Konstitutionen und Therapiekonzepte in der TEM

Die moderne Humoralmedizin betrachtet die klassische Säftelehre nicht als Beschreibung von Körperflüssigkeiten, sondern als ein Modell, das auf den vier Qualitäten Wärme – Kälte – Feuchte – Trockenheit basiert. Diese Qualitäten bilden die stoffliche und energetische Grundlage für die Funktionen der Organsysteme sowie für Gesundheits- und Krankheitsprozesse und bestimmen die daraus ableitbaren Therapieoptionen.

Jeder Mensch ist in seiner Physiologie einzigartig. Diese Individualität – die Konstitution – zieht sich wie ein roter Faden durch alle Reaktionsmuster des Organismus. Sie eröffnet zugleich unterschiedliche Ansatzpunkte, um das Krankheitsgeschehen zu harmonisieren und das Gleichgewicht wiederherzustellen.

In diesem Kontext bietet das Seminar „Von der Temperamenten- zur Konstitutionslehre“ die Möglichkeit, diese Grundlagen praxisnah zu vertiefen. Die Teilnehmer:innen lernen, individuelle Anlagen und Organfunktionen zu erkennen und diese gezielt in Beratungsgesprächen, z. B. an der Tara in einer Apotheke, zu berücksichtigen.

Zunächst werden die Grundlagen der Temperamentenlehre vermittelt, darauf aufbauend werden die Prinzipien der Konstitutionslehre erläutert. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Eliminationsorganen – Haut, Lunge, Niere, Leber und Darm – sowie deren Funktionen und typischen Dysbalancen.

Darüber hinaus erhalten die Teilnehmer:innen Einblicke, wie Iris-, Zungen- und Pulsanalyse praxisnah angewandt werden können, um diese Beobachtungen in individuell abgestimmte Beratungsgespräche und Therapiekonzepte einzubinden. Praktische Leitfäden und Fallbeispiele runden das Seminar ab und ermöglichen es, das Erlernte direkt zu üben und in den eigenen Arbeitsalltag zu übertragen

Seminar 2.2.

21.-22.10.2026

Dr. med Ulike Dolinar, Mag. (FH) Claudia Waldner-Prager