Modul 2: Humorallehre und Humoralmedizin

Seminar 2.1 Überblick und Einführung in die Humorallehre und Humoralmedizin

11.11. bis 12.11.2022

Vortragender:

Friedemann Garvelmann

Schwerpunkte

  • Qualitäten und Zuordnung zu den Kardinalsäften
  • Temperamentenlehre, als Basis der Konstitutionslehre
  • Kardinalorgane, jeweils mit spezifischer humoraler Funktionalität
  • Physiologische / unphysiologische Säfte („Schärfen“)
  • Gesundheits-, Krankheits-, Heilungsprinzipien

Die heutige Humoralmedizin sieht in den „Kardinalsäften“ keine Körperflüssigkeiten mehr, sondern metaphorische Repräsentanten präzise definierter Zuordnungen der „humoralen Qualitäten“ Wärme und Feuchtigkeit, sowie deren Polaritäten Kälte und Trockenheit. Damit ist die Humorallehre die konsequente und praktisch anwendbare Weiterführung der Prinzipienlehre (Seminar 1.1). Sie ist Basis der Humoralmedizin mit spezifischer Gesundheits- und Krankheitslehre, Physiologie, Pathophysiologie, Diagnostik und Therapeutik und prägt in weiten Bereichen die gesamte TEM.

Die auf der Repräsentanz der vier Naturelemente der antiken Naturphilosophie aufbauende Lehre von den vier Kardinalsäften (Humorallehre) ist zentrales und auch definierendes Element des Denk- und Arbeitsmodells der TEM. Der Begriff des „Kardinalsaftes“ repräsentiert in der modernen Humoralmedizin jeweils ein spezifisches Wirkungsprinzip, das sich aus der untrennbaren Polarität einer nicht-materiellen Qualität (Wärme bzw. Kälte) in Verbindung zu einer materiellen Qualität (Feuchtigkeit bzw. Trockenheit) definiert. (In Analogie zum Yin / Yang-Prinzip der TCM)

Das biologisch sinnvolle Gleichgewicht dieser Qualitäten ist Basis der humoralen Physiologie beim Gesunden („Eukrasie“), während qualitative, pathophysiologische Veränderungen humoraler Hintergrund von Krankheiten sind (Dyskrasie bzw. Kakochymie). Neben den Kardinalsäften existieren Säfte mit unphysiologischer Qualität, die als „Schärfen“ bezeichnet werden. Die ‚Überlagerung‘ der Qualitäten der Kardinalsäfte mit den Qualitäten der Schärfen führt zu pathogenen humoralen Zuständen, die als Auslöser jeder erdenklichen Krankheitssituation diagnostisch zu erfassen sind. Diagnostische Fragestellung beim Kranken ist daher die Analyse dieser pathologischen Säfte-Situation, wozu – neben einer exakten Anamnese und symptomorientierten Befragung – die im weiteren Verlauf der Ausbildung vermittelten diagnostischen Methoden (u. a. Iris-, Puls-, Zungen-, Harndiagnostik) zur Verfügung stehen.

Die therapeutische Vorgehensweise in der Humoralmedizin besteht in der Anwendung von Arzneien und weiteren Therapiemethoden, die geeignet sind, die pathologische Säfte-Situation in Richtung der individuell physiologischen Situation zu beeinflussen. Ein weiterer Bereich, der unmittelbar aus der Säftelehre entspringt, ist die Temperamentenlehre, die sowohl die äußere Erscheinung eines Menschen prägt, als auch dessen Wesen und Verhalten. Die Temperamentenlehre bleibt dabei aber immer im Bereich des physiologischen Bereichs. Eine sehr spezifische und detaillierte Erweiterung der Temperamentenlehre in den Bereich der Pathologie ist die Konstitutionslehre, die in Seminar 2.2. thematisiert wird.

Termin: 11.11. bis 12.11.2022

Vortragender: Friedemann Garvelmann

Wochenendseminar: 16 UE

Kurszeiten: Freitag: 10.00 – 19.00 Uhr, Samstag: 09.00 – 18.00 Uhr

Ort: LifeAGEnts, 1130 Wien, Hietzinger Hauptstraße 120A/3, www.lifeagents.at

Kosten des Seminars: 495,00 €

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Schwerpunkte

  • Qualitäten und Zuordnung zu den Kardinalsäften
  • Temperamentenlehre, als Basis der Konstitutionslehre
  • Kardinalorgane, jeweils mit spezifischer humoraler Funktionalität
  • Physiologische / unphysiologische Säfte („Schärfen“)
  • Gesundheits-, Krankheits-, Heilungsprinzipien

Vortragender

Friedemann Garvelmann