“, wie das alte Sprichwort so schön sagt. Lebensmittel von süßem Geschmack vermitteln Sicherheit und wohlige Entspannung. Die gewonnene, vertrauensvolle Stabilität schenkt die Kraft, übertriebene Sorgen und negative Grübeleien loszulassen, sodass sich tiefe Zufriedenheit einstellen kann. Die entzündungshemmende Süßholzwurzel stärkt das zweite Herbstorgan, die Milz. Ihre Aufgabe ist es, den Körper mittels Abwehrzellen vor Bakterien, Viren und Pilzen zu schützen. Sie nimmt daher eine wichtige Schlüsselrolle für ein gesundes Immunsystem ein.

Das Wesen des Spätsommers

  • Element: Erde
  • Geschmack: süß
  • Wirkung: entspannend, zentrierend, stärkend, befeuchtend, den Flüssigkeitshaushalt regulierend, die Säfte anregend, energiespendend
  • Emotionale Aufgabe: vertrauen und entspannen
  • Organe: Milz und Magen
  • Heilpflanzen: Kalmus und Engelwurz heizen das Verdauungsfeuer an, Süßholz und Eibisch wirken reinigend und schützend auf die Schleimhäute
  • Ernährung: Süßes aus der Natur tut uns jetzt gut, z.B. gekochtes Getreide (alle Sorten außer Weizen), Karotten, Kürbisse und Nüsse. Weniger gut geeignet sind Zucker, Milchprodukte und Rohkost.

Text © Purpur News, Ausgabe 8, 2014, www.purpurapotheke.at

Das sagen unsere Mitglieder

Mag. Dr. Michaela Noseck-Licul

"Der TEM-Fachverein hat sich unter anderem zwei Dinge zum Ziel gesetzt, die mir sehr wichtig sind. Zum einen geht es darum, überliefertes Wissen für heutige Bedürfnisse zu nutzen und dabei die Zusammenarbeit mit der modernen Medizin zu suchen. Zum anderen soll die Gesundheitskompetenz der Menschen gefördert werden, in dem Wissen um die gesundheitsförderlichen Aspekte der TEM vermittelt wird. Das ist auch mir ein Anliegen, daher unterstütze ich den Verein."

Dr.med.Gerhard Kögler

"Traditionelle Medizin weltweit ist eine Möglichkeit, in einer Welt, die zusammenwächst, Gesundheit für alle Menschen zu ermöglichen. Dies wird in einer integrativen Form stattfinden, konventionelle Medizin zusammen mit traditioneller Medizin. Dieser Verein, bei dem ich Mitglied bin, soll diesen Prozess unterstützen."