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Dem Immunsystem mit der Bürste auf die Sprünge helfen!

Bürstenmassage ist eine klassische Anwendung der TEM und Klostermedizin, die der Haut guttut. Gleichzeitig aktiviert und mobilisiert das Bürsten aber auch Lymphe und ist damit ein kleiner, aber feiner Baustein der Stärkung der Immunkompetenz in Zeiten von Corona!

Lob der Bürste

Wir schmunzeln heute ein wenig über die Hygiene unserer Vorfahren: Weil Wasserhähne und Duschen erst am Ende des 19. Jahrhunderts erfunden wurden, mussten sie sich mühsam mit Waschschüsseln und Krügen behelfen. Unsere Vorfahren im Mittelalter hätten allerdings auch über uns geschmunzelt: Wir haben heute ein Utensil vergessen, das über Jahrhunderte im Mittelpunkt der Körperpflege stand: Die Bürste. Es gibt bis heute nichts Besseres, um die Haut von abgestorbenen Partikeln zu reinigen und wichtige Gesundheitsreize zu setzen, als eine regelmäßige Bürstenmassage.

Lymphaktivierung durch 10-minütiges Morgenritual

Die optimale Funktion des Stoffwechsels und des Immunsystems korreliert mit der Fähigkeit des Körpers, Toxine auszuscheiden. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Lymphfluss: Im Gegensatz zum Blut, das durch das rhythmische Kreislaufgeschehen ständig in Fluss gehalten wird, fehlt dem Lymphsystem die zentrale Pumpe. Der gute Lymphfluss ist daher auf unterstützende Bewegungsimpulse angewiesen. Und hier kommt die Bürstenmassage ins Spiel: Die positiven Wirkungen einer Bürstenmassage – auf Haut, Bindegewebe und Herz-Kreislauf-System, bei Funktionsstörungen innerer Organe, auf Lymph- und Immunsystem sowie Psyche – werden in den Schriften der TEM bezeugt, wurden am Ausgang des 19. Jahrhunderts von Sebastian Kneipp propagiert und sind inzwischen durch klinische Studien belegt.

Tipp: Gönnen Sie sich eine Bürstenmassage!

Die Bürstenmassage ist ein einfaches und wohltuendes 10- minütiges Ritual, das sie etwa einmal pro Woche, oder sogar alle zwei bis drei Tage, am Morgen kurz vor dem Duschen durchführen können: Bürsten Sie Ihre Körperteile herzwärts, mit einer weichen Bürste, zum Beispiel mit einer Rosshaarbürste, und duschen Sie danach! Die Grundregel lautet: Von den Extremitäten beginnend immer in Richtung Herz bürsten – unter sanftem Druck und mit rhythmischen, langsamen, gleichförmigen Streichbewegungen!

  • Füße: Vom Fuß zum Unterschenkel, weiter zum Oberschenkel bis zum Po.
  • Arme: Beginnend mit der Hand zum Unterarm, dann vom Unter- zum Oberarm.
  • Bauch: Von der rechten unteren Bauchseite zur linken oberen Seite streichen (mit der Richtung der Darmperistaltik).
  • Brustkorb: Über die Rippenbögen einwärts zur Mitte zum Brustbein.
  • Wenn Sie auch den Rücken bürsten wollen, dann brauchen Sie eine Bürste mit Stiel oder eine assistierende Person.

Autor und ©: PD Dr. habil. Karl-Heinz Steinmetz

Das sagen unsere Mitglieder

Mag. Dr. Michaela Noseck-Licul

"Der TEM-Fachverein hat sich unter anderem zwei Dinge zum Ziel gesetzt, die mir sehr wichtig sind. Zum einen geht es darum, überliefertes Wissen für heutige Bedürfnisse zu nutzen und dabei die Zusammenarbeit mit der modernen Medizin zu suchen. Zum anderen soll die Gesundheitskompetenz der Menschen gefördert werden, in dem Wissen um die gesundheitsförderlichen Aspekte der TEM vermittelt wird. Das ist auch mir ein Anliegen, daher unterstütze ich den Verein."

Dr.med.Gerhard Kögler

"Traditionelle Medizin weltweit ist eine Möglichkeit, in einer Welt, die zusammenwächst, Gesundheit für alle Menschen zu ermöglichen. Dies wird in einer integrativen Form stattfinden, konventionelle Medizin zusammen mit traditioneller Medizin. Dieser Verein, bei dem ich Mitglied bin, soll diesen Prozess unterstützen."