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Aderlass nach Hildegard von Bingen

Die bewährte Blutreinigung setzt auf die natürliche Regenerationskraft des Lebenssafts. Sie stärkt und eignet sich bis ins hohe Alter zur Entgiftung und Linderung vieler Zivilisationsbeschwerden. .

Schon seit Jahrtausenden spielt der Aderlass eine Rolle in der Medizin – bis heute wird er angewandt. Als eine der wenigen therapeutischen Maßnahmen wird er in den Krankenhäusern bei Eisenspeicherkrankheit und Polyglobulie indiziert und angewendet. In der modernen Schulmedizin arbeitet man hauptsächlich gemäß einer Indikation. Das heißt: man richtet sich nach einer Diagnose und eine möglichst standardisierte Therapie folgt.

Harmonie im Körper herstellen

Früher war das ein bisschen anders. Die alten Mediziner versuchten nicht eine Krankheit zu bekämpfen, sondern einen Menschen von einer Krankheit zu heilen. Dabei versuchten sie, einen Menschen in den Zustand der Eukrasie zu bringen. Eukrasie ist das richtige, harmonisch funktionierende Verhältnis der im Körper wirkenden Vorgänge, die unser Leben erhalten. Es war früher nicht so leicht, einen Heilkundigen zu finden. Vorbeugemedizin war damals notwendig, um zu überleben.

Gesundheit erhalten

Der Aderlass gehörte laut Hildegard von Bingen, die vor über 800 Jahren lebte und wirkte, zu den potentesten Mitteln, um eine harmonische Gesundheit zu bewahren bzw. wieder zu erlangen. „Wer gesund bleiben möchte und glaubt, dass ihm der Aderlass dabei helfen kann, der kann 1–2 mal pro Jahr den Aderlass durchführen lassen“ ... Da ist keine Rede von Therapie gegen eine Krankheit! Der Aderlass ist also eine perfekte begleitende Methode, um gesund zu bleiben.

Sie wollen Beweise dafür?

Bitteschön: Frauen haben gegenüber Männern ein deutlich erniedrigtes Risiko an Schlaganfall und Herzinfarkt zu erkranken – aber nur solange sie nicht im Wechsel sind und ihre Monatsblutung haben. Der Aderlass ist also eine „Nachstellung“ der Mens einer Frau und soll eine „Reinigungsblutung“ sein, wobei die Selbstheilungskräfte im Organismus optimal aktiviert werden. Wissenschaftliche Studien zur Wirksamkeit von Aderlass gibt es längst. Sie dokumentieren, was die Tradition der Klostermedizin bei vielfachen Indikationen ganz selbstverständlich zur Anwendung brachte: Demnach verhütet der Aderlass langfristig Herz- Kreislauf-Erkrankungen, senkt das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko sowie erhöhte Blutfette und soll vor Arteriosklerose und Diabetes bis hin zu Alzheimer schützen.

Unterschied zur Blutabnahme/Blutspende

Gegenüber einer herkömmlichen Blutabnahme oder einer Blutspende weist der Aderlass Besonderheiten auf.

  1. Der Vollmond bestimmt den Tag, an dem der Aderlass vorgenommen werden kann. Die ersten 6 Tage nach Vollmond sind dazu geeignet.
  2. Es wird in eine der drei Venen in der Ellenbeuge gestochen. Es gibt aber noch mehr als 50 andere „Aderlass- Venen“ über den Körper verteilt.
  3. Man lässt das Blut tropfen.
  4. Es wird gewartet, bis der Tropfen, der ins Glas fällt, seine Farbe verändert – das nennt man Farbumschlag.
  5. Man nimmt nicht immer die gleiche Menge Blut ab, sondern nur so viel, wie der Körper im Moment des Aderlasses bereit ist zu geben – der Farbumschlag bestimmt den Stopp und damit die Menge. Ein guter Aderlass ist ab 20 ml bis 150 ml möglich. Letztere ist die Maximalmenge, die auch nicht überschritten wird, wenn der Farbumschlag noch nicht sichtbar ist.

Blogtext © Mag.a pharm. Dr.in Karin Rahman

Das sagen unsere Mitglieder

Mag. Dr. Michaela Noseck-Licul

"Der TEM-Fachverein hat sich unter anderem zwei Dinge zum Ziel gesetzt, die mir sehr wichtig sind. Zum einen geht es darum, überliefertes Wissen für heutige Bedürfnisse zu nutzen und dabei die Zusammenarbeit mit der modernen Medizin zu suchen. Zum anderen soll die Gesundheitskompetenz der Menschen gefördert werden, in dem Wissen um die gesundheitsförderlichen Aspekte der TEM vermittelt wird. Das ist auch mir ein Anliegen, daher unterstütze ich den Verein."

Dr.med.Gerhard Kögler

"Traditionelle Medizin weltweit ist eine Möglichkeit, in einer Welt, die zusammenwächst, Gesundheit für alle Menschen zu ermöglichen. Dies wird in einer integrativen Form stattfinden, konventionelle Medizin zusammen mit traditioneller Medizin. Dieser Verein, bei dem ich Mitglied bin, soll diesen Prozess unterstützen."